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Benzinpumpe??
Verfasst: So 25. Mai 2003, 12:17
von idee
Meine D Spezial macht mir zur Zeit etwas sorgen - Wenn der Tank halb leer ist läuft sie nicht mehr gescheit, besonders bergauf (Zündaussetzer, Stottern gerade so wie wenn das Benzin komplett ausgehen würde). Und wenn sie eine Weile (ein paar Tage) gestanden ist, ist oben am Vergaser und im Filter kein Benzin mehr. Deswegen muß man dann ewig orgeln bis sie anspringt.
Hat jemand zufällig eine Idee was da los sein könnte? (Ich vermute es liegt an der Benzinpumpe, oder vielleicht an der Vergaser Einstellung, denn manchmal zieht sie auch bei vollem Tank nicht sauber)
Freue mich über jede Hilfe
Re: Benzinpumpe??
Verfasst: So 25. Mai 2003, 22:00
von thiemo
Hallo Jörg,
weiß nicht ob ich Dir helfen kann. Hab meine D Special ,Bj. 70 gerade 1 Woche und habe leider auch nicht viel Ahnung von Technik(Krankenpfleger haben ja bekanntlich zwei linke Hände,wenn`s um sowas geht

)
Naja, ich erzähl Dir mal eine Geschichte, da mir Deine Ausführungen doch sehr bekannt vorkommen(ich hoffe, es wird nicht zu langweilig):
Vor dem Kauf der ID bin ich mit dem Vorbesitzer zum Tüv gefahren, zwecks HU; das ganze gekrönt von einer göttlichen Probefahrt. Sie schwebte und schnurrte nur so vor sich hin. Als ich sie einen Tag später kaufte und vom Hof fahren wollte, tat sich erst nichts, nach langem Orgeln sprang sie dann endlich an, zickte während der Fahrt, ging wieder aus, fuhr ein paar Meter , zickte, ging wieder aus,... ... . So hatte ich mir das Leben mit einer Göttin nicht vorgestellt.
Also, ab in die Werkstatt, Benzinpumpe erneuert(auf Kosten des Vorbesitzers). Gezickt hat sie dann immer noch. Erst der Tipp des Vorbesitzers-im Tank wären wohl etwas Raffinade?-Ablagerungen brachte die Lösung. Tank wurde ausgebaut, fleissig gespült, Leitungen und Vergaser wurden gereinigt.Der Werkstatt-Fred erzählte von einer zähen ölartigen Ablagerung im Tank und Vergaser, die sich wohl im Laufe der letzten 33 Jahre am Tankboden angesammelt hat und immer wieder mal das ein oder andere Bröckchen durch die Benzinleitung gejagt hat, bis eben nichts mehr gin.naja, was soll ich sagen, seitdem schwebt Madame wieder und das Gezicke ist zumindest vorerst vorbei
und der Vorbesitzer hat die Werkstatt-Rechnung für die Reinigungsaktion auch noch bezahlt.
Vielleicht konnte ich Dir damit ein wenig weiterhelfen, ansonsten habe ich mich mit dieser Geschichte als neues Club-Mitglied hier im Forum vorgestellt.
Möchte mich bei allen Schreibern schon mal recht herzlich bedanken. Durch Eure Beiträge (regelmäßig in schlaflosen Nächten studiert) habt Ihr mir schon viel geholfen, gerade wenn es um Kleinikeiten geht wie Typenschilder, Farbtafeln, diverse Erklärungen zu technischen Vorgängen, usw. naja, wie gesagt -Krankenpfleger eben.
Es gibt Fragen über Fragen, ich werde mich bestimmt gaaaaaanz oft melden und Euch um Rat bitten.
Schöne Grüße aus Dortmund , Thiemo
Re: Benzinpumpe??
Verfasst: Mo 26. Mai 2003, 10:36
von Bernhard(Süd)
Salut,
...habe das Tankrostproblem auch, und zwar kommt sehr viel Rost vor allem in Form eines feinen, mehlartigen Materials. Allerdings ist /war die Stotterei bei vollem Tank viel geringer, weil bei fast leerem Tank eben der konzentrierte Rostschlamm am Tankboden angesaugt wird...
Laß` doch vielleicht mal, Jörg, den fast leeren Tank aus beiden Ablauföoofnungen am Tankboden ab und schau nach, wie rostig die Restbrühe ist genialerweise paßt ein 10l-Eimer zum Auffangen prima unter die DS in Hochstellung). Und reinige das Sieb am Anfang der Benzinanansaugleitung.
Wenn der Tankrost die Ursache für Dein Stottern (ach was , für das Deines Autos...) ist, empfehle ich, einen dieser durchsichtigen handels-üblichen Kraftstoffilter in die Leitung vor der Benzinpumpe zu hängen (Sorgfalt: er darf weder die heiße Heizungsleitung, noch sich drehende Lenkungsteile berühren!). Du hast dann die Kontrolle, was dort so an Partikeln ankommt und vor allem kannst Du, solltest Du wegen Rostverstopfung in der Benzinzufuhr liegenbleiben (kenn` ich...!), nach Wechsel des Filters sofort weiterfahren! Laß` vielleicht hier mal hören, wie die Sache weiterging?!
Gruß, Bernhard
Re: Benzinpumpe??
Verfasst: Mo 26. Mai 2003, 15:32
von Piet
Hallo allerseits!
Auch mir kommt dieses Problem bekannt vor.
Ich wechsele deshalb regelmäßig den Benzinfilter (Baumarkt-Modell), führe auch immer Ersatz mit und achte vor allem darauf, den Tank nicht bis zu den letzten 2 Litern leer zu fahren. Man kann an der Verfärbung des Filters schon erkennen, wann es wieder so weit sein wird

Bei mir sitzt der Filter allerdings zwischen Benzinpumpe und Vergaser, unpraktischerweise.
Es kann sein, dass man nach dem Filterwechsel "ansaugen" muß; diesen äußerst unschmackhaften Vorgang kann man vermeiden, wenn man einen Blasebalg mitführt, wie er bei Außenbordmotoren mit separatem Innentank gebräuchlich ist. Na, ja, man sollte eben immer einige Hilfsmittel dabei haben.
Und dann gibt es am Vergaser direkt ja noch diesen Feinfilter zum Rausschrauben (wurde evt. schon erwähnt). Auch den nicht vergessen, läßt sich einfach auswaschen mit Benzin!
Ruckelfreies Fahren wünscht
Piet
Re: Benzinpumpe??
Verfasst: Mo 26. Mai 2003, 19:25
von joepoppe
hallo zusammen,
die probleme in sachen benzinfilter und stottern sind auch mir leidvoll und hinlaenglich bekannt.....
nachdem ich vor einem jahr jedoch die nase voll hatte von benzingeschmack im mund und dem unangenehmen gefuehl, mit verstopfter leitung liegen zu bleiben, habe ich die 'radikalkur' gewaehlt:
tank ausgebaut, reinigen lassen, alle leitung geprieft und gereinigt, ...und tank wieder rein....
bei dieser gelegenheit kann es ratsam sein, aus dem filter im tank(!) einen oder zwei der kunststoffringe zu entfernen, damit er ggf. nicht erneut verstopft....
war insgesamt ein vertretbarer aufwand mit nur wenig unkosten. ein leichter rostnebel bildet sich im benzin immer noch, insbesondere bei langen standzeiten mit nicht vollem tank.....dieser wird jedoch durch den bereits besagten benzinfilter vor der pumpe aufgefangen.....
probleme gibt es bei mir seit dieser aktion nicht mehr und der benzinfilter laesst sich bequem im motorraum beobachten und ggf. wechseln.....
und wenn es doch mal zu spaet ist und madame springt mangels benzin im vergaser nicht von selber an: einfach mit einer injektionsspritze (apotheke) eine ladung bezin in die vorkammer spritzen - den rest foerdert dann die pumpe, nachdem der motor laeuft....
sauberen kraftstoff wuenschend, gruss
joern <<
Re: Benzinpumpe??
Verfasst: Di 27. Mai 2003, 13:33
von Bernhard(Süd)
Hallo,
DAS interessiert mich sehr, Joern:
Wer hat wo und vor allem WIE Deinen Tank gereinigt???
Ich habe nämlich auf diesbezügliche Anfragen stets die Auskunft bekommen, daß man wegen der vielen Schwallbleche im Tankinneren niemals nicht überall beikommt (z.B. mit der Kies-Betonmischer-Methode), erst recht nicht mit einer Imprägniermaßnahme des Tankinneren bzw. daß es ansonsten teuuuuuer wird...!
Danke im Voraus für Deine Auskunft!
Grüße, Bernhard
P.S.: Die Filterscheiben sind us Messing?!; bei den Langhubertanks gibb`s nur ein putziges Gazesiebchen im Tank, das allenfalls Partikel i Kieskorngröße zurückhält...
Re: Benzinpumpe??
Verfasst: Di 27. Mai 2003, 14:25
von joepoppe
hallo juergen,
bei der tankreinigung konnte ich auf 'vitamin-b' zurueckgreifen....
gereinigt wurde der tank bei einer bekannten werft im schoenen ostfriesland, die sich mit dem problem bei schiffen u. fahrzeugen schon oft auseinandersetzen musste.
zur reinigung:
habe den geber ausgebaut und alle oeffnungen des tanks provisorisch gestopft. bei der werft wurde der tank dann ein wochenende lang in regelmaessigen abstaenden mit konzentrierter salzsaeure gespuelt mit langen einwirkzeiten (sandstrahlen o.ae. ist aufgrund der inneren schwallbleche nicht moeglich). nach diesen prozeduren blieb am ende ein guter eimer dreck und schlamm aus dem tank als resultat. daneben wurden im tank diverse kleinteile eines aelteren tankgebers gefunden
der tank war danach von innen quasi blank - habe ihn in diesem zustand dann eingebaut...
noch ein wort zur konservierung:
diese ist nur bei begehbaren(!) tanks ueblich, da bei kleineren tanks nicht gewaehrleistet ist, dass die benetzung von innnen vollstaendig erfolgt und sich die konservierungsschicht so ggf. wieder loesen kann....
die beste konservierung ist eh ein gut gefuellter tank (bootsfahrer-weisheit)...
zu den kosten:
ausbau/einbau habe ich selber gemacht - aufwand vertretbar.
die reinigung des tanks als solches konnte ich (wie hier im norden noch vielfach ueblich) in 'naturalien' (also fluessigem) begleichen, so fiel auch dieser teil noch recht guenstig aus
soviel zur tankreinigung....
gruss
joern <<
ps: kann gut sein, dass die scheiben aus messing sind statt aus kunststoff....
Re: Benzinpumpe??
Verfasst: Di 27. Mai 2003, 20:23
von idee
Hallo Zusammen,
vielen Dank für die zahllosen Hilfestellungen. Echt super wie Ihr Euch um "noch-nicht-Mitglieder" kümmert (ich das Formular zwar schon ausgefüllt, aber noch keine Bestätigung oder so erhalten).
Werde am WoEnde Mal an die Sache rangehen, habe jetzt ja schon einige Anregungen was ich überprüfen bzw. tun kann. Was haltet ihr eigentlich von einem Rückschlagventil in der Benzinleitung? Man könnte damit vielleicht verhindern daß der Vergaser leer läuft (bei längeren Standzeiten)
Re: Benzinpumpe??
Verfasst: Di 27. Mai 2003, 21:44
von MenrathU
Moin Jörg,
der Vergaser läuft nicht leer, sondern der Kraftstoff in der Schwimmerkammer verdunstet. Dagegen hilft auch kein Rückschlagfilter. Oder aber es bilden sich Dampfblasen mit dem Symptom, dass Madame nicht sofort anspringen möchte, nachdem sie etwa eine viertel bis halbe Stunde mit warmem Motor gestanden hat. Hiergegen gibt es Dampfblasenabscheider, über die vor einigen Monaten in Oldtimer Markt zu lesen war.
Beste Grüße
Uwe
Re: Benzinpumpe??
Verfasst: Mi 28. Mai 2003, 09:09
von joepoppe
hallo bernhard (sued),
mit meinem eintrag (s.o.) wollte ich natuerlich nicht irgendeinen juergen ansprechen, sondern in der tat DEINE frage beantworten....
gruss
joern <<