Seite 1 von 1
Einstellung der Lenksäule zur Lenkung
Verfasst: Sa 14. Mai 2005, 18:56
von MenrathU
Moin,
vielleicht ergänzend zum Drucküberschneidungs-Thread weiter unten folgendes: Die Kerbverzahnung an der Servolenkung zur Aufnahme der Lenksäule - im Werkstatthandbuch "Führungsritzel" genannt - hat drei Einstiche mit kreisbogenförmigem Querschnitt. Sie sind für die Klemmschraube am unteren Ende der Lenksäule gedacht. Welcher dieser drei Einstiche ist eigentlich der korrekte? Also - in welcher axialen Position muss die Lenksäule montiert werden?
Re: Einstellung der Lenksäule zur Lenkung
Verfasst: Sa 14. Mai 2005, 20:36
von Robert Kruse
Hallo Uwe,
die drei Einstiche sind eine Einstellmöglichkeit. Korrekt ist, was passt, soll heissen, richtig ist die tiefste Stellung, in der das Lenkrad noch nicht an der Rosette (beim 2. Armaturenbrett, wie es beim dritten ist, weiss ich nicht) schleift.
Grüsse
Robert
Re: Einstellung der Lenksäule zur Lenkung
Verfasst: Sa 14. Mai 2005, 22:50
von Martin K.
Hallo!
Prinzipiell ist es beim dritten Armaturenbrett genau so - es darf halt nix schleifen. Wieder ein schönes Beispiel für die Toleranzen bei den D-Modellen

Grüße
Martin
Re: Einstellung der Lenksäule zur Lenkung
Verfasst: Sa 21. Mai 2005, 02:15
von Til
Und wenn's genau sein soll, gibt's (zumindest fuer Autos mit dem Kochloeffel) noch ein genaues Mass im Rep-Handbuch

) - Til
Re: Einstellung der Lenksäule zur Lenkung
Verfasst: Mo 29. Aug 2005, 11:06
von ...hannes
Nachdem ich den Gummischuh über dem Lenkkopf tauschen muss (trotz vorschriftsmäßiger 122,5mm durchgescheuert), noch eine Frage dazu, die mir bislang keine Reparaturanleitung beantwortet hat:
1) Wie geht es oben entlang der Säule weiter? Oberhalb der Herzscheibe kommt einmal ein Rohr, das mittels einer Feder Druck auf die Säule ausübt. Sollte da auch ein Lenksäulenlager im Rohr sein?
2) Wenn ich dann eine Markierung auf der Kerbverzahnung des Führungsritzels anbringe, um die richtige Position zur Herzscheibe zu markieren, dann kann ich die Säule nach Lösen der Schelle beim oben angeführten Rohr bedenkenlos abziehen, denn die richtige Einstellung des Winkels bzw. der Flucht wird davon nicht tangiert, wenn die Lenkung selbst nie gelöst wurde. Liege ich richtig?
3) Die Lenksäule lässt sich derzeit so gut einen cm (gegen den Federdruck) rausziehen. Wenn ich die Zeichnung des Querschnitts des Lenkkopfes richtig gedeutet habe, gibt es da eine Nadel, die ausgehend von der Drucküberschneidungsstellschraube den Schieber ansteuert. Und eben für diese Nadel sollte angeblich das richtige Spiel bzw. die richtige Federvorspannung von Bedeutung sein. Wie groß sollte das Spiel eigentlich sein?
Danke fürs konzentrierte Mitdenken. Als Newcomer müsste ich an meinen etwas laienhaften Formulierungen noch etwas feilen, damit sie technisch präzise und verständlich werden

lg ...hannes
Re: Einstellung der Lenksäule zur Lenkung
Verfasst: Mo 29. Aug 2005, 11:31
von Pit
Hallo Hannes,
zu 0. Die Gummikappe darf natürlich nirgends scheuern! Falls es der Rahmen ist, musst du die Lenkung wohl eine Kleinigkeit verschieben!
zu 1. Das Lager der Lenksäule befindet sich im Innenraum hinter dem Armaturenbrett (s. Artikel in der letzten HP). Das Rohr stützt sich über die Feder gegen den Innenring (KOnus) dieses Lagers ab.
zu 2. richtig
zu 3. der 1 cm ist etwas viel. Du solltest die Feder stärker spannen, indem du das Rohr weiter nach oben schiebst bis sich die Windungen der Feder leicht berühren. Dazu gibt es ein Spezialwerkzeug aber es geht auch so.
Viel Erfolg
pit
Re: Einstellung der Lenksäule zur Lenkung
Verfasst: Mo 29. Aug 2005, 15:17
von ...hannes
Danke Pit!
Mit dem Verschieben der Lenkung um sagen wir einmal 1-2mm startet aber bereits eine größere Aktion, weil sich damit gleichzeitig die Lenkhebel verstellen - was bedingt, dass auch die Drucküberschneidung neu einzustellen ist...
Derzeit kann ich zwischen Chassisblech und den blanken "Schraubköpfen", die ja eigentlich Stopfen sind, einen ca. 1mm dicken Kartonstreifen durchschieben, es müsste sich also theoretisch gerade ausgehen. Warum trotzdem genau an den Stopfenkappen durchgescheuert, ist mir deshalb noch rätselhaft.
Re: Einstellung der Lenksäule zur Lenkung
Verfasst: Mo 29. Aug 2005, 18:47
von Stephan J.
Wenn die Lenkung unten in einer "falschen" Raste verschraubt ist, kann es sein, dass das Lenkschloss oben nicht mehr einrastet. Das sollte man auch berücksichtigen. Normalerweise sitzt die Klemme wohl in der mittleren Stellung (eine Kerbe sichtbar), an meinem Wagen funktioniert in dieser Position das Lenkschloss aber nicht, es rastet nur ein, wenn die Lenkung in der unteren Stellung verschraubt wird (zwei Kerben sichtbar).
Re: Einstellung der Lenksäule zur Lenkung
Verfasst: Mo 29. Aug 2005, 21:21
von ...hannes
Hallo Stephan! Zur Beruhigung: Bei meiner Lenksäule verhält es sich gleich. 2 Kerbungen sind sichtbar, der Befestigungsbolzen der Schelle geht erst durch die dritte (von insgesamt vier - denke ich) durch. Lenkschloss rastet ein, habe ich es aber demontieren müssen, Schlüssel in eingerasteter Stellung abgedreht
Re: Einstellung der Lenksäule zur Lenkung
Verfasst: Mo 29. Aug 2005, 21:41
von Pit
Hallo Hannes,
wenn du die Lenkung etwas verschiebst ändern sich zwei Dinge:
1. die Stellung der Herzscheibe und die Lenkradstellung zur Geradeausfahrt stimmen nicht mehr. Geradeaus fahren, anhalten, das Lenkrad eventuell eine Kerbe verdreht aufstecken (Speiche bei Geradeausfahrt auf ca. 8 Uhr) und die Herzscheibe so drehen, dass die Rolle in der tiefsten Stelle liegt.
2. der Winkel zwischen Lenkung und Lenksäule. Bei meiner Göttin ist hier ein idealer Winkel von 90° nicht möglich, da die Lenkung zu weit rechts stehen muss damit nichts schleift. Durch diese Schrägstellung ändert sich die Drucküberschneidung. Ob das sich bei 2-3mm auswirkt musst du probieren.
Viele Grüße
pit