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lenkmanschette links

Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 01:04
von tomsail
hallo alle,

bin nun an der lenkung angekommen....
sie ist eigentlich in recht gutem zustand, da die lenkmanschetten jedoch noch die ersten waren und ich in nächster keine lust auf gerissene manschetten habe, dachte ich: tausch die doch aus.
hier im forum gibts ja ein paar artikel drüber....da sagen manche: "mach ich bei eingebauter lenkung"

also hab ich mir beim franzosen die guten "high-quality" manschetten bestellt (er produziert ja seit einiger zeit hochwertigere gummiteile) und versucht diese zu montieren. schon das aufziehen in die rechte position war mühsam.
um die manschette schadfrei über den mittelbolzen zu bekommen, hab ich ne rundgeschliffene mutter aufgeschraubt. doch alle müh vergebens: habe BEIDE manschetten beim überziehen zerstört.
mhh... das waren die ersten 50€ :-( ... (schönes hobby)

hat da jemand noch nen spezialtick?? (keil aus holz ö.ä.??)
oder kann ich meine lenkung nun zum überholen geben???

Bild

grüße
thomas

Re: lenkmanschette links

Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 07:43
von Michael Klette
Hallo Thomas,
ich habe mir ein Eichenbrett in der Größe 150mm x 50mm und von 20mm Dicke genommen. In der Mitte habe ich ein Loch für den Bolzen gebohrt. Dann habe ich links und rechts das Brett angeschrägt. Es sieht von der Seite aus wie ein Vulkan. Danach wurde das Teil geschliffen und geölt. Wenn Du die Manschette vorher eine Nacht in Diesel legst, wird sie geschmeidiger.

Gruss Michael

Re: lenkmanschette links

Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 09:23
von Thomas Held
Hallo Thomas,

ein Tipp, den ich mal bekommen, allerdings selbst noch nicht ausprobiert habe:
Den Faltenbalg so heiss machen, dass er raucht - dann drueberziehen...
Gruss,

Tom

Re: lenkmanschette links

Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 10:05
von hgk
Hallo,

habs mit der Manschette noch nicht probiert, aber die Satteldecken für Mo (müssen um gut das 2-fache gedehnt werden wegen Vorspannung) habe ich immer 30 min in heißes Wasser gelegt dann in Spiritus getaucht und dann ratzfatz (hier über den Vulkan) aufgezogen.
Das Wasser hat den Vorteil, daß es nicht raucht, aber heiß genug ist, um das Material hinreichend weich zu machen.
Spirtus deshalb, weil er zusammen mit dem Restwasser schnell verdampft. Diesel stinkt so ewig.

Mit sonnigen Grüßen
Hans


Re: lenkmanschette links

Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 12:26
von Doctor-D
Ein alter Shimano MTB Bremsgriff tut mit Packtape seinen Dienst.

Re: lenkmanschette links

Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 15:28
von scardale
Hallo Thomas,

das schmerzt! Wenn Du die Variante mit dem Holzkeil versuchen möchtest kann ich Dir gerne einen Keil drechseln, müsstest mir einfach mitteilen wie lange das Teil sein soll, damit ich nicht schuld bin wenns nochmals schiefläuft.

Gruß
Stefan Sikeler

Re: lenkmanschette links

Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 19:06
von hjwirth
Grüezi Thomas
Vor dem montieren ca.1-2h im Benzin einlegen. Sie quellen in etwa auf doppelte Grösse, rüberziehen und ausdünsten lassen, fertig.
Gruss
Hansjörg

Re: lenkmanschette links

Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 21:38
von cbmalle
Hallo Thomas,

ich habe die Lenkung "teilzerlegt" (sprich die rechte große Mutter geöffnet) und dann den Bolzen mittels langem Rohsteckschlüssel ausgebaut. Geht dann wunderbar! Anders kann ich mir nicht vorstellen wie die Manschetten zerstörungsfrei draufgehen sollen.

Viel Erfolg
Chris

Re: lenkmanschette links

Verfasst: So 15. Nov 2009, 00:06
von Josef H.
Wie Hansjörg schon schrieb,
Holzkeil oder Blechrampe oder Blechstreifen mit viel Klebeband umwickeln, dass keine scharfe Kanten mehr vorstehen.
das ganze mit viel Fett bestreichen.
dann die Manschette 1-2 stunden in einen Eimer mit etwas Benzin legen.
da quillt die Manschette auf und wird weich.
gut abtrocknen, innen einfetten und dann mit viel Schwung und einem Rutsch über die Rampe.
Klebeband abschneiden, Finger waschen, Bier öffenen - Prost

Re: lenkmanschette links

Verfasst: So 15. Nov 2009, 00:36
von oliverf
Geht relativ einfach, wenn man die Mutter ganz auf den Gewindebolzen aufdreht, dann einen Gabelringschlüßel etwa Größe 13 nimmt,den Ringteil auf die mutter legt, den Gabelteil in der Nut aus der der Bolzen rausragt versenkt, dann hat man eine Rampe. Nun die Manschette gut mit LHM einölen und draufschieben, dabei möglichst mit einem Heißluftfön gleichmäßig auf etwa 80 Grad erwärmen, die Manschette ist warm deutlich dehnfähiger, sollte dann eigentlich alles gutgehen, hab ich schon mehrfach gemacht immer ohne Manschettenschaden! Falls du noch Fragen hast, 0163-6931113, kann es dir telefonisch sicher besser erklären, Gruß,
oliver