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Hupe ölen!? Teil Zwei!
Verfasst: Fr 16. Mai 2008, 09:36
von lunte02
Guten Morgen DS-Gemeinde,
nach dem ich schon bezüglich der Fanfare ins Bild gesetzt wurde, frage ich mich jetzt, was man bei der "kleinen" Hupe machen kann, wenn sie nicht will, wie sie sollte.
Konkreter: hilft bei Schweigen ebenfalls ein Kriechöl um starre Membrane zu lösen? Oder muß ich wohl oder übel die Tröte demontieren. Oder ist sie einfach nur kaputt und muß dann ausgetauscht werden?
lunte02
Re: Hupe ölen!? Teil Zwei!
Verfasst: Fr 16. Mai 2008, 15:27
von Simon
Hallo lunte,
die fragliche Hupe arbeitet wie ein Lautsprecher mit einer Schwingspule und Membran.
Hierbei kann durchaus die Schwingspule durchgebrannt sein , was aber einen Kurzschluß auslöst und sich im Sicherungskasten bemerkbar macht.
Sie Spule kann man mit einem Multimeter im OHM-oder Dioden-Bereich auf Durchgangs-Widerstand bzw. Kurzschluß messen.
Es können ebenso die elektrischen Anschlüsse,die ins Hupeninnere führen ,korrodiert oder weggerostet sein.
Am Besten öffnen ,reinkucken , und dann erklärt sich alles von selbst.
Viel Erfolg wünscht
Simon
Re: Hupe ölen!? Teil Zwei!
Verfasst: Fr 16. Mai 2008, 17:04
von symphatique
Kontaktproblem.
Sowohl Steckverbindungen als auch alle Verschraubungen, die die Masse bilden, blankputzen.
Blinkerhebel leicht ziehen: Stadthupe
Blinkerhebel kräftig ziehen: Überlandhupe (Kompressorhorn)
Beide Kabel kommen aus dem linken Kotflügelkabelbaum, das Überlandkabel wird dann weiter zum Kompressorrelais verlängert.
Manchmal werden die Stecker vom Chassis zum Kotflügel aufgrund der verblichenen Farbhülsen vertauscht.
Re: Hupe ölen!? Teil Zwei!
Verfasst: Fr 16. Mai 2008, 17:20
von lunte02
Okay, danke für die Infos. Ich versuch erst einmal die Kontaktbörse
Beste Grüße,
lunte02
Re: Hupe ölen!? Teil Zwei!
Verfasst: Fr 16. Mai 2008, 18:24
von Chris
Du hast ja schon direkt 12V an die Tröte gelegt, und da kam nix raus. Also ist sicher besagte Hupe hin. (vielleicht hast Du auch noch ein anderes Kontaktproblem, aber mal eins nach dem anderen)
Mach mal die Tröte auf (mit etwas Pech musst Du die Schrauben aufbohren)
Da sind, wie Simon richtig sagt, zwei Spulen drin, die die Membrane anziehen, sowie ein Unterbrecherkontakt der von der Membrane betätigt wird.
Jetzt mal mit der Prüflampe messen, bis wo der Saft kommt: Aussen am Kontaktstift 12V anlegen, dann Lampe innen, oben auf die Kontaktplatte halten. Geht sie an, kommt der Saft durch die Spulen und den Kontakt, kann aber nicht raus, also hast Du ein Masseproblem, der Strom fliesst nicht durchs Gehäuse zurück.
Geht sie nicht an, ist entweder der Unterbrecherkontakt verschmutzt, oder eine der Spulen unterbrochen. Wenn nicht dauergehupt wurde, halte ich einen verschmutzten Kontakt für wahrscheinlicher als eine unterbrochene Spule. Den Kontakt kannst Du leicht mit etwas Sandpapier und WD 40 reinigen.
Viel Spass
Chris
Re: Hupe ölen!? Teil Zwei!
Verfasst: Fr 16. Mai 2008, 18:50
von wolfgang
kann man nicht auch noch die membranvorspannung irgendwo verändern?die muss ja beim vibrieren auf irgendetwas stossen um einen ton zu erzeugen.
nur so ein gedanke...
gruss
wolfgang
Re: Hupe ölen!? Teil Zwei!
Verfasst: Fr 16. Mai 2008, 21:30
von Chris
An der Membran selbst nicht, aber der Unterbrecherkontakt ist mit einer Feder beaufschlag die sich mittels der kleinen Sechskantschraube hinten auf dem Deckel von aussen verstellen lässt. Damit kann man das Ding wohl stimmen.
Da ich aber komplett unmusikalisch bin, lass ich da die Finger von.
Grüssle
Chris
Re: Hupe ölen!? Teil Zwei!
Verfasst: Fr 16. Mai 2008, 22:46
von MenrathU
Simon schrieb:
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> die fragliche Hupe arbeitet wie ein Lautsprecher
> mit einer Schwingspule und Membran.
> Hierbei kann durchaus die Schwingspule
> durchgebrannt sein , was aber einen Kurzschluß
> auslöst und sich im Sicherungskasten bemerkbar
> macht.
>
Moin Simon,
nicht ganz! Im Gegensatz zum - elektrodynamischen - Lautsprecher besitzt die elektromagnetische Hupe fest stehende Spulen (also keine Schwingspule). Johann Philipp Wagner wusste bereits 1836, wo hier der Hammer hängt.
Re: Hupe ölen!? Teil Zwei!
Verfasst: Fr 16. Mai 2008, 22:49
von MenrathU
Chris schrieb:
-------------------------------------------------------
> An der Membran selbst nicht, aber der
> Unterbrecherkontakt ist mit einer Feder
> beaufschlag die sich mittels der kleinen
> Sechskantschraube hinten auf dem Deckel von aussen
> verstellen lässt. Damit kann man das Ding wohl
> stimmen.
> Da ich aber komplett unmusikalisch bin, lass ich
> da die Finger von.
Moin Chris,
auch mir als einigermaßen Musikalischem gelingt es nicht, an dieser Schraube das Horn zu stimmen. Sie greift weder in die Federkonstante noch in die Masse der schwingenden Membran ein, sondern sie justiert den Kontaktabstand und damit die Lautstärke.
Re: Hupe ölen!? Teil Zwei!
Verfasst: Fr 16. Mai 2008, 23:38
von Bernhard(Süd)
Hallo,
Im Januar wurde das Thema hier schonmal behandelt.
Mit der Stellschraube solltest Du zunächst versuchen, die Hupe zum Ansprechen zu bringen. Sie reagiert sehr empfindlich auf kleine Schraubenbewegungen. Natürlich kanns auch ein Kontaktproblem sein...
Die Tonhöhe dagegen läßt sich durch Verändern der Stärke der Unterlegscheiben auf der Membran regulieren!
Ton Ab!
Be