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Zündspule mit oder ohne Vorwiderstand?

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 20:47
von jtk
Da ich im Zuge des Gasanlageneinbaus bereits den Zündverteiler gegen eine 123-Ignition, die Zündkerzen, die Verlängerungsröhrchen und die Zündkabel getauscht habe wollte ich auch die Zündspule wechseln.
So weit so gut, ich habe mir hier in Berlin bei Tip-Auto gemäß deren Compter-Liste die Zündspule raussuchen lassen, die genau für meinen DSuper 20, 98 PS, Bj. 12.1971 die passende ist.
Nun steht auf dieser ausdrücklich drauf: Nicht mit einem Vorwiderstand verwenden.
Beim Blick unter die Haube stelle ich aber fest, daß die alte Spule wohl einen Vorwiderstand besitzt (so ein weißes Ding an der Seite der Spule).
Was nun?
Wofür ist der Vorwiderstand denn gut?
Kann ich die Spulen einfach tauschen?
(Bei Bedarf könnte ich auch noch ein Photo von den Teilen machen.)

Etwas ratlose Grüße an die Gemeinde
sendet Jan Thomas

Re: Zündspule mit oder ohne Vorwiderstand?

Verfasst: Do 3. Jun 2010, 23:20
von Robert
Hallo Jan,

das hört sich so an, als wolltest Du die Zündspule nur "sicherheitshalber" wechseln, um deren angenommenem Verschleiss entgegenzuwirken. Das halte ich für wenig sinnvoll, denn die Zündspule ist entweder ok. oder defekt, also Verbesserungen durch Austausch einer noch funktionierenden Zündspule sind nicht zu erwarten. Etwas anderes ist es mit der 123-ignition, ich weiss nicht, ob man dafür vielleicht sogar eine andere Spule braucht. Das sollte der Hersteller Dir sagen, aber dann käme wiederum nicht die originale Spule in Betracht, sondern eine auf diese Zündung abgestimmte, aber, wie gesagt, von 123-ignition habe ich keine Ahnung. Was den Vorwiderstand angeht, bemühe mal die Suche, das Thema ist hier schon öfter behandelt worden.

Viele Grüsse
Robert

Re: Zündspule mit oder ohne Vorwiderstand?

Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 09:03
von joka01
Hallo Robert,

das eine Zündspule geht oder nicht habe ich auch immer gedacht. Bis eines Tages meine Ente an einem Kreisverkehr einfach ausging. Nach kurzer Zeit ging sie dann wieder an. Mit "kalter" Zündspule konnte ich bis zu etwa 20 km fahren. Danach muckte sie wieder. Ein Tausch der Zündspule behob das. Das gleiche ist mir dann mit einer weiteren Ente passiert. Und nicht nur mir.
Inwieweit sich das auch auf nicht-Enten-Zündspulen übertragen lässt weiß ich nicht.

Viele Grüße
Jörg

Re: Zündspule mit oder ohne Vorwiderstand?

Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 16:23
von Diosa Roja
Hallo Jan,

Siehe anhang der gebrauchsanleitung des 123 zündverteilers da steht das das 123 system mit der originalzündspule mit vorwiederstand verwendet werden sollte.

Saludos vom sonnigen Spanien
Roland

Re: Zündspule mit oder ohne Vorwiderstand?

Verfasst: So 6. Jun 2010, 11:07
von Claude-Michel
Hallo Jan,

ob du die gekaufte Zündspule mit der 123 verwenden kannst, hängt von dem Innenwiderstand der Zündspule und dem maximal zulässigen Strom der 123 ab.

Der maximal zulässigen Strom der 123 müßte in deren Beschreibung stehen.

Der Innenwiderstand der Primärseite der Zündspule kann man messen. Da es wahrscheinlich nur ein paar Ohms sind ist eine Messung mit einem einfachem Multimeter nicht möglich. Ein Ohmmeter für kleine Widerstände sollte es schon sein. Oder die Zündspule an 12V (Batterie) anschliessen mit einem Ampèremeter in Reihe und die Spannung an der Zünspule messen. Dann gilt: R = U / I.
Wenn die Zündspule für diese Messung an einer Batterie hängt und der Motor dreht (Spannung um die 14,4V), kannst du ja auch den Strom direkt ablesen.

Sollte der ermittelte Maximalstrom der Zündspule grösser sein als der von der 123 zulässigen ist der Betrieb nicht möglich. Ist er kleiner, geht es.