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Batterie - Pflege über Winter
Verfasst: Di 30. Dez 2003, 12:27
von Pierre
Hallo Forum,
ich bin schon seit langer Zeit auf der Suche nach einem Ladegerät, das während der Standzeit meiner DS an die Batterie angeschlossen werden kann ohne diese ausbauen zu müssen. Nun habe ich endlich das Passende Garät gefunden. Es hat auch eine Trainingsfunktion für die Batterie integriert, die ent- und beladen simuliert. Es nennt sich CTEK Multi XS 3600 und kommt scheinbar aus Schweden. Man bekommt das Ladegerät für € 69,- bei ATU (Auto Teile Unger) oder bei Ebay.
Auszug aus der Produktbeschreibung
SICHERHEITSVORTEILE
• Elektroniksicher, empfindliche Elektronik wird nicht beschädigt.
• Funkenfrei.
• Geschützt gegen Kurzschluss und Vertauschen der Pole.
• Doppelt isoliert.
• Wasserdicht (IP65) und zugelassen für den Gebrauch im Freien.
• Progressiver Temperaturschutz.
• S-Zeichen und getestet von SEMKO AB, erfüllt die folgenden Standards:
EN 60335-29, EN 55014-1, EN 55014-2, EN 61000-3-2, EN 61000-3-3, EN 60555-2.
LADECHARAKTERISTIK
MULTI XS 3600 Batterieladegerät hat eine vollautomatische, dreistufige Ladecharakteristik, IUoUp:
1. Vollast. In dieser Stufe erfolgen etwa 80 % des Ladevorgangs. Das Ladegerät liefert einen konstanten Strom, bis die Polspannung bis zum eingestellten Niveau angestiegen ist.
2. Absorptionsladung. Fertigladung bis fast 100 %. Die Polspannung bleibt auf dem eingestellten Niveau. In dieser Phase wird der Ladestrom sukzessiv reduziert.
3. Impulse. Erhaltungsladung. Die Ladung variiert zwischen 95 % und 100 %. Die Batterie erhält einen Puls, wenn die Spannung sinkt. Hält die Batterie in einem guten Zustand, wenn sie nicht benutzt wird. Das Ladegerät kann über Monate angeschlossen bleiben.
Re: Batterie - Pflege über Winter
Verfasst: Di 30. Dez 2003, 12:54
von Martin K.
Hallo!
ich kann mich dieser Empfehlung nur anschließen. Es ist bei mir auch in Betrieb.
Gleichmäßig geladen grüßt
Martin
Re: Batterie - Pflege über Winter
Verfasst: Di 30. Dez 2003, 13:07
von Steffen
Danke Euch, das ist ein toller Tipp!
Blöde Frage: In irgendeinem Oldtimerforum hat mal einer behauptet, ihm wäre eines seiner Autos über den Winter in der Garage abgebrannt, weil er solch ein Gerät verwendet hat. Schuld wäre die nicht mehr ganz taufrische Elektrik seines Oldies gewesen, das Ladegerät hätte angeblich für einen Kabelbrand und ergo Motorraumbrand gesorgt.
Was meint Ihr, ist sowas überhaupt denkbar?
Steffen
Re: Batterie - Pflege über Winter
Verfasst: Di 30. Dez 2003, 14:20
von Martin K.
Hi!
Unmöglich ist sicher nix - aber sehr wahrscheinlich bei nur halbwegs intakter Elektrik ist das nicht. Wenn Du ganz sicher gehen willst, klemmst Du einfach die Battrie ab. Du musst dann lediglich im Frühjahr die Uhr nachstellen

Ansonsten haben wir ja in der ID/DS noch keine Elektronik, die dann Probleme bereiten könnte.
Ich hab jedenfalls diesbezüglich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.
Die billigen 400 Milliampere-Erhaltungslader (9,- Euro), die es in jedem Motorradladen gibt, tuns zur Not übrigens auch.
Aber das obige Gerät ist natürlich viel besser.
Die Battrie fühlt sich übrigens im Warmen auch wohler als in der Kälte. Am liebsten steht sie über Winter am Fußende von Deinem Bett
Beste Grüße von kleinen Batteriefreund
Martin
Re: Batterie - Pflege über Winter
Verfasst: Di 30. Dez 2003, 15:02
von Götz
Hallo Pierre,
den Ladevorgang scheint dieses Gerät in der Tat ganz ordentlich zu bewerkstelligen. Allerdings ist das gar nicht so wichtig! Viel wichtiger ist es die sogenannte Sulfatierung zu verhindern. Diese entsteht durch Lagerung und geringe Stromentnahme bei Bleiakkumulatoren. Die Sulfatierung kann man verhindern, indem man kurzeitig hohe Stromentnahmen vornimmt.
Selbst bereits enstandene Sulfatkristalle kann man auf diese Weise wieder in Lösung geben. Die Sulfatierung ist der Tot der meisten Oldtimerbatterien.
Es gibt bei ELV sogenannte Blei-Aktivatoren verschiedenster Bauart. Ich kann vorallem zwei Geräte empfehlen. Diese sind übrigens auch über mich bzw. meine Firma zu beziehen (zum gleichen Preis wie bei ELV).
Das eine Gerät ist ein kleines Modul, das man fest in das Fahrzeug einbauen kann, da es nämlich im Durchschnitt nur ca. 2,5-3mA Stromaufnahme hat. Ich habe dieses Modul bei mir in den elektronischen Regler von Uwe Menrath eingebaut. (also vollkommen unsichtbar) Dieses Gerät belastet die Batterie alle ca. 27sec. mit einem Strom zwischen 60-80A!! egal ob das Fahrzeug ruht oder fährt. (kost etwa 20,- Euronen)
Das zweite Gerät ist wie das erste plus Ladegerät (im Wechsel Laden/Entladen) aber nicht zum Festeinbau. (kost etwa 40,- - 50,- Euronen)
gut geladen grüßt
Götz
Re: Batterie - Pflege über Winter
Verfasst: Mi 31. Dez 2003, 00:20
von Steffen
Hallo,
danke, dann werd ich die Batterie lieber bei Minus abklemmen. Die Uhr in meiner ID geht sowieso völlig nach dem Mond, da macht des nix. Den Platz am Fußende beansprucht bei mir schon eine ausgewachsene Katze, aber die doofen Autoteile kommen mir auch so nicht noch ins Bett
Götz, kannst Du mir bitte mal Infos zu dem von Dir erwähnten zweiten Gerät ("plus Ladegerät im Wechsel Laden/Entladen aber nicht zum Festeinbau") mailen oder hier kund tun? Das täte mich interessieren, natürlich wenn, dann aus Deiner Hand...
Einen Guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht,
Steffen
Re: Batterie - Pflege über Winter
Verfasst: Do 1. Jan 2004, 13:01
von Götz
Hallo Steffen und alle interessierte,
ich habe mal nachgeschaut:
1. Gerät: 10,95 Euronen inkl. Ust. zzgl. Versand
2. Gerät: 37,50 Euronen inkl. Ust. zzgl. Versand
klingt gut, ne?
Haken an der Sache: es sind Bausätze! Nicht schlimm?
Ich rate nur echten Lötkolbenvirtuosen dazu es selbst zu versuchen. Da die Bausätze in übelster SMD Technik ausgeführt sind und Gerät zwei aus ca. 150 Bauteilen besteht.
Ich checke noch ob es Fertiggeräte gibt. Denn wenn ich die Teile löten lasse (selbst wenn es ein Lehrling macht) wirds sau teuer!
lötkolbenschwingend grüßt
Götz
Re: Batterie - Pflege über Winter
Verfasst: Do 1. Jan 2004, 16:26
von MenrathU
Moin Götz,
es freut mich immer wieder, wenn ich irgend etwas von meinen Reglern höre

! Ich hoffe, er funktioniert so, wie er soll?
Deiner Aussage, dass dein Gerät zum Aufbrechen bzw. Verhindern der Sulfatierung des Akkus auch noch im Reglergehäuse Platz findet, entnehme ich, dass die Platine recht klein baut. Gut so für den Originalitätsfan. Aaaber: Die Stromspitzen, die es bewusst produziert, rufen einen durchaus nennenswerten Spannungsabfall an der Sensorleitung des Reglers zum Pluspol und in der Masseverbindung hervor. Mit anderen Worten: Alle 27 Sekunden flackern deine Scheinwerfer! Und genau das sollte eigentlich mein Regler verhindern

. Abhilfe wäre, dein Gerät über extra Leitungen direkt mit der Batterie zu verbinden.
Irgendwann und irgendwo habe ich schon mal eine Anzeige zu einem Gerät wie deinem gesehen. Also helfe ich dir beim Suchen!
Beste Neujahrsgrüße
Uwe
Re: Batterie - Pflege über Winter
Verfasst: Fr 2. Jan 2004, 17:59
von Steffen
Hallo,
nochmal eine Frage speziell an Martin und Pierre:
Ich habe mir heute das vollautomatische Wunderteil von CTEK Astronomy über ATU zugelegt und wollte Euch nur noch kurz fragen, wie Ihr es eigentlich bei Eurer Madame anschließt? Rote Kabelklemme an Plus, schwarze Klemme irgendwo an die Karosse, Haube leicht offen stehen lassen für die Kabel, Gerät selber außerhalb ablegen? Bei meiner ID ist die Batterie übrigens beifahrerseitig montiert, und ich weiß nicht so recht, wo ich die schwarze Klemme hintackern soll...
Punkt 3 der mitgelieferten Bedienungsanleitung sagt hierzu (falls meine Annahme zutrifft, dass die Batterie eine DS/ID stets über Minus geerdet ist): Rotes Kabel an Plus, schwarzes Kabel ans Chassis, aber nicht in die Nähe der Batterie oder der Benzinzufuhr...
Danke auch an Götz, aber der von Dir geschilderte Endfertigungsprozess übersteigt mein ohnehin bescheidenes handwerkliches Talent und würde bei mir sicher nur zu reichlich (B)Lötzinn führen.
Avec le chargeur le plús évolué du monde grüßt angeblich,
Steffen
Re: Batterie - Pflege über Winter
Verfasst: Fr 2. Jan 2004, 18:57
von Martin K.
Jau, die Bedienungsanleitung ist nicht optimal abgefasst.
Das rote Kabel klemmst Du an den Pluspol der Batterie und das schwarze Kabel an den Minuspol - alternativ kannst Du das schwarze Kabel auch an den Motor oder sonst wo, wo guter Massekontakt ist, anklemmen.
Es leuchtet dann, wenn Du richtig angeklemmt hast, ein Kontrolleuchtchen. Über den Mode-Schalter schaltest Du erst mal auf Aufladen (zwei Mal drücken, die Leuchte mit dem Auto leuchtet) und später, wenn die Leuchte bei voller Batterie leuchtet, schaltest Du auf die Schneeflocke, also den Winter-Dauerladebtrieb.
Das Ladegerät kannst Du entweder auf dem Kotflügel ablegen, dann kannst Du die Kontrollleuchten überwachen - oder Du legst es auf die Betterie und führst das Stromkabel nach vorne raus. Die Haube würde ich schließen (nicht zudrücken, sondern nur auflegen).
Warum das schwarze Kabel angeblich nicht an die Batterie soll, kann ich mir nur so erklären, dass es einen Funken geben kann, wenn man das schwarze Kabel bei eingeschaltetem Ladegerät abzieht und ungünstigen Falls kann dabei die Batterie in die Luft fliegen. Wenn man das aber weis, schaltet man erst das Gerät aus (zieht den Stecker) und nimmt dann die Kabel von der Batterie.
Richtig ist Deine Annahme, dass die ID/DS-Batterie immer mit dem Minus-Pol an Masse (Erde) angeschlossen ist.
DS-Besitzer das hier nicht lesen! Für Besitzer Englischer Fahrzeuge mit Plus an Masse: Auch hier wird natürlich das rote Plus-Kabel am Pluspol der Battrerie angeschlossen und nicht, wie in der Anleitung angegeben, das rote Kabel an Minus gelegt.
Voll geladen grüßt
Martin