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Krach beim Schalten
Verfasst: So 12. Apr 2009, 11:01
von Trax
Hi Beisammen,
so, nachdem ich mit meiner gelben Neuerwerbung schon ein paar hundert Km gefahren bin, ärgert mich nur des Krachen beim Schalten in den Ersten, Zweiten und Rückwärtsgang.
Zwar murmelt der Volksmund dass Schalten keen Jeheimniss sei und dass man das schon hören könne. Aber muß nicht sein.Beim D-Modell hab ich noch keine Erfahrung. War bisher Traction- Schrauber.
Kann mir Einer verraten, wie man beim DSuper die Kupplung nachstellt (5-Gang).
Vielen Dank im Vorraus
Schöne Ostern
Tom
Re: Krach beim Schalten
Verfasst: So 12. Apr 2009, 18:00
von MichaIN
Hallo Tom!
Herzlichen Glückwunsch zur Neuerwerbung!
Noch ein Tip vorab (klingt vielleicht blöd, aber kommt vor):
Hast Du schon kontrolliert, ob Du das Pedal weit genug treten kannst?
Je nach Teppich-/Fußmattenkreationen kann es sein, daß Du das Pedal gar nicht ganz durchtreten kannst, weil es schon auf dem Teppich anstößt.
Frohe Ostern und viele Grüße,
Michael.
Re: Krach beim Schalten
Verfasst: So 12. Apr 2009, 21:30
von tomsail
Trax schrieb:
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> Hi Beisammen,
>
> Kann mir Einer verraten, wie man beim DSuper die
> Kupplung nachstellt (5-Gang).
>
> Vielen Dank im Vorraus
> Schöne Ostern
> Tom
hallo tom,
klar, der "einer" heisst werkstatthandbuch!
da steht alles drin.
erhältlich bei den "citdoks" oder hier
handuch 814
grüße
thomas
Re: Krach beim Schalten
Verfasst: Mo 13. Apr 2009, 16:42
von Trax
@ Michael:
Danke für den Tipp. Na, das wär's gewesen. Leder war (und ist) der Teppich OK.
@ Thomas:
Klar, Handbücher hab ich (das 814 noch nicht, Danke für den Link). Aber ein Tipp von einem Wissenden hilft oft mehr.
So, ich hab was gefunden. Peinlich, aber mein rechter Arm ist zu kurz. Lässig in die Polster gefläzt konnt ich den Rückwartsgang nicht sauber einlegen. Die Sitzposition geändert und gut (aber nicht für den Rücken).
Bliebe noch der Erste und Zweite. Kupplungsspiel nachstellen hat nur bedingt geholfen. Immer noch Knirschen.
Grüsse
Tom
Re: Krach beim Schalten
Verfasst: Di 14. Apr 2009, 09:22
von Chris
Hallo Tom
Wenn Du die Handbücher hast, gehe ich davon aus dass Du das Kupplungsspiel korrekt eingestellt hast, und falls HA, auch die Grundeinstellung gemacht ist. Beim HA lohnt es sich auch, nach der Kupplungsverriegelung zu sehen.
Falls das alles passt, kommen auch verschlissene Synchronringe in Frage, der Zweite ist da anfällig.
Ob man mit neuen Synchronringen fahrenderweise vom Zweiten in den Ersten ohne Geräusch schalten kann weiss ich allerdings nicht, da gabs hier schon Diskussionen zu.
Gruss
Chris
Re: Krach beim Schalten
Verfasst: Di 14. Apr 2009, 11:55
von Gerhard Trosien
Offensichtlcih handelt es sich nicht um einen Halbautomaten...
kurz 1 Wort zur Sitzposition:
immer wieder sieht man D-Piloten, die versuchen, das Auto halb im Liegen mit ausgestreckten Armen, möglichst auch mit ausgestreckten Beinen, zu dirigieren. Es gibt Citroëns, die man so fährt: den unvergleichlich schönen CX zum Beispiel. Der hat, bezogen auf die Pedalerie, eine sehr niedrige Sitzposition; man liegt im Auto und fährt es mit beinahe ausgestreckten Armen.
DS ist auch hier anders! Dieses Auto wird im SITZEN dirigiert. Aufrecht! Der Fahrersitz ist so nah an der Pedalerie, dass mit angewinkelten Beinen gearbeitet wird. Dann passt das auch mit der Kupplung. Und der Oberschenkel vergräbt sich beim Gasgeben nicht im tiefen Polster. Anstrengend, auf die Dauer.
Die Rückenlehne ist relativ steil. Wer bei lässig am unteren Rund angefasstem (nicht umfasstem!) Lenkrad mit dem Ellbogen die Rückenlehne des Sitzes berührt, sitzt richtig. Dann passt auch der Schalthebel, sogar wenn man den Rückwärtsgang sucht. Wer in dieser Sitzhaltung Kreuzschmerzen bekommt, sollte sich um die Stützmuskulatur der unteren Wirbelsäule kümmern, bevor sie GANZ verkümmert ist. Hauptursache der meisten Rückenleiden...
Wer im Auto SITZEN will, ist mit dem D-Modell bestens bedient. Liege-Fans kaufen sich besser den CX, den ich allein wegen der Liegeposition nicht haben will.
Re: Krach beim Schalten
Verfasst: Di 14. Apr 2009, 13:09
von Chris
erst lesen, dann schreiben...seufz
sorry, hatte ich übersehen (DSuper mit 5Gang), ganz klar keine HA, danke Gerhard
Gruss
Chris
Re: Krach beim Schalten
Verfasst: Di 14. Apr 2009, 15:02
von Gerhard Trosien
Ja, der 2. Gang. Mit dem hat's Citroën, nicht nur bei den D-Modellen...
Bei meinem DS20HA hatte ich mal 1 Problem mit dem 1. Gang: ein Rattern, wenn ich losfahren wollte - dafür blieb das Auto am Platz.
Der Kraftschluss zwischen dem lose auf der Welle laufenden Gangrad und der Welle wird durch die sog. Synchronisierglocke hergestellt (eine für den 1. und 2 Gang, eine für den 3. und 4. Gang. Der Rückwärtsgang ist unsychronisiert). Dafür gibt es eine Verzahnung, die in die entsprechende Verzahnung des Gangrads einrastet, nachdem der Sychronring die Geschwindigkeit beider Teile: der Sychronisierglocke und des Gangrads, angeglichen hat.
Beim Halbautomaten übernimmt es der Hydraulikzylinder, wie weit die Verzahnungen ineinander greifen, bei Handschaltung übernimmt das der Fahrer. War es nun falsche Einstellung des Kupplungsspiels oder nicht ausreichender Eingriff der genannten Verzahnungen, oder eine Mischung aus beidem: es gab keinen Kraftschluss mehr, beide Verzahnungen glitten irgendwann übereinander hinweg und machten garnix, außer Lärm; die Verzahnungen waren sehr schnell abgeschliffen und unbrauchbar. Der Sychronring selbst war erstaunlich frisch, ich konnte beim Wechsel keinen Unterschied zum neuen feststellen.
Falsches Öl, nämlich zu "gutes", weil modernes, kann auch zu Geräuschen und schwergängiger Schaltung führen, weil das modernste Getriebeöl den Sychronring zu gut schmiert und seine Arbeit, nämlich das Abbremsen bzw. Beschleunigen des Gangrads, sabotiert. API-KLasse 5GL (oder GL5), die jüngste Generation der Getriebeöle, ist eindeutig ungeeignet. Ältere Sychrongetriebe, und dazu zählt das unserer D-Modelle auf jeden Fall, arbeiten damit NICHT richtig. 3 oder 4 GL ist besser. Die Abstimmung der Ringe erfolgte damit. Die bessere Scherfestigkeitr des 5GL ist für uns völlig uninteressant, weil es keine anspruchsvollen Hypoidverzahnungen gibt.
Wer Handschaltung hat, hat die Möglichkeit, die Funktion des Synchronrings zu testen (vorausgesetzt, das richtige Öl ist drin!). Beim Hochschalten passiert folgendes: der niedrigere Gang wird ausgeschaltet, die Sychronisierglocke des folgenden Gangs drückt gegen den Sychronring, der bremst das Gangrad, bis die Drehzahlen beider überinstimmen, dann flutschen die Verzahnungen ineinander, der Kraftschluss ist hergestellt. Bei unbrauchbarem Sychronring kann man mit viel Gefühl und Gehör die Abbrems- (beim Runterschalten die Beschleunigungs-) -arbeit des Sychronrings durch Warten (beim Runterschalten durch einen Gasstoß) ersetzen: irgendwann beim Hochschalten wird die Motordrehzahl erreicht (und gleich drauf unterschritten), bei der die Gangrad- und Sychronisierglockendrehzahl auch ohne Mithilfe des Sychronrings zueinander passen. Dieses Moment kann man erfühlen. Mit etwas Übung ist Schalten dann sogar ohne Kupplung-treten möglich. Lässt sich das Getriebe auf die Art ohne Krachen schalten, sonst aber nciht, kann es der Sychronring sein (wenn das richtige Getriebeöl drin ist!!).
Re: Krach beim Schalten
Verfasst: Di 14. Apr 2009, 21:44
von Stephan J.
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, möchte ich noch einmal kurz darauf hinweisen, dass es für verschiedene Modelle und unterschiedliche Baujahre unterschiedlich lange Kupplungszüge gab. Falls sich das Kupplungsspiel also nicht vernünftig einstellen lässt, sollte man zur Sicherheit überprüfen, ob irgendwann mal falsche Teile verbaut worden sind.
Auch kann die Halteschraube des Umlenkhebels ausreißen.
Gruß,