123, Zündkabel, Anspringen und Antworten
Verfasst: Sa 21. Okt 2006, 10:48
Hallo,
sonst habe ich immer Fragen, jetzt habe ich auch mal ein/zwei Antworten (auf vielleicht ungestellte Fragen).
Nachdem ich meine DS in letzter Zeit mehr im Stadtverkehr bewegen mußte, muckte sie plötzlich. Kaltstart war OK, aber komischerweise ging sie nach ca. 3km jedesmal wieder aus, startete dann nach kurzer Pause, lief aber wieder nur 500m. Man kommt auf diese Weise nicht besonders weit. Komischerweise war es nachmittags problemlos, als ob nichts gewesen wäre.
Ich habe als erstes gepüft, ob Benzin bis zum Vergaser kommt = OK.
Dann mal Zündkabel von Zündspule abgezogen und das Ende an Masse gehalten = es funkt.
Dann mal Zündkerzenkabel an Masse gehalten = es funkt nicht mehr - AHA: Fehler liegt dazwischen
Ich habe gleich meine 123 in Verdacht gehabt, habe sie gegen einen originalen Verteiler getauscht, die Verteilerkappe aber belassen. Ein Tag ging es gut, der nächste war dann wieder gleiches Problem. Diesmal Verteilerkappe getauscht, es ging wieder, aber sie lief wie ein Sack Nüsse. Ich machte Tabularasa und bestellte Zündkabel und Verteilerkappe neu.
Beim vergleichenden Messen von neu zu alt kam erstaunliches zu Tage. Die neue Verteilerkappe hatte am Mittelkontakt 0 Ohm, die Kabel habe alle 2 KOhm. Die alten hatten alle 10-11 KOhm, ebenso der Kohlestift des Verteilerkontaktes.
Und so geht der Zündfunke dahin. Alles neu eingebaut, auch die 123 wieder eingesetzt und läuft wie zu ihren besten Zeiten.
Diesen Hinweis gab es schon einmal hier im Forum, aber keiner tauscht einfach aus Verdacht mal einen Satz Kabel (Preis lächerliche 19€ für die originalen Bougicol, besser die wegen der Entstörung), aber ich kann zumindest eine Messung empfehlen. Seit ich die neuen Teile drin habe, springt sie auch besser an. Die morgendliche Orgelphase nach einer Nacht, die ich auf das Fördern der Benzinpumpe geschoben hatte, gibt es nicht mehr. Sie springt auf Schlag an!
Als nächsten Schritt habe ich jetzt die Zündspule ersetzt, um die Resourcen der 123 besser zu nutzen. Der Vorwiderstand der Zündspule ist aus meiner Sicht hauptsächlich dafür da, ein Durchbrennen derselben beim Vergessen des Ausstellens der Zündung zu verhindern. Auch deshalb hat sie selbst auch einen etwas höheren Widerstand (1,8 Ohm). Beides geht zu Lasten der Stärke des Zündfunkens. 123 empfiehlt auf seiner Webseite originale Zündspule oder welche mit nicht weniger als 1 Ohm. Ich habe eine Zündspule gekauft, die für Transistorzündspulen geeignet ist, sie hat 1,3 Ohm (moderne habe sogar um die 0,5 Ohm, aber steuert auch ein komplettes Motormanagement die Ladung und Entladung). Das reduziert die Verluste und gibt einen stärkeren Zündfunken. Die originalen Teile fahre ich aber mal zur Vorsicht spazieren, man weiß ja nie. Allerdings alte Schrauberweißheit - was man dabei hat, geht nie kaputt
Ciao
Eric
sonst habe ich immer Fragen, jetzt habe ich auch mal ein/zwei Antworten (auf vielleicht ungestellte Fragen).
Nachdem ich meine DS in letzter Zeit mehr im Stadtverkehr bewegen mußte, muckte sie plötzlich. Kaltstart war OK, aber komischerweise ging sie nach ca. 3km jedesmal wieder aus, startete dann nach kurzer Pause, lief aber wieder nur 500m. Man kommt auf diese Weise nicht besonders weit. Komischerweise war es nachmittags problemlos, als ob nichts gewesen wäre.
Ich habe als erstes gepüft, ob Benzin bis zum Vergaser kommt = OK.
Dann mal Zündkabel von Zündspule abgezogen und das Ende an Masse gehalten = es funkt.
Dann mal Zündkerzenkabel an Masse gehalten = es funkt nicht mehr - AHA: Fehler liegt dazwischen
Ich habe gleich meine 123 in Verdacht gehabt, habe sie gegen einen originalen Verteiler getauscht, die Verteilerkappe aber belassen. Ein Tag ging es gut, der nächste war dann wieder gleiches Problem. Diesmal Verteilerkappe getauscht, es ging wieder, aber sie lief wie ein Sack Nüsse. Ich machte Tabularasa und bestellte Zündkabel und Verteilerkappe neu.
Beim vergleichenden Messen von neu zu alt kam erstaunliches zu Tage. Die neue Verteilerkappe hatte am Mittelkontakt 0 Ohm, die Kabel habe alle 2 KOhm. Die alten hatten alle 10-11 KOhm, ebenso der Kohlestift des Verteilerkontaktes.
Und so geht der Zündfunke dahin. Alles neu eingebaut, auch die 123 wieder eingesetzt und läuft wie zu ihren besten Zeiten.
Diesen Hinweis gab es schon einmal hier im Forum, aber keiner tauscht einfach aus Verdacht mal einen Satz Kabel (Preis lächerliche 19€ für die originalen Bougicol, besser die wegen der Entstörung), aber ich kann zumindest eine Messung empfehlen. Seit ich die neuen Teile drin habe, springt sie auch besser an. Die morgendliche Orgelphase nach einer Nacht, die ich auf das Fördern der Benzinpumpe geschoben hatte, gibt es nicht mehr. Sie springt auf Schlag an!
Als nächsten Schritt habe ich jetzt die Zündspule ersetzt, um die Resourcen der 123 besser zu nutzen. Der Vorwiderstand der Zündspule ist aus meiner Sicht hauptsächlich dafür da, ein Durchbrennen derselben beim Vergessen des Ausstellens der Zündung zu verhindern. Auch deshalb hat sie selbst auch einen etwas höheren Widerstand (1,8 Ohm). Beides geht zu Lasten der Stärke des Zündfunkens. 123 empfiehlt auf seiner Webseite originale Zündspule oder welche mit nicht weniger als 1 Ohm. Ich habe eine Zündspule gekauft, die für Transistorzündspulen geeignet ist, sie hat 1,3 Ohm (moderne habe sogar um die 0,5 Ohm, aber steuert auch ein komplettes Motormanagement die Ladung und Entladung). Das reduziert die Verluste und gibt einen stärkeren Zündfunken. Die originalen Teile fahre ich aber mal zur Vorsicht spazieren, man weiß ja nie. Allerdings alte Schrauberweißheit - was man dabei hat, geht nie kaputt
Ciao
Eric