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Getriebe

Verfasst: Sa 17. Jan 2004, 20:24
von wilfried
Hallo,

das 4-Gang Getriebe meiner ID 19 B ist wohl hinüber. Beim Schalten in den Rückwertsgang knarte es ohne Ende, so schaltete ich nur noch, wenn der Motor aus war. Heute konnte ich nur noch im 1. Gang fahren. Weiß jemand Rat, ob das Getriebe in so einer Situation wirklich kaputt ist? Habe mich heute schon einmal erkundigt und einen Preis von ca. 1000,00 Euro bekommen. Ist der Preis ok?

danke mfg
Dennis

Re: Getriebe

Verfasst: Sa 17. Jan 2004, 23:52
von Til
Hallo Dennis,

wenn das kaputt ist, ist das kaputt!

Ich denke, dass mechanische 4-Gang Getriebe eigentlich billiger zu haben sein sollten, allerdings ist es schwierig, vor dem Einbau den Zustand zu ueberpruefen - Kauf ist also Vertrauenssache und rumfragen lohnt sich.

Hast du schon mal den Getriebedeckel aufgemacht? Falls nur das Rueckwaertsgang-Umlenk Ritzel Zahnausfall hat (und die abgescherten Zaehne noch nicht alles andere in Schutt und Asche gemahlt haben), kannst Du das relativ einfach im eingebauten Zustand auswechseln (Zaehne nicht vergessen!).

Til

Re: Getriebe

Verfasst: So 18. Jan 2004, 01:29
von ralf
hallo
solltst du ein 4 gang getriebe suchen ruf mich an. in düsseldorf.

0176/20003495

mfg ralf

Re: Getriebe

Verfasst: So 18. Jan 2004, 14:43
von Jürgen
Hallo Denis,

eventuell ist auch nur deine Kupplung kaputt. In der Kupplung können Fehler auftreten, die dafür sorgen, daß sie nicht mehr richtig trennt, dann läßt sich dasd Getriebe auch nicht mehr schalten.
Läßt sich dein Getriebe den bei stehendem Motor noch schalten?
Wenn ja, dann such erst einmal in der Kupplungsbetätigung und in der Kupplung.
Immer erst bei den zugänglichten und billigsten Teilen mit der Fehlersuche anfangen ;-).

Ralfs Getriebe

Verfasst: So 18. Jan 2004, 22:44
von patric
Hallo Ralf,

solltest Du ein Getriebe anbieten wollen, dann tu dies bitte HIER vielleicht gibst Du dem Käufer ja auch noch einen Guten Tropfen mit dazu, natürlich nicht umsonst...

Re: Getriebe

Verfasst: Mo 19. Jan 2004, 19:52
von wilfried
Hallo,

wahrscheinlich ist doch die Kupplung kaputt, da ich im Stand schalten kann, aber nicht während der fahrt. Wie hoch sind denn ca. die Kosten für eine neue Kupplung?

Möchte gerne wieder göttlich fahren

mfgruß
Dennis

Re: Getriebe

Verfasst: Mo 19. Jan 2004, 20:31
von Steffen
Hallo Wilfried,

das ist jetzt eine rein optimistisch-naive Vermutung, aber vielleicht ist die Kupplung einfach nur ein Stück runtergefahren und müsste nachgestellt werden? Die stellt sich - wie sicher bekannt - nicht selbst nach. Bei meiner ID 19 B trat ein ähnliches Problem direkt nach dem Kupplungswechsel auf, also Rückwärtsgang geräuschlos nur bei Motor aus, 1. bei laufendem Motor problemlos, 2. hakelig, 3. so lala, 4. okay. Der Mechaniker wollte mir dann erklären, das alte Getriebe und die neue Kupplung müssten sich erst aufeinander einspielen usw. War aber völliger Quatsch, die Kupplung musste am Ende nur mit einer 14er Schraube irgendwo da unten am Getriebe richtig eingestellt werden. Jürgen weiß sicher, welche, ich hab das selber noch nicht gemacht.

Wenn die Kupplung komplett runter ist, sich nicht mehr nachstellen lässt oder anderweitig getauscht werden muss, kostet das Teil ca. 250 EUR plus Wechseln. Die Arbeitsleistung kommt dann meistens mindestens nochmal so teuer, da neben Kotflügeln, Kühler, Lenkung und Getriebe quasi vorn alles raus muss. Wenn Du Experte bist, dann mach es lieber selbst, ansonsten such Dir einen Experten für den Wechsel. Die Kupplung auf jeden Fall komplett wechseln, also in Form des 3-teiligen Kupplungskits mit Pilotlager, die Schwungscheibe planen und auf jeden Fall den Nockenwellensimmerring wechseln lassen! Meine Werkstatt hat damals nämlich "vergessen", den 35 Jahre alten Nockenwellensimmering zu wechseln, schon nach kurzer Zeit lief Motoröl aus dem gebrochenen Ring über die neue Kupplung, und es musste alles nochmal auseinandergebaut werden! Einige Werkstätten/Spezis wechseln die Kupplung wohl angeblich auch bei eingebautem/angehobenem Getriebe seitlich nach außen, hab ich nur schon mal gehört, ist aber nicht die vorgeschriebene Art.

Je nach Vorhaben, Dringlichkeit und Geldbeutel kann es sich eventuell empfehlen, im Rahmen des Kupplungswechsels gleich folgende Arbeiten einzuplanen oder mitzuerledigen, wenn sowieso einmal alles raus ist:

- Kühler, Kühlerschläuche und Thermostat reinigen oder ersetzen
- Servolenkung auf Lecks überprüfen, ggf. reparieren oder tauschen
- Motor rausnehmen, abdichten, Motorlager ggf. wechseln, Motor überholen
- Getriebeausgänge auf Wellen (Dichtringe) wechseln
- Hauptrücklaufleitung, Bremsventil usw. überprüfen und ggf. wechseln
- Bremsscheiben und Handbremsbeläge wechseln
- Antriebswellen/Tripodes überprüfen und ggf. reparieren

Das da oben ist wie gesagt überhaupt kein Muss, aber man kann diese Arbeiten bei der Gelegenheit oft en gros etwas preiswerter und besser erledigen (lassen) als später einzeln nacheinander bzw. kommt man bei ausgebautem Getriebe/Motor natürlich viel besser ran. Gilt natürlich nur, wenn derartige Arbeiten sowieso bereits geplant oder absehbar sind, ansonsten sicher überflüssig. War bei meiner ID in einigen Fällen leider nicht so, deshalb halt der Tipp.

Allzeit frohes Kuppeln ohne Öl drüber wünscht,

Steffen

Re: Getriebe

Verfasst: Di 20. Jan 2004, 11:26
von wilfried
Hallo Steffen,

Danke für deine Tips!

Ich werde mir das heute abend einmal genauer ansehen und morgen ein paar Preise einholen. Der Werkstatt werde ich auf jeden fall verklickern, das Sie Deine oben angegebenen Tips auch kontrollieren sollen.

mit zur Zeit stehenden Grüßen

Wilfried

Re: Getriebe

Verfasst: Di 20. Jan 2004, 21:22
von Til
Hallo Steffen,

voellig einverstanden (bis auf die Getriebeausgangswellen, das sind keine eigentlichen Simmeringe, siehe HP, daher kein Verschleiss) wenn es noch original Ersatzteile fuer alles gaebe!

Leider ist die Qualitaet der Teile inzwischen nicht mehr automatisch gegeben und kann auch im Einzelfall nicht beurteilt werden. Das gilt von dem was ich gehoert habe insbesondere fuer Kupplungsscheiben, Ausruecklager, und Bremsscheiben - also alles sehr aergerliche Dinge, wenn's nicht richtig funktionniert.

Meine persoenlichen Erfahrungen beschraenken sich bis jetzt auf Gummimanschetten :-(

Wie macht ihr das denn so?

Gespannt,

Til

Re: Getriebe

Verfasst: Mi 21. Jan 2004, 11:54
von Steffen
Hallo Til,

Du hast natürlich recht, wenn die Ringe am Getriebe süffen, weist das eigentlich darauf hin, dass die dahinter liegenden Lager defekt sind und gewechselt werden müssen. War bei meiner ID zum Glück nicht so, das kommt wohl aber ab und an vor, Getriebeölverlust wäre ja auch denkbar gewesen. Die meisten Spezialisten wechseln die Lager aber in dem Fall offenbar nicht so gerne, sondern lieber gleich das ganze Getriebe. Aufwand und die Erfolgsquote stehen möglicherweise in keinem Verhältnis zum Austausch. Keine Ahnung ob zutreffend, ist mir nur so aufgefallen.

Bei den Ersatzteilen habe ich bis jetzt z.B. in punkto Federkugeln, Kupplungsset und Servolenkung mit den einschlägigen deutschen DS-Spezialisten (genaue Namen gern auf Anfrage) nur beste Erfahrungen gemacht. Die Servolenkung z.B. war zwar relativ teuer, aber es hat sich - zumindest bis jetzt - bezahlt gemacht. Ich kenne inzwischen einige, die ihre Lenkung etwas preiswerter gekauft bzw. überholt haben, aber dafür z.B. schon nach knapp zwei Jahren wieder wechseln mussten, wobei der Hersteller natürlich wieder nur eine "neue" AT-Lenkung auf Garantie schickt und die Ein- und Ausbaukosten jedesmal an einem kleben bleiben. Und bis vor kurzem gab es ja nur ein Jahr Garantie, alles andere war Kulanz...

Wo es geht, beziehe ich am liebsten so genannte "new old stock" oder gebrauchte Ersatzteile von einem Sammler aus Frankreich und einem Händler aus Holland, die haben oft riesige Halden von noch unbenutzten oder wenig benutzten Original-Ersatzteilen, die wirklich immer besser passen als die Nachfertigungen. Typisches Beispiel Blinker vorne oder Innentürgriff, die Nachfertigungen passten einfach nicht, das Originalteil saß sofort. Dann kenne ich einen, der quasi jedes Jahr die Manschetten der hinteren Federzylinder (Nachfertigungen) wechseln muss, die halten bei ihm kaum ein Jahr, und die Vorgängerteile waren evtl. noch die ersten oder wenigstens Originalqualität, zumindest hatte er die über neun Jahre drin. Er will sich jetzt über den Holländer mal versuchsweise gute gebrauchte Manschetten besorgen, viel schlimmer kann es mit denen nicht werden.

Die Gummiteile sind also wirklich ein Problem. Das Thema wurde hier glaube ich auch schon mal ernüchternd diskutiert. Bleibt eigentlich am Ende wieder die Frage, wieso die Gummiteile von heute oftmals schlechter sind als die vor 40 oder 50 Jahren (???)

Steffen