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Lenkradkralle
Verfasst: Sa 22. Jul 2017, 15:52
von Citromatze
Hallo zusammen,
der TÜV hat bei mir dafür gesorgt, das ich eine Lenkradkralle mitführen muss.
Nicht das ich die benutzen will bzw diese sicher sein muss, aber kann mir jemand ein Modell
sagen, welches passt für ID/DS ?
Sollte nur glaubhaft für evtl Kontrolle sein
Danke sehr,
Re: Lenkradkralle
Verfasst: Sa 22. Jul 2017, 17:56
von maldini
Hallo Matze,
ich kann Dir eine Originalverpackte (Carlock) zusenden.
15,- €uro incl. Versand.
Grüße Karl
Re: Lenkradkralle
Verfasst: Sa 22. Jul 2017, 20:17
von Karlsson
Wie kommt das denn?
Hat Dein Wagen kein Lenkradschloss?
Aber zur Frage:
Was steht denn in den Papieren drin?
Bei meiner Hercules K125Bw steht leider sehr konkret drin:
"Vorhängeschloss mit Drahtseil als Sicherung gegen unbefugte Benutzung"
Danach darf ich noch nicht mal eine stabile Kette oder ein Bügelschloss mit integriertem Schloss nutzen.
Beim Renault R2067 steht nur drin:
"Diebstahlsicherung als losen Zubehör mitführen"
Im zweiten Fall steht nichts davon drin, dass es auch funktionieren muss.
Der Vorbesitzer hat tatsächlich auch ein teil reingelegt, das völlig witzlos war.
Das habe ich mal geändert und habe jetzt was geeignetes m Wagen liegen.
Allerdings auch noch nie genutzt.
Ohne Detailkenntnisse wird man den Wagen kaum in Betrieb setzen oder abschleppen können.

Re: Lenkradkralle
Verfasst: Sa 22. Jul 2017, 22:25
von Citromatze
Hallo Karl,
nehme die Kralle.
Hier meine email:
mathias.lassig@gmx.de,
schicke mir deine IBAN, ich schicke dir dann Adresse,
sehr nett, vielen Dank
Re: Lenkradkralle
Verfasst: So 23. Jul 2017, 11:23
von Volker DS19
Hallo Matze,
der TÜV verlangt einfach nur eine zweite Diebstahlsicherung neben der Zündung, heute ist dies das Lenkradschloss.
Bei alten Autos die kein Lenkradschloss haben kann je nach Bj. ein Lenkradschloss eventuell nachgerüstet werden,
es geht auch die Lenkradkralle die in das Lenkrad und Bremspedal oder Kupplungspedal (falls vorhanden) eingehängt wird), oder die Lenkradkralle die über ein Bügel in Richtung Armaturenbrett / Windschutzscheibe ein drehen des Lenkrads verhindert. Eine am Boden angeschweißte Öse (bei fehlenden Pedalen) plus Kette mit Vorhängeschloss durch das Lenkrad wird auch akzeptiert. Eine weitere Möglichkeit ist bei betätigter Feststellbremse ein Schloss das das lösen der Feststellbremse verhindert, habe ich mal für die DS gesehen. Mein Favorit ist die Panzer Zündspule von Bosch, die wird an Stelle der Originalen Zündspule eingebaut, über ein gepanzerten Metallschlauch wird ein Schloss in den Innenraum gelegt, dort kann dann über ein Schlüssel die Zündspule abgeschlossen werden, das Schloss an versteckter Stelle eingebaut stört nicht die Optik erschwert den Diebstahl und ist einfach in der Anwendung, beim Kauf einer Panzerzündspüle aber unbedingt darauf achten das der Schließzylinder mit Schlüssen dabei sind denn die wurden damals von Bosch separat verkauft.
Herzliche Grüße
Volker
Re: Lenkradkralle
Verfasst: So 23. Jul 2017, 12:20
von Sensenmann
Da kann ich froh sein, daß das der TÜV bei mir nicht gefordert hat. Bei einer frühen DS19 mit kleinem Bremsknopf ist da nicht viel um die Kralle unten festzumachen
Re: Lenkradkralle
Verfasst: Mo 24. Jul 2017, 17:20
von Langhuber
Erstens habe ich in meiner 1963er DS auch kein Lenkradschloss.
Zweitens, hat noch nie jemand beim TÜV nach sowas gefragt.
Ein Prüfer hat mich allerdings mal gefragt, wie man Madame denn anlässt, als er damit in die Halle fahren wollte. Er kannte den Anlasserknopf nicht.
Im Zweifelsfall, falls künftig ein Prüfer mal auf dumme Gedanken kommt, würde ich an eine Panzerzündspule "light" denken:
Den Rheostaten unten unter dem Armaturenbrett habe ich eh kurzgeschlossen, weil die Armaturenbeleuchtung immer viel zu dunkel ist. Den würde ich in diesem Fall ganz ausbauen und einen Schalter dafür einbauen, der die Leitung zur Zündspule unterbricht. Die Ladekontrolle würde ja trotzdem leuchten. Wenn man es ganz toll machen will, kann man an Stelle des Schalters auch eine altertümliche 6,35 mm Klinkenbuchse einbauen, in die man dann den passend kurzgeschlossenen Stecker reinstecken muss und den man beim Abstellen mitnehmen kann. Oder man macht es wie bei den alten Enten: Wenn man die Zündung eingeschaltet hatte, aber das separate Lenkradschloss nicht entriegelt hatte, wurde über eine eigene Leitung zum Lenkradschloss der Unterbrecherkontakt kurzgeschlossen, damit man nicht versehentlich mit eingerastetem Lenkradschloss losfahren konnte.
Der Vorteil am Schalter an Stelle des Rheostaten ist, dass er zwar in Griffweite des Fahrers ist, aber für nicht Eingeweihte unsichtbar ist. Zudem sind solche Individuallösungen in Ganovenkreisen nicht allgemein bekannt.
Klemens
Re: Lenkradkralle
Verfasst: Mi 26. Jul 2017, 09:12
von Karlsson
Bei meiner aus Schweden stammenden DSpécial ist ein sog. "NATO-Knochen" verbaut.
Das ist ein an die Spritzwand verlegter Schalter mit abziehbarem (Universal-)Schlüssel, der den ganzen Wagen stromlos macht, indem der Minuspol der Batterie abgeklemmt wird.
Ohne diesen Schlüssel geht dann gar nichts mehr.
Ich finde das zudem sehr hilfreich, um ungewollten Batterieentladungen vorzubeugen.
Von diesen Schaltern gibt es verschiedene Varianten.
Zu bekommen ist sowas u.A. im Landmaschinenhandel.
Re: Lenkradkralle
Verfasst: Mi 26. Jul 2017, 16:19
von Langhuber
[quote=Karlsson]
der den ganzen Wagen stromlos macht, indem der Minuspol der Batterie abgeklemmt wird.
Ohne diesen Schlüssel geht dann gar nichts mehr.
[/quote]
Naja, da merkt es auch der Dümmste: Ganzer Wagen stromlos?
-->
Motorhaube auf, Starthilfekabel (habe ich immer dabei), von Batterie-Minus ans Gehäuse der LiMa oder wo es sonst grade passt und ab geht die Post.
Unbestritten ist natürlich, dass so ein Natoknochen bei Basteleien an der Elektrik oder bei üblen Kurzschlüssen sehr hilfreich sein kann.
Klemens
Re: Lenkradkralle
Verfasst: Mi 26. Jul 2017, 17:24
von ...hannes
Sinn und Zweck des Natoknochens hat Klemens ja bereits genannt, Diebe hält er ebensowenig auf wie eine Lenkradkralle. Denn auch die stabilste Lenkradkralle hilft nichts, wenn der Autodieb den Lenkkranz durchsägt. Das geht ganz easy mit einer Puk- Säge und die beschädigte Stelle bekommt dann eine Lage Isolierband drum rum gewickelt.
Aber wenn das der TÜV so sehen will, dann führt man halt so eine Stocksperre im Kofferraum mit.
Einen bekifften Halbwüchsigen, der schnell einmal eine Spritzfahrt mit einer richtig geilen Karre machen will, könnte das vielleicht aufhalten, während der routinierte Straftäter schon etwas mehr gefordert werden möchte, indem man etwa den Unterbrecher über einen Geheimschalter kurzschließt.
Das Überwinden einer Kombination unterschiedlicher Hindernisse, angefangen von einer (aber wirklich stabilen!) Pedalsperre bis zu "Basteleien" an der Elektrik kostet dann richtig Zeit - und Zeit ist hier der entscheidende Faktor.
lg