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Autoreisezug (Autozug) und D-Modell

Verfasst: So 8. Mai 2005, 09:44
von dietmar

Hallo Freunde der luxurioes-gepflegten Fortbewegung 1. Klasse,

Seit Fahrten mit dem Autoreisezug (http://www.autozug.de/) sehr attraktiv geworden sind (Last Minute, anstaendige Preise unter Benzin-Niveau in der Nebenzeit), frage ich mich doch:

Hat jemand Erfahrungen mit D-Modellen auf dem Autoreisezug? Wie funktioniert das, wenn sich die D schlafen legt?

ganz interessiert auf Berichte
/d

PS: Die haben auch Nachtzuege, man schlaeft also waehrend der Fahrt ein und ueberlebt es ganz relaxed.... ;-)

Re: Autoreisezug (Autozug) und D-Modell

Verfasst: So 8. Mai 2005, 11:38
von Schlaule-Joe
Ich fahre sehr gerne Motorrad. Seitdem es aber günstige Motorrad-Anhänger gibt, fahre ich mit einem billigen Auto und nehme das Bike immer im Hänger mit.

Was meint Ihr dazu?


17 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.05 - 11:61

Zug abgefahren?

Verfasst: So 8. Mai 2005, 12:55
von patric
Hallo xy-Joe,

Dies ist das Forum des DS-Club Deutschland. Das Club-Motto lautet: "Hält Niveau". Wir bemühen uns hier seit Jahren ein Gesprächsniveau zu halten, daß den Aufenthalt in diesem so angenehm und informativ wie möglich macht. Du bist noch neu dennoch hast Du bisher kaum eine Möglichkeit ausgelassen bei Anderen einen bitteren Beigeschmack zu hinterlassen - Du bist nicht der Erste der hier in dieser Weise auftritt und ich habe langsam keine Lust mehr mich mit immer neuen Generationen dieser Spezies auseinander zu setzen.

Wenn Du an einer fruchtbaren Disskussion interessiert bist: Herzlich Willkomen! - falls nicht : Zieh' bitte weiter.

Dietmar hat lediglich nach Erfahrungen mit Autoreisezügen gefragt, nicht ob irgendjemand die Existenz und Benutzung von Autoreisezügen für sinnvoll hält. Hast Du irgenwelche Erfahrungen damit, dann äußere sie - hast Du keine dann ist dieses Thema eben für Dich nicht relevant. Es muß erlaubt sein nach Erfahrungen anderer zu fragen, ohne dafür verscheißert zu werden.

Re: Autoreisezug (Autozug) und D-Modell

Verfasst: So 8. Mai 2005, 15:04
von Bernhard (Süd)
Danke, Patric,

für die klaren Worte. Ich denke, Du sprichst im Sinne aller DS-Freunde.

Gruß. Bernhard

Re: Autoreisezug (Autozug) und D-Modell

Verfasst: So 8. Mai 2005, 15:20
von Frank R.
Hallo Patric,

Deinen Worten ist nichts hinzuzufügen. Vielleicht sollte es wirklich nur registrierten Usern möglich sein, Beiträge zu schreiben. Habe nichts gegen Auseinandersetzungen und klare Worte - möchte aber wissen, von wem sie sind.

Gruss
Frank

Re: Autoreisezug (Autozug) und D-Modell

Verfasst: So 8. Mai 2005, 18:50
von Michael Klette
Also,Du solltest darauf achten,dass die DS auf einer geraden Rampe reist,also möglichst keine geknickten Rampen oder Übergänge an den Kupplungen nutzen.Früher gabs mal dicke Gummiklötze bei der Bahn,die wurden einfach unter die Wagenheberaufnahmen gesetzt und der Fahrer mußte das Niveau runter setzen.Ich bezweifle allerdings,ob es das noch gibt.
Sieh zu,dass der Wagen nie ganz vorne steht,denn beim Bremsen setzen sich feinste Metallspäne im Lack fest.Das war hier glaube ich sogar schon mal Thema.Ansonsten spricht nichts gegens Bahnreisen,ganz im Gegenteil.
Grinsen ist auch erlaubt,denn alle Fliegen bleiben draußen.
Gruß Michael

Re: Autoreisezug (Autozug) und D-Modell

Verfasst: So 8. Mai 2005, 21:35
von Matthias Gebauer
Es gab hier auch mal den Hinweis auf Stromabnehmerabbrand, der den Lack angeblich versauen kann (Ob's stimmt kann ich mangels Erfahrung nicht sagen).
Bei den Transportzuegen der Automobilhersteller duerfte das uninteressant sein, da die dicke Transportwachsschichten benutzen.
Von daher ist es beim Autoreisezug sicherlich empfehlenswert das Untergeschoss zu nutzen - aber vermutlich wollen das alle (genau aus diesem Grund...)

Gruss

Matthias

Re: Autoreisezug (Autozug) und D-Modell

Verfasst: Mo 9. Mai 2005, 12:39
von roggenfaenger
Hallo Dietmar,

ich war gerade mit dem D-Modell und dem Autoreisezug eine Woche in Südfrankreich (Frankfurt - Avignon).

Fazit: Sehr (!) empfehlenswert.

Im Detail: Wir legen die Strecke nach Südfrankreich möglichst zackig zurück, machen also nicht den Weg dorthin zum Ziel. Das ist mit einem "modernen" Auto vielleicht noch erträglich; in der DS finde ich 1.200 km am Stück nicht mehr sooo dolle. Daher die Entscheidung für den Autoreisezug, da ich unbedingt mit der DS fahren wollte.

Das Einchecken geht herrlich unkompliziert und so gar nicht deutsch: keiner drängelt sich vor; keine Hektik. Das hat mich wirklich überrascht - hier fing der Urlaub schon sehr früh an.

Die Wagen werden äußerlich sichtgeprüft; evtl. Macken, Dellen, Kratzer etc. auf einem Papier vermerkt, das man in Kopie als Beleg ausgehändigt bekommt. Alles, was nach der Fahrt an Schäden dran sein sollte und vorher noch nicht dran war, geht zu Lasten der DB. Dann folgt der Hinweis auf das Abschrauben der Antenne, um Lackschäden zu vermeiden - geht bei der/meiner DS nicht. Also mit einem Lappen und Klebeband auf dem Dach festgemacht.

Man fährt den Wagen selber auf den Waggon; ich habe dabei den Wunsch nach einem unteren Standplatz geäußert, der auch freundlich und problemlos erfüllt wurde. Ich kann zwar nicht exakt bestimmen, warum unten besser sein soll - das hatte/habe ich mir irgendwie eingebildet.

Die Waggons sind leicht nach unten gebogen; ich konnte jetzt jedoch keinen Platz mit einem richtigen "Knick" ausmachen, auf dem die DS aufliegen könnte.

Oben oder unten einen bestimmten Stellplatz zu erhalten, wird sich m.E. schwer bis gar nicht organisieren lassen, da die Platzvergabe an sich nicht organisiert, sondern frei ist.

Die Auffahrt selbst ist eng, aber noch gut machbar. Am Standplatz die DS ganz heruntergelassen, 1. Gang rein, Handbremse angezogen; dann werden vom Zugpersonal vor die vorderen und hinter die hinteren Räder Krallen eingehakt - und fertig.

Man kommt dann noch bis kurz vor Abfahrt des Zuges an den Wagen, um Sachen zu holen / zu verstauen.

Die Fahrt selber haben wir zu zweit in einem Liegewagenabteilt zugebracht, das wir komplett gebucht hatten. Ich wollte ehrlich gesagt nicht "irgendwelche" Leute in dem engen Abteil unten oder neben mir haben; das war mit den Aufpreis von ca. 150 EUR für hin und zurück wert. Die im Ticketpreis enthaltene Verpflegung ist so la la; der eigene Picknickkoffer mit Rotwein & Co. hat hier für mehr Stimmung gesorgt. Schlafen geht gut, wenn auch (wahrscheinlich) nicht ganz so ruhig wie im heimischen Bett ;-). Ansonsten vergeht die Zeit zackig.

Ankunft in Avignon war nach ca. 12 Stunden; morgens um 6:30 Uhr. Hier zeigten sich dann die einzigen organisatorischen Schwächen: die Waggons mit den Wagen werden zu einem anderen als dem Hauptbahnhof Avignon gebracht; zu diesem Bahnhof geht es mit einem Shuttle-Bus. Wenn dieser Shuttle-Bus allerdings nicht kommt, steht man erstmal blöd in der Gegend herum - und das eine gute Stunde. War aber hoffentlich eine Ausnahme.

Madame hat keinen Schaden genommen; das 'runterfahren vom Wagen ist eine Sache von wenigen Minuten. Der Urlaub kann beginnen, wobei ein ganzer Tag jeweils für Hin- und Rückfahrt auf der Autobahn "gespart" ist und zusätzlich vor Ort zur Verfügung steht. Ein echtes Plus.

Das gleiche dann auf dem Weg zurück, wobei sich hier eine gewisse gallische Dickköpfigkeit gezeigt hat: Zeitgleich mit mir ist ein Motorrad angekommen, das zuerst auf den Waggon gewunken wurde. Mein Problem: Ich mußte jetzt solange warten, bis ein zweites Motorrad kommt, da immer zwei Motorräder in einer Reihe stehen. Tja, und es hat nur noch eins gefehlt. Und das kam nicht. Also stand ich eine geschlagene Stunde mit Madame vor dem Waggon, bis die offizielle Beladezeit abgelaufen war und ich dann auch endlich mal auffahren konnte - und nur in größerer Hektik den letzten Shuttle-Bus erreicht habe. Das hätte man besser machen können.

Aber dennoch und wie geschrieben - sehr empfehlenswert; wir werden es wieder so machen.

Wenn Du willst, kann ich Dir gerne auch ein paar Bilder von MAdame auf dem Autozug mailen oder/und weitere Fragen beantworten.

Grüße
Michael


Re: Autoreisezug (Autozug) und D-Modell

Verfasst: Mo 9. Mai 2005, 21:28
von dietmar
Hallo Michael,

vielen Dank fuer Deinen tollen, ausfuehrlichen Bericht ueber Madame, Madame und ein paar zackig vergangene Stunden an Bord des Autozuges! Du hast meine Erwartungen klar uebertroffen.

Madame D scheint sich also recht wohl zu fuehlen auch ohne die sicher hilfreichen Gummikloetze.

Ebenso teile ich das Vorurteil, 1200km und mehr am Stueck seien einfach nervig. Oft genug gemacht, kein Bedarf mehr.

Ich freue mich schon auf meine naechste Fahrt mit dem sanft ratternden Nervenschoner und dem grossen D.

Viele Gruesse und die besten Wuensche!!
/d

Re: Autoreisezug (Autozug) und D-Modell

Verfasst: Mo 9. Mai 2005, 21:38
von Matthias Gebauer
Hallo Michael,

was hat Dich denn der ganze Spass gekostet? Und wie stand es mit der Terminverfuegbarkeit? Deine Beschreibung klingt verlockend. Franzoesische Autobahnen koennen soooo schnurgerade und langweilig sein, dass einem da auch die DS keinen Kick mehr gibt.

Gruss

Matthias