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Re: Leute, legt mal euren Spiegel beiseite...

Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 09:54
von maldini
... als katholischer agnostiker habe ich natürlich nur einen ID!

:-)

Re: Leute, legt mal euren Spiegel beiseite...

Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 10:22
von Hans-Uwe Fischer
Lieber Paster,

deine Argumente weisen häufig große Lücken und Schwächen auf. Wird z.B. etwas nicht belegt, ist es für dich nicht existent. Somit weicht man Argumenten aus, welche man nicht widerlegen kann.
Oder "die Zeitung lese ich nicht". Usw., usw.. Und wenn dir kein Gegenargument einfällt, wirst du ausfällig. Auch wenn's intellektuell klingt.

Auch die Größenangaben bei der Flächenberechnung der Waldbrände lassen sich nicht belegen. Trotzdem brennt es dort. Und selbst wenn die BILD darüber berichtet, ist doch zumindest etwas Wahres dran.

Du übst dich öfters in rutschiger Rhetorik.

Denk' mal drüber nach.

huf

PS: Wie sieht's eigentlich mit Belegen deiner Bibel aus?

Re: Leute, legt mal euren Spiegel beiseite...

Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 12:02
von DerPaster
...interessant, daß ich hier bei Kepplinger und Döpfner lediglich das nenne, was selbst Wikipedia anführt und sie - in ihren Sach-"Argumenten" in eben der angesprochenen Frage - zweifelhaft erscheinen läßt, ansonsten von eigenen Erfahrungen berichte, während Ihr mich angreift wegen meines Berufes und meine religiösen Überzeugungen (, die Ihr, btw., gar nicht kennt...), was mit der gesamten Diskussion nicht das Geringste zun tun hat (, außer vll., daß Jesus in Mt 25 sagte, wir dürfen Flüchtlinge nicht hängen lassen...).

Eure Argumentationsfigur nennt sich in der Rhetorik "Argumentum ad Hominem" und belegt üblicherweise, daß einem sämtliche inhaltlichen Argumente ausgegangen sind.

Denkt mal drüber nach! ;-)

Re: Leute, legt mal euren Spiegel beiseite...

Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 13:04
von Rundauge
Es gibt zu der Frage wo Journalisten stehen auch andere Quellen, z. B. zu einer Studie vom Hamburger Institut für Journalistik der Uni Hamburg
die ihrerseits sicherlich nicht unbedingt rechts einzuordnen sind.

http://www.journalismus-handbuch.de/das ... -4078.html

Ansonsten ist Wikipädia keine unumstrittene Autorität, wobei es grundsätzlich zunehmend schwerer wird sich - egal zu welchen Themen - Informationen
zur Meinungsbildung einzuholen. Da kann man nur hoffen, dass Nachstehendes nicht so schnell realisiert wird:

https://www.macwelt.de/news/KI-schreibt ... 97640.html

Schön fände ich auch, wenn hier allgemeinverständlicher geschrieben würde. Das Wort "Scheinargument " hätte es auch getan, das kennt jeder und kürzer ist es auch. :-)

Gruß Tim

Re: Leute, legt mal euren Spiegel beiseite...

Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 14:55
von DerPaster
...deswegen hab' ich's ja ausführlich erklärt - Scheinargumente gibt's ja viele verschiedene -

- e.g., zu behaupten, "linksgrünversiffte Lügenpresse" sei Realität, weil sonst der Begriff ja nicht existiere, oder

- Berichterstattung sei grundsätzlich fehlerhaft, wenn der recherchierende Journalist sich politisch eher links verorte.

Wie glaubwürdig ein Bericht ist, muß immer im konkreten Fall anhand der nachprüfbaren Fakten belegt werden ("SPIEGEL" wäre da ein Negativbeispiel des von vielen eher "links" eingeordneten Spektrums, "STERN" ebenso - die kannste beide nicht mehr Ernst nehmen...)

Daß die "BLÖD" überwiegend fehlerhaft berichtet, dafür gibt es Belege in Legion. Ähnliches gilt für die "WELT", in den letzten Jahren leider auch für NZZ und FAZ. Den Öffis dagegen kann so ein Mist, auch wegen der intensiven öffentlichen Kontrolle, nicht angelastet werden - wenn da was schief lief, kam das sofort an's Licht und wurde intensivst öffentlich aufgearbeitet. Wer denen mißtraut, ist entweder böswillig oder paranoid.

Wobei das Augenmerk hier (wie überall) auch auf die Auswahl der Nachrichten gesetzt werden muß. Es lohnt sich durchaus, die andere Berichterstattung e.g. auf arte wahr zu nehmen, öfter mal Weltspiegel oder Spätprogramm zu schauen. Ich empfehle dazu die aufmerksame Lektüre von Noam Chomsky.

Re: Leute, legt mal euren Spiegel beiseite...

Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 15:56
von Rundauge
Ein Problem bei vielen Redaktionen (Print und TV) ist der Kostendruck, d. h. es gibt immer mehr freie und entsprechend weniger festangestellte Mitarbeiter.
Das führt leider immer häufiger dazu, dass z. B. an öffentlichen Sitzungen der Bürgerschaften, Gemeinderäte etc. viele Journalisten nicht mehr selbst teilnehmen, sondern die Teilnehmer einmal querbeet durch die Parteienlandschaft hinterher "abtelefonieren" und sich aus deren Aussagen einen Artikel
zusammenschustern. Sorry, anders kann man das nicht nennen.
Ich habe das schon mehrfach beobachtet und mich als Teilnehmer hinterher beim Lesen der Zeitung gefragt, auf welcher Veranstaltung der Schreiber wohl gewesen sein mag.
Die Leserschaft trägt allerdings hierzu ihren Teil bei, indem getreu dem Motto "Geiz ist geil", viele nicht bereit sind für guten Journalismus Geld auszugeben und online nur die kostenlosen Artikel lesen, die natürlich auch ihre Herstellungskosten haben.

Den sogenannten "Öffis" könnte man allerdings vorwerfen, die guten , bzw. interessanteren Sachen exrta spät auszustrahlen, wobei man das natürlich mithilfe der Mediatheken ganz gut "umgehen" kann.

Ich wollte übrigens niemanden persönlich angreifen. Es bot sich halt nur an bei einem Beruf der mehr mit Glauben als mit Wissen zu tun hat, etwas zum Thema "Behauptungen" zu sagen, sorry.

Gruß

Tim


PS: Das mit dem Latein (e.g.) ist wohl eine "Berufskrankheit"? ;-)

Re: Leute, legt mal euren Spiegel beiseite...

Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 16:22
von DerPaster
Jepp, ist es. Wobei - was Wenigen klar ist - zumindest ein landeskirchliches Theologiestudium wenig mit "Glauben" zu tun hat - es ist vielmehr ein vollwertiges, international anerkanntes geisteswissenschaftliches Studium. Zum Großteil Geschichte, Philosophie, Psychologie, Sprachwissenschaft et c. Von freikirchlicher und katholischer Seite her wird gerade das gern kritisiert, wir seien viel zu intellektuell, viel zu kritisch, viel zu wenig "gläubig" ausgebildet.

Die lat. Abkürzungen haben eher damit zu tun, daß das, was bei uns nach durchschnittlich sechs Studienjahren als Diplomarbeit (bzw. kirchliche Examensarbeit) von Umfang und Aufwand her in vielen anderen Studiengängen eher einer Doktorarbeit nach internationalen Kriterien entspricht - die zu verwendende Terminologie färbt ab ;-) Ein Grund, warum im Studium viele noch auf Gymnasiallehrer umsteigen: Gleiches Gehalt, wesentlich kürzere, leichtere Ausbildung, halbe Arbeitszeit - und Du mußt auch keine 280.000€ während Deines Berufslebens Zwangsmiete zahlen, um im Ruhestand erstmal obdachlos zu sein ;-)

Auch in Praxi hat unser Job (oft leider) nicht soo viel mit Glauben zu tun - heutzutage sind wir v.A. Manager einer mittelgroßen Zweigstelle einer NGO mit mehreren Angestellten, Sozialarbeiter, Motivationstrainer, Sterbebegleiter, Pädagoge, Notfallseelsorger u.v.m.

Kein Wunder, daß auch uns der Nachwuchs fehlt - trotzdem würd' ich nix Anderes machen wollen!

Re: Leute, legt mal euren Spiegel beiseite...

Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 16:49
von Rundauge
Hoffentlich liest hier kein Gymnasiallehrer mit. :-)

Mit mindestens A13 zzgl. Ortszuschlägen etc. und genauso viel (oder wenig) Urlaub wie der Durchschnittsbürger (den Rest der Ferien wird schließlich vor-oder nachgearbeitet), kommt man als Lehrer auch gerade so über die Runden.

Also Augen auf bei der Berufswahl! Lehrer kann ja jeder werden (mein Job wäre es allerdings nicht).

Und in Ostfreisland gibt es also noch die Residenzpflicht? In SH wurden schon einige Pastoren davon befreit (Die Kommunen haben die Sanierungskosten der teilweise sehr maroden Pastorate gescheut.).

Gruß

Tim

Re: Leute, legt mal euren Spiegel beiseite...

Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 18:28
von DerPaster
Ja, leider, die gipp's hier noch (plus 100€ monatlichen Abzug als "Schönheitsreparaturpauschale"), mehr als A13 kriegste erst mit Mitte 50 und die Regelarbeitszeiten liegen, je nach Landeskirche, bei ca. 52,5 Wochenstunden (der Rest ist dann "ehrenamtlich" ;-) ).

Was BurnOut, Depressionen, Scheidungen, Alkoholismus und Suizidversuche betrifft, gehören wir in D zu den führenden Berufsgruppen.

Trotzdem würde ich mit niemandem tauschen wollen! Das Geld kommt zuverlässig, der Job ist sicher, Du hast keinen Chef (außer "Dem da Ohm" ;-) ), nur im KV/KR eine Art "Aufsichtsrat", der nur in Wenigem weisungsbefugt ist (und Dich auch kaum los werden könnte...), Du hast zwar umfangreiche Aufgaben, aber einen richtig weiten Gestaltungsspielraum, was Schwerpunkte, Inhalte, Art- und Zeit Deiner Arbeit betrifft - richtig gut für einen Schlaftyp 2 wie mich, der gern bis 3 Uhr morgens Predigten oder Artikel entwirft oder Verwaltungskram erledigt. Außer dem SonntagsGoDi habbich praktisch keine Termine vor 11 Uhr! Deine Arbeit wird weitesgehend als "sinnvoll" wahrgenommen und es gibt recht leicht viel Anerkennung von Außen. V.A. - und da kommt der Glaube dann doch in's Spiel - Du tust, was Deinen Gaben entspricht, weil Du Freude daran hast. Wie gesagt: Ich würde mit niemandem tauschen wollen - und jedem, der die Gaben dazu in sich entdeckt und gerne viel und selbstverantwortlich arbeitet, auch jederzeit diese Berufung empfehlen!

Re: Leute, legt mal euren Spiegel beiseite...

Verfasst: Di 14. Jan 2020, 11:24
von Hans-Uwe Fischer
Alles falsch...?

... oder doch nicht?

huf