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Re: Elektro-DS
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 13:39
von priusb78
anieder hat geschrieben:
...
Die Frage ist für mich, warum man das aus vorauseilendem Gehorsam tun sollte. Lachen sich da nicht die Panikmacher ins Fäustchen?
...
Hallo Andreas,
für mich hat das nichts mit "vorauseilendem Gehorsam" zu tun. Wenn ich so einen Umbau ernsthaft angehe, dann nur aus persönlicher Überzeugung. Ich sehe es zunehmend kritisch, nur so zum Spaß mit 11-12 Litern Spritverbrauch in der Gegend rumzufahren.
Die "Erhaltung von automobilem Kulturgut" halte ich bei einem "daily driver" eh für "Ettikettenschwindel". Das mag für eine seltene frühe DS in Originalzustand gelten, die manchmal zu Veranstaltungen ausgefahren wird, aber nicht für ein Auto, das nachlackiert, technisch mehrfach erneuert und mehrere 100Tkm drauf hat. Das "verbrauche " ich die nächsten 20 Jahre sowieso, mit oder ohne Verbrenner. Aber wenn ich schon 6-8Tkm p.a. fahre, sollte es vielleicht möglichst sauber sein.
Ich würde auch den Weg des "maximalen Erhalts der Originaltechnik" gehen wollen, z.B. Gaspedal, Getriebe, HD-Pumpe per Keiriemen usw. erhalten wollen. Soweit machbar nur den Verbrenner rauswerfen und den gewonnenen Raum des Tanks, evtl. Teile des Kofferraums und evtl. unter den Vordersitzen für Akkus nutzen. Mit reizt so ein Projekt auch technisch, aber es sollte im machbaren Bereich bleiben. Ich kann und will keine neuen Fahrwerke, Bremssysteme oder sonstwas konstruieren. Es sollte möglichst ein mechanischer Umbau mit bereits fertigen, bewährten, idealerweise zugelassenen (ABE) Komponenten sein.
Gruß Thorsten
Re: Elektro-DS
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 13:52
von Hans-Uwe Fischer
Leute,
es wurde immer noch keine realistische Lösung vorgeschlagen. Man kann seinen Wohnort wechseln, auswandern, den Oldtimer abschaffen, eine Garage vor der Umweltzone mieten, die Partei wechseln, Harakiri ausüben, Geld für zukünftige Strafzettel sammeln, gelbe Westen anziehen usw., usw..
Oder das Thema ignorieren und überheblichen Spott verbreiten.*
Eine bestimmte Klientel möchte aber den Oldtimer am Fahren erhalten. Und auf diesen Punkt sollte man das Projekt eingrenzen.
*) Als ich seinerzeit bei einem Kunden die Q101 von Ford zufällig herumliegen sah und daraus ein wirtschaftliches Projekt etablieren wollte, umgaben mich auch nur Typen wie T. Held und Konsorten. Mit Hilfe von Studenten einer nahen Fachhochschule wurde es dann aber realisiert. Mit einem gigantischen Erfolg, der viele Jahre anhielt.
Re: Elektro-DS
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 14:19
von maldini
hallo zusammen,
.. lasst uns bitte bei den technischen Gedankenspielen bleiben und
nicht persönlich werden!
Hier in diesem Thread will und muss niemand jemanden von etwas überzeugen, was er vielleicht für überflüssig halt -
Wenn er meint, dass es nicht sinnstiftend ist (was aus Seiner Sichtecke sicher absolut schlüssig ist) hat er aber - ausser dem gemachten Kommentar - nichts weiter beizutragen.
soweit -
Karl
PS: Daniel Düsentrieb aka
Gyro Gearloose hätte auch Emil Elektroantrieb heissen können

) und Thomas ist ein netter Kerl und kein Konsorten!
Ihn kenne ich nämlich
persönlich...
Re: Elektro-DS
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 14:22
von symphatique
Das H-Kennzeichen ist bei einem monovalenten E-Antriebs-Umbau auch nicht mehr nötig.
Mit E kommt man überall rein.
KFZ-Steuer für E-Autos weiss ich nicht.
Versicherung für E-DS steht vermutlich bei Typklasse 11.
Re: Elektro-DS
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 14:26
von maldini
Re: Elektro-DS
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 15:09
von Hans-Uwe Fischer
maldini hat geschrieben:
PS: Daniel Düsentrieb aka
Gyro Gearloose hätte auch Emil Elektroantrieb heissen können

) und Thomas ist ein netter Kerl und kein Konsorten!
Ihn kenne ich nämlich
persönlich...
Karl, der Begriff "Typ" und "Konsorten" ist absolut kein Schimpfwort. Ich denke auch, dass T. Held ein ganz lieber Kerl ist. Aus seinen Beiträgen kann man das allerdings nicht herauslesen. Auch dem Posting von Anieder stimme ich größtenteils zu. Ist aber keine Lösung des Problems. Wäre ich betroffen, würde ich auch an einer individuellen Lösung basteln. Vermutlich ein 2-achsiger Push-Anhänger mit vier Breitreifen, eAntrieb und Akku. Das reicht, um aus der Sperrzone zu kommen. Ein Finanzpolster für Strafzettel anlegen wird auch nicht lange funktionieren. Nach n Strafzetteln droht Stilllegung.
huf
Re: Elektro-DS
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 16:05
von priusb78
Hallo Karl,
Dein Beitrag zur Steuerbefreiung war schon mal sehr gut, danke!
Wer kennt sich mit den Zulassungsanforderungen aus?
Muss vermutlich jeweils einen "Einzelabnahme" beim TÜV sein. Was ist dabei zu erbringen?
Z.B.:
Wie muss der zulassungsfähige mechanische Einbau, z.B. E-Motor an Getriebeglocke, nachgewiesen werden? Berechnungen notwendig?
Wie kann die ungeänderte Funktion von z.B. Bremsen, Lenkung, Federung nachgewiesen werden?
Beispiel: E-Motor für Antrieb der HD-Pumpe ==> Wie muss der Nachweis erbracht werden, dass das geänderte System wieder funktioniert?
Bei nicht geänderten Funktionen, z.B. mechanischer Teil der Bremsanlage, reicht da der Verweis auf "nichts geändert" und Überprüfung am Auto?
Wie kann die EMV nachgewiesen werden? Labormessungen notwendig? Zum Teil werden schon EMV-zertifizierte Umrüstsätze angeboten. Geht es dann einfacher?
Geändertes Fahrzeuggewicht:
Hängt wahrscheinlich vom Ausmass der Änderung ab. Bei "kleiner gleich" wahrscheinlich unproblematisch, bei "größer" wird vermutlich eine Änderung der Zuladung notwendig, evtl. auch Reduzierung der Anzahl der Passagiere.
Muss die geänderte Gewichtsverteilung im Fahrzueg irgendwie nachgewiesen werden, z.B. durch Akkupacks im Kofferraum?
Änderungen an der Gangschaltung / Fahrtrichtungsschalter, Gaspedal etc.:
Wie muss da der Funktionsnachweis erbracht werden?
Was ist noch wichtig?
Gruß Thorsten
PS: Ansonsten stimme ich Karl zu: Wer es für sinnlos hält, sollte einfach nur mitlesen und sich seinen Teil denken oder das Ganze ignorieren. Politische Grundsatzdiskussionen sollten - wenn überhaupt - nicht in diesem Thread geführt werden. Da bietet sich z. B. "Berta Benz II - die nicht-technischen Aspekte" an. Ich würde mich über inhaltliche Beiträge zur Machbarkeit freuen.
Re: Elektro-DS
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 17:19
von hgk
Moin,
das hatte ich mit meinem Tüvprüfer letztens besprochen.
die Erstzulassung bekommt man nicht hin, weil die Festigkeitsnachweise, Schallgutachten und so weiter für die DS mit vernünftigen Aufwand nicht zu erstellen sind.
Für Fahrzeuge unter 450 kg gibt es Vereinfachungen, paßt auch nicht.
Folglich ist es eine Umschlüsselung auf neues Antriebssystem. Das geht, weil emissionsfrei. Ist dann aber keine Erstzulasung zwischen 18.5.18 bis 31.12.20 ...
Ob man alle Teile mit ABE bekommt, damit es ein nachgerüstetes Fahrzeug ist, sei mal dahingestellt.
Das mit den Kosten wäre mir aber auch egal und ist eher marginal.
Esgilt ja weiterhin das bisherige Steuerrecht.
Bei meinen alten E-Fahrzeugen zahle ich nach Gewicht den halben Satz, wie für Anhänger 7,46/200 kg, also 7,46/400 kg = ca. 38.- für 2000 kg. Und da kann man man dann auch Teile ohne ABE einsetzen, das liegt im Ermessen des Prüfers.
Bei den Fahrzeugen mit VK kann man auch eine freiwillige Zulassung machen, dann steuerfrei.
(paßt für DS nicht)
Re: Elektro-DS
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 17:44
von anieder
priusb78 hat geschrieben:
anieder hat geschrieben:
...
Die Frage ist für mich, warum man das aus vorauseilendem Gehorsam tun sollte. Lachen sich da nicht die Panikmacher ins Fäustchen?
...
Hallo Andreas,
für mich hat das nichts mit "vorauseilendem Gehorsam" zu tun. Wenn ich so einen Umbau ernsthaft angehe, dann nur aus persönlicher Überzeugung. Ich sehe es zunehmend kritisch, nur so zum Spaß mit 11-12 Litern Spritverbrauch in der Gegend rumzufahren.
Die "Erhaltung von automobilem Kulturgut" halte ich bei einem "daily driver" eh für "Ettikettenschwindel". Das mag für eine seltene frühe DS in Originalzustand gelten, die manchmal zu Veranstaltungen ausgefahren wird, aber nicht für ein Auto, das nachlackiert, technisch mehrfach erneuert und mehrere 100Tkm drauf hat. Das "verbrauche " ich die nächsten 20 Jahre sowieso, mit oder ohne Verbrenner. Aber wenn ich schon 6-8Tkm p.a. fahre, sollte es vielleicht möglichst sauber sein.
Ich würde auch den Weg des "maximalen Erhalts der Originaltechnik" gehen wollen, z.B. Gaspedal, Getriebe, HD-Pumpe per Keiriemen usw. erhalten wollen. Soweit machbar nur den Verbrenner rauswerfen und den gewonnenen Raum des Tanks, evtl. Teile des Kofferraums und evtl. unter den Vordersitzen für Akkus nutzen. Mit reizt so ein Projekt auch technisch, aber es sollte im machbaren Bereich bleiben. Ich kann und will keine neuen Fahrwerke, Bremssysteme oder sonstwas konstruieren. Es sollte möglichst ein mechanischer Umbau mit bereits fertigen, bewährten, idealerweise zugelassenen (ABE) Komponenten sein.
Gruß Thorsten
Hallo Thorsten
Ein schlechtes Gewissen brauchst du genau so wenig zu haben, wie wenn du beim schwimmen im Meer aus Versehen reinpinkelst.
Ein als Oldtimer also wenig gefahrenes altes Auto verschmutzt den Planeten weniger als ein Adventskranz.
Das schlechte Gewissen ist doch schon vorauseilender Gehorsam.
Bei Daily driver sehe ich das auch schon etwas anders. Allerdings sind auch die so wenig, dass es schlicht irrelevant ist.
Wenn du Akkus in eine DS fummelst, dann ist das die echte Umweltsünde. Das ist nun mal objektiv gesehen Sondermüll.
Was jemand aus Interesse bastelt, das ist mir egal. Ich habe mich persönlich zwar z.b. auch für die DS Diesel Umbauten nicht begeistern können. Aber jäde Jeck is anders.
Nur bitte nicht mit dieser Umweltschutzbanderole.
Mein ESP Beispiel soll doch auch nur die Absurdität der Argumentation verdeutlichen.
Würde nämlich der Gesetzgeber auf die ID kommen das vorzuschreiben, dann wäre sicher das Geheule groß. Wie bei der Gurt— und Warnblinker Frage. Und hier geht es in allen Fällen um Menschenleben!!!
Nur beim Thema Abgase lassen sich alle von der Umweltschutzhysterie verblenden.
Gruß
Andreas
Re: Elektro-DS
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 17:45
von anieder
maldini hat geschrieben:
Hallo Andreas,
als Erklärung für Dich..
Eine Dampflock mit E Motor ist auch keine Dampflock mehr...das ist sinnfrei.
nicht E-motor
Tauchsieder wäre die Analogie!

)
grüße
Karl
Und macht trotzdem keiner, weil sinnbefreit.