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Wie lange...

Verfasst: Do 23. Jun 2005, 21:00
von Simon
... dauert es bei einem neuwertigen,tadellos arbeitenden hydropneumatischen System,bis sich das " Fahrzeug D " aus drucklosem Zustand in seine Fahrposition hebt? Wie lange bleibt es gleichermaßen oben,wenn man bei abgestellter Druckquelle keine hydraulisch unterstützte Funktion betätigt?
Diese Generalfrage habe ich schon lange " auf der Pfanne " !! Danke vorab für Eure Antworten :o) Beste Grüße von Simon!!

Re: Wie lange...

Verfasst: Do 23. Jun 2005, 22:23
von jukeboxfields
Hallo Simon,
meine DS 19 von 1965 braucht so zirka 10 - 15 Sekunden! Also besser bei Banküberfällen den Motor laufen lassen! Stefan

Re: Wie lange...

Verfasst: Do 23. Jun 2005, 22:27
von Jint Nijman
Also wenn das System wirklich drucklos ist, weil man die Schraube am Regler gelöst hat, d.h. nicht einfach nach eine Nacht ruhe, dann dauert es meine Erfahrung nach deutlich länger, oder?

Jint Nijman

Re: Wie lange...

Verfasst: Do 23. Jun 2005, 22:40
von Matthias Gebauer
Es wurde hier schon geschrieben, dass einige D's laenger als 24h Stunden oben bleiben. - Ich konnte das nie glauben, aber vielleicht ist das nur der Neid des Mittelmaßes...

Nach Standzeiten ueber einer Woche braucht mein Wagen bestimmt 30 sec im Leerlauf um hochzukommen.

Gruss

Matthias

Re: Wie lange...

Verfasst: Fr 24. Jun 2005, 00:32
von Robert Kruse
Wenn die restliche Hydraulik nicht völlig rott ist, hängt die Zeit zum Hochkommen nur vom Zustand der Pumpe und von der Leerlaufdrehzahl ab. Ein Halbautomat wird dank höheren Leerlaufs nicht so lange brauchen wie ein manuell geschaltetes Auto. Auch der Choke hat Einfluss. Ich habe es noch nie gestoppt, aber ich gebe auch immer etwas Gas, um die Angelegenheit zu beschleunigen. Kann man sich auch ausrechnen, die Fördermenge der Pumpe pro Umdrehung ist ja definiert. Das Obenbleiben ist komplexer, hatten wir hier ja schonmal, und hängt mit den Druckverhältnissen am Sicherheitsventil zusammen, so man ein neueres Auto hat.

Grüsse
Robert

Re: Wie lange...

Verfasst: Fr 24. Jun 2005, 07:37
von Martin K.
Die Diskussion ist so alt wie die DS und eigentlich ziemlich müßig. Wie schon oben richtig beschrieben, hängt das von zu viel Faktoren ab. Auch die Außentemperatur spielt eine Rolle und auch, ob es LHS oder LHM ist. Die Zahl der Aggregate is ebenso ausschlaggebend wie deren Verschleiß.
Kurz: Es gibt keinen Richtwert, an den man sich halten kann.
Wenn das Fahrzeug völig drucklos ist (Tiefststellung und/oder geöffneter Regler), dann dar es ruhig eine Minute dauern, bis es sich hebt. Ansonsten müsste sich nach dem Anlassen ziemlich schnell was tun (10 bis 20 Sekunden).
Eine ID/DS, die in Normalstellung 24 Stunden oben bleibt, verweise ich ins Reich der Fabel (hoffentlich lag der Besitzer nicht noch drunter!).
Grüße
Martin

Re: Wie lange...

Verfasst: So 26. Jun 2005, 02:22
von Til
Ich merke insbesondere einen deutlichen Unterschied zwischen einfach nur abgesunken und vorher in Tiefststellung gewesen - das liegt wahrscheinlich daran, dass man beim Bewegen des Hebels von Tiefst- auf Normalstellung erst mal die Schieber in den Hoehenkorrektoren gegen den Wiederstand der Dash-Pots von vollem Auslass in Einlassstellung bringen muss. Wer wissen will, wie die Franzosen mit diesem Thema umgingen (zumindest mit Dienstwagen), sollte sich den Chakal ansehen (also den alten, nicht den mit Bruce Willis :-) - Til

PS: Und immer dran denken: wenn viel Luft im System ist, bleiben die Damen laenger in Hoechststellung - das wirkt dann wie ein Riesendruckspeicher und hat z.B. bei meiner DS (67HA) bei der Restaurierung zum Verbleiben in Hoechstellung ueber mehrere Tage gefuehrt - das ist jetzt alles schon lang normal - will sagen: lange oben bleiben ist auch nicht immer ein gutes Zeichen ;-)

Re: Wie lange...

Verfasst: So 26. Jun 2005, 19:20
von Robert Kruse
Hallo Til,

der Unterschied im Hochpumpen aus Tiefststellung und aus "einfach nur abgesunken" (übrigens ein schöner Ausdruck, fällt mir gerade auf: Wie fühlst Du Dich? - Einfach…) besteht darin, dass sich aufgrund des geschlossenen Sicherheitsschiebers bzw. der Rückschlagventile noch ein Restdruck und eine Restmenge LHS/M im Federungskreislauf befindet. Die Pumpe muss dann einfach weniger "neue" Flüssigkeit in den Federungskreislauf befördern. Du kannst das auch schön an der Anzeige vorne am Flüssigkeitsbehälter sehen, wenn Du beim einfach nur abgesunkenen Fahrzeug den Höhenversteller auf Tiefststellung bringst, dann steigt der Pegel im Behälter sofort an. Die Erfahrung mit der Luft im System nach Reparaturarbeiten habe ich auch gemacht. Es dauert nach meiner Beobachtung etwa 200 km, bis man das System realistisch beurteilen kann.

Viele Grüsse
Robert
(nach einem Tag in der Werkstatt einfach nur…)

Re: Wie lange...

Verfasst: Di 30. Aug 2005, 00:57
von Simon
Hallo Martin,deshalb bezog sich meine Anfrage ja auch auf ein hydropneumatisches System im NEUZUSTAND!Also : Fahrzeug D abends ganz normal abgestellt und morgens gestartet.Nach welcher Zeit sollte es sich bei - sagen wir 1000/min Motordrehzahl - anheben?Bei meinem DS dauert es im Leerlauf jedenfalls recht lange. Beste Grüße ... Simon

Re: Wie lange...

Verfasst: Di 30. Aug 2005, 01:05
von Robert
Hallo Simon,

über nacht abgestellt brauchen meine Autos ca. 30 sec., bis sie fahrbereit sind, d.h. der Regler zum ersten Mal abstellt.

Gruss
Robert