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Stromfluss ohne Verbraucher

Verfasst: Fr 18. Mär 2005, 23:13
von Til
Hallo, nachdem ich nun seit 2 Jahren meine DS (67 HA) beruflich bedingt nur alle 2 Monate bewegen kann und sie bisher immer klaglos zur Verfügung stand, ging vor 3 Tagen gar nichts mehr: platter Reifen (nur zur Ablenkung ;-) und kein Saft mehr in der Batterie (also immer noch genug für die Lämpchen und eine halbe Umdrehung mit dem Anlasser, jedoch nicht mehr).

Naja, nach Auffüllen der Batterie mit Aqua dest. und Überbrücken lief sie wieder und scheint nun auch wieder zu Starten. Zur Abklärung habe ich die Spannung bei laufendem Motor (ca. 3000 U/min) gemessen (knapp 15 Volt, Dynamo scheint somit grob OK) sowie den Stromfluss bei stehendem Motor ohne Verbraucher (5,6mA).

Frage: ist das mit den 5,6mA OK (Uhr, ?) - wenn ich das richtig rechne, sollte eine volle Batterie diesen Stromfluss 2 Monate problemlos überstehen. Gibt es hier irgenwelche Erfahrungswerte?

Til

PS: Ankurbeln war eine nette Übung, allerdings leider völlig erfolglos

Re: Stromfluss ohne Verbraucher

Verfasst: Sa 19. Mär 2005, 00:53
von Uli
Das hört sich ja alles sehr gut an. Nur die 15 V sind an der Obergrenze, aber noch ok. Wie alt ist die Batterie? das könnte das Problem sein.
Gruß Uli

Re: Stromfluss ohne Verbraucher

Verfasst: So 20. Mär 2005, 10:24
von Martin K.
Hallo,

das Alter der Batterie könnte wirklich schon die Ursache sein. Auch bei Billig-Batterien habe ich solche Phänomene beobachtet. Es gibt zwei Abhilfemöglichkeiten: Die gute, teure ist ein Erhaltungsladegerät. Aber nicht so ein billiges, das die Batterie nur zum Dauergasen bringt, sondern ein elektronisch geregeltes wie z.B. von CTEK. Dann springt Dein Auto immer gut an und die Batterie hält sehr lange. Lohnt sich.
Die zweite Möglichkeit ist billig und ganz pragmatisch: Batterie abklemmen (sie entläd sich aber trotzdem, nur langsamer!)

Beste Grüße

Martin

Re: Stromfluss ohne Verbraucher

Verfasst: Mo 21. Mär 2005, 10:14
von Georg
Hallo Til,

wie ich das sehe, kannst Du Deinen Regler zurückdrehen, 15V sind nämlich meines Wissens weit über der Obergrenze - eine Überschreitung von 14,1V Ladespannung kann sensible Akkus schon ruinieren (Dietmar M., bitte um Bestätigung).

Durch die Überladung gast der Akku aus, das fehlende Wasser läßt die Spannung zusammenbrechen. Entweder dauernd nachfüllen oder, siehe oben.

Einen wiederaufgefüllten Akku würd ich mit einem Normalladegerät 14-16h laden.

Gruß Georg

Re: Stromfluss ohne Verbraucher

Verfasst: Mo 21. Mär 2005, 21:39
von Til
Vielen Dank an alle - es hat tatsaechlich viel Wasser in der Batterie gefehlt. Ich muss allerdings gestehen, dass ich das aufgrund meiner Bastelkonstruktion zur Befestigung der Batterie, die genau ueber die Stopfen geht, auch in den letzten naja sagen wir mal 3 Jahren nicht mehr kontrolliert habe. In Verbindung mit der wahrscheinlich etwas grenzwertigen Ladespannung und Urlaub in Suedfrankreich war das sicher suboptimal ;-).

Ansonsten muss ich auch im Zusammenhang mit der Diskussion um Dynamo oder (Drehstrom)Lichtmaschine auch mal sagen, dass ich mit dem grossen Dynamo (30A also fuer die Pallas Modelle) nach Wechseln des Lagers bisher noch nie Probleme hatte und ich deshalb auch am Regler nichts verstellen werde.

Also wieder mal ein ganz banaler Wartungsfehler :-(

Til

PS: das mit dem Abhaengen der Batterie waere natuerlich die einfachste Loesung :-), dann muesste ich aber die Uhr wieder stellen ;-))))