Kurbelwelle schleifen, Probleme
Verfasst: Mi 27. Sep 2006, 22:03
Hi,
heute abend hab ich mal ne diffizile Frage zur KW-Restauration. Ich nehme an, das die DS die gleiche Konstruktion hat wie der SM, jedenfalls erinnere ich mich daran ungefähr so.
Also: Problem: Hauptlager schleifen lassen, nach Lagerfrass. Ich hab inzwischen alle anderen Troubles beiseite räumen können, die Welle ist also endlich einspann- und schleifbar.
Betrachten wir das vorderste Hauptlager. Damit der Motor schön kurz ist, ist sein äusserer Rand KW-seitig gleich die Anlauffläche der ganzen Kurbelwelle.
Wenn nun das Hauptlagerschleifen erledigt ist, dann ist ja die Lagerfläche an sich etwas tiefer, als sie vorher war, relativ zu den Wangen der KW gesehen.
Klar, es wird ja Material abgetragen, der Zapfen ist kleiner danach.
Damit ist die Hohlkehle auch nicht mehr intakt, sie hat dann eine Stufe zur waagerechten Seite hin. Jetzt geht man hin, und schleift per Gerät die Hohlkehle nach. Soweit, alles gut.
ABER das Problem taucht vorn an der Stirnfläche auf, an der das Axialspiel der Welle eingestellt wird. Dort liegen ja beim SM 2 Halbschalen, so C- Förmige Dinger, im Block, und deren Dicke ist so gewählt, das ein bestimmtes Axialspiel eingehalten wird. Okay.
Mein Instandsetzer sagt nun, wenn er die Hohlkehle da vorn neu herstellt, nach dem Schliff von A auf B - Mass, dann muss er auch leider ein wenig in die Senkrechte schleifen, klingt logisch, und damit trägt er so 5/100 von der Fläche ab, die das Axialspiel Kurbelwellenseitig begrenzt. Er fährt vermutlich eine Schleifscheibe, einen Stein, da waagerecht dran, und der stellt die Kehlung wieder her. Wenn das ohne Stufe sein soll, dann muss er bis an die Senkrechte herangehen.
Das heisst, ich bräuchte demnach auch noch Übermass- Halbschalen. Die sind nur nicht mehr so einfach zu kriegen, und kosten auch gut 100 Euro.
FRAGE: WIE kann er die Hohlkehle erneut wieder herstellen, ohne die senkrechte Fläche zu verändern ? Klar, Gauss würde sagen, einfach infinitesimal dicht rangehen mit dem Schleifstein, aber der Instandsetzer wird sagen, Gauss, na klar, mit normalverteilter Wahrscheinlichkeit fräse ich in die Welle zu tief rein, die Tiefe ist der Erwartungswert, also das Integral über die Glocke
Hülfä !
Carsten
heute abend hab ich mal ne diffizile Frage zur KW-Restauration. Ich nehme an, das die DS die gleiche Konstruktion hat wie der SM, jedenfalls erinnere ich mich daran ungefähr so.
Also: Problem: Hauptlager schleifen lassen, nach Lagerfrass. Ich hab inzwischen alle anderen Troubles beiseite räumen können, die Welle ist also endlich einspann- und schleifbar.
Betrachten wir das vorderste Hauptlager. Damit der Motor schön kurz ist, ist sein äusserer Rand KW-seitig gleich die Anlauffläche der ganzen Kurbelwelle.
Wenn nun das Hauptlagerschleifen erledigt ist, dann ist ja die Lagerfläche an sich etwas tiefer, als sie vorher war, relativ zu den Wangen der KW gesehen.
Klar, es wird ja Material abgetragen, der Zapfen ist kleiner danach.
Damit ist die Hohlkehle auch nicht mehr intakt, sie hat dann eine Stufe zur waagerechten Seite hin. Jetzt geht man hin, und schleift per Gerät die Hohlkehle nach. Soweit, alles gut.
ABER das Problem taucht vorn an der Stirnfläche auf, an der das Axialspiel der Welle eingestellt wird. Dort liegen ja beim SM 2 Halbschalen, so C- Förmige Dinger, im Block, und deren Dicke ist so gewählt, das ein bestimmtes Axialspiel eingehalten wird. Okay.
Mein Instandsetzer sagt nun, wenn er die Hohlkehle da vorn neu herstellt, nach dem Schliff von A auf B - Mass, dann muss er auch leider ein wenig in die Senkrechte schleifen, klingt logisch, und damit trägt er so 5/100 von der Fläche ab, die das Axialspiel Kurbelwellenseitig begrenzt. Er fährt vermutlich eine Schleifscheibe, einen Stein, da waagerecht dran, und der stellt die Kehlung wieder her. Wenn das ohne Stufe sein soll, dann muss er bis an die Senkrechte herangehen.
Das heisst, ich bräuchte demnach auch noch Übermass- Halbschalen. Die sind nur nicht mehr so einfach zu kriegen, und kosten auch gut 100 Euro.
FRAGE: WIE kann er die Hohlkehle erneut wieder herstellen, ohne die senkrechte Fläche zu verändern ? Klar, Gauss würde sagen, einfach infinitesimal dicht rangehen mit dem Schleifstein, aber der Instandsetzer wird sagen, Gauss, na klar, mit normalverteilter Wahrscheinlichkeit fräse ich in die Welle zu tief rein, die Tiefe ist der Erwartungswert, also das Integral über die Glocke
Hülfä !
Carsten