Seite 6 von 10

Re: Halbautomatik nur noch mit 3. und 4. Gang

Verfasst: Mi 8. Aug 2018, 16:23
von Jürgen
Hallo Hans,

durch mehrfaches Schalten der einzelnen Gänge entlüftet sich das System selbst.

Re: Halbautomatik nur noch mit 3. und 4. Gang

Verfasst: Mi 8. Aug 2018, 18:23
von Pit
hallo Jürgen,
danke für die Erklärung. Der Gang wird also eingelegt aber er kuppelt nicht ein.
Grüße,
pit

Re: Halbautomatik nur noch mit 3. und 4. Gang

Verfasst: Mi 8. Aug 2018, 22:49
von Robert
Hallo Jürgen,

ich weiss, dass Du sehr viel mehr Erfahrung in diesen Dingen hast als ich, aber mich wundert, dass Du den Test mit einem anscheinend notleidenden HD-Kreislauf fährst. Hast Du den Druck auch mal am Druckverteiler gemessen, immerhin sollte der Einschaltdruck ja mindestens 130 bar betragen? Vielleicht sind die 10 bar Verlust gegenüber den 120 bar Druck im Dritten normal, aber evtl. könnte eine Einstellung des Reglers und ein neuer Druckspeicher dafür sorgen, dass es der Schaltblock dann doch noch so eben schafft, im Vierten einzukuppeln. Wie gesagt, dünnes Eis, auf dem ich hier argumentiere, Du bist der Profi. Die Ur-Schaltblöcke sind ja nicht so leicht neu zu kriegen, oder meinst Du, das Problem liesse sich mit neuen O-Ringen an den Kupplungsbetätigungskolben lösen?

Viele Grüsse
Robert

Re: Halbautomatik nur noch mit 3. und 4. Gang

Verfasst: Do 9. Aug 2018, 09:48
von Jürgen
Hallo Robert,

mit dem aktuellen Zustand bin ich auch überhaupt nicht zufrieden!
Den Stahldruckregler und den Speicher habe ich vor 2 Jahren geprüft da waren sie in Ordnung.
Der Schaltblock hat einen enormen inneren Leckölstrom, deshalb der viel zu schnelle Schaltrythmus des Druckreglers. Im Stand bei betätigtem Handkuppelhebel (damit wird der Schaltblock von der Hydraulikversorgung abgekoppelt) wird er deutlich langsamer.
Den jetzigen Schaltbock haben wir vor etwa 30tkm NOS eingebaut, der vorige hatte auch einen deutlichen inneren Ölverlust.

Re: Halbautomatik nur noch mit 3. und 4. Gang

Verfasst: Sa 11. Aug 2018, 21:23
von M. Ferchaud
Hallo Jürgen,

habe Deine Filme auch mit großem Interesse und mit wachsender Begeisterung angschaut.

Die angeschlossenen Manometer stellen für mich eine sehr schöne Analogie zu modernen Diagnosesystemen dar. Ich habe heute Nachmittag die Höhensensoren an meinem C6 neu eingespeichert und Parametermessungen gemacht, in denen die Systemdrücke ebenso in Echtzeit abgelesen werden können.

Abgesehen davon habe ich bei meiner '58er DS seit kurzem ebenfalls ein Problem am Schaltblock, der zwar perfekt funktioniert, jedoch zunehmend Flüssigkeit am vorderen Anschluss zur Niederdruckpumpe verliert.

Der zunächst verdächtigte originale und leider zu schnell unbedacht gekürzte, jedoch noch funktionstüchtige Zuleitungsschlauch erwies sich als unschuldig.

Die Symptomatik der austretenden LHS erinnert mich an die defekte Hydraulikpumpe, die schlussendlich einen Riss im Alu-Pumpenkörper hatte.

Ralf, der als einziger auf meinen genappten Thread des alten Themas "Leerlaufaneber?" von Sensenmann geantwortet hatte, vermutet, dass jenes Phänomen von Riss- und bruchgefährdeten alten Aluteilen hier vorliegen könnte.

Vielleicht könnte das auch eine Begründung für die hohen inneren Druckverluste sein... neben Verschleiß und Korrosion in den LHS-Aggregaten.

Viele Grüße
Henning

Re: Halbautomatik nur noch mit 3. und 4. Gang

Verfasst: So 12. Aug 2018, 00:57
von Robert
Hallo Jürgen,

bleibt die Frage, an welcher Stelle der Schaltblock solche Undichtheiten hervorbringen kann, dass das Schaltintervall des Reglers stärker in die Knie geht als bei der verschlissenst denkbaren Lenkung. So ein Schaltblock hat aus meiner Sicht doch keine konstruktiv besonders verschleissanfällige Stelle, verglichen eben mit der Lenkung entsteht da viel weniger Reibung/Fahrleistung. Hennings bzw. Ralfs Hypothese eines internen Risses erscheint mir daher plausibel.
Welche Hypothese hast Du?

Viele Grüsse
Robert

Re: Halbautomatik nur noch mit 3. und 4. Gang

Verfasst: So 12. Aug 2018, 16:00
von anieder
Hallo Henning

In der Industrie nimmt man sowas um Haarrisse zu finden.

https://www.technolit.de/App/WebObjects ... y-Set.html

Neuer sind Verfahren mit UV Licht.

Ob es praktikabel ist den Schaltblock versuchsweise mit Löschpapier zu umwickeln?

Gruß

Andreas

Re: Halbautomatik nur noch mit 3. und 4. Gang

Verfasst: So 12. Aug 2018, 17:38
von aquablader
Das wird sich nicht so eng umwickeln lassen...

Mein Vorschlag: den Schaltblock blitzblank machen und mit Talkum-Puder
einpudern. So kann man den Flüssigkeitsaustritt ziemlich genau lokalisieren...

VG Ingo

Re: Halbautomatik nur noch mit 3. und 4. Gang

Verfasst: So 12. Aug 2018, 17:59
von Thomas Held
aquablader hat geschrieben: Das wird sich nicht so eng umwickeln lassen...

Mein Vorschlag: den Schaltblock blitzblank machen und mit Talkum-Puder
einpudern. So kann man den Flüssigkeitsaustritt ziemlich genau lokalisieren...

VG Ingo
Den Flüssigkeitsaustritt bei meinem LHM-Schaltblock zu lokalisieren habe ich aufgegeben. Die Zugänglichkeit der Unterseite mit den Leitungsflanschen ist so eingeschränkt, dass ich da weder Talkum hinbekomme noch etwas beobachten kann. Das sollte bei den alten Teilen vermutlich ziemlich ähnlich verbaut sein.
Gruß

Tom

Re: Halbautomatik nur noch mit 3. und 4. Gang

Verfasst: So 12. Aug 2018, 22:47
von rsa404
Liebe Leute,

die "CRUX" ist doch eigentlich, LHS 2 komplett zu meiden. Diese Brühe hat eine derart zerstörerische Kraft, da Rollen sich mir die Fußnägel auf.

Die Brühe ist hochgradig aggressiv, verbindet sich mit Wasser, und hat eine extreme Förderung von Korrosion bei gleichzeitig ungenügender Schmierung.

Also! Entweder die alte Brühe verwenden, auch wenn sie vordergründig "teuer erscheint", alernativ DOT 4 mit Rizinusöl mischen. Jack Shotton, von dem ich hier leider seit langer Zeit nichts mehr gelesen habe, hat zu diesem Thema ja bereits sehr ausführlich hier geschrieben, so vor gefühlt 15 Jahren!

In diesem Sinne...