Seite 1 von 1

Problem mit Federstössel hinten bei Langhuber

Verfasst: So 10. Feb 2008, 17:54
von Juergen G
Hallo liebe Gemeinde,

als neuer D-Modell-Besitzer habe ich natürlich auch Fragen, die der eine oder andere von Euch möglicherweise schon mal gelöst hat.

Eins vorweg: Ich weiß, daß die Federstössel schon öfter behandelt wurden, ich habe aber eine neue Variante. Meine DS ist Baujahr 1964. Da ist der Sitz der kleinen Kugel direkt in den Hebel des hinteren Schwingarms eingefräst und kann NICHT separat gewechselt werden (das gibt es erst ab 1966). Die Kugel ist rauh wie eine Mondlandschaft und hat möglicherweise auch zum Schaden am Stoessel beigetragen (Rand zu etwa einem Viertel ausgebrochen).

Das eigentliche Problem ist, daß die Kugel nicht aus dem Sitz raus will. Was tun? Ich habe schon ein 3mm Loch durch den Sitz von hinten gebohrt, um die Kugel rauszuklopfen, sie kommt aber nicht.

Den ganzen Schwingarm wechseln? Wenn ja, hat jemand so was im Angebot (bräuchte den rechten)? Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Viele Grüße
Juergen G

Re: Problem mit Federstössel hinten bei Langh

Verfasst: Fr 15. Feb 2008, 03:03
von Til
Hallo Juergen - nur damit Du nicht meinst, keiner wuerde sich fuer Dein Problem interessieren: ich denke, dass Du bisher alles recht gemacht hast und daher faellt es schwer, Dir etwas zu raten! Ich nehme an, dass Du das ganze schon tagelang in Kriechoel eingeweicht hast. Das naechste, was ich versuchen wuerde, waere Hitze - der Foehn wird's wohl nicht tun, aber eine Loetlampe (Baumarkt) duerfte reichen - und dann mit einem guten Durchschlag (wie gross ist das Loch?) und grossem Hammer (noch groesseren Gegenhalten, damit das Kugellager des Arms heilbleibt) versuchen.

Wenn auch das nicht klappt, koennte es moeglich sein, mit einem (mehreren ;-) guten Bohrer(n) die Kugel aufzubohren - diese duerfte nur an der Oberflaeche gehaertet sein und diese ist ja offensichtlich schon weg.

An die Moeglichkeit, das alles mit viel Fett (und anderer Stoesselstange) erstmal wieder zusammenzusetzen und 2000km zu fahren hast Du sicher auch schon gedacht.

Viel Erfolg - Til

PS: das Ausbauen des Arms ist auch keine Hexerei - wenn Du eine Buehne hast, sollte das Arbeiten am eingebauten Arm aber eigentlich auch gehen

Re: Problem mit Federstössel hinten bei Langh

Verfasst: Fr 15. Feb 2008, 19:59
von Juergen G
Hallo Til,

vielen Dank für die Hinweise. Da ich ja von hinten jetzt ein Loch habe, werde ich noch mal von hinten Kriechöl einspritzen. Ich glaube, daß ist eine Frage der Geduld, irgendwann gibt die Kugel nach. Beim Vorbesitzer hatte sie wohl schon seit Jahrzehnten kein Fett mehr gesehen.

Der neue Stößel liegt schon bereit, ich wollte ihn nur nicht auf der alten Kugel riskieren. An Wärme hatte ich schon gedacht, speziell an ein Schweißgerät, so ein Temperaturschock löst sicher die Kugel. Aber bis es soweit ist, versuche ich es lieber konventionell.

Ich werde berichten, wie es ausgegangen ist. Im Moment war mir die Garage etwas zu kalt. Das Wochenende soll sonnig werden, da werde ich zur Entspannung mal den Traction bewegen.

Gruß
Juergen G

Es ist vollbracht

Verfasst: Mi 5. Mär 2008, 19:54
von Juergen G
Hallo allerseits,

es ist vollbracht, die Kugel ist draussen! Der Tip von Til, dem Kugelsitz einzuheizen, hat die kugel schließlich gelöst. Vielen Dank nochmal.

Jetzt die volle Wahrheit: nachdem ich die Ursache des Knackens gefunden hatte, habe ich roten Roststaub aus dem Kugelsitz ausgeblasen. Fett war überhaupt keins mehr drin. Nachdem ich dann Fett eingbracht hatte, hat es wie irre geknackt. Logisch, denn das Fett hat den Stössel ja weniger gebremst als der festgebackene Dreck. Ausserdem hatte der Stössel viel Bewegungsfreiheit, da ein ordentliches Stück davon gefehlt hat.

Damit ist die Kiste noch gefahren. Zum Vergleich habe ich eine neue Kugel ins Bild geschmuggelt.

Der Sitz sieht komischerweise noch richtig gut aus.

Viele Grüße
Juergen G