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Hilfe

Verfasst: Fr 29. Dez 2006, 14:34
von scardale
Hab heute ein Stück vom Unterboden entfernt, das Bodenblech unter dem Verstärkungsblech/Wagenheberaufnahme war weggefault. Nun liegt nach dem Raustrennen des Bodens der Kasten mit der Schwingarmaufnehme frei. Innen alles sauber, graue Grundierung, kein Rost. Nun mußte ich allerdings feststellen, daß das aufgesetzte Blech/Schwingarmaufnahme vom Radkasten her unten etwas aufgequollen aussieht. Nach befingern des vermeintlich gesunden Bleches im Schwingarmkasten, bin ich mir nun ziemlich sicher das sich zwischen dem Blech und dem aufgesetzten Schwingarmblech Rost befindet. Was soll ich tun? Ignorieren und versiegeln oder hat sich schon mal jemand die Arbeit gemacht und hat die Schwinge ausgebaut und das aufgesetzte Blech entfernt? Ohne Richtbank überhaupt möglich?
fregender Gruß
Stefan Sikeler
PS: ich hoffe ich nerve nicht allzusehr, bin halt neu im DS Geschäft.

Re: Hilfe

Verfasst: Fr 29. Dez 2006, 16:20
von Torsten ID20
Hallo Stefan,
wenn ich Dich richtig verstehe,sieht es bei Dir jetzt so (Anhang) aus.
Oder irre ich mich?

Re: Hilfe

Verfasst: Fr 29. Dez 2006, 16:46
von scardale
Hallo,
würde sagen, nicht ganz so schlimm. Ich habe nicht den ganzen Boden entfernt, da offensichtlich gesund. Es geht mir hauptsächlich um die doppelte Blechfläche Schwingarmkasten - Schwingarmrahmenblech. Wenn möglich stell ich heute noch Fotos ein.
Gruß
Stefan

Re: Hilfe

Verfasst: Fr 29. Dez 2006, 18:23
von ...hannes
Hallo Stefan! Die "Schuhschachteln" der Schwingarmaufnahme sind nach deinen Angaben also gesund. Doch nun beginnt das Problem mit einer gemeinsamen Nomenklatur. Meinst du mit dem "aufgesetzten" Blech bzw. Schwingarmrahmenblech den Querträger zwischen den C-Säulen, in den die Schuhschachteln eingefügt sind?
Vielleicht kannst du dich anhand des Fotos präzisieren.

Re: Hilfe

Verfasst: Fr 29. Dez 2006, 20:45
von Frank S
Also bei mir sieht es hinten nicht ganz so übel aus wie bei Hannes.
Aber um jeder Richtbank oder ähnlichem aus dem Weg zu gehen sollten die gegenüberliegenden Seiten des Fahrzeuges fixiert werden ich nehme dafür einen Holzbohle die quer unter den Schwellern aufliegt ca in höhe des Tankes wenn nun die Hebebühne hoch geht kann sich das Chassis nicht mehr verwinden bwz. hinten ausseinander gehen.
Auf den Rädern stehend sollte diese Reparatur auf keinen Fall erfolgen jedenfalls dann nicht wie wenn bei Torsten und Hannes alles zwischen den Boxen entfernt wird, wobei ich diese Arbeistweise für die einzig verfünfige Halte.
Das ist zwar aufwendig aber das Resultat wird dadurch belohnt das bei guter Arbeitsweise nie wieder mit Rost zu rechnen ist.
Sicherlich wirft das die Restauration um 3 Tage zurück aber was ist das schon in der Endsumme die Bleche kann man sich alle ohne grossen Aufwand selber fertigen.
Unter umständen hast du ein Endoskop um der Sache auf den Grund zu gehen.

Re: Hilfe

Verfasst: Sa 30. Dez 2006, 01:06
von scardale
Hallo,
Sorry konnte das Bild nicht früher einstellen und die Qualität ist leider auch bescheiden. Die Schuhschachtel, in der sich das Schwingarmlager befindet ist wie gesagt frei von Rost. Von außen ist flächig ein Verstärkungsblech mit den Schwingarmanschlägen aufgeschweißt. Ich hab versucht die Fläche im Bild zu schraffieren. An zwei drei Stellen kann ich von innen (Schuhschachtel) spüren das das Blech aufgequollen ist. Eine Stelle hab ich mit dem Pfeil markiert. Sprich: Zwischen dem Schuhschachtelrahmenblech und dem flächig aufgeschweißtem Schwingarmblech befindet sich Rost. Die ganze Stelle ist allerdings so stabil daß ich vermtl. alles strahle und versiegle. Ich denke daß mein Fahrzeug kein Einzelfall darstellt, kann mir nicht vorstellen daß die meisten Fahrzeuge zwischen diesen zwei Blechen gesund sind. Auch bin ich nicht der Meinung daß wegen dem Flugrost oder Anrostungen in den Schuhschachtel ein völliges freilegen erforderlich ist. Es hielt nun 40 Jahre ohne Durchrostung und wird nächstes Jahr nach dem lackieren des Chassis gut versiegelt, das müsste meiner Meinung nach reichen. Andere Meinungen und Erfahrungen, speziell auch wegen dem Rostproblem zwischen den Blechen sind willkommen.
Gruß
Stefan

Re: Hilfe

Verfasst: Sa 30. Dez 2006, 20:08
von Torsten ID20
Hallo Stefan,
Ich habe bei einem anderen Auto heute mal die bewusste Stelle aufgeschnitten und hineinfotografiert.
Leichte Unterrostungen sind da auch.
Allerdings sehr weit unten.
Da es eher schwierig (oder kaum möglich ??) ist die Schwingarmaufnahmen komplett nachzubauen werde ich ,soweit möglich,den Rost entfernen,evtl.etwas einschweissen,und gut versiegeln.

Re: Hilfe

Verfasst: Sa 30. Dez 2006, 21:10
von scardale
Hallo,
hab heute einen DS Spezi das Teil gebutachten lassen. Er versicherte mir das es absolut unbedenklich sei. Was Du zeigst ist die Innenseite, diese ist bei mir absolut rostfrei. Auf diese Innenseite ist jedoch von außen (Radkastenseite) ein Rahmenblech (das Blech auf dem sich die Federzylinderhalterung befindet) flächig aufgeschweißt. Und zwischen diesen Blechen bildet sich Rost, an der Unterseite befindet sich eine Auquellung. Um diesen Rost zu beseitigen müsste man das äußere Blech vollständig entfernen, was nicht ganz einfach ist. Deshalb wird auch bei mir so gut es geht entrostet und dann versiegelt. Der DS Mann meinte daß ich es nicht mehr erleben werde bis es wegen Rost an der Schwingarmaufhängung Probleme gäbe.
Danke fürs Feedback
Gruß
Stefan

Re: Hilfe

Verfasst: So 31. Dez 2006, 18:44
von ...hannes
Frank S schrieb:
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> Also bei mir sieht es hinten nicht ganz so übel
> aus wie bei Hannes.

Hi Frank! Die Aufnahme stammt glücklicherweise nicht von meinem Fahrzeug sondern bloß aus meinem Fotoarchiv.

Nachdem meine 67er ID vom Chassis her nur sehr bescheidenen Restaurierungsbedarf hatte, weiß ich nicht einmal, ob das von Scardale angesprochene Verstärkungsblech Serie war oder Reparaturblech ist.
bereinanderliegende Bleche sind immer besonders rostgefährdet, wie man das auch am Beispiel der Verstärkungspanele unterhalb der Schweller sieht.

Ich würde im geschilderten Fall die Rostaufblühungen/-abblätterungen bestmöglich abschaben und auf die konservierende Wirkung von Sanderfett bauen.