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Stütztraverse

Verfasst: So 24. Feb 2008, 16:53
von scardale
Hallo,
habe gestern, nachdem ich noch das Spezialwerkzeug zur Lenkungseinstellung angefertigt habe, selbige ausgebaut. Nach reiflicher Überlegung und Archivgestöbere, bin ich zur Überzeugung gekommen, dass ich die Lenkung wohl überholen lassen muss. Ich trau mir das definitiv nicht zu. Finanziell ist das natürlich ein Akt der mir graue Haare wachsen lässt. Als nächstes sollen die Bremssättel zwecks Überholung ausgebaut werden. Frage: Muss das Getriebe behelfsmäßig abgefangen werden wenn die Stützstrebe demontiert wird, oder halten die Motorlager die zusätzliche Belastung aus?
Gruß
Stefan Sikeler
(der immer wieder gerne Spezialwerkzeug nachbaut, auch wenn er es dann nur einmal braucht)
http://freenet-homepage.de/strichacht72/

Re: Stütztraverse

Verfasst: So 24. Feb 2008, 18:50
von tomsail
hallo stefan,

hab deine seite mit interesse gelesen...
du betreibst einen recht hohen aufwand. wäre es da nicht einfacher/am wenigsten mehraufwand die antriebseinheit einfach rauszuheben und die anstehen arbeiten einfach und schnell zu erledigen?

grüße
thomas

Re: Stütztraverse

Verfasst: So 24. Feb 2008, 20:16
von Jörg
Hallo Scardale,
da ich jetzt dsl habe konnte ich Dein Seite mal richtig anschauen. Hochachtung muss ich sagen. Zum Thema Getriebe: ich habe das gestützt dem guten Gefühl wegen. Zum Motorausbau wenn es denn sein muss, habe ich einen Wagen gebastelt, kannst Du leihen. Aber ich muss sagen es ist schon ein Akt das Aggregat da rauszubekommen, allerdings gebe ich tomsail völlig Recht "Do it once, do it right"
Grüsse Jörg

Re: Stütztraverse

Verfasst: So 24. Feb 2008, 20:52
von scardale
Hallo,
ich möchte den Motor vorerst belassen. Allem Anschein nach hat das Aggregat erst wenig Kilometer und ich will den Motor selbst nicht restaurieren. Das Fahrzeug befindet sich zum Teil in einem erstaunlichem Zustand. Die Vorderachsschwingenverschraubung (was für ein Wort) sieht aus als ob Sie gestern montiert worden wäre. Ich halte es eher mit der sanften Restaurierung. Was sein muss muss sein, aber es muss nicht immer alles bis auf die letzte Schraube zerlegt werden, nur um dann hin und wieder festzustellen, dass man es doch besser belassen hätte. Wie schnell ist etwas für immer versaut dass zuvor 40 Jahre in Ordnung war. Werde demnächst den vorderen Wagenbereich mal gründlichst reinigen und ein paar Bilder machen, damit man sich einen besseren Eindruck vom Zustand machen kann. Wegen der Strebe werde ich einfach einen Gurt um die Längsträger und das Getriebe machen, damit die ganze Sache dann etwas abhängen kann.
Gruß
Stefan Sikeler
(immer noch m,it LHSHydraulikfinanzierungsfalten auf der Stirn)



Re: Stütztraverse

Verfasst: Mo 25. Feb 2008, 21:26
von marc
Hallo,

also die Motorlager können das nicht aushalten. Ich hatte das ganze behelfsmäßig mit der Stange von der Kurbel abgestützt. (In den Sechskant zum ankurbeln stecken)
Du hast aber eine etwas andere Version.
Aufpassen auf die Klamotten die da noch dran hängen.
Gruß
marc

Re: Stütztraverse

Verfasst: Mo 25. Feb 2008, 22:07
von scardale
Hallo,
habe das Getriebe abgefangen, mit Gurt und dann vorsichtshalber doch noch mit Wagenheber unterstützt. Nachdem die Bremsschuhe draußen sind kann ich den Träger ja wieder provisorisch einbauen. Den rechten Bremsschuh hab ich noch nicht draußen, hab das Gefühl daß der Getriebehalter raus muß. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob LHS bleibt (ist aber wahrscheinlich). Deshalb die Frage: Wenn ich LHS Teile reinige (Spiritus) und anschließend wieder zusammenbaue, die Anlage aber noch nicht in Betrieb genommen wird, wie kann ich dann diese Teile schützen (Korossionsschutz)? Ich habe das Forum durchstöbert aber leider nichts gefunden, außer dass Fett auf Rizinusbasis empfohlen wird, kein Mensch weiß aber wo es solches gibt. Kann Bremskolbenfett verwendet werden?
Gruß
Stefan Sikeler

Re: Stütztraverse

Verfasst: Di 26. Feb 2008, 12:38
von Doctor-D
Das Fett ist Silikonfett von Liqui Moly.ATE Paste geht auch, aber wäscht sich aus, das Fett ist besser.

Der Sattel geht auch so heraus, hinten das Schiebestück lösen und den Bolzen entfernen.Splint nicht vergessen.

Ich hätte alles ausgebaut.Kann man besser putzen und wenigstens die Ölwann und die Abdichtung zur Nockenwelle erneuern.In der Ölwanne wird ziemlich viel Siff stehen.Aber das musst Du entscheiden.Merkst Du dann, wenn das Öl bei der Trennfuge zur Nockenwelle tropft, da das nur mit einem Mittel abgedichtet ist, dort ist kein Simmerring, sondern eine Rücklaufturbine.Oder Dein Ausrücklager bohrt sich in die Druckplatte, weil das Fett verhärtet ist.
Ich hab es alles ausprobiert.Auf meine eigenen Knochen und ein Teil meiner Kunden auch.Ich lege es Dir wirklich sehr ans Herz, denn das kann nacher alles extrem nerven, mit einem Kran ist das Ding in 45 min draussen.Antriebswellen aus den Taschen ziehen, Motorböcke hinten sind vier Schrauben, Vergaser zwei bis vier Muttern, ein Chokezug, Kabel eins und Vier am Verteiler.Flammrohr zwei Schrauben.Heizungshahnleitung.Traverse, Kühler, Lenkung hast Du schon.
Langhuber lässt sich einfacher schrauben als ein i.e. Halbautomat.
Wie heisst das bei Icke und Er?Ich hab es so gemacht und der Rest ist so passiert.
Sei mutig junger Padavan...oder ruf mich an.0172/811 29 fünf fünf

Re: Stütztraverse

Verfasst: Di 26. Feb 2008, 19:20
von Bernhard(Süd)
Hallo Stefan,

das Fett hat die Liqu-Moly-bestellnummer 3312.
Gibts aber auch z.B. im Vertrieb vom Korrosionsschutzdepot Dirk Schucht.

Eignet sich auch besonders zum gleitend machen und jung halten aller Gummiteile, besonders denen, die mit LHS in Berührung kommen!
(O-Ringe, Manschetten, ...).

Viel Erfolg,
be

Re: Stütztraverse

Verfasst: Di 26. Feb 2008, 21:01
von scardale
Hallo,
Super, vielen Dank für die Info. Ich bin fast schon überzeugt, den Motor evtl. doch auszubauen. Ich hab gestern schon darüber siniert dass es viele Stellen gibt, die zwecks Reinigung nicht wirklich gut zugänglich sind. Hab heute mal die Quertraverse, bzw. das Rohr gereinigt. Da es keinen Rost aufweist will ich es mit der vorhandenen Patina belassen. Hat jemand eine Ahnung was die Citronisten früher auf ihre lackierten Teile geschmiert haben? Die Traverse, genauso wie die Längträger vorne sind lackiert (sicherlich ohne vorherige Grundierung), obenauf befindet sich größtenteils eine dünne matte, zähe Schicht, ähnlich einem Unterbodenschutz. Ich hab alles versucht, das Zeug läßt sich weder mit Alkohol, noch mit Terpentinersatz oder mit Verdünnung anlösen. Folglich muss es bleiben, ich reibe die Teile nach Reinigung lediglich mit etwas Fluidfett ab.
Gruß
Stefan