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Re: alle Jahre wieder

Verfasst: Do 25. Nov 2004, 12:51
von Robert Kruse
Hallo Patric,

vielleicht vertue ich mich ja, weil ich nur die alten Möhren mit den über Feder angelenkten Korrektoren kenne, aber bei diesen Autos geht die Macht alleine vom Gaspedal aus. Soll heissen: Zumindest bei den Langhubern ist es so, dass der Korrektor nur dazu dient, die Einkuppelgeschwindigkeit je nach der Stellung der Drosselklappe zu beeinflussen. Eine Rückwirkung gibt es bei der alten Konstruktion nicht. Die neuere Konstruktion - Korrektor am Vergaser - mag vielleicht vermuten lassen, dass dies so sein könnte, aber sinnvoll würde mir das nicht erscheinen. Vom Vergaser aus gesehen, hat der Korrektor nur Befehle entgegenzunehmen und hat selbst nichts zu sagen. Wenn es dann eine Rückwirkung gibt, wäre die in jedem Fall fehlerhaft. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Korrektor es irgendwie fertigbringt, die Drosselklappenwelle - und nur da greift er doch an - gegen alle Anschlagschrauben so zu verdrehen, dass nur noch 450 Upm übrigbleiben. Wenn das so wäre, müsste das Gaspedal in diesem Moment blockiert sein und der Vergaser verzogen. Auf die Gemischzusammensetzung kann der Korrektor m.E. in keinem denkbaren Fehlerfall einen Einfluss nehmen, wie soll er das denn machen? Wie gesagt, alles unter Vorbehalt, bin Langhuberfahrer und kenne die Kurzhuber nur theoretisch.

Gruss
Robert

Re: alle Jahre wieder

Verfasst: Do 25. Nov 2004, 16:20
von Pit
Hallo Robert,
der neuere Korrektor nimmt wirklich beim Schalten das Gas mit Gewalt gegen die Federn in der Gasbetätigung weg. Allerdings normalerweise natürlich nicht auf 500 Umin, sondern ca. 2000-3000Umin. Dies bewirkt Kolben 1, der gegen den Nocken auf der Welle 2 wirkt, die wiederum starr mit der Drosselklappenwelle verbunden ist. Erst beim Einkuppeln, wenn der DRuck im Korrektor sinkt, kann die Drosselklappe wieder weiter öffnen.
Pit

Re: Vergaseransichten

Verfasst: Do 25. Nov 2004, 19:17
von patric
Hallo H-U,

danke für die Klärung, sollte das (neuer Vergaser alter Vergaser) nicht auch so im Handbuch stehen? Hab' ich's übersehen?

Nur für die Akten an der Richtigkeit Deiner Anleitung habe ich nicht gezweifelt, ich wollte lediglich die Zahlen-Bezeichnungen auf die ich mich beziehe klarstellen...


Kollege Korrektor

Verfasst: Do 25. Nov 2004, 19:24
von patric
Hall robert,

> Und ich kann mir nicht vorstellen,
> dass der Korrektor es irgendwie fertigbringt, die
> Drosselklappenwelle - und nur da greift er doch an - gegen
> alle Anschlagschrauben so zu verdrehen, dass nur noch 450 Upm
> übrigbleiben.

Wenn Du Dir nochmal durchliest was ich geschrieben habe, dann wirst Du erkennen, daß ich gar nicht sage, daß der Korrektor das Ganze soweit verdreht, daß nur noch 450 U/min übrigbleiben, er verdreht so wie immer nur kommen bei verrussten Kerzen und/oder zu fettem Gemisch (also unvollständiger Verbrennung) eben nicht mehr 3000 U/min dabei raus sondern irgendwas unter 900 U/min. Wie gesagt Kollege Korrektor arbeitet nach wie vor korrekt nur, dier Verbrennung läuft nicht so ab wie sie soll, mit all den Folgen die das hat.


> Auf die Gemischzusammensetzung kann der Korrektor m.E. in keinem
> denkbaren Fehlerfall einen Einfluss nehmen, wie soll er das
> denn machen?

Das hat auch keiner gesagt, lies Dir nochmal meinen Text in Ruhe durch.


Re: CO Werte

Verfasst: Do 25. Nov 2004, 19:34
von patric
OK,

hier die Messwerte:

CO.............2%
CO2.........10%
Lambada..1,4

also das genaue Gegenteil von dem was ich erwartet habe, nämlich eher mager, dem Lambda Wert nach schon hart an der Zündgrenze in Richtung mager, aber das scheint mir doch ein wenig übertrieben (Meßtoleranzen?).

Nun ja meine fette Theorie ist damit wohl ins wanken geraten - ich werde das theoretisieren jetzt vorläufig einstellen und als nächstes die LuFi-Umrüstung angehen, mal sehen was das bringt.


Re: Vergaseransichten

Verfasst: Do 25. Nov 2004, 19:49
von H.-U. Fischer
Hallo Patric,

das mit der Nummerierung habe ich auch so verstanden. Deine Bilder haben auch für Klarheit gesorgt. Ich wollte nur die Situation "reseten" und ohne Nummerierung fortfahren. Ob alt oder neu, es ist wirklich aus den Handbüchern schwer zu erkennen. Wenn man dann zusätzlich noch die Reparaturanleitung von BUCHELi 217/218 hinzuzieht, ist das Chaos perfekt.
ZITAT:
Falls erforderlich, die Gemischregulierschraube und die Luftschraube gleichzeitig einstellen, jedoch die Luftschraube immer als letztes einstellen.
In deren Zeichnung ist dann die Gemischeinstellschraube die Luftschraube und die Anreicherungsschraube die Gemischschraube.

Wieso wollen uns die Schweizer immer so ärgern?

Grüsse
Hans-Uwe

Re: alle Jahre wieder

Verfasst: Do 25. Nov 2004, 23:25
von Christoph
Hallo Patric,

Aus eigener leidiger Erfahrung mit ähnlichen Symptomen......bei mir half die ganze Vergaserschrauberei überhaupt nichts!!! Der Verteiler wars gewesen, jetzt werkelt da die 123 Ignition und seither kommt Madame auch bei Kälte auf Touren. (Symptome waren vorher: Kaltstart einwandfrei, nach 5 - 10 km keine Leistung mehr und mit viel Geduld im Lehrlauf heimgetuckert...... wie gesagt der Vergaser wars nicht!!!!

Der Verteiler wars gewesen

Verfasst: Fr 26. Nov 2004, 20:34
von patric
Hallo Christoph,

auch wenn sich herausgestellt hat, daß mein Vergaser sehr gut eingestellt ist, meine ich daß meine Verfettungstheorie mit den dadurch verrussenden Zündkerzen ohne Selbstreinigungseffekt (da kalt) in die richtige Richtung geht, dafür spricht auch daß es durch "freibrennen" dann nach 1-2 min wieder geht und fortan nicht mehr auftaucht.

Deine neue Zündanlage wird höchstwahrscheinlich einen höheren Zündstrom und somit kräftigeren Zündfunken liefern, der die Russschicht besser durchdringen kann.

Ich werde erstmal den LuFi probieren, davon verspreche ich mir eine gute Chance auf Besserung...


Re: Der Verteiler wars gewesen

Verfasst: Fr 26. Nov 2004, 20:59
von H.-U. Fischer
Hallo Patric,

zum 123er habe ich ja viel gesagt. Auch zur systematischen Vorgehensweise (vergeblich?). Aber was die Funkenstärke angeht, da muss ich doch wieder mein Beissholz aus dem Mund nehmen ;-)
Der Funke wird von der Zündspule generiert. Nicht von dem 123er-Verteiler. Und bei niedrigen Drehzahlen ist die Schliesszeit, selbst bei den schlechtesten Verteilern, so gross, dass das alles nichts bringt.

Sorry

Hans-Uwe

Re: Der Verteiler wars gewesen

Verfasst: Fr 26. Nov 2004, 22:57
von patric
Hallo H-U,

ich will Deine Authoritaet in Sachen Elektronik nicht angreifen, aber eine 123 kann sehr wohl einen besseren (Staerkeren Zuendfunken) als ein kontaktgesteuerte Zuendung hervorbringen allein schon durch den Wegfall des mechanischen Schalters mit seinen problematischen Kontaktflaechen.
Die Energie wird zwar von der Zuendspule generiert, was aber davon bei der Zuendkerze ankommt, haengt eben vom Zuendsystem ab.

Weiterhin erlaubt eine elektronisch gesteuerte Zuendanlage ein schnelleres Zusammenbrechen des, durch die Primaerwicklungen der Zuendspule erzeugten, Magnetfeldes, was wiederum eine hoehere induzierte Spannung in der Sekundaerwicklung zur Folge hat - ergo kraeftigerer Funke.

Was an meinem Vorgehen findest Du denn unsystematisch?