Hallo Jint,
> Ich finde es ziemlich unfassbar das du jetzt immer noch sagst
> das es keine objektive Gründe gibt um Weiss-auf-Schwarz nicht gut zu finden!!
Es wurden bisher keine objektiven Gründe genannt.
Argumentiert wurde bisher mit Vokabeln wie: Allgemeingut, schreckt ab, schmerzt, uninspiriert, Geschmack
...alles streng subjektiv.
Schlimmer noch, es wurde behauptet es würde mit dem "weiss auf schwarz" gegen
Regeln und
Fakten verstoßen. Auf meine Frage wo ich die genannten Regeln und Fakten nachlesen könne kam rein gar nichts, kein Wunder denn es gibt diese Regeln und Fakten nicht. Ganz im Gegenteil:
1.
Schwarz-Weiss bzw. Schwarz-Gelb sind die
am besten lesbaren Farbkombinationen.
2. Es gibt zwischen Schriften mit
negativer Polarität (hell auf dunklem Grund) und
positiver Polarität (dunkel auf hellem Grund)
keine eindeutigen Unterschiede in der Lesbarkeit.
Quelle: Wandmacher, J. (1993) Software-Ergonomie. Berlin, New York: De Gruyter.
Ich habe wie gesagt von all dem keine Ahnung und muß mich daher auf Leute verlassen, die das professionell angehen, wie z.B. Herrn Wandmacher und der muß seine Aussagen objektiv belegen. Gerne lasse ich mich auch vom Gegenteil überzeugen, aber eben nicht mit Gefühlen und "das ist eben so"-Argumenten.
Ich frage mich manchmal ob die Kritiker überhaupt D-Modell fahren. Denn ein Blick auf die Instrumente (Tacho, Uhr etc pp.) müßte sie erschaudern und zum Lackstift greifen lassen.
Zu einer objektiven Herangehensweise gehört aber nicht nur die Kenntnis der Ergonomie sondern auch gleiche technische Voraussetzungen.
Sehen wir überhaupt das Gleiche?
Da ein Monitor die visuelle Referenz ist, muss er deshalb optimal eingestellt sein und - diese Einstellungen sollten bei einem z.B. acht (8) bis zwölf (12) Arbeitsstunden/Tag nach ca. sechs (6) Monaten nachreguliert werden. Vom Anwender wird einfach noch nicht akzeptiert, dass ein Monitor altert und um so schneller je mehr er in Betrieb ist.
Quelle: http://www.old-schulte.de/profilie.html
...mal Hand aufs Herz wer von uns hat denn in den letzten 6 Monaten, oder gar überhaupt schon mal seinen Monitor
kalibriert.
Kann es also sein, daß maldinis Weiss überstrahlt und meines nicht? Ja!
Und genau da ist die Weiss-auf-Schwarz Farbwahl problematisch, denn die Monitore sind in der Regel ab Werk so vorkallibriert, daß sie ein schwarz-auf-weiss Dokument immer einigermaßen richtig darstellen.
Beachten sie auch, dass ein fabrikneuer Monitor i.d. Regel vom Hersteller auf 9300 Kelvin Farbtemperatur eingestellt ist. Das täuscht zusätzlich einen hohen Kontrast im Weissbereich vor ist somit generell für die Textverabeitung voreingestellt (der Kunde ist dann schon einmal zufrieden).
Quelle: http://www.old-schulte.de/profilie.html
Die Frage ist nun, wer ist für die Ergonomievoraussetzungen zuständig. Beim Auto ist das klar geregelt keiner darf seine Frontscheibe rot tönen, weil er dann die Signalfarbe der Straßenschilder nicht mehr warnimmt.
Beim Webdesign muß man aber offensichtlich von
falsch kalibrierten Monitoren ausgehen und solange dies dem Nutzer nicht bewußt wird muß man als Webdesigner wohl oder übel darauf eingehen.
Also entweder man verzichtet im Zweifel auf eine objektiv ergonomisch günstige Farbwahl wie Weiss-auf-Schwarz oder man veranlaßt alle seine Nutzer ihre Monitore zu kallibrieren.
Als Realist würde ich Ersteres machen als Idealist könnte man Letzteres versuchen.