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Weit vor dem Kauf ...

Verfasst: Mo 5. Apr 2021, 08:43
von Zwielicht
Liebe Forengemeinde,

ich hoffe ich bin hier richtig! Wenn nicht: Entschuldigung!

Zunächst zu mir: Ich bin neu hier. Ich habe (noch) keine DS. Aber mich fasziniert dieses Auto schon immer. Naja, wenigstens schon sehr lange. Und nun ist in den letzten Wochen und Monaten der Wunsch in mir gereift: Ich möchte unbedingt eine DS! Momentan habe ich außer Informationen sammeln (Bücher und Internet durchlesen) noch keine weiteren Aktionen losgetreten. Das Kind spielt also noch weit vom Brunnen entfernt.

Ich mag Technik und ich glaube damit (auch Oldtimer) umgehen zu können. Aber ich bin kein Schrauber! Ich habe weder einen hierfür passenden Beruf gelernt, noch habe ich bisher an alten Autos geschraubt oder gebastelt. Ich habe weder passendes Werkzeug noch passende Fachliteratur. Ich habe neben meinem Häuschen nur 2 nicht überdachte Stellplätze und eine Garage am anderen Ende der Stadt. Ich glaube zwar einen Oldtimer seinem Alter entsprechend bewegen, hegen und putzen zu können, aber Reparaturen, die über wirklich kleinere Schraubereien hinausgehen, kann ich nicht ausführen.
Ich habe seit fast 26 Jahren einen nunmehr 36 Jahre alten BMW 635CSi (soll nun eventuell etwas schweren Herzens "eingetauscht" werden). Diesen habe ich immer in die BMW-Niederlassung zur Inspektion oder Reparatur gebracht.

Und nun zu meinen Fragen, die mich umtreiben:

Schraubt ihr wirklich alle selbst an euren Autos? Oder gibt es auch welche, die das nicht können oder wollen und ihre DS regelmäßig in andere, fachkundige Hände geben? Dass das Geld kostet weiss ich natürlich. Die BMW-Werkstatt arbeitet auch nicht für umsonst. Daran sollte es nicht liegen.

Liest man die Technik-Seiten dieses Forums oder andere Internet-Blogs, so könnte man meinen, die Freude an einer DS entspingt nahezu ausschließlich dem Schrauben und Basteln. Aber ist sie wirklich so anfällig? Kann man nicht auch "Freude am Fahren" (sorry: besser "Freude am Schweben") haben? Wie oft bleibt ihr auf der Straße liegen und müsst abgeschleppt werden? Auch an meinem alten BMW geht immer mal was kaputt. Das liegt in der Natur der Dinge. Aber ich bin nie draußen liegen geblieben. Es hat sich immer irgendwie angekündigt und konnte dann beim nächsten Werkstatttermin behoben werden. Oder der Mechaniker hat es schon vorher rechtzeitig gesehen und das Problemteil konnte ausgetascht werden.
Die meisten DS dürften ja über 50 Jahre alt sein. Kann man also solch ein Auto auch einigermaßen ruhigen Gewissens zu Kurztrips, Wochenendausflügen oder für den Urlaub benutzen?

Die nächste Frage hängt mit den obigen zusammen:
Gibt es im Raum Leipzig DS-Fahrer? Falls diese nicht zu der Kategorie "Ich mache alles selbst" gehören: In welche Werkstatt bringen sie ihre DS? Und ja, ich habe die Werkstattliste des DS-Clubs gesehen. In Leipzig scheint es keine zu geben. Der eine oder andere Link funktioniert nicht. Die nächste Werkstatt wäre in Rochlitz (über 80km entfernt). Na ja, nicht gerade um die Ecke, würde aber noch gehen. Allerdings sieht die Internetseite eher nach modernem CITROËN und PEUGEOT-Autohaus aus. Von alten DSen steht da nichts. Muß aber nicht heißen, dass sie nicht doch viel Fachkenntniss besitzen. In Berlin würde man sicher fündig werden. Aber das sind 200km. Schon arg weit. Für geplante größere Sachen sicher o.k. Aber wenn es mal irgendwo tropft 200km weit? Wie weit sind "eure" Werkstätten entfernt? Ohne vor dem Kauf eine passende Werkstatt oder jemand, der mir helfen kann zu kennen, müsste ich wohl schweren Herzens das Projekt "DS" aufgeben...

Und noch etwas technisches:
Gibts es Dinge (Ausstattungen, Varianten), die ich als Nichtschrauber (und um die Werkstatt nicht zu überfordern) beim Kauf einer DS meiden sollte? Folgendes habe ich schon zusammengetragen:
- Borg-Warner-Automatikgetriebe (o.k., ist sowieso sehr selten)
- Halbautomat? Fände ich eigentlich gut, wäre schade, wenn mir davon abgeraten würde.
- Klimaanlage (scheint aber auch sowieso sehr selten zu sein)
- Einspritzung? Keine Ahnung!
- LPG? Sowas mag ich eigentlich in einem Oldtimer nicht. Aber es scheint einige DS zu geben, die damit nachgerüstet wurden. Kann man die nicht zurückbauen lassen?
- Motor der DS 23? Habe mal irgendwo gelesen, dass er unter Temperaturproblemen leiden kann...
- Schiebedach (Stahl- oder Faltschiebedach): Fände ich an und für sich nicht schlecht. Aber wie sind eure Erfahrungen? Dichtheit? Windgeräusche?

So. Sorry, ist viel Text.
Danke für eure Antworten!
Schönes Rest-Ostern noch!

Andreas

Re: Weit vor dem Kauf ...

Verfasst: Mo 5. Apr 2021, 10:13
von Laurent (Berlin)
ich bin wie du an der Sache Ende 2017 rangegangen.
Ein Jahr lang ging es gut mit wirklich langen Trips, null schrauben, null reparieren.
Seitdem die berezina, eine gewisse Entfremdung und Scheidungslüste kamen an, und jetzt eine Wende zu einer neuen Liebe.
Seitdem hat sich der Spass vielleicht auch wegen der Pandemie in eine Zweierlei entwickelt: schweben und reparieren. Alles was über das Leben unter der Motorhaube hinaus geht, lass ich machen. In Berlin und Umgebung sind wir mit Citroenisten gut versorgt. Ich habe gelernt dass ohne Zuwendung und ständige Pflege keine Zuverlässigkeit zu erwarten ist. Dabei findet man extrem viele Tutorials (youtube „service the goddess“) - eine Vergaser und Halbautomatik Einstellung traue ich mich zu - und es gibt viel Hilfbereitschaft in der Gemeinde.

um die meiste Kosten zu sparen, würde ich nur ne DS mit intakter MotorKette und ohne Motorauffälligkeiten zusätzlich zu einem rostfreien chassis empfehlen. Am besten mit einem schon renovierten Motor. (die Kette kriegt man nicht ohne Motorausbau gewechselt)

liebe Ostergrüsse nach Leipsch,
Laurent

Re: Weit vor dem Kauf ...

Verfasst: Mo 5. Apr 2021, 11:25
von uwe.v11
Meine DSuper 5 läuft tatsächlich von Service zu Service ohne Auffälligkeiten und immer.
Die ganzen Schläuche und so sind Original.
Mein DS Cabrio wurde komplett neu aufgebaut und da ist immer mal wieder was.
Vorallem Gummiteile bekommen Risse und die Soße läuft irgendwo weg.
Obwohl das Zeugs vielleicht max 5 Jahre alt ist.
Empfehlung,original,mechanisch nicht auseinandergerupft und kein Einspritzer.
Halbautomatik ist zwar schön ,aber auchhier muß immer mal wieder fein eingestellt werden.
Gruß Uwe

Re: Weit vor dem Kauf ...

Verfasst: Mo 5. Apr 2021, 13:19
von maldini
Hallo Andreas,

grundsätzlich ist der ID/DS ein sehr zuverlässiges Auto.
Wenn, würde ich - wie schon gesagt - zu einem unverbasteltem, einfachen ID (4Gang) Schaltwagen raten - am Besten von vor 1970.

Besser in gut und mehr investieren - Händlerseiten beobachten.

Wenn Du < 5000km/Jahr fahren willst, könntest du mit einer Wartung hinkommen - außer der Reihe der kann aber immer etwas kaputt gehen!
Der Vorteil bei so alten Wagen ist, dass sie häufig auch „defekt“ noch bis in die Werkstatt rollen ...
Hier in NRW gibt es aber auch mehrere gute Werkstätten - das könnte in Sachsen also ein Problem sein.

Bonne Chance!
Karl

PS: ich hab mal alles selbst gemacht - jetzt lass ich die Wartung und Reparatur aber in der Werkstatt machen.
Bastel und schraube ansonsten aber sehr viel am Wagen rum ...

Re: Weit vor dem Kauf ...

Verfasst: Mo 5. Apr 2021, 14:46
von Zwielicht
Vielen Dank für die Tipps! Ich werde sie alle in meine Überlegungen mit einbeziehen.
Was das Auto nicht hat kann nicht kaputt gehen!

Andreas

Re: Weit vor dem Kauf ...

Verfasst: Mo 5. Apr 2021, 19:38
von priusb78
...und der einfachere Rest kann von der Werkstatt schneller repariert werden!
Ich würde Dir ein ID-Modell ab ca. 1968 empfehlen mit Handschaltung und Vergaser.

Kennst Du die Kaufberatung vom DS Club?
Kaufberatung

Auch ganz nett:
Citroën DS

Gruß Thorsten

Re: Weit vor dem Kauf ...

Verfasst: Di 6. Apr 2021, 01:04
von radel56
Lieber Andreas,

Ich kann dir nur von meinen Erfahrungen berichten, die ich mit meiner D Super 5 seit 2012 auf inzwischen 82000 km gesammelt habe. Dein Bild wird vermutlich vollständig, wenn du die Erfahrungen vieler DS-Besitzer sammelst und dir daraus deine Meinung bildest.
Als erstes ist Begeisterung für dieses Auto wichtig. Für das zeitlose Design, für die besondere Technik der Hydropneumatik. Für ihre Eleganz als Gesamtkonzept. Eine DS zu fahren bereitet einen ungeheuren Spaß und sie ist egal wo du bist, immer Anlaß, mit deinen Mitmenschen ins Gespräch zu kommen.
Du brauchst einen gewissen finanziellen Spielraum für die Anschaffung und für die eine oder andere Reparatur. Und bei der Kalkulation rechne auf jeden Fall zum Anschaffungspreis noch einen größeren vierstelligen Betrag hinzu, den du im Laufe der Jahre für verschiedene Arbeiten brauchst. Da du einen 36 Jahre alten BMW hast, kennst du aber diese Überlegungen.
In der Zuverlässigkeit ist eine DS, einen guten technischen Zustand vorausgesetzt, ein problemloses Auto. Damit kannst du durch halb Europa fahren ohne besondere Risiken einzugehen. Wie bei jedem Auto kann es aber auch zu einem Schaden kommen, der nur durch Abschleppen in eine Werkstatt behoben werden kann. Bei Autos mit einem Alter von 46 bis 66 Jahren mit Laufleistungen über 100.000 bzw. über 200.000km kommt das halt vor, ist aber sehr selten.
Eine Werkstatt, um an der DS größere Arbeiten durchführen lassen zu können, ist von Vorteil. Aber es gibt viele in Deutschland, es gibt sehr gute darunter mit großer Erfahrung und, besonders wichtig, es gibt noch eine sehr gute Ersatzteilversorgung. Zum großen Teil gibt es Teilehändler, aber viele Teile bekommst du auch aus Verkäufen von Lagerauflösungen oder durch die bekannten Internetplattformen.
Die DS braucht natürlich häufiger technische Wartung als ein modernes Auto. Der Ölwechsel wird alle 5000km empfohlen, das Abschmieren an bestimmten Stellen ebenso. Wer aber die Technik immer in Ordnung hält, hat mit einer DS ein zuverlässiges Auto, das beim Fahren und darüber hinaus sehr viel Spaß macht.
Ein paar Beispiele, wo ich mit meiner DS schon war: mit dem Wohnwagen u.a. an der Côte d‘Azur, an der französischen Atlantikküste, in Paris, in York/England und in Südwestengland. Ohne Wohnwagen machte ich eine dreiwöchige Reise über 6500km durch Frankreich, Nordspanien nach Lissabon und zurück über Barcelona und Lyon nach Hause ohne jegliches Problem.
Deine Anmerkung „Was das Auto nicht hat, kann nicht kaputt gehen“ trifft auch auf eine DS zu. Eine ID oder D Special, D Super oder D Super 5 hat weniger drin und dadurch weniger Schadensquellen. Andererseits ist die Halbautomatik einer DS das Non-Plus-Ultra der Hydropneumatik. Eleganter fahren geht nicht.
Ein letzter wichtiger Punkt einer DS ist die Kommunikation im Forum und bei den Stammtischen, die es irgendwann auch wieder geben wird. Dort findet der Austausch statt, von dem man sehr viel lernen und erfahren kann.
Ich wünsche dir nun viel Erfolg bei deiner Suche und eine glückliche Hand, falls du dich für einen Kauf dieses faszinierenden Autos entscheiden wirst.

Re: Weit vor dem Kauf ...

Verfasst: Di 6. Apr 2021, 13:00
von sandro@graugruenblau
Hi Andreas,

meines Wissens wirst du passable Werkstätten mit Erfahrungen zur DS vermutlich erst in Berlin finden. Alle früher existenten rund um Leipzig, Magdeburg, Jena, Erfurt sind mittlerweile entweder geschlossen oder die (älteren) DS-Mechaniker sind dort nicht mehr anzutreffen. (Die Situation in Dresden und Umgebung kenne ich nicht). Nun bin ich selber kein voller Schrauber-Profi, aber du wärst immer gerne in Jena eingeladen für Tips und Hilfen, nach 20 Jahren mit 4x DS bin ich zumindest nicht ganz unbeleckt.

Mein Ratschlag ansonsten und ein Abriß zu meinem Werdegang: für mich ist meine erste DS eine echte Bauchgefühls-Entscheidung gewesen, die ich nie bereut habe - (gekauft in 30 min in Dresden) - allerdings mußte ich mich über die Jahre schon echt für den Wagen engagieren, was ich am Anfang so nicht gaaanz gedacht hatte. Das ist durchaus vergleichbar als Projekt, wie Kinder zu haben :-) Und meine Belohnung war immer zuerst das Fahren gewesen: ab Frühling mindestens wöchentliche Ausflüge in der Region, die Fahrt am Sonntag früh zum Bäcker, über die Jahre ausgedehnte Touren quer durch Frankreich und bis nach Spanien. Es ist jedes Mal ein erhebendes (sic!) Gefühl, in den Wagen zu steigen und ihn zu starten; stundenlang über Landstraßen zu kurven und selbst nach Sonnenuntergang noch mit offenem Schiebedach dahinzurauschen (grooßes Schiebedach statt Klima!!).
Und selbst in zweiter Linie ein Gewinn: eingangs hatte ich praktisch keine Erfahrungen mit Schrauberei, kein Werkzeug, keinen Plan - und bis heute entspannt mich dies als Hobby neben einem IT-Kopf-Beruf enorm, ich möchte das nicht mehr missen. Meine ersten ca 5 Jahre wäre ich total aufgeschmissen gewesen, wenn unterwegs am Wagen ein Problem aufgetreten wäre: mein Trost war eine ADAC-Mitgliedschaft, die für's Abschleppen gereicht hätte - und jene besitze ich heute noch und mußte sie zum Glück (außer für meinen C6, dem "Null-Fehler-Auto", natürlich auch mitten in Frankreich auf dem Land) noch nie einsetzen. Zwischenzeitlich konnte ich kaum Gepäck im Kofferraum mitnehmen, da er über 2 Werkzeugkisten, jede Menge Schlauchmaterial, Dichtungen, HD-Leitungen, sogar eine Kupplung und Teile für einen Kabelbaum blockiert war. Das Wichtigste im Beifahrer-Fußraum: ein Feuerlöscher (mir ist mehr als 1x eine Sicherung wegen durchgescheuerter Kabel an Blechdurchführungen rausgeflogen. Das Nervigste war mal mitten in der Nacht in der Bretagne eine Fahrt ohne Beleuchtung außer der Warnblinker...) Interessant ist für mich die Erfahrung: über die Jahre entwickelte ich ein Gefühl/ Gespür und häufig einfach ein Gehör, wann bald mal dies oder das ausfallen wird. Beim Auto muß man ja praktisch keine Angst davor haben - es sagt einem schon, wenn tatsächlich etwas kaputt IST. Naja: und durch das Tauschen von diesem und jenem kam am Ende auch die Erfahrung, was denn so passieren kann und wie Abhilfe möglich ist. Zudem rein statistisch bei mir: der Wagen wurde immer zuverlässiger durch die Reparaturen, der Ersatzteilvorrat im Kofferraum immer kleiner. Heute fahre ich mit 1x Werkzeugkiste, solchen Dingen wie Ersatz für Benzinpumpe, Zündkerzen/-kabel, Keilriemen, Hydraulikdichtungen/ Ansaugschlauch, universelle Reparaturmittel für Elektro/ Abdichtungen etc.; und das sehr entspannt und sorgenfrei. Super praktisch: eine Kiste Gummihandschuhe; dann kann man selbst auf dem Weg ins Restaurant folgenfrei eine lose Dichtschelle wieder anziehen.

Also, du siehst schon: meine Empfehlung ist eher die Beschäftigung mit der Technik, um angstfrei typische Probleme selbst und sogar am Straßenrand beheben zu können. Viel fahren, um ein Gefühl zu bekommen. Noch mehr fahren, um Spaß zu haben und dann doch gewisse, anfangs nervige Problemchen wieder vergessen zu können. Bei mir ging es am Ende so weit: mehrere Wagen, um bei größeren Ausfällen (teilweise absichtlichen Dingen wie Restauration etc.) immer einen Wagen für den Fahrspaß am Start zu haben, um den Frust zu überbrücken.

Neugierig oder abgeschreckt :-) ? Wie schon gesagt: fühl dich gerne auch mal nach Jena eingeladen.

Grüße, Sandro

Re: Weit vor dem Kauf ...

Verfasst: Di 6. Apr 2021, 15:07
von Zwielicht
Vielen Dank für die schönen Rückmeldungen und Erfahrungsberichte!
So in etwa hatte ich mir das schon gedacht / gewünscht / erhofft! Alles in allem scheint also eine DS nicht sooo viel anfälliger zu sein, als die meisten anderen Autos in ihrem Alter. In manchen Dingen etwas spezieller, aber das macht ja gerade ihren Reiz aus. 08/15 kann jeder.
Nein, abgeschreckt bin ich eher nicht. Und was soll schlimmsten Falls passieren? Man bleibt liegen. Man stürzt ja nicht ab oder geht unter! Im ADAC bin ich auch. Wir wohnen ja in einer zivilisierten Gegend. Irgendwie wird einem immer geholfen. Und dann hat man Ende auch was zu erzählen!
Und es ist ja auch ein zusätzliches Auto für die Freizeit. Wenn es doch mal länger in die Werkstatt müsste gibt es immer noch das andere Alltagsauto.
Und dann kann ich mir durchaus vorstellen, mich auch langsam und vorsichtig mit einem Maulschlüsselchen an die Technik ranzutrauen! Beim ersten Auseinandernehmen (und wieder zusammenzusetzen ohne ein paar Schräubchen übrig zu behalten) muss man eine gewisse Hemmschwelle überwinden. Um so größer ist am Ende der Stolz es geschafft zu haben.

Ich kenne hier um die Ecke eine Oldtimer-Werkstatt. Da bringe ich seit ein, zwei Jahren meinen BMW hin. Sicher, es ist kein DS-Spezialist (haben sich auf US-Cars spezialisiert, machen aber auch nahezu alle anderen PKW). Die handeln auch mit Oldtimern und hatten (vor Jahren) auch mal eine DS zu verkaufen. Da war ich aber noch nicht so weit. Die werde ich auch mal fragen. Die klassischen Sachen wie Ölwechsel, Bremsfüssigkeitswechel usw. können die bestimmt auch machen. Und wenn es nun nicht gerade 2x im Jahr ist könnte ich mir auch vorstellen (für kompliziertere, aufwendigere Sachen) das Auto zu einem etwas entfernteren Spezialisten (z.B. nach Berlin) zu bringen.

Was ich hier auf jeden Fall mitgenommen habe: So schön wie (funktionierende) Extras wie (Halb-)Automatik, Einspritzung, größerer Motor usw. auch sind: Ich werde eher nach einer einfacheren Variante (ID19/20) Ausschau halten. Zum Glück bin ich aus dem Alter raus, in dem mein Auto 150, besser noch 200PS haben musste!

Nächste Woche bringe ich den alten BMW noch mal in die Werkstatt zur grossen Inspektion. Vielleicht kaufen die ihn mir auch ab? Ansonsten geht es ganz bestimmt danach los: Altes altes Auto verkaufen, neues altes Auto kaufen. Über das Kaufprocedere habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Aber das ist ein anderes Thema (ja, natürlich kenne ich die "Kaufberatung" vom DS-Club :-)). Zu gegebener Zeit würde ich mich hierzu bestimmt noch mal melden!

Also noch mal vielen Dank an alle!

Andreas

Re: Weit vor dem Kauf ...

Verfasst: Di 6. Apr 2021, 16:07
von maldini
Hallo Andreas,

Bremsfüssigkeitswechel ? :-)
Den kannst Du Dir sparen!

Die wagen haben ein Zentralhydraulik für Federung, Sevolenkung und Bremse - das ist schon sehr viel anders und komplexer als bei einem US Oldie ;-)

Grüße Karl