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LHS-Leckagen, die Zweite...

Verfasst: Mi 14. Okt 2009, 23:10
von Bernhard(Süd)
Hallo,

hatte schonmal (31.5.2009: Undichte O-Ringe an LHS-Göttin (Lenkung)-?) über LHS-Undichtigkeiten nach einiger Standzeit berichtet.

Jetzt krieche ich mal wieder mit LHS-verschmierten Pfoten aus dem Schuppen:
Madame geruhte heute wieder ab (kurz nach dem) dem Start inkontinent zu sein, aber von wegen längere Standzeit: Die letzte, völlig tröpfelfreie(!!!) Ausfahrt war am 26. September!

Das Biest weiß nicht, was es tut(?!): Folgende Stellen waren heute bei/nach einer nur knapp 30 km langen Fahrt gleichzeitig undicht:
1) Wie im Mai beschrieben, Anschluß der Lenkungs-Hochdruckleitung, diesmal aber rechts (wo seit Frühjahr 2008 Ruhe war);
2) Leitungsanschluß des Schaltkorrektors (nicht: Schaltblock, sondern das kleine Teil daneben). Revidiert und mit neuen Dichtungen eingebaut wurde er im Vorfrühling 2008. Seither wars dort aber dicht!
3) vermutlich: Anschluß Rücklaufschlauch am Druckregler (vielleichzt aber auch der Druckregler selbst,- schwer festzustelen, da dort "untenrum" alles feucht ist).

WAS kann das nu wieder sein-??? Aus heiterem Himmel troppfts an Stellen, die bisher dicht waren, die allerdings gemeinsam haben, daß an ihnen schonmal gearbitet wurde!!!
Einziger Unterschied zur letzten (dichten) Fahrt am 26.9. ist die Lufttemperatur: Damals um 20 Grad, heute um Null. Aber kann das überhaupt etwas ausmachen-???-??

Stöööhn: Bernhard

N.-Bem.:Möchte vielleicht jemand eine rostfreie, gut und geschmeidig fahrende Langhuberin geschenkt haben???



Re: LHS-Leckagen, die Zweite...

Verfasst: Do 15. Okt 2009, 05:23
von Die Veteranenscheune
Moin Bernhard,

ich würde der Langhuberin Asyl gewähren !
Gummiveränderung auf Grund von Temperatur halte ich für möglich.

Kopf hoch !!!



Re: LHS-Leckagen, die Zweite...

Verfasst: Do 15. Okt 2009, 08:08
von MichaIN
Hallo Bernhard!

Habe meine DS (57) seit dem Kälteeinbruch noch nicht bewegt. Hatte auch in letzter Zeit ein paar Hydraulikbauereien dran. Mal schauen.

Deine DS nehme ich gerne. Wo kann ich sie denn abholen?

Viele Grüße,
Michael.

Re: LHS-Leckagen, die Zweite...

Verfasst: Fr 16. Okt 2009, 01:11
von Bernhard(Süd)
Haaaaaalt..., das mit dem Verschenken war als Drohung an Madame gemeint.
Obwohl...

Habe wegen des gleichzeitigen Auftretens der 3-4 Leckstellen schon an eine gemeinsame Ursache gedacht, wie z.B. zu hohe Druckspitzen durch einen defekten HD-Regler. Aber Meister Petermann hält dies für sehr unwahrscheinlich.

Also eventuell doch "nur" eine Koinzidenz von unzureichenden O-Ringen, einer suboptimalen Lenkung (aus der tropfts nämlich unten mittig, wo der Zapfen zu den Umlenkhebeln geht, auch...!) und einem mürben Rücklaufschlauch am Regler-? Zufall oder...???

Selbst Asyl suchend :
Be

P.S.: Welche Hydralikschraubereinen aren bei Dir denn akut fällig, Micha?, ebenfalls Tropfverluste?


Re: LHS-Leckagen, die Zweite...

Verfasst: Mo 19. Okt 2009, 21:53
von MichaIN
Hallo Bernhard!

Insgesamt gab es inzwischen diese Arbeiten:

Druckregler defekt (schaltete nicht sauber ab)
Höhenkorrektor hinten undicht
Bremsen vorne undicht
Kupplungszylinder undicht
eine Federkugel undicht (an der Verschraubung der beiden Kugelhälften...)

Leider - mit Ausnahme des Druckreglers - immer mit LHS-Verlust. Ist ja inzwischen auch ein echter Kostenfaktor...

Als nächstes ist wahrscheinlich das Bremsventil fällig. Klemmt leicht nach längerem Stillstand, die Dosierbarkeit ist auch nicht so dolle.

Viele Grüße,
Michael.

Re: LHS-Leckagen, die Zweite...

Verfasst: Mo 19. Okt 2009, 22:54
von mf
Ich gehöre der "auf LHM-Umbau-Fraktion" an.... Meine 56er fahre ich seit fünf Jahren mit LHM, von -10 bis +40 Grad. Es ist alles so dicht, so wie man es von Post-67er her kennt.....eigentlich merkwürdig, da LHM dünnflüssiger als LHS ist.
Zudem gibt es nicht alle LHM-Dichtungen für die 1.Modelle so zu kaufen. Da wäre Undichtigkeit eigentlich auch angesagt.

Sind die nachgebauten LHS-Dichtungen nix wert? Ist das jetzt lieferbare LHS aggressiver? Leg mal ein paar Dichtungen un LHS und erhitze es auf 80 Grad während ein paar Stunden. Wie sehen die dann aus?

Viele Grüsse, Mike








Re: LHS-Leckagen, die Zweite...

Verfasst: Di 20. Okt 2009, 21:44
von MichaIN
Hallo Mike!

Der LHM-Umbau in Deiner 56er ist schön gemacht. Könnte mir auch gefallen, sprengt aber mein Zeit- und Geldbudget bei weitem. Im Rahmen einer Totalrestauration mit komplett zerlegter Hydraulik natürlich überlegenswert.
Wo kommen eigentlich die LHM-fähigen Dichtungen für die angeblich nicht erhältlichen Teile her (Hutdichtung Bremsventil, Niederdruckpumpe..)?

Die nachgebauten LHS-Dichtungen sind wahrscheinlich gar keine extra nachgebauten (jedenfalls im Bereich O-Ringe), sondern zufällig auf dem Markt verfügbare in theoretisch geeigneter Materialzusammensetzung.

Bei der Überholung meiner Bremse haben wir bei Dr.D. tatsächlich vorher ein Stündchen die Ringe in heißem LHS ziehen lassen, ohne Befund. Funktioniert bislang auch im Auto.

Vielleicht gibt's tatsächlich unterschiedliche LHS-Qualitäten? Ralf Sassen bereichtete letzt auch von einer Füllung, die sich eher unangenehm verhielt und stärker roch. Nach erneutem Wechsel war's wohl wieder gut...

Jedenfalls ist das vermeintlich aus der Produktion genommene LHS wieder/weiter zu erhöhten Preisen bei den Händlern verfügbar (bei Sassen laut Abbildung von Total im 5l-Kunststoffkanister?!).


Viele Grüße,
Micha.







Re: LHS-Leckagen, die Zweite...

Verfasst: Mi 21. Okt 2009, 13:37
von Bernhard(Süd)
Hallo Kollegen,

...ein umfangreiches Thema.

Druckregler, Höhenkorrektor (vorn; vermutlich aber war nur eine Anschlußdichtung gequetzscht), Kuplungszylinder habe ich auch schon überholt, bzw. im Fall Druckregler von Meister Petermann überholen lassen (hier war zweimaliges Einsenden erforderlich, ein ...Dichtungsproblem,- wer hätts gedacht...). Vordere Bremsen hat auch Dr.D. überholt.

Inzwischen keimt auch in mir ein Verdacht, daß vielleicht die verfügbaren Dichtunge und(!) O-Ringe ein Teil der Ursache sein könnten? enn wie ich oben schrieb: Die jetzt so akut undichten Aggregate/Anschlüsse waren alle schonmal in den letzten paar Jahren bearbeitet worden...! Und gerade das gros der unberührten alten Teile ist dicht (mit obigen AUsnahmen freilich), was ja nun eigentlich für die grundsätzich gute Zuverlässigkit der LHS-Autos spricht (wie es auch Ralf Sassen berichtet)!

Andrerseits will ich niemandem eine mangelnde Qualität der verkauften Teile unterstellen, und die Versicherungen, daß die bei meinem Auto auftretenden Leckagen quasi einmalig seien, habe ich keinen Grund anzuzweifeln.

Dennoch sehe ich im Spiegelbild so etwas wie rußgraue Wölkchen über meinem Haupt: Könte Ärger sein...

Seufz:
Bernhard

Re: LHS-Leckagen, die Zweite...

Verfasst: Mi 21. Okt 2009, 13:43
von mf
MichaIN schrieb:
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> Hallo Mike!
>
> Der LHM-Umbau in Deiner 56er ist schön gemacht.
> Könnte mir auch gefallen, sprengt aber mein Zeit-
> und Geldbudget bei weitem. Im Rahmen einer
> Totalrestauration mit komplett zerlegter Hydraulik
> natürlich überlegenswert.
> Wo kommen eigentlich die LHM-fähigen Dichtungen
> für die angeblich nicht erhältlichen Teile her
> (Hutdichtung Bremsventil, Niederdruckpumpe..)?
>
Hallo Micha

Das ist mühsame Zusammensuch-Spiel bei Dichtungsherstellern. Uli Schwinn (D) und Häfliger+Kunz (CH) haben sich da ins Zeugs gelegt. Für gewisse muss man sehr erfinderisch sein.

Viele Grüsse, Mike


>
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> Viele Grüße,
> Micha.
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Re: LHS-Leckagen, die Zweite...

Verfasst: Mi 21. Okt 2009, 22:18
von Traction
Hallo LHS Gemeinde,
da will ich doch einmal ein gutes Wort für LHS-Fahrzeuge einlegen.
Mit meiner 1963 DS habe ich bisher noch keine unbehebbaren Undichtheiten gehabt. Sicher waren schon mal ein O-Ring im Kupplungsnehmerzylinder, der Lenkung, Korrektor für das Auskuppeln und die HD-Pumpe undicht, aber im Allgemeinen kann ich mich wirklich nicht beklagen. Möglicherweise ist der Grund auch durch den geringen km-Stand von knapp 50.000 gegeben, aber auch lange Standzeiten sind nicht gerade förderlich für LHS Teile.
Als Flüssigkeit verwende ich die von Herrn Petermann angebotene, habe aber auch schon LHS von Sassen verwendet.
Vor einem Umbau auf LHM hätte ich wegen des Umfangs der Arbeiten Bedenken. Außerdem kann ich mich noch gut an die 70er- Jahre erinnern, als die Alltags DS mit LHM Hydraulik auch schon mit Undichtheiten in den Citroën Werkstätten vorfuhren. So dicht waren diese LHM-Systeme also auch nicht.
Ich sehe keinen Grund warum LHM-Systeme dichter sein sollen, vorausgesetzt es entsprechen die Dichtungen und die Toleranzen.
Und hier liegen scheinbar die Probleme.
Viele Grüße aus Salzburg
Michael