Aufarbeitung: Trompeten & Blinker
Verfasst: Mo 18. Mai 2015, 21:39
Hallo mal wieder….
Die Ur-Ur-DS zeichnet sich durch viele besondere Details aus, die nach nur ein oder zwei Jahren bereits geändert wurden. Eines dieser Details sind die kirschroten und transparenten Kunststofftrompeten mit ebenfalls roten Blinkern:

Schnell wechselte man auf dunkelrote Trompeten und gelbe Blinker, so dass diese erste Version entsprechend selten ist. Erschwerend kommt hinzu, dass am Kunststoff der Zahn der Zeit nagt und UV-Licht sie erblinden lässt und sie spröde und brüchig werden. Gute Exemplare sind sehr schwer zu bekommen. Glücklicherweise ist mir das aber gelungen und mittlerweile habe ich alle Teile aufgearbeitet:

Bei den Trompeten reichte ein weiches Poliertuch in Kombination mit Acryl-Politur, die man in jedem Baumarkt bekommt. Nach einer Stunde Dauer-Wienern sehen die Trompeten neuwertig aus. Dies ist aber auch dem Umstand geschuldet, dass sie keine Kratzer oder Sprünge hatten.

Die Blinker selbst brauchen auch etwas Zuwendung: Die Gläser erscheinen etwas blind, die Gehäuse sind dreckig. Sie lassen sich zum Glück leicht zerlegen: Lampenfassung hinten rausziehen und dann mit den Fingern das Glas vorsichtig heraus drücken. Danach zeigt sich das Ausmaß der Verwitterung:

Durch Feuchtigkeit ist in den meisten Blinkern die Spiegelfläche blind geworden. Da sie nicht abriebfest ist hat sie sich nicht selten auch schon halb aufgelöst. Mit neu verspiegeln habe ich aber ja schon Erfahrung: Die alte Spiegelschicht mit Acrylpolitur komplett wegpolieren und anschließend Modellbau-Chromlösung mit der Airbrushpistole neu auftragen.

Im Bild oben sehen wir den Vorher-/Nachhereffekt. Es verbleiben die Blinkergläser selbst, hier reicht wieder die Acrylpolitur und nach wenigen Minuten glänzen sie wie neu.

Jetzt entrostet man noch die Lampenfassungen, reinigt die Kontakte und setzt die Gläser mit etwas Dichtkleber wieder ein.

Oben sehen wir nun den aufgearbeiteten Bausatz. Bei den Chromringen handelt es sich um NOS, die mussten also nicht überholt werden.

Nach dem Zusammenbau sind die Trompeten wie neu und warten jetzt geduldig auf ihren Einsatz an der Ur-Ur-DS….

Wie immer hoffe ich, Euch Anregungen für Eure eigenen Restaurationsprojekte zu geben und zu zeigen, dass vieles mit einfachen Mitteln möglich ist.

Gruß,
Ekki
Die Ur-Ur-DS zeichnet sich durch viele besondere Details aus, die nach nur ein oder zwei Jahren bereits geändert wurden. Eines dieser Details sind die kirschroten und transparenten Kunststofftrompeten mit ebenfalls roten Blinkern:

Schnell wechselte man auf dunkelrote Trompeten und gelbe Blinker, so dass diese erste Version entsprechend selten ist. Erschwerend kommt hinzu, dass am Kunststoff der Zahn der Zeit nagt und UV-Licht sie erblinden lässt und sie spröde und brüchig werden. Gute Exemplare sind sehr schwer zu bekommen. Glücklicherweise ist mir das aber gelungen und mittlerweile habe ich alle Teile aufgearbeitet:

Bei den Trompeten reichte ein weiches Poliertuch in Kombination mit Acryl-Politur, die man in jedem Baumarkt bekommt. Nach einer Stunde Dauer-Wienern sehen die Trompeten neuwertig aus. Dies ist aber auch dem Umstand geschuldet, dass sie keine Kratzer oder Sprünge hatten.

Die Blinker selbst brauchen auch etwas Zuwendung: Die Gläser erscheinen etwas blind, die Gehäuse sind dreckig. Sie lassen sich zum Glück leicht zerlegen: Lampenfassung hinten rausziehen und dann mit den Fingern das Glas vorsichtig heraus drücken. Danach zeigt sich das Ausmaß der Verwitterung:

Durch Feuchtigkeit ist in den meisten Blinkern die Spiegelfläche blind geworden. Da sie nicht abriebfest ist hat sie sich nicht selten auch schon halb aufgelöst. Mit neu verspiegeln habe ich aber ja schon Erfahrung: Die alte Spiegelschicht mit Acrylpolitur komplett wegpolieren und anschließend Modellbau-Chromlösung mit der Airbrushpistole neu auftragen.

Im Bild oben sehen wir den Vorher-/Nachhereffekt. Es verbleiben die Blinkergläser selbst, hier reicht wieder die Acrylpolitur und nach wenigen Minuten glänzen sie wie neu.

Jetzt entrostet man noch die Lampenfassungen, reinigt die Kontakte und setzt die Gläser mit etwas Dichtkleber wieder ein.

Oben sehen wir nun den aufgearbeiteten Bausatz. Bei den Chromringen handelt es sich um NOS, die mussten also nicht überholt werden.

Nach dem Zusammenbau sind die Trompeten wie neu und warten jetzt geduldig auf ihren Einsatz an der Ur-Ur-DS….

Wie immer hoffe ich, Euch Anregungen für Eure eigenen Restaurationsprojekte zu geben und zu zeigen, dass vieles mit einfachen Mitteln möglich ist.
Gruß,
Ekki