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Überhitzung

Verfasst: So 11. Jul 2010, 20:03
von oldtimertobi
Hallo zusammen,

ich habe da seit längerem ein Problem, bei dem ich nicht mehr weiterkomme. Vielleicht hat jemand von euch eine Idee oder evtl gar eine Lösung.
Bei meiner DS 20 Break, Bj. 1971 habe ich in der Vergangenheit bei hochsommerlichen Temperaturen eine Überhitzung von der Anzeigelampe gemeldet bekommen. Nach Ausbau des Thermostates, besserte sich nicht wirklich viel.
Nach verschiedenen Maßnahmen wie Zündzeitpunkt überprüfen, Reinigung des gesamten Kühlsystemes und Einbau einer neuen Wasserpumpe sowie eines elektrischen Zusatzlüfters trat auch hier keine Besserung ein. Jetzt habe ich im Frühjahr einen neuen Kühler mit Ausgleichsbehälter von der DS 23 eingebaut, da man mir sagte, dies sei der sicherste Weg diesem Problem zu begegnen. Gestern fuhr ich mit ca. 110 km/h auf der Autobahn und nach ca. 20 Km Wegstrecke leuchtete die Temperaturanzeige wieder auf.
Meine Fragen lauten:
Ab wieviel Grad Kühlwassertemp. leuchtet die Anzeige ?
Ist Überhitzung ein bei den momentanen Temperaturen generelles Problem der DS ?
Gibt es eine Lösung für dieses Problem ?

Für eure Hilfe vielen Dank vorab
Tobi

Re: Überhitzung

Verfasst: So 11. Jul 2010, 20:21
von Die Veteranenscheune
Hallo Tobi,

meine beiden fahren absolut bei jedem Wetter im normalen Bereich.
Versuche doch mal die TATSÄCHLICHE Temperatur zu messen !
( z.B. Küchenutensil....Bratenthermometer )

Vielleicht meldet nur der Fühler falsch...........

Re: Überhitzung

Verfasst: So 11. Jul 2010, 22:49
von Louis de Funes
Hallo Tobi,
ich würde auch erstmal messen! Leih Dir doch mal irgendwo ein Infrarotthermometer, auch Pyrometer genannt. Primitivste Bauform = 25,- im eblöd reicht aus. Die Kühlertemperatur mißt Du am besten indem Du den Reißverschluß des Luftsackes öffnest und direkt auf den Kühler hälst, so gibt es keinen Fehler.. Aber achtung: Nicht mit dem Pyrometer auf blanke Metallflächen messen und schon garnicht mit Abstand, sonst gibt es Meßfehler.
So, nun kennst Du Deine Kühlertemperatur. Jetzt kannst Du entscheiden ob die Temperatur zu hoch ist oder der warngeber defekt ist bzw. mangelhaft elektrisch angeschlossen ist.
Was die echte Motortemperatur angeht: Gerde die berühmten Frankreich Autos ohne Rost wurden gerne auch ohne Frostschutz gefahren. So einen Motor habe ich überholt: Das Ausmaß an Verkalkung und Korrosonsschäden sprengt die teutonische Vorstellungskraft, da geht teilweisse seeeehr wenig Wasser durch die Koppdichtung, da sind die Temperaturen dann entsprechend. Also sie auch mal in Deinen Kühler nacgh Ablagerungen, oder bau einen Wsserschlauch aus, da siehste schnell wie es dann im Restmotor aussieht. Schlimmstenfalls steht die große Totalreinigung an.

Nur Mut!

Gruß

Bernd

Re: Überhitzung

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 07:55
von lemans
Hi,

ich habe die Temperaturwarnleuchte in diesem Sommer noch nicht anbekommen ( geht aber)
Bei Autobahn ist die Kühlung sowieso nicht problematisch. est bei Stau oder nach dem abfahren von der Bahn an der Roten Ampel. Wobei dieses Jahr das erstemal an der Ampel der Zusatzlüfter ansprang und nachhalf. Ich habe die oberste Warnlampe im Kombiinstument umgerüstet, das sie mir Anzeigt wenn der Zusatzlüfter läuft.

Gruß

Detlef

Re: Überhitzung

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 11:09
von Chris
Hallo Tobi

Falls Du einen zugesetzen Kühler (siehe Bernds Anleitung zum Überprüfen der Schläuche) ausschliessen kannst, schau mal nach dem Versager.

Zu mageres Gemisch führt auch zu Moddorüberhitzung.

Viel Glück,
Chris
(der sich letztens bei 30° im Stau über den Brünigpass gequält hat. Ist zwar kein richtiger Pass, aber doch recht steil und trotzdem ging die Temperetur nicht hoch)


Re: Überhitzung

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 17:47
von Gerhard Trosien
Bei meinem DS20 geht die Lampe an, wenn ich nach schnellerer Autobahnfahrt in einen Stau komme (s.o.) oder nach einem längeren, steilen Anstieg mit laufendem Motor stehen bleiben muss. In beiden Fällen hilft, die Drehzahl mit dem Gaspedal auf über 2.000 einzustellen.

Ich habe das Temperaturanzeigeinstrument aus den Einspritzern (oder hatte das nur der 23-er?) eingebaut. Wenn die Warnlampe angeht, ist der Zeiger bereits sehr weit im oberen roten Feld. Wenn ich dann die Drehzahl wie beschrieben erhöhe, kann ich zusehen, wie der Zeiger runter geht. Die Lampe bleibt aber an, bis der Zeiger wieder in die optmale Position am oberen Rand des weißen Feldes abgesunken ist. Das geschieht aber erst, wenn das Auto wieder normal fährt.

Re: Überhitzung

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 22:22
von hgk
Hallo,

hat denn bei Euch mal das Kühlwasser schon gekocht?

Ich habe auch das Temperaturanzeigeinstrument. Das bleibt immer im weissen Bereich und die Lampe kommt auch nie, obwohl der el. Ventilator nicht funktioniert und die Lufthutze nicht montiert ist. Mit dem IR Thermometer habe zwischen 80 und 90 Grad am Kühler und ca. 90 bis 100 Grad am Kopf. (Nach Autobahnfahrt im Leerlauf). Der Kühlerschlauch oben läßt sich dann noch zusammendrücken. Der Frostschutz ist auf -20 Grad eingestellt (nicht mehr), das scheint dann alles noch für ordentliche Wärmeabfuhr ausgelegt zu sein.

Bei meinem CX hat das Wasser nach Ausfall des Thermoschalters für den elektrischen Lüfter sofort gekocht.

Mit sonnigen Grüßen
Hans

Re: Überhitzung

Verfasst: Do 15. Jul 2010, 08:51
von Gerhard Trosien
Gestern hat sich erstmals nach 18 Jahren die Lampe ohne die oben geschilderten Fahrzustände gemeldet...
Allerdings habe ich zu Beginn des Sommers den bewährten Kühler wg einer Undichtigkeit gegen einen zweifelhaften gebrauchten aus einem Schlachtauto getauscht...

Es ist tatsächlich so, wie Hans vermutet: die Kühlung der D-Modelle ist eher überdimensioniert. Wenn das Auto aber 30 Jahre lang klassisch französischer Wartungsmentalität ausgesetzt war, kann man davon ausgehen, dass nicht mehr alle Teile in einwandfrei sauberem Zustand sind und das das eine oder andere Röhrchen im Kühler verstopft ist und in Kopf und Block kiloweise "Spuren" von Ablagerungen zu finden sind. Dann ist die Wärmeabfuhr empfindlich gestört.

Wahrscheinlich ist alles so ausgelegt, dass das Auto auch bei Null-Pflege 100.000 km schafft. Meiner lief zum Glück von Anfang an in Deutschland und zumindest der Zweitbesitzer war bei der Wartung und Pflege eher übereifrig. Und das sehr viel mehr Blei enthaltende französische Benzin hatte keine Chance, Ventile und Sitzringe zu zerstören.