Da der TÜV die Reflektoren der mitlenkenden Scheinwerfer meiner DSuper 5 bemängelt hat habe ich die getauscht. Nun habe ich folgendes Problem mit den Blinkern. Betätigung des Blinkerschalters lässt die jeweilige Seite in hoher Frequenz blinken. Kein Klacken des guten alten Blinkrelais. Schalte ich die Warnblinker ein, blinkt alles sauber und mit schönem Klacken. Vorher war alles okay. Ich bin ja vorher noch gefahren.
Die 21W Glühlampen sind wieder drin. Masseverbindungen sind da. Ich Rätsel nun.
Klingt nach defekten(m) Leuchtmittel(n) - blinkt alles, wie es soll?
Das Warnblinkrelais arbeitet meines Wissens nach unabhängig vom normalen Blinkrelais.
es blinkt alles wie es soll. Alle 4 Blinker und ganz sauber im Takt. Darum bin ich ja so am rätseln. Die Leuchtmittel sind es dann nicht und das Relais auch nicht
Ich hatte erst vorigen Sommer den ähnlichen Fehler, wobei ein schlechter Massekontakt einer der Blinklampen auszuschließen war, da die Warnblinkanlage ja ganz normal funktionierte. Nach Ausbau des Hitzdrahtrelais wurde ersichtlich, dass die Kontakte der Relaiszunge bereits starke Einbrennspuren aufwiesen. Die Kontaktflächen habe ich mit einem schmalen Streifen 3000er- Schleifpapier wieder blank gemacht (bei der Gelegenheit auch gleich die Kabelanschlüsse geputzt und den Hebelmechanismus mit Vaseline geschmiert) und damit das Problem behoben.
Super Tipp ist das Relais. Mir war echt nicht klar das die Warnblinker ja nachgerüstet sind mit einem extra Relais. Vor 11 Jahren war das ja schon drin. Ich werde mir das Blinkrelais vornehmen. Das sitzt hinter der Klagemauer?
Falls es hin ist habe ich noch eins..
In meinem Fall (Bj.66/67) sitzt das Blinkrelais (Hitzdrahtrelais) direkt im Gehäuse der Blinkerhebelmechanik und ist nach Demontage der Lenkradabdeckung zugänglich.
Es ist da wohl ein Hitzdraht oder ein Bimetall beteiligt.
Leider verstehe ich nicht, wieso sich die Frequenz bei weniger Strom (defekte Birne) erhöht!
Verbiegung oder Dehnung gehen doch dann langsamer.
Hat jemand vielleicht für mich einen Link zu einer Schaltung, damit ich das verstehe?
Beim Ausgangsproblem verstehe ich auch nicht, wie bei höherer Frequenz, also geringerer Stromstärke, alle Blinker normal hall leuchten können.
nur zur Klarstellung: Hier wird jetzt über unterscheidliche Blinkergenerationen gesprochen. Beide funktionieren elektromechanisch.
Es gibt die alte Version bis '68, bei der der Blinkerschalter und Relais eine Einheit bilden (anders gesagt: bei der am Relais der Blinkerschalter schon mit dran ist). Diese sind typischerweise auf 2x 15W ausgelegt und blinken zu langsam (und gerne unter Verlust der akustischen Rückmeldung, also des Tickens) wenn sie fälschlich mit zu großer Leistung (2x21W, also den sonst üblichen Blinkerbirnen) betrieben werden.
Danach kamen die neueren Blinkerschalter mit extra-Blinkrelais (meist Cartier, die Alublechdosen), die für 2x21W gedacht sind. Fällt eine Birne aus blinken sie schneller. Es gibt auch Ausführungen die 4x21W treiben können ohne aus dem Tritt zu kommen (so auch für's Warnblinken).
Von den Cartiers habe ich mal einige alte aus Schlachtautos bekommen und spaßhalber mal durchprobiert. Da waren keine zwei die gleich geblinkt hätten (Frequenz, Verhältnis Hell-/Dunkelphase, Tickgeräusch).
In beiden Fällen wird zur Nachrüstung einer Warnblinkanlage bei F-Importen oft ein extra-Blinkrelais (das halt die 4x21W kann) reingebaut, auch weil das die Verkabelung vereinfacht.
In Torstens Fall in der DSuper5 vermute ich aufgrund der Vorgeschichte Änderungen an der Masseverbindung der vorderen Kotflügel. Entweder kriegen die Blinker nun ihre (Pseudo-)Masse durch die Scheinwerfer, oder die Masseverbindung ist besser als früher aufgrund der sorgfältigen Arbeiten, oder was auch immer...