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Masseverbindung Chassis

Verfasst: Sa 3. Apr 2010, 21:04
von wettem
hallo Zusammen,

Im Laufe der Restauration meiner 57er Elektrik bin ich auf folgendes Problem gestoßen:

Der Minuspol der Batterie ist mit dem Getriebe verbunden, von dort geht eine Leitung nach links und rechts zu den Kotflügeln. Der Minuspol der Lichtmaschine liegt am Reglergehäuse und ist darüber wohl mit dem Chassis verbunden.
Nach meinem Verständniss sollte jedoch irgendwo eine Verbindung großen Querschnitts vom Batterie-Minus zum Chassis vorhanden sein.
Wenn dem so ist, wo ist diese dann verlegt gewesen ?

danke für Tipps
Michael

Re: Masseverbindung Chassis

Verfasst: Sa 3. Apr 2010, 21:39
von ...hannes
Original führt die Masse meiner 66/67 an die Wasserpumpenverschraubung. Fertig. Keine Extraverbindungen zu den Kotflügeln oder zum Chassis. Warum auch? Wasserpumpe, Motor, Chassis, Karosserieteile - alles ist wunderbar leitend miteinander verbunden.

Re: Masseverbindung Chassis

Verfasst: So 4. Apr 2010, 07:48
von wettem
Nach meinem Verständniss ist die Motor-Getriebe Einheit komplett isoliert gegen das Chassis aufgehängt. Die einzige Masseverbindung ist also das dünne Drähtchen das vom der Lichtmaschine zum Reglergehäuse führt.

Das kann doch nicht alles sein, oder?

Grüße Michael

Re: Masseverbindung Chassis

Verfasst: So 4. Apr 2010, 07:59
von oliverf
wettem schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nach meinem Verständniss ist die Motor-Getriebe
> Einheit komplett isoliert gegen das Chassis
> aufgehängt. Die einzige Masseverbindung ist also
> das dünne Drähtchen das vom der Lichtmaschine zum
> Reglergehäuse führt.
>
> Das kann doch nicht alles sein, oder?
>
> Grüße Michael

Doch, so ist es. Bei meiner 59er sind die Massekabel am vorderen Kotflügel vorne am Chassis in der Nähe der Verschraubung der Kotflügel an Masse geführt. Die Motorböcke isolieren zwar den Motor gegen das Chassis, Masse zwischen Motor und Chassis besteht durch die Hydraulikleitungen oder die Antriebswellen.

Gruß,

oliverf

Re: Masseverbindung Chassis

Verfasst: So 4. Apr 2010, 08:02
von oliverf
ähm.. vergiß das mit den Antriebswellen:-), Denkfehler, funzt erst bei späteren Modellen.

Re: Masseverbindung Chassis

Verfasst: So 4. Apr 2010, 11:14
von ...hannes
wettem schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nach meinem Verständniss ist die Motor-Getriebe
> Einheit komplett isoliert gegen das Chassis
> aufgehängt. Die einzige Masseverbindung ist also
> das dünne Drähtchen das vom der Lichtmaschine zum
> Reglergehäuse führt.
>
> Das kann doch nicht alles sein, oder?


Es bestehen -zig Verbindungen zwischen Chassis und Antriebseinheit, Schaltgestänge, Feststellbremse, Kupplung, Lenkung, Gasgestänge... - wo überall du vom Fahrersitz aus hingreifst, liegst du an Masse ;-)


Re: Masseverbindung Chassis

Verfasst: So 4. Apr 2010, 13:15
von Hans-Uwe Fischer
wettem schrieb:
-------------------------------------------------------
> hallo Zusammen,
>
> Im Laufe der Restauration meiner 57er Elektrik bin
> ich auf folgendes Problem gestoßen:
>
> Der Minuspol der Batterie ist mit dem Getriebe
> verbunden, von dort geht eine Leitung nach links
> und rechts zu den Kotflügeln. Der Minuspol der
> Lichtmaschine liegt am Reglergehäuse und ist
> darüber wohl mit dem Chassis verbunden.
> Nach meinem Verständniss sollte jedoch irgendwo
> eine Verbindung großen Querschnitts vom
> Batterie-Minus zum Chassis vorhanden sein.
> Wenn dem so ist, wo ist diese dann verlegt gewesen
> ?

Hallo,
die wirklich hohen Ströme fliessen ja hauptsächlich beim Starten und deutlich reduziert, beim Laden. Und da gibt es ja die Verbindung vom Minus-Akku zum Getriebe. Die restlichen Ströme sind dann hauptsächlich die Scheinwerferströme. Je nach Ausführung der beiden Leitungen (rechte/linke) könnte es durchaus reichen.

Was in keinem Fall passieren darf, dass der Strom sich seine Wege über bestimmte Baugruppen sucht!! Dann sicherheitshalber eine Leitung mit ausreichenden Querschnitt (10 quadrat?) vom Minuspol des Akkus auf kurzem Wege zum Rahmen.

Wenn z.B. der Strom sich seinen Weg über ein Kugel- oder Walzenlager sucht, gibt es nicht nur heftige Störgeräusche im Radio, sondern auch eine Zerstörung der Lager. Kugellager haben ja nur eine punktuelle Berührung mit der Laufbahn/Fläche. Und diese punktuelle Fläche überträgt dann den gesamten Strom. Zudem wird diese winzige Kontaktfläche während des Drehens laufend unterbrochen. Es gibt ein sogenanntes Kontaktprellen. Und damit werden Die Oberflächen zerstört ("abgebrutzelt") und das Lager geht sehr schnell seinem Ende entgegen. Bei anderen Anwendungen werden Lager immer durch einen elektrischen "Bypass" geschütz. Das gilt übrigens auch für Ladungsausgleiche bei statischen Aufladungen.

Ähnliches gilt auch bei anderen Baugruppen als eben nur bei Kugellagern.

HUF
a



Re: Masseverbindung Chassis

Verfasst: So 4. Apr 2010, 17:03
von Die Veteranenscheune
Zitat HUF:
""""Was in keinem Fall passieren darf, dass der Strom sich seine Wege über bestimmte Baugruppen sucht!! """"

Deswegen geht ab Anfang der 60er Jahre das (-) Kabel direkt zur Wapu !

Chassis - Verbindungen gibt es reichlich !

Re: Masseverbindung Chassis

Verfasst: So 4. Apr 2010, 19:28
von wettem
OK, bin überzeugt.
Die warscheinlichste Verbindung ist wohl das Leitungsbündel vom Getriebe zum Schaltblock und von dort zum Chassis.

Danke Michael

Re: Masseverbindung Chassis

Verfasst: Mo 5. Apr 2010, 02:31
von tomsail
Hans-Uwe Fischer schrieb:

> Dann sicherheitshalber eine Leitung mit
> ausreichenden Querschnitt (10 quadrat?) vom
> Minuspol des Akkus auf kurzem Wege zum Rahmen.

war das dann später nicht so standard?
bei meiner 74er DS hab ich es jedenfalls nach studium einiger originalbilder so gemacht...

grüße
thomas