[quote=uvlight]
Ich will aber eine ! ! ! ! Uli
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Nö, kriegste nich!
Ich denke, der Satz war durch das Asterix-Zitat eindeutig als ironisch zu erkennen. Wer das als "Dissen" versteht...
Meinen Standpunkt habe ich schon mehrfach, auch in anderen Fäden klargestellt: Ich will meine DS soweit es mir möglich ist, im technischen Originalzustand erhalten. Wenn, wie z. B. am letzten Stuttgart-Stammtisch, mir Leute erklären, sie würden ihre DS im Alltagsbetrieb benutzen und hätten deshalb eine 123-Ignition drin, dann akzeptiere ich das, allerdings wage ich zu bezweifeln, dass die mir Ratschläge zur Behebung meiner Probleme geben können.
Ebenso wie ich es nicht als "Fehlersuche" ansehe, wenn mir empfohlen wird, auf Verdacht sämtliche elektrischen Komponenten meiner Zündung auszutauschen.
Wobei merkwürdigerweise drei der wichtigsten Teile von diesen Ratgebern nicht erwähnt wurden: Nämlich der Verteiler mit der Fliehkraftverstellung selbst (mechanischer Verschleiß), die Kappe mit den Anschlüssen (Möglichkeit von Haarrissen), sowie der Verteilerfinger (mechanischer Verschleiß).
Und wenn ich dann die Leute, die mir zudem noch empfehlen, unbedingt eine Zündspule mit Vorwiderstand einzubauen, frage, ob sie mir erklären können, wozu denn der Vorwiderstand gut ist, kriege ich keine Antwort.
Ich hatte diesen Thread ja mit der Frage begonnen, ob es sich um ein Vergaserproblem handeln könne, und habe ich mich von den Antworten, die hier aus dem Forum kamen, davon überzeugen lassen, mir doch mal die Zündung unter die Lupe zu nehmen. U. A. habe ich mitnichten meinen guten alten Kondensator ausgetauscht, sondern schlicht und einfach seine Kapazität gemessen. Er hat brave 0,44uF.
Einen sachdienlichen Hinweis zur Behebung meiner Probleme, habe ich dann schliesslich in "Elektronisches Jahrbuch für den Funkamateur 1982" aus dem Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik gefunden. Darin gibt es eine Baubeschreibung einer kontaktlosen elektronischen Transistorzündanlage, in der sehr detailiert das Zusammenspiel von Zündspule, Kondensator, Schliesswinkel etc beschrieben wird. Und in dieser Beschreibung steht der sehr schöne Satz: "bei höheren Drehzahlen ... ist die Einhaltung des vorgeschriebenen Schließwinkels des Unterbrecherkontakts von großer Bedeutung, um die erforderliche Funkenzahl ohne Aussetzer zu erhalten".
Also habe ich heute das trockene Wetter ausgenutzt, und habe den Schließwinkel von leicht zu niedrigen 57° (60° stehen im Handbuch) auf leicht zu hohe 63° eingestellt. Und siehe da: Das Problem scheint damit mit Originalzündspule, Originalverteiler und Originalkondensator behoben zu sein.
Und man möge mir meinen Irrweg verzeihen, denn mit den alten Unterbrechern hatte ich einen Schließwinkel von 37° und keine Zündaussetzer, obwohl ich teilweise bis zu 120 gefahren bin, bzw um Anstiege nicht als fahrende Straßenblockade überwinden zu können, im 2. Gang ziemlich hochtourig gefahren bin. Gut die Dame hatte in dem Zustand keine rühmenswerte Leistung, aber Zündaussetzer hatte sie eben auch nicht.
Und jetzt bitte ich alle, die oben auf der Palme sitzen, wieder runterzukommen. Ich bin ja auch nicht an die Decke gegangen und habe nicht die beleidigte Leberwurst gegeben, als man mir hier "Beratungsresistenz" unterstellt hat.
Klemens