34 Jahre und so wenig Änderungen in der Serie!
In den letzten Produktionsjahren wurden diese Autos mit gewaltigen Rabatten an die verschiedenen öffentlichen Dienste verhökert, sonst wollte (fast) niemand mehr diesen nur mit körperlichem Einsatz zu bewegenden, im Inneren extrem lauten Oldtimer mehr haben. Von nacktem, lackiertem Blech umgeben, ohne Servolenkung und -bremse, ohne Geräuschdämmung, das Vermeiden von Karosserievibrationen und -dröhnen stand auch nicht Lastenheft: HY fahren verlangte dem Fahrer einiges ab. 1948 war das kein Thema, da war man froh, überhaupt einen fahrbaren Untersatz zu haben. Dafür konnte ein Weinbauer mit dem H seinen Weinbergtraktor über steile, stark ausgewaschene Wege zu seinem Weinberg transportieren.
1.600 kg Zuladung bei 1.230 kg Leergewicht (in der letzten HY-Version; der HZ fasste 1.000 kg) bot kein anderer Transporter; und 5 Tonnen Steine vertrug er auch, wenn man nicht plötzlich bremsen musste und auf die Federung verzichten konnte. Der Laderaum fasste drei Euro-Paletten hintereinander. Und 12,5l Normalbenzin auf 100 km bei Volllast sprechen auch für diesen Wagen.
Das mit dem "nicht-mehr-haben-wollen" änderte sich schlagartig, als der Nachfolger auf dem Markt war: der C25/J5/Ducato zeigte den HY-Verweigerern schnell, was der Oldtimer alles konnte - der Gebraucht-HY-Markt war schlagartig leergefegt, sehr gute und relativ neue gebrauchte waren auf einmal teurer, als es die letzten Neuwagen laut Liste waren (und den Listenpreis zahlte schon lang keiner mehr)...
Wird Zeit, dass ich meinen, den ich vor 25 Jahren kaufte, und der nach der Zeit mal wieder nach einer Überholung brüllte, endlich fertig stelle...