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Undichte O-Ringe an LHS-Göttin (Lenkung)-?

Verfasst: So 31. Mai 2009, 00:12
von Bernhard(Süd)
Hallo,

seit dem Tausch der Lenkung an meiner LHS-DS vor 2 Jahren trat schon 2 -mal eine plötzliche starke LHS-Undichtigkeit an den O-Ringen der Lenkungsanschlüsse beidseitig) auf:

Es handelt sich um die Flansche (Anschlüsse) der rechts- und linksseitigen Hochdruckleitungen an die "Enden" der Lenkung (also links unterm Batterieträger bzw. rechsseitig gegenüber), dort sind jeweils 2 O-Ringe "sandwichartig" in der Bohrung eines Metallplättchens verbaut (wie an vielen andern Stellen auch), gehalten durch je 2 kleine Stehbolzen M 5.

Trotz Einbauens neuer EPDM-O-Ringe (von Herrn Petermann, also sicher geeignetes Material) drückt es immer nach langer Standzeit (z.B. nach der Winterpause) reichlich LHS durch die Flansche raus.
Lustigerweise nicht sofort nach Inbetriebnahme, sondern nach 1-2 mäßig langen Fahrten.

Nach Erneuern der O-Ringe und Reinigen der Plättchen ist alles tadellos dicht, solange das Auto einigermaßen regelmäßig unter Druck gesetzt und bewegt wird, also den ganzen Sommer lang!!!
...Als ob die O-Ringe während der Standzeit schrumpfen bzw. bei der ersten Inbetriebnahme irgendwie Schaden leiden...
(Als noch die alte -intern undichte- Lenkung eingebaut war, waren diese Stellen stets dicht).

WORAN kann das liegen-? Hilfe! ich will nicht jedes Frühjahr die Flanscherei neu montieren!!!

Danke im Voraus,
Grüsse:
Bernhard

Re: Undichte O-Ringe an LHS-Göttin (Lenkung)-

Verfasst: Mo 1. Jun 2009, 00:57
von Robert
Hallo Bernhard,

wie sehen die defekt gewordenen Dichtringe aus? Sind sie hart geworden oder evtl. geschrumpft und fallen aus der Dichtplakette heraus? Sind die Ringe, die fehlerhaft wurden, alle aus einer Lieferung? Ich hatte solche Probleme bisher nicht. Meine DS stand nach der Restaurierung der Technik und dem Austausch aller O-Ringe etwa ein Jahr beim Lackierer, hinterher waren die neugemachten Bremsem wieder fest, aber bis heute keine Probleme mit O-Ringen.

Grüsse
Robert

Re: Undichte O-Ringe an LHS-Göttin (Lenkung)-?

Verfasst: Di 2. Jun 2009, 00:10
von Bernhard(Süd)
Hallo,

es sind die kleinen o-Ringe 4922s, die an sehr vielen Stellen zum Einsatz kommen
(außen-Durchmesser ca. 8 mm, müßte ich jetzt nachmessen).

Sie sind nicht hart, sehen unauffällig aus und wirken lediglich etwas "geplättet", weil sie ja auch durch die Metallfassungen in die "Zange" genommen werden.

Vielleicht allzu geplättet??? Das übliche EPDM schrumpft ja auch in gewissen Grenzen...
Die Sache scheint mir wie gesagt nicht mit dem Druck des LHS zu tun zu haben,
sondern mit der längeren Standzeit VOR der erneuten Druckbeaufschlagung...!

Noch sehr im Dunkeln tappend:
bernhard

Re: Undichte O-Ringe an LHS-Göttin (Lenkung)-?

Verfasst: Di 2. Jun 2009, 23:09
von Robert
Hallo Bernhard,

mhm, das heisst, die Ringe sehen eigentlich ganz normal aus, wie eben eingebaute Ringe nach einer gewissen Zeit aussehen…wie gesagt, normal ist das nicht, und vielleicht haben wir hier ja die Premiere, dass Ulf Petermann auch mal Murks liefert, btw, was sagt der eigentlich dazu, mit dem kann man doch reden? Ansonsten würde ich an Deiner Stelle jetzt einfach neue Ringe bei Jochen Hoch oder Dirk Sassen bestellen und es noch mal versuchen.

Viele Grüsse
Robert

Re: Undichte O-Ringe an LHS-Göttin (Lenkung)-?

Verfasst: Mi 3. Jun 2009, 00:00
von Bernhard(Süd)
Hallo Robert,

ja..., mit dem Meister kann man reden, was ich heute getan habe.
Er hat sich erinnert, daß ich das Problem letztes Frühjahr (also nach der vorletzten längeren Standzeit!) schonmal hatte und meint, er kenne keinen andern derartigen Fall. Er hat geraten, entweder:

a) die Halteplättchen (gelochte Bleche) der O-Ringe um 0,25 mm dünner zu schleifen (bzw. anzufertigen), oder
b) es mal mit SBR-O-Ringen zu versuchen. Also dem Material für LHM(!), das in LHS aufquelle und somit "dichtquillt".

Vorschlag b) klingt sehr unorthodox, nicht wahr, aber ich denke, so werde ichs jetzt mal versuchen. Ansonsten mmuss ichs wohl mal mit Handauflegen, Beschwören oder dergleichen versuchen. Bzw. alle Kontakte zu pensionierten (französischen) Citroën-Meistern aktivieren...

ODER hat vielleicht doch noch Jemand eine Idee...???

Aus der LHS-Pfütze winkt:
Bernhard



Re: Undichte O-Ringe an LHS-Göttin (Lenkung)-?

Verfasst: Mi 3. Jun 2009, 01:16
von Robert
Hallo Bernhard,

also meine Erfahrung mit LHM-O-Ringen in LHS-Hydraulik ist, dass diese schrumpfen und dann, wenn man die Plakette ausbaut, einfach herausfallen, dehalb auch meine Nachfrage. Wie gesagt, meine O-Ringe stammen im wesentlichen von Dirk Sassen und die halten bisher dicht. Ich würde an Deiner Stelle einfach da bestellen, ansonsten betreibst Du zwar Grundlagenforschung, aber bleibst am Schrauben.

Grüsse
Robert

Re: Undichte O-Ringe an LHS-Göttin (Lenkung)-?

Verfasst: Mi 3. Jun 2009, 09:23
von Sensenmann
Sagmal Bernhard, hattest Du nicht von mir EPDM Ringe gekauft, die ich habe nachfertigen lassen?
Sind die jetzt kaputt oder waren das Andere?

Re: Undichte O-Ringe an LHS-Göttin (Lenkung)-?

Verfasst: Mi 3. Jun 2009, 13:13
von Bernhard(Süd)
Hallo René,

das sind noch O-Ringe aus einer früheren Lieferung von Herrn Petermann.

Die aus Deiner Lieferung sind jetz natürlich einen Einbauversuch wert!

Grüße:
be

Re: Undichte O-Ringe an LHS-Göttin (Lenkung)-?

Verfasst: Do 4. Jun 2009, 23:11
von Bernhard(Süd)
Hallo Robert,

nun habe ich auch zB. via Wikipedia (u.a.) gefunden, daß der Werkstoff NBR (also dies ist das LHM-resistente Material; nicht: SBR, wie ich oben schrieb) quillt(!) in z.B. Bremsflüssigkeiten auf Glykoletherbasis (welche vermutlich ein ähnliches Verhalten haben wie LHS).

Wohlgemerkt: Das Zeug QUILLT dann und schrumpft nicht (schreiben die jedenfalls).
Deshalb erstaunt mich Deine Beobachtung, daß Du in LHS geschrumpfte NBR-Ringe vorgefunden hast. Kann dies etwas mit der Temperatur zu tun haben? Angeblich schrumpft NBR bei Temperaturen oberhalb 130°C wiederum...

Noch immer Rätselnd, ob nun die non-Peternmann-Ringe (EPDM) oder die NBR-Ringe einzubauen seien:
Bernhard

Re: Undichte O-Ringe an LHS-Göttin (Lenkung)-

Verfasst: Do 4. Jun 2009, 23:57
von Robert
Hallo Bernhard,

ich weiss nicht, aus welchem Material die Ringe waren. Es war so, dass ich bei Jochen Hoch oder Dirk Sassen anlässlich der Restauration meiner 59er eine Partie O-Ringe gekauft hatte, die dann nach einiger Zeit allesamt undicht wurden. Beim Ausbau fielen sie mir dann entgegen. Ich vermutete daher, dass man mich irrtümlich mit LHM-Ware versorgt hatte, ging der Sache aber nicht weiter nach, da ich auch nicht mehr wusste, wer nun der Lieferant gewesen war. Das gleiche Problem gab es auch mal mit Dichtringen für die hinteren Radbremszylinder, die weich und labberig wurden. Wie gesagt, verwechslung erschien mir als nächstliegende Erklärung. Aktuell haben meine beiden LHS-Autos seit Jahren keine Undichtigkeiten an der Hydraulik gezeigt, ausser einer defekten Federzylindermanschette hinten. Trotzdem habe ich darauf verzichtet, meine 68er DS 21 auf LHS umzurüsten ;-)

Grüsse
Robert