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Re: Wie passen Oldtimer in die Zukunft?

Verfasst: So 12. Mär 2017, 13:46
von Carsten_SM
Na dann erklär mal, warum das heute nicht richtig ist ? Tip: Saldenmechanik und so.

Ich ergänze aus einem anderen Forum:



die tiefe wahrheit dieses gedichtes ist eine , die die meißten hier noch garnicht richtig realisiert haben.:

reichtum *bedingt* armut.

es kann ohne armut keinen reichtum geben. genau diesen punkt haben die meisten menschen sowie die neoliberalen schwätzer noch garnicht, die ersteren zumindest, kapiert.

es geht auch nicht um den "reiz" des "reichseins" , sondern um die schiere unmöglichkeit, das jeder zu reichtum kommen könne. nein. geht nicht. mathematisch-wissenschaftlich belegbarer fakt.

warum?
nun, der reichtum der einen, besteht aus der leistungsfähigkeit der anderen. denn was ist geld? geld ist nicht mehr als eine tauschvereinfachung zu gütererwerb. und güter müssen von real leistenden menschen erbracht werden.

somit ist geld nicht mehr als güter bzw. leistungsanspruch gegenüber anderen. somit dürfte auch dem begriffstutzigem klar sein, warum nicht alle reich sein können, und es immer "arme" in einem system wie dem unseren geben muss.


Volker Pispers meinte dazu:

Im Kapitalismus können alle reich werden, aber doch nicht jeder !


Carsten

Re: Wie passen Oldtimer in die Zukunft?

Verfasst: So 12. Mär 2017, 13:58
von Kuhno
ich halte nichts von pseudowissenschaftichen Theorien, damit kann ich immer das erklären was ich gerade für richtig halte, ich halte mich an die Realität und damit an die Evolution.

Wie sagte mal ein Zyniker : Der Mensch ist eine Mischung aus Wolf und Registrierkasse.

Hart aber viel wahres dran

Re: Wie passen Oldtimer in die Zukunft?

Verfasst: So 12. Mär 2017, 14:00
von Carsten_SM
Ja aber das Zitat von Brecht *ist die Realität*....

Und erklärt, warum das Zitat nicht stimmen sollte, hast Du auch noch nicht.

Ich warte....

Carsten

Re: Wie passen Oldtimer in die Zukunft?

Verfasst: So 12. Mär 2017, 14:37
von Kuhno
Carsten_SM hat geschrieben: Ja aber das Zitat von Brecht *ist die Realität*....

Und erklärt, warum das Zitat nicht stimmen sollte, hast Du auch noch nicht.

Ich warte....

Carsten
Hab ich doch erklärt! Das Zitat ist reiner Populismus mit politischer Zielrichtung in seiner Zeit gewesen. Vereinfachend bis zur Lächerlichkeit. Es gibt arme und reiche Drecksäcke, es gibt Leute die ihr Geld auf dem Rücken und zu Lasten anderer gemacht haben, es gibt welche die ihr Geld kraft ihrer eigenen Arbeit und ihres Genies machten (z.B. Bill Gates) Ich bin ja nicht reich, mir geht es gut, mein Geld hab ich nicht zulasten anderer verdient, dazu gehörte auch unternehmerisches Denken, Risikobereitschaft und viel Fleiss. Manche scheuen das alles und müssen sich mit weniger bis wenig zufrieden geben. Die ganze Sache ist viel zu komplex und vielschichtig um sie in ein Modell oder eine Therorie zu pressen. Da gibt es hunderte pro und contra, stimmen tut keine, da es sich -wie gesagt- nicht in ein Modell pressen lässt.
"Survival of the fittest" sagt zurecht Darwin, das heisst nicht -wie meist falsch interpretiert- des Stärkeren sondern des Cleversten. Konrad Lorenz und Eibl-Eibesfeld gehören da als Verhaltensforscher auch zu meinen Favoriten.
Der Mensch ist nunmal wie er ist, eher Wolf als Schaf, weder böse noch gut, sondern beides, daran werden auch die frommsten Wünsche und Sozialromatik nichts ändern. Geben und Nehmen ist eine Sache der Intelligenz und sicherlich auch evolutionär bedingt, man erwartet, das man auch davon profitiert. Alle Experimente die (theoretisch) auf Gleichheit (Sozialismus, Kommunismus etc) basieren, haben kläglich versagt und werden es auch in Zukunft. Das menschliche Wesen ist auf Wettbewerb ausgerichtet, wird der durch Gleichmacherei unterdrückt oder nicht belohnt, geht es in die Hose.

Re: Wie passen Oldtimer in die Zukunft?

Verfasst: So 12. Mär 2017, 15:42
von Carsten_SM
Nein, ich glaube, der Kern ist bei Dir nicht angekommen.

Es geht nicht um Drecksäcke- sondern um den Systemfehler, das man andere ausbeuten *muss*, um reich zu werden,
denn irgendwo muss es herkommen.

Was mich dazu bringt, dass der kategorische Imperativ - tu Deinem nächsten nicht das an, was Du nicht willst, das man es Dir antut- sich mit dem Kapitalismus nicht übereinbringen lässt. Mir fällt als passend zu Kant daher nur ein demokratischer Sozialismus ein, in dem alle vernunftgesteuert überzeugt teilhaben, und in dem keine Drecksäcke daraus eine Diktatur machen. Das könnte funktionieren, und das wäre ein gerechter Weg.

Leider sind wir aber alle ein Stück Drecksack, und daher...

Carsten

Re: Wie passen Oldtimer in die Zukunft?

Verfasst: So 12. Mär 2017, 15:45
von Carsten_SM
...übrigens ist HUF's Startfrage ziemlich clever, denn über den Oldtimer-Umweg stellt er die Frage, wie ihr die Zukunft seht bzw. erwartet, und das ermöglicht die pööse politische Debatte....

Carsten

Re: Wie passen Oldtimer in die Zukunft?

Verfasst: So 12. Mär 2017, 16:05
von Kuhno
Carsten_SM hat geschrieben: Nein, ich glaube, der Kern ist bei Dir nicht angekommen.

Es geht nicht um Drecksäcke- sondern um den Systemfehler, das man andere ausbeuten *muss*, um reich zu werden,
denn irgendwo muss es herkommen.

Was mich dazu bringt, dass der kategorische Imperativ - tu Deinem nächsten nicht das an, was Du nicht willst, das man es Dir antut- sich mit dem Kapitalismus nicht übereinbringen lässt. Mir fällt als passend zu Kant daher nur ein demokratischer Sozialismus ein, in dem alle vernunftgesteuert überzeugt teilhaben, und in dem keine Drecksäcke daraus eine Diktatur machen. Das könnte funktionieren, und das wäre ein gerechter Weg.

Leider sind wir aber alle ein Stück Drecksack, und daher...

Carsten
Schön wäre es - aber das ist Utopie und wird nie funktionieren und hat nie funktoniert. "Ausbeuten" ist ein großes Wort, das kann vieles und sehr weniges bedeuten. Wenn ich Sklaven halte und auch noch beschissen behandle, ist das die schlimmste Form. Wenn ich als Unternehmer jemanden 10 Euro die Stunde zahle, kann das Ausbeutung sein, wenn der Mann qualifiziert und richtig gut ist und erheblich zu meinem Profit beiträgt, es kann auch zuviel sein, wenn der Mann nichts taugt und eine minderqualifizierte Arbeit durchführt. Ich habe meine Leute stets gut bezahlt, aber Nichtskönner und Faulenzer auch stets rausgeschmissen. Völlig ehrgeizlose Leute ohne Lust auf Verantwortung und mal -wenn nötig- mehr zu tun als normal flogen auch, die waren dann bei der Stadtverwaltung besser aufgehoben

Wenn ein Manager ein absoluter Topmann ist und ein großes Unternehmen zu großem Erfolg führt, sind auch 10 Millionen p.a nicht zuviel, sondern leistungsgerecht. Gehe ich jetzt hin und reduziere das Gehalt auf das 5 oder 10-fache des Arbeitergehalts, bekomme ich keine guten Leute mehr. Dann hätten wir eine Managerqualität wie weiland in der DDR.

Der Kapitalismus liegt in den menschlichen Genen, er ist nicht ersetzbar ohne das alles in die Steinzeit zurückfällt. Er ist kein Systemfehler, er ist das System.

Re: Wie passen Oldtimer in die Zukunft?

Verfasst: So 12. Mär 2017, 16:26
von Carsten_SM
Nein, wenn Du mit Hilfe guter Leute ein großes Einkommen erzielt hast, dann, weil

a) Du den Angestellten hättest mehr zahlen können (faires teilen), und

b) das Produkt zu teuer war, Du hättest es zum Wohle aller günstiger anbieten können.

Das ist alles Selbstbetrug, man sei "fair" gewesen. Nimm Kant zur Hand, denke kritisch nach, es hält nicht stand.

Jemand, der 15 bekam, aber 20 hätte kriegen können, wurde, auch wenn 15 ein guter Verdienst war, übers Ohr geholt.
Denn er hat ja geholfen, die 20 zu verdienen.....

Da bleiben nur genossenschaftliche Modelle übrig.

Und dann haben wir das soziale Problem des Bodeneigentums noch nicht behandelt....

Carsten

Re: Wie passen Oldtimer in die Zukunft?

Verfasst: So 12. Mär 2017, 18:02
von Kuhno
Nun, im Verkauf richte ich mich nur nach dem Markt, ich nehme das was geht. Geht viel, ist es toll, geht weniger, nicht so toll. Ich hatte kein Sozialkaufhaus sondern eine Firma für Überwachungs- und Sicherheitstechnik.

Es ist nicht "fair" den Gewinn zu teilen, wenn man das alleinige Risiko trägt, seien es Kredite oder eigenes Geld was man in seinen Laden gesteckt hat. Es wäre dumm. Niemand würde eine Frima gründen wenn sowas Pflicht wäre.

Bei den Verkaufspreisen muss man sich sowieso nach dem Kunden und der Nachfrage dem Angebot anderer richten. Jeder nimmt so hohe Preise wie er kann.

Natürlich kann man daran denken, Preise z.B. für Dinge des Grundbedarfs zu reglementieren, notwendig ist es nicht, der harte Konkurenzkampf zwingt die Aldis und Lidls dazu. So sind Lebensmittel auf Kosten der Qualität und der armen Tiere oft viel zu billig. Das ist aber wiederum (nicht nur) denen, die wenig Geld haben, meistens scheissegal.

Dei Welt war, ist und wird niemals gerecht werden, dazu ist der Mensch eben Mensch

Re: Wie passen Oldtimer in die Zukunft?

Verfasst: So 12. Mär 2017, 18:25
von Carsten_SM
Sag ich doch, Raubtierkapitalismus, und ist nicht vereinbar mit Kant.

Da ich selber beruflich mit Überwachungs- und Sicherheitstechnik zu tun habe (bin u. a. für alle Stufen voll zertifiziert für BMA und SAA),
kann ich Dir sagen, das das oft ein Geschäft mit der Angst anderer Leute ist. Aber gut.

Und wenn wir uns ALLE Mühe geben würden, sähe es oft netter aus.

Neulich nen Strafticket für TÜV überzogen eingesammelt. Hey, da hätte es ein Zettel mit Hinweis getan, aber nein, so kann man mir 20 Euro abnehmen, hurra. Also, wir können es uns alle auch gegenseitig gut schwer machen.

"Jeder nimmt soviel wie er kann"- ich nicht. Nenn mich bekloppt, aber z. B. achten wir als Vermieter darauf, das es angemessen für junge Leute bleibt, in der Stadt, auch wenn da mehr ginge. Einer hat aus dieser Wohnung ein Internet-Hotel gemacht, der musste dann gehen, aber an sich klappt das gut, denn die Bewohner sind dankbar für die nette günstige Wohnung, gibt ein ganz anderes Hausklima, z. B. achtet jeder drauf, das es unserem Hauskater gut geht.


Carsten