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Dröhnen durch kaputte Silentböcke?

Verfasst: Do 2. Jan 2003, 22:19
von Steffen
Hallo,

ich habe bei meiner 1968er ID 19 stets folgendes Symptom:

Komme ich beim Beschleunigen oder beim Gaswegnehmen in einen bestimmten niedrigen Drehzahlbereich (vermutlich um die 2000), ertönt aus dem Motorraum ein lautes blechernes Vibrieren und Dröhnen (z. B. bei Tempo 50 im 3. Gang). Fahre ich ca 10 km/h schneller oder langsamer, wird das Dröhnen leiser und ist schließlich wieder weg. Das Geräusch scheint direkt vom Motor her zu kommen, liegt jedoch nach meinem Empfinden mehr auf der Beifahrerseite als beim Fahrer.

Meine Frage: Könnte das evtl. an den Motorsilentböcken liegen, so dass der Motor seine Vibrationen bei einer bestimmten Drehzahl an die Karosse überträgt? Oder müssten die geschilderten Vibrationen dann ständig da sein?

Und falls es nicht die Silentböcke sind, wo könnte man weitersuchen? Am Motorhaubenaufsteller oder Luftfilterkasten???

Danke für Eure Tipps,

Steffen

Re: Dröhnen durch kaputte Silentböcke?

Verfasst: Do 2. Jan 2003, 23:50
von Nicolas
Hallo Steffen,

habe das gleiche beunruhigende Phänomen, ebenfalls von der Beifahrerseite, ebenfalls bei bestimmten Drehzahlbereichen (hm/h-mäßig bei etwa 70 und 110). Mein Vorbesitzer meint, es sei das rechte Gelenk der Antriebswelle (klackert nämlich in der Kurve auch hin und wieder etwas).

Bin gespannt auf die folgenden Beiträge.
Gruß, Nicolas

Re: Dröhnen durch kaputte Silentböcke?

Verfasst: Fr 3. Jan 2003, 10:59
von ID 20
Hallo!

Bei meiner D-Super tritt das Dröhnen beim Anfahren auf. Das sind defintiv die Motorböcke. Habe noch nicht die Zeit und Muße gefunden, die Teile zu tauschen.

Ob Euer Dröhnen von der Antriebswelle kommt, kann ich nicht sagen. Bei mir klackert die Rechte auch, aber bei mir tritt Euer Phänomen nicht auf.

Mehr kann ich auch nicht dazu sagen. Bin ebenfalls auf die Meinung der Spezialisten gespannt...

Gruß,
Christian

Re: Dröhnen durch kaputte Silentböcke?

Verfasst: Fr 3. Jan 2003, 11:13
von Thomas
Hallo Steffen,

die Motorböcke links und rechts sind nach 34 Jahren garantiert fällig... Ich habe meine letztes Jahr gewechselt; der Unterschied ist riesig. Auf die richtige Höheneinstellung des Motors achten (Handbuch).
Das Dröhnen kann aber auch (oder zusätzlich) von wo anders kommen: Das Krümmer-Hitzeschild hat einen mit Heftklammern befestigten "Irgendwas"belag. Dieser bröckelt und löst sich, die Heftklammern bekommen Spiel und vibrieren. Einfach das Hitzeschild ausbauen und die Klammern abzwicken.
Dröhngeräusche per Ferndiagnose zu orten ist trotzdem ziemlich schwer, deshalb auch einfach mal den Auspuff und dessen Verschraubungen prüfen.

Grüße

Thomas

Re: Dröhnen durch kaputte Silentböcke?

Verfasst: Fr 3. Jan 2003, 13:53
von Frank
Der Belag ist nur bei den Langhubern, ich hatte jetzt eine ID20 da, da scheuerte bei bestimmten Geschwindigkeiten das Hosenrohr am unteren Querträger, aber nur bei Betriebstemperatur.
Bei Dir sind aber wahrscheinlich die Motorlager fertig.

Re: Dröhnen durch kaputte Silentböcke?

Verfasst: Fr 3. Jan 2003, 17:15
von patric
Hallo,
hatte auch mal metallisch klingende Geräusche aus der Richtung und es war letztendlich eine lockere Mutter des Hitzeschildes.

Re: Dröhnen durch kaputte Silentböcke?

Verfasst: Fr 3. Jan 2003, 18:12
von Martin
Hallo!
Auch das seitliche Spiel des Quertopfes mal unter die Lupe nehmen, das scheint mir recht wahrscheinlich.
Sowohl Motorböcke als auch Auspufftopf lassen sich einfach eingrenzen: Verkeile ein Stück Holz zwischen Querträger und Motor und zwischen Auspuff und Chassis (natürlich nicht beides auf einmal!). Wenn sich das Verhalten bei einer dieser Konstellationen ändert, hast Du die Quelle schon eingegrenzt.

Leicht dröhnend grüßt
Martin

Re: Dröhnen durch kaputte Silentböcke?

Verfasst: So 5. Jan 2003, 21:22
von Marin
Hallo Steffen,
ich hab das identische Problem. Auch bei der gleichen Drehzahl. Hört sich echt schlimm an.
Bin mal gespannt, wie Du Deine "ruhig" stellst.
Viele Grüße
Marin

Re: Dröhnen durch kaputte Silentböcke?

Verfasst: Sa 29. Mär 2003, 10:59
von Steffen
Hallo,

es war zum Glück nur wie bei Patric: Am Hitzeschild war eine Mutter lose, so dass das Blech immer schön rumibriert hat. Das passte auch zur Geräuschquelle, wie ich sie immer während der Fahrt geortet hatte, also irgendwo auf der Beifahrerseite in der Nähe vom Vergaser/Luftfilterkasten, nur etwas tiefer. Die Motorböcke waren zum Glück noch gut, bin ich froh. Irgendwie ist es jetzt aber auch merkwürdig, so ganz ohne Dröhnen und Klappern, man hatte sich schon so richtig daran gewöhnt. ;-)

Vielen Dank für Eure Tipps, vielleicht hilft das Marin weiter.

Ungewohnt leise grüßt,

Steffen

Re: Dröhnen durch kaputte Silentböcke?

Verfasst: So 30. Mär 2003, 22:33
von wolfgang
an die betroffenen:
baut mal versuchsweise die haltestange für die motorhaube ab und legt sie in den kofferraum.ergebnis?!!.
seitdem ist bei mir das schnattern von vorn weg.
gruss
wolfgang