Zukunft Auto?
Verfasst: Mi 6. Sep 2023, 16:04
Moin zusammen,
ich hoffe, das Thema kann hier diskutiert werden, auch wenn Oldtimer nur am Rande damit zu tun haben.
Im Forum gibt es ja eine Menge Kommentare, die die derzeitige Autopolitik der Städte und des Bundes kritisieren. Ich wüsste gerne mal, wie denn die alternative Lösung aussehen könnte? Ich habe vor knapp 30 Jahren an einem Seminar aus dem Bereich Technologiefolgenabschätzung zum Thema Verkehrsentwicklung teilgenommen und damals fiel mir dazu nur ein, dass Autofahren keinen Spaß mehr machen darf. Ich weiß, das war nicht besonders kreativ und für mich als Autofahrer auch nicht besonders erbaulich. Mein Eindruck ist, die aktuelle Politk denkt so ähnlich.
Auf der anderen Seite nimmt die Pkw-Anzahl ungebrochen und stetig zu. Um Parkplätze in Städten wird gekämpft, im Zweifelsfall wird in Brandschutzzonen, auf Fahrradwegen und Busspuren geparkt. Die Autos werden immer größer und benötigen immer mehr Platz. Der Trend zum Zweit- oder Drittauto, auch in Städten ist ungebrochen. Bei mir in Wiesbaden stehen immer mehr Camper auf öffentlichen Straßen und werden wochen- manchmal monatelang nicht bewegt. Der Pendelverkehr in und durch die Stadt macht die Rushhour zur Slowhour.
Also was gibt es noch für Lösungen:
Man könnte zumindest in den Alleestraßen die Bäume entfernen und die Straßen auf 6 oder 8 Spuren erweitern. 6 und 8-spurige Straßen haben in den 50ern die Modernisierer in Kassel gebaut, was seinerzeit als vorbildhaft für ganz Europa galt. Später hat das Straßenbild nicht unwesentlich zum Ruf Kassels beigetragen, eine der hässlichsten Städte Deutschlands zu sein.
Man könnte auch eine Hochspur über die bestehenden Fahrspuren bauen, was in der Wirkung vermutlich nicht besser ausfallen würde als die Kassler Lösung.
Beide Lösungen könnten vielleicht beim Durchgangsverkehr helfen, das Parkplatzproblem wäre damit aber immer noch nicht gelöst.
Also werte Freude der alternativen Verkehrspolitik, lasst doch mal hören, wie Ihr das angehen würdet. Das klingt zwar spitz, ist aber wirklich eine Frage, die mich interessiert.
Dabei aber bitte nicht auf den Fahrradfahren und Fußgängern rumhauen. Erstens haben die die gleiche Daseinsberechtigung und zweitens braucht es für oben genannte Probleme keine Fahrradfahrer und Fußgänger, das schaffen die Autos ganz alleine.
Ich freue mich auf Eure sachbezogenen Rückmeldungen.
Gruß Tom
D-Super Bj. 74
ich hoffe, das Thema kann hier diskutiert werden, auch wenn Oldtimer nur am Rande damit zu tun haben.
Im Forum gibt es ja eine Menge Kommentare, die die derzeitige Autopolitik der Städte und des Bundes kritisieren. Ich wüsste gerne mal, wie denn die alternative Lösung aussehen könnte? Ich habe vor knapp 30 Jahren an einem Seminar aus dem Bereich Technologiefolgenabschätzung zum Thema Verkehrsentwicklung teilgenommen und damals fiel mir dazu nur ein, dass Autofahren keinen Spaß mehr machen darf. Ich weiß, das war nicht besonders kreativ und für mich als Autofahrer auch nicht besonders erbaulich. Mein Eindruck ist, die aktuelle Politk denkt so ähnlich.
Auf der anderen Seite nimmt die Pkw-Anzahl ungebrochen und stetig zu. Um Parkplätze in Städten wird gekämpft, im Zweifelsfall wird in Brandschutzzonen, auf Fahrradwegen und Busspuren geparkt. Die Autos werden immer größer und benötigen immer mehr Platz. Der Trend zum Zweit- oder Drittauto, auch in Städten ist ungebrochen. Bei mir in Wiesbaden stehen immer mehr Camper auf öffentlichen Straßen und werden wochen- manchmal monatelang nicht bewegt. Der Pendelverkehr in und durch die Stadt macht die Rushhour zur Slowhour.
Also was gibt es noch für Lösungen:
Man könnte zumindest in den Alleestraßen die Bäume entfernen und die Straßen auf 6 oder 8 Spuren erweitern. 6 und 8-spurige Straßen haben in den 50ern die Modernisierer in Kassel gebaut, was seinerzeit als vorbildhaft für ganz Europa galt. Später hat das Straßenbild nicht unwesentlich zum Ruf Kassels beigetragen, eine der hässlichsten Städte Deutschlands zu sein.
Man könnte auch eine Hochspur über die bestehenden Fahrspuren bauen, was in der Wirkung vermutlich nicht besser ausfallen würde als die Kassler Lösung.
Beide Lösungen könnten vielleicht beim Durchgangsverkehr helfen, das Parkplatzproblem wäre damit aber immer noch nicht gelöst.
Also werte Freude der alternativen Verkehrspolitik, lasst doch mal hören, wie Ihr das angehen würdet. Das klingt zwar spitz, ist aber wirklich eine Frage, die mich interessiert.
Dabei aber bitte nicht auf den Fahrradfahren und Fußgängern rumhauen. Erstens haben die die gleiche Daseinsberechtigung und zweitens braucht es für oben genannte Probleme keine Fahrradfahrer und Fußgänger, das schaffen die Autos ganz alleine.
Ich freue mich auf Eure sachbezogenen Rückmeldungen.
Gruß Tom
D-Super Bj. 74