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Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Mi 20. Nov 2013, 22:47
von DS20_break
[quote=marc]
jetzt müssen wir nur noch klären warum das Öl in Ralfs Langhuber zur "pechschwarzen und stinkenden Drecksbrühe" wurde.
@Ralf vielleicht hast du mal Zeit beim Hersteller des Öls nachzufragen warum das so passiert ist ? Sonst müsste man mal andere Firmen fragen, das wäre doch interessant.[/quote]
was für eine Antwort erwartest du, Marc?
Wenn überhaupt sagt der Hersteller: es könnte sein, dass ....
Und die Konkurrenz: Sie haben das falsche Öl verwendet, hätten sie ....
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Do 21. Nov 2013, 21:48
von marc
für mich stellt sich die Frage ob das überhaupt ein falsches "Verhalten" von dem Öl war ? Vielleicht war das früher so normal und wenn ja, was ist denn besser für den Motor.
Warum sollte der Ölhersteller kein Interesse an der Aufklärung haben, er kann doch mit Sicherheit auch das andere Öl liefern ?
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Fr 22. Nov 2013, 00:46
von DS20_break
[quote=marc]
für mich stellt sich die Frage ob das überhaupt ein falsches "Verhalten" von dem Öl war ? Vielleicht war das früher so normal und wenn ja, was ist denn besser für den Motor.
Warum sollte der Ölhersteller kein Interesse an der Aufklärung haben, er kann doch mit Sicherheit auch das andere Öl liefern ?[/quote]
Dazu waren die Angaben zum Öl zu ungenau, welche(r) Hersteller war(en) es denn? Und welches Öl genau?
P.S. ich wär froh, wenn endlich mal Schlamm rauskäme, nachdem wohl jahrelang ungeeignetes Öl gefahren wurde - meine ganz persönliche Meinung.
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Fr 22. Nov 2013, 07:04
von maldini
Hallo Hardy,
.. ich wär froh, wenn endlich mal Schlamm rauskäme, nachdem wohl jahrelang ungeeignetes Öl gefahren wurde ..
genau das glaubt aber Ralf nicht -
Er vermutet, dass das Olldtimeröl von seinem Motor in die schwarze Pampe gequirlt wurde - nicht das das Oldtimeröl den zusitzenden alten Motor gereinigt hat.
...
Mich lässt die erschöpfend bearbeitete öldiskussion inzwischen etwas ratlos zurück.
Ich habe - als ich noch selber wechselte - 20W50 o.Ä. aus dem Supermarkt (damals um die 10 DM) verwendet, in der laienhaften Gewissheit, dass dieses Öl sicher "besser" sei, als das seinerzeit spezifizierte. (zumindest nicht schlechter)
Ob man in globalisierten Tagen heute noch so handeln könnte?
Ich würde es machen -
Da unsere Autos schon nach nur 5000km neues Öl verlangen, (da sind sie richtige Oldtimer) ist die Gefahr für mich überschaubar. (Ich müsste alle 3 Monate das Öl wechseln, würde ich den Wagen als Alltagsgefährt bewegen!)
so bekommt er ein mal im Jahr frisches -
Aber ich kann mich natürlich auch irren - und gebe keine ratschläge
grüsse karl
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Fr 22. Nov 2013, 10:48
von rsa404
Hallo Hardy,
wenn du dir meine Beiträge zu dem Thema noch einmal konzentriert durchliest, wirst du feststellen, dass es in meinem Motor keinen Schlamm gegeben haben kann und auch nicht gegeben hat.
Hier ist eindeutig etwas mit dem Öl passiert, was auch immer. Wie meine Recherchen zwischenzeitlich ergeben haben, hat es vergleichbare Fälle mit genau diesem Öl auch bei anderen Fahrzeugen gegeben.
Das Öl wird bereits seit längerer Zeit in dieser Zusammensetzung nicht mehr angeboten, da der Hersteller im Zuge der kontinuierlichen Weiterentwicklung (toller Witz übrigens) die Legierung der Grundstoffe weiter verbessert hat.
Nochmals zur Eignung des modernen 10W40 Öls. Es gibt zahlreiche „Tractionisten“ die seit vielen Jahren mit 10W40 unterwegs sind, pannenfrei und ohne Schäden, teilweise mehr als 300.000 Km. Der 4 Zyl. aus dem Traction ist abgesehen vom Zylinderkopf praktisch baugleich. Die frühen D-Modelle haben ihre Mehrleistung nur aus dem geänderten Kopf nach dem Querstromprinzip bezogen. Daher auch die Schwachsinnskonstruktion bezüglich Doppelzündspule und Sitz des Zündverteilers.
Wie ich ebenfalls in Erfahrung gebracht habe, wechseln viele Tractionisten bereits nach spätestens 3.000 Km ihr Motoröl.
Bei beiden Konstruktionen gilt die Ölversorgung der Kipphebel als etwas kritisch. Da ich meine Ventile bei heißem Motor einstelle und diesen danach auch ohne Ventildeckel Probe laufen lasse, konnte ich mich mehrfach davon überzeugen, das dass 10W40 Öl in Bezug auf Öldruck vollkommen unproblematisch ist.
Im Gegenteil, während bei 20W50 das Öl erst nach knapp 1 Minute sichtbar die Kipphebel versorgt, ist das bei 10W40 bereits nach ca. 35 Sek. Der Fall.
Hier aber auch noch einmal mein Hinweis: Mich hat die Frage der Ölveränderung beschäftigt, die ich zwischenzeitlich als geklärt betrachte. Bezüglich zu verwendender Öle spreche ich hier ausdrücklich keinerlei Empfehungen aus.
Gruß,
Ralf
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Fr 22. Nov 2013, 11:51
von DS20_break
Hallo Karl, hallo Ralf,
da hab ich euch wohl falsch verstanden, sorry.
ich bin vom 20W50 auf 5W50 umgestiegen, weil mich die Argumente von Andreas und aus dem Michell Buch überzeugt haben. Vor der Neubefüllung habe ich dann noch gespült, es kam schwarze flüssige Brühe raus. (Das alles für meinen DY3). Ich bin mit dieser Entscheidung sehr zufrieden.
Was ich in die seitengesteuerten, teilweise mit gemeinsamer Motor- und Getriebeölversorgung verwenden werde. weiß ich noch nicht. Die haben natürlich keinen Ölfilter, nur ein Sieb zwischen Motor und Getriebe.
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Fr 22. Nov 2013, 17:03
von Sven
Da investiert die petrochemische Industrie Milliarden und Jahrzehnte, damit nachher 'Spezialisten' kommen und sagen, dieser neumodische Kram wäre Quatsch.
Den Schlamm kenne ich - zwar nicht aus der DS sondern aus einem CX. Der hatte ein ziemlich altes W5er anstelle eines W20er bekommen und wurde dann deutlich über die Wechselgrenze hinweg ziemlich gefordert. Bei Niedrigstand wurde aus dem gleichen Kanister nachgefüllt, der allerdings in memoriam sicher da schon 20 Jahre alt war - eben billig. Als ich das Auto gekauft habe (1987) habe ich sofort wie immer Flüssigkeitswechel und Filterwechsel gemacht. Da kam auch dieses Zeug raus, ein bisschen wie Honig oder wie so Gallertblasen in Wasser - und dunkelschwarz. Nach Auskunft damals war das zerstörtes Öl wg. Überalterung. Man hat mir erklärt, dass man Altöl reinigt, neu legiert und dann als Sonderöl für irgendwas verkauft, u.a. sogenanntes Oldtimeröl. Genau so etwas war in dem Kanister. Geschäftsidee dahinter: die alten Motoren 'fressen' sowieso alles, egal was man reinkippt. Nach dem Wechsel auf (damals) modernes Öl (mit MoS2) ist der Motor weitere problemlose 340TKm gelaufen, dann hatte er (und vieles andere) keinen Halt mehr in den Resten der Karosserie.
Ich fahre in allen Autos moderne Öle, immer mit MoS2-Zusatz. Problemlos, seidiger weicher Lauf, keine Schäden (z.B. Womo jetzt erst 360Tkm beim Verkauf). So eine abgemischte Pampe kommt nicht in meine Motoren. Aber gut, dass es dafür Käufer gibt. Die mit dem hohen Glaubenspotential sind besondert wertvoll, die kaufen dann auch alle 5Tkm neues Öl....
Gruß Sven
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Mo 25. Nov 2013, 22:12
von marc
Hallo Sven,
ich denke man sollte hier nicht Äpfel und Birnen vermischen. Es geht ja nicht um den neumodischen Quatsch, klar das muss jeder selbst wissen was er da rein kippt. Der Knackpunkt an der Sache ist doch dass moderne Öle wohl kaum für Motore ohne Ölfilter entwickelt werden. Es kann ja durchaus sein dass die bessere Qualität moderner Öle die Nachteile im Bezug auf die komplett andere Konstuktion aufwiegt.
Dafür ist das hier doch ein Diskusionsforum.
@Hardy ich habe mal Probleme mit der Kupplung bekommen bei einer Konstruktion mit gemeinsamer Ölversorgung von Motor und Getriebe. Dass muss dann, wenn zutreffend auch noch mit berücksichtigt werden.
So, jetzt werde ich euch hier wieder ein halbes Jahr in Ruhe lassen.
Viele Grüße
marc
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Di 26. Nov 2013, 21:41
von M. Ferchaud
Wie weiter oben schon geschrieben wurde: Als die Langhuber zu billigen Gebrauchtschüssel reiften, machte sich niemand Gedanken über unlegierte Öle. So wurden die Autos zumeist in den folgenden Jahrzehnten mit handelsüblichen Ölen (in den 80ern üblicherweise 15W40, später auch 10W40, siehe Ralf und ich) bewegt, und sie haben bis heute überlebt; ansonsten dürfte es heute keinen originalen, gut funktionierenden Langhubmotor mehr geben...
Grüße
M.
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Sa 7. Dez 2013, 23:32
von Pepe
Die Tractionisten diskutieren das Thema rauf und runter (fast gleicher Motor, kein Ölfilter:
http://www.cvc-club.de/de/forum). Leider besteht die hartnäckige Mär vom wohltuendem Schlam eines niedrig legierten Öls, der Dreck auf dem Boden der Ölwanne bindet und somit den Ölfilter ersetzt. Es ist Unsinn. Die Gefahr von Verstopfungen oder verkohlten Kolbenhemden ("Boring") durch die Benutzung nierdig legierter Öle ist aber sicher. Mit ausreichend Dispergenten und Detergenten versetzte Öle garantieren Motorsauberkeit und der fehlenden Ölfilter ist durch häufigere Ölwechsel zu kompensieren. Bei der Traction halte ich die empfohlenen 2500km schon für extrem überreizt. allerdings rate ich von einem dünnen 10-30 ab. Manche moderne Ölsorten weisen zusätzlich im Betriebsbereich sehr niedrige Visositäten auf (zugunsten geringerer Reibverluste)-dies erfodert aber sehr enge Lagerluft. 15W40 oder 20W50 (kein Klassik-Öl, beim gut sortierten Ölhändler oder Baumarkt)