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geschraubt vs. geschweisst, oder besser viel oder wenig Volumen
Verfasst: Do 21. Jul 2016, 01:33
von Irmin
Danke an alle Beitraäge hier:
read.php?1,108784.
Ich sags gleich vorher, damit sich der shitstorm in grenzen hält: Ich habe die Suchfunktion benutzt aber nix gefunden:
Diese Frage geht an die Physiker
Wie rechne ich eine geschraubte Kugel mit geringem Tarierdruck in eine geschweisste Kugel mit höherem Tarierdruck um, um die gleichen Federungseigenschaften zu haben. Die Dämpfung lassen wir mal aussen vor
Habe vor 2 Wochen in den Sm geschraubte Kugeln rein...geschraubt, und bin ganz baff, wie toll die federn. Klar, die alten geschweissten Kugeln von IHMO (oder so ähnlich) waren nach 2 Jahren nicht mehr die frischesten, aber die wiederaufbereiteten, geschraubten sind einfach nur gut.
Um aber jetzt restlos davon überzeugt zu sein, dass mein Gefühl dass die geschraubten Kugeln mit dem größeren Volumen, falsch ist, würde ich gerne wissen, ob es logisch ist, das Kugeln mit weniger Volumen aber höherem Tarierdruck den selben Federungskomfort bieten können.
Wie rechnet man das also aus?
Gruss aus dem fernen Shanghai
Irmin
Re: geschraubt vs. geschweisst, oder besser viel oder wenig Volumen
Verfasst: Do 21. Jul 2016, 09:16
von Claude-Michel
Ganz einfach:
P x V = cte
Das heißt, wenn folgendes gegeben ist:
P(geschraubt) x V(geschraubt) = P(geschweißt) x V(geschweißt)
da ist die Federkonstante gleich.
Eine Halbierung des Volumen kann kompensiert werden durch eine Verdoppelung des Drucks.
Ich vermute jedoch, dass auch die unterschiedliche Dämpfung dein Empfinden beeinflusst.
Wo bist du denn in Shanghai? Pudong?
Re: geschraubt vs. geschweisst, oder besser viel oder wenig Volumen
Verfasst: Do 21. Jul 2016, 09:20
von anieder
Hallo
Claude Michel das ist nur ein Teil.
Guckst du hier
http://www.hjpahl.com/Kapitel_2.pdf
Und dann sieht man dass die Form nicht ohne Einfluss ist.
Andreas
Re: geschraubt vs. geschweisst, oder besser viel oder wenig Volumen
Verfasst: Do 21. Jul 2016, 09:43
von anieder
Im vdi Verlag gibt es übrigens ein ganzes Buch über hydropneumatische federungssysteme.
Autor Wolfgang Bauer.
Habe bisher nur Auszüge über Google Book gelesen
Gruß
Andreas
Re: geschraubt vs. geschweisst, oder besser viel oder wenig Volumen
Verfasst: Do 21. Jul 2016, 10:14
von Pit
Hallo,
ich kann da nur den Artikel "Soviel Druck muss sein!" von Dipl. Physiker Ulrich Schwinn in der HP 4/98 empfehlen!
Grüße,
pit
Re: geschraubt vs. geschweisst, oder besser viel oder wenig Volumen
Verfasst: Do 21. Jul 2016, 13:14
von hgk
Moin,
in der HP 1/2016 hat U.Knaack das ganze Thema sehr ausführlich beschrieben.
In der TR 1276/76 sind auch alle Vergleichsfederelemente aufgeführt.
Re: geschraubt vs. geschweisst, oder besser viel oder wenig Volumen
Verfasst: Fr 22. Jul 2016, 01:59
von Irmin
[quote=Claude-Michel]
Ganz einfach:
P x V = cte
Das heißt, wenn folgendes gegeben ist:
P(geschraubt) x V(geschraubt) = P(geschweißt) x V(geschweißt)
da ist die Federkonstante gleich.
Eine Halbierung des Volumen kann kompensiert werden durch eine Verdoppelung des Drucks.
Ich vermute jedoch, dass auch die unterschiedliche Dämpfung dein Empfinden beeinflusst.
Wo bist du denn in Shanghai? Pudong?[/quote]
Ja, in Pudong, wie hast du das erraten? Shanghai ist riesig...
Re: geschraubt vs. geschweisst, oder besser viel oder wenig Volumen
Verfasst: Fr 22. Jul 2016, 10:15
von Claude-Michel
[quote=Irmin]Ja, in Pudong, wie hast du das erraten? Shanghai ist riesig...[/quote]
Hatte vor ein paar Jahren im Flaschenöffner gearbeitet.
Re: geschraubt vs. geschweisst, oder besser viel oder wenig Volumen
Verfasst: Fr 22. Jul 2016, 10:59
von Pit
Hallo,
ich hab jetzt doch mal kurz mit konkreten Zahlen gerechnet. Vorausgesetzt habe ich, dass der Tarierdruck so ist, dass sich die Membran statisch in der Mittellage befindet. Wird der Tarierdruck erhöht, wächst das bei der Einfederung zur Verfügung stehende Volumen und die Federung wird weicher. Wichtig ist, dass es im Endeffekt auf das Verhätnis der Volumenänderung beim Einfedern, das nur von Kolbendurchmesser abhängt also gleich ist, zum Restvolumen ankommt. Je größer das Restvolumen, desto weicher. Ich habe eine konkrete Einfederung genommen, die 1cm Kolbenweg an der Vorderachse entspricht. Das Ergebnis ist natürlich nur eine mittlere Federhärte über diesem Weg.
Fehler bitte nicht behalten sondern melden!
Grüße,
pit
Re: geschraubt vs. geschweisst, oder besser viel oder wenig Volumen
Verfasst: Fr 22. Jul 2016, 11:24
von Thomas Held
[quote=Irmin]
Danke an alle Beitraäge hier:
read.php?1,108784.
Ich sags gleich vorher, damit sich der shitstorm in grenzen hält: Ich habe die Suchfunktion benutzt aber nix gefunden:
Diese Frage geht an die Physiker
Wie rechne ich eine geschraubte Kugel mit geringem Tarierdruck in eine geschweisste Kugel mit höherem Tarierdruck um, um die gleichen Federungseigenschaften zu haben. Die Dämpfung lassen wir mal aussen vor

[/quote]
Hallo Irmin,
die Federrate dF/ds ist umgekehrt proportional zum Produkt aus Druck und Volumen des eingeschlossenen Gases, also zur eingeschlossenen Gasmenge.
Die Kugeln aus gepresstem Blech haben 500 cm[sup]3[/sup] Volumen und einen nominellen Fuelldruck von 75 bar, die geschraubten Kugeln haben einen nominellen Fuelldruck von 59 bar, bei einem Volumen von 700 cm[sup]3[/sup]. Aus dem Verhaeltnis der Produkte ergibt sich, dass die geschweissten Kugeln tatsaechlcih etwas 'haerter' Federn. sollten, allerdings liegt deren Federrate immer noch innerhalb des von Citroën 'erlaubten' Toleranzbereiches geschraubter Kugeln.
Gruss,
Tom