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Ausbau Federzylinder
Verfasst: Fr 2. Mär 2007, 22:03
von scardale
Hallo, ich mal wieder! Also, die Achsschwinge konnt ich mittels hydraulischem Wagenheber bezwingen, die Federkugel konnte ich auch noch besiegen aber dann war Schluß. Den Federzylinder shaff ich ums ver.... nicht. Jemand nen Tip? Übrigens war die Achsschwinge so hartnäckig, daß es sogar das innere Blech ein wenig von den anderen Blechringen abgehoben hat. Ehrlich gesagt wundert es mich das diese Konstruktion die ganze Achse tragen muß!?
Gruß
Stefan
(der jetzt erst mal Phosphorsäure auf den Rost pinselt)
Re: Ausbau Federzylinder
Verfasst: Fr 2. Mär 2007, 22:27
von Robert
Hallo Stefan,
der Federzylinder kann eine harte Nuss sein, das habe ich jetzt vor kurzem an meiner Restauration erlebt (bei mir siehts ganz ähnlich aus wie bei Dir). Das Problem ist die Kontaktkorrosion zwischen dem Alu und dem Stahl. Du musst mit einem Sägeblatt, einem dünnen Schraubenzieher oder ähnlich geeignetem Werkzeug den Federzylinder von hinten freikratzen, man merkt ja, wenn man bis zum Anschlag vorne durchkommt. Der Dreck fällt durch die Löcher raus. Wenn Du überall um den Zylinder rumkommst, schraub hinten eine alte Kugel drauf, am besten eine defekte geschweisste, die eh nur noch Schrott ist, und dann gib ihm, also rütteln, Hammerschläge auf die Kugel. Ich habe pro Seite 2 Stunden gebraucht. Nicht vorne am Bund meisseln, denn dadurch zerstörst Du den Zylinder. Die Gelenkleitungen rauszukriegen war dann genauso ein Spaß (das geht nur mit einem dünnen Meissel)
Grüsse
Robert
Re: Ausbau Federzylinder
Verfasst: Sa 3. Mär 2007, 10:39
von Frank S
Bei mir war seinerzeit der Rechte etwas problematisch.
Generell haben die sogar etwas Spiel ich habe die Seite einfach mit WD 40 behandelt ( 2 Tage) und zuerst versucht etwas Spiel nach rechts/links , oben/unten zu bekommen bevor ich den nach vorne rausgedrückt habe.
Re: Ausbau Federzylinder
Verfasst: Di 6. Mär 2007, 22:30
von scardale
Hallo,
mein Federzylinder musste aufgeben. Nachdem ich den Kolben eh schon draußen hatte kam mir die Idee mit der Gewindestange. Der M20 Gewindestange konnte der Federzylinder keine 5 Sekunden Stand halten, war absolut problemlos.
Gruß
Stefan
Re: Ausbau Federzylinder
Verfasst: Mi 7. Mär 2007, 00:07
von Robert
Hallo Stefan,
auf die ID hätte ich auch kommen können, hätte mir 3 Std. Lebenszeit gespart. Ich bin jetzt an dem Punkt, dass der Schwingarm raus muss, wollte das eigentlich vermeiden, aber der hinter dem Anschlag des Schwingarms ist auch alles durch, und da kommen wir so nicht dran. Du schreibst, Du hast einen hydr. Wagenheber eingesetzt, wie und wo? Hast Du den originalen Zapfenschlüssel benutzt oder hast Du die Mutter losgemeisselt? Anbei mal ein Bild von unserer Aktion, alles ein wenig rustikaler als bei Dir.
Grüsse
Robert
Re: Ausbau Federzylinder
Verfasst: Mi 7. Mär 2007, 00:16
von Robert
…und hier das Bild
Re: Ausbau Federzylinder
Verfasst: Mi 7. Mär 2007, 11:28
von Frank S
Den Schwingarm zu entfernen sehr einfach.
Zunächst einige Markierungen( Höhenkorektor, Scheinwerfereinstellung) am Stabi anbringen ich habe einen Körner genommen.Den Stabi abbauen.
Die 38er Mutter runter und den Ring zum Lager hin mit einem Stumpfen Meissel lösen (keine Angst da geht nichts kaputt nur der Ring bekommt eine ganz kleine Delle die Später leicht zu entfernen ist).
Dann den Schwingarm mit einem Kunststoffhammer raustreiben zuvor natürlich Bremsleitung und Federzylinder lösen.
Dauer für die ganze Aktion max. 30 Minuten belohnt wird man auch man kommt endlich überall gut dran.
Re: Ausbau Federzylinder
Verfasst: Mi 7. Mär 2007, 17:37
von scardale
Hallo,
die 38er Mutter muß nicht ab! Und dann sollte natürlich die 3 M9 Muttern im Radkasten gelöst werden. Ich hab einfach ein Holz zwischen beide Schwingarme gelegt, so daß der hydraulische Wagenheber noch Platz hatte. Dann habe ich im Prinzip mit dem Wagenheber den einen Schwingarm gegen den anderen rausgedrückt. Links gings etwas schwer, rechts wars einfach, anstatt gegen den nicht mehr vorhandenen Schwingarm hab ich gegen ein massives Holz gedrückt, daß ich an den Schwingarmlagerkasten gelegt habe. Rostmäßig liegt der Teufel wie immer zwischen den Blechen. Links hab ich leichte Aufquellungen, rechts ist alles OK.
gruß
Stefan
Re: Ausbau Federzylinder
Verfasst: So 11. Mär 2007, 23:23
von Robert
Hallo Stefan, hallo Frank,
die Ringmutter ging easy, die drei Schrauben aussen auch, aber das Ding sitzt einfach fest, auch der Wagenheber hat nix gebracht, ausser mehreren zersplitterten Kanthölzern, die ich nun zum Ofenanfeuern verwenden kann… Bin ganz verzweifelt, das Ding muss raus, weil der Rost hat bei meinem Auto schon kräftig zugebissen, hinter dem Widerlager des Achsanschlages ist auch alles durch. Wenn ich jetzt zuviel Druck drauf gebe (sprich Stahl statt Holz) fürchte ich, verzieht sich die ganze Angelegenheit… was tun? 38er Mutter lösen, Schwingarm rausnehmen, heissmachen, oder lieber von aussen meisseln?
Grüsse
Robert
Re: Ausbau Federzylinder
Verfasst: Mo 12. Mär 2007, 00:13
von scardale
Hallo Robert,
Du kannst natürlich die 38er löesen und den Schwingarm ohne Lager abnehmen. Wenn Dir der Platz danach zwecks Sanierung reicht , geht das schon. Da ich auch neu im Zitronenlager bin möchte ich Dir ungern Tips geben wie das Lager rausgeht. Man kann mit Sicherheit 1-2 Wochen taglich WD40 sprühen in der Hoffnung das es hilft. In wie fern warm machen möcglich ist ohne Schäden zu verursachen, kann ich nicht beurteilen. Wenn ich mir dein Bild anschaue (betreffs Rost) habe ich ein wenig Angst daß bei brachialer Gewalt der Lagerkasten aus der Form gerät. Sorry, vielleicht weiß ein alter Hase bessere Tips.
Gruß
Stefan