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Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3

Verfasst: Do 13. Mai 2021, 20:12
von MartinED
Hallo Jürgen, hallo Pit,

vielen Dank für Eure Tipps. Bei mir ist die Schraube ja so weit in den Hebel eingeschraubt, weiter geht ja gar nicht mehr. Ob ich so weit auskuppeln muss, weiß ich so genau nicht, aber ich vermute schon. Bei meinem Vorgehen "Motor laufen lassen, Feststellbremse anziehen, 1.Gang einlegen, vorne direkt am Vergaser Gas geben" konnte man sehen, hören und spüren, dass das Auto einen "Drang nach vorn" hatte, kurz nachdem die Kupplungsgabel sich nach hinten bewegte. Das deutet ja wohl auf wenig Spiel hin. Aber aufgrund der Stellung Schraube/Hebel könnte ich das Spiel auch gar nicht vergrößern.

Das Fahrzeug hat 2017 im Rahmen einer Getrieberevision eine neue Kupplungsscheibe bekommen und wurde dabei entsprechend eingestellt. Seitdem habe ich nichts daran geändert und bin etwa 13000 km gefahren.

Ich werde mal versuchen, ob ich irgendwie einen Schraubenschlüssel auf die Schraube zu bekomme, ohne dass ich die Doppelleitung vom Lenkgetriebe zerstöre. Das wird auf jeden Fall nicht so einfach sein. :-( Mal sehen, ob ich das Spiel noch verkleinern kann, oder ob das schon ausgereizt ist.

Gruß

Martin

Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3

Verfasst: Fr 14. Mai 2021, 09:58
von anieder
Hallo Martin

Bei deinem Versuchsaufbau hast du 2 Parameter gleichzeitig wirken. Kupplungsspiel und Einkuppeldrehzahl.
Um diese zu Parameter trennen gibt es ja die beschriebenen Methoden.

Ich würde also erst mal nach der Rückwärtsgang Methode so lange das Kupplungsspiel reduzieren bis du sicher weißt wie weit du auskuppeln musst.

Weiß ich nicht genau, vermute schon ist nicht die vorgesehene Grundeinstellung:-)

Gruß

Andreas

Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3

Verfasst: Fr 14. Mai 2021, 11:12
von MartinED
Hallo Andreas,

Du hast ja recht! :-)
Manchmal denke ich halt, warum die Madame eigentlich so oft zicken muss. Es könnte ja auch mal etwas sofort und ohne Probleme machbar sein. Aber ich werde mich bemühen, meine Grundeinstellung wieder zum Positiven zu wenden und mit Ruhe an die Sache herangehen. :y

Viele Grüße

Martin

Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3

Verfasst: Fr 14. Mai 2021, 12:23
von Thomas Held
MartinED hat geschrieben: Deine Erläuterungen beruhigen mich ja schon wieder etwas. Bei funktioniert das nicht so richtig mit dem Hochschieben, aber das brauche ich jetzt für die Geschichte ja auch nicht. Aber ist das normal, dass die Kupplung gleich wieder Druck hat, wenn ich den Hebel unter dem Lenkrad loslasse?
Ja, das ist normal.
Bei meinem Wagen rastet der Hebel durch Hochdrücken auch nur sehr schlecht ein. Sicherheitshalber lege ich dann einen Cola-PET-Flaschenverschluß dazwischen. Diese Verschlüsse sind flexibel genug, um den Hebel stramm in eingekuppelt zu halten - man muss nur aufpassen, dass sie einem nicht nach innen in die Lenkradverkleidung rutschen. Sie eignen sich auch ganz gut als temporäre Batteriepolabdeckung, sitzen allerdings nicht stramm, wie echte Abdeckungen.
MartinED hat geschrieben: Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Doppelleitung wirklich so weit biegen kann, dass ich da mit dem Schraubenschlüssel hinkomme. Und dann noch bei laufendem Motor mit den Keilriemen und dem Kühlventilator, ich glaube, da habe ich ein wenig Muffensausen.
Bei laufenden Motor habe ich das auch nie gemacht, bis ich dieses Werkzeug angeschafft hatte. :-)
Gruß

Tom

Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3

Verfasst: Fr 14. Mai 2021, 13:46
von MartinED
Hallo Tom,

das hört sich gut an! Danke für den Tipp! Das werde ich auch probieren.

Viele Grüße

Martin

Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3

Verfasst: Fr 14. Mai 2021, 16:13
von Pit
Hallo Martin,
ich habe gerade nachgelesen, dass Getriebe, Kupplung und Schaltblock 2017 von Frank gemacht wurden. Dann sollte das ja stimmen. Stammt die Einstellung der Schraube am Ausrückhebel auch von Frank? War dann in den letzten vier Jahren alles in Ordnung?

Du hattest hier ja erst ein Vergaser- oder Zündungsproblem. Ist das Problem des Absterbens wegen nicht trennender Kupplung erst im Zusammenhang mit dem Vergaserproblem aufgetaucht? Liegt es also eher an den Drehzahlen?

Grüße,
pit

Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3

Verfasst: Sa 15. Mai 2021, 00:26
von MartinED
Hallo Pit,

2017 stimmte jedenfalls alles. Die Kupplungsscheibe unterliegt natürlich einem gewissen Verschleiß. Ob der Einfluss bei ca. 13000 km nennenswert ist, weiß ich aber nicht. Wann das Ruckeln genau angefangen hat, kann ich nicht so genau zuordnen. Seit der Getrieberevision ist allerdings noch einiges am Hydrauliksystem passiert. Ich habe mittlerweile das Lenkgetriebe (undicht), die HD-Pumpe (undicht), den Fliehkraftregler (Lager fest), den Kupplungskorrektor (undicht), den Druckregler inklusive Druckspeicher (profilaktisch), den Bremsdruckspeicher (Verdacht auf defekte Membran) und den Schaltblock (Übergang 1./2. Gang zickte) gewechselt. Außerdem habe ich, wie beschrieben, jetzt den Vergaser mal "durchgeblasen", was die Drehzahlkonstanz auf jeden Fall erheblich verbessert hat. Der Fliehkraftregler ist eigentlich auch ganz gut eingestellt, ich könnte ihn aber noch einen Ticken zum Eingriff bei einer etwas höheren Drehzahl einstellen. Den Kupplungskorrektor wollte ich noch etwas weicher einstellen, habe ich aber noch nicht gemacht, weil ich zunächst mal das Kupplungsspiel kontrollieren wollte. Ich muss gestehen, dass ich bisher auf die Stellung der Kupplungsgabel nicht so wirklich geachtet habe. Beim Aus- und Einbau des Lenkgetriebes habe ich mir wohl nicht so viel dabei gedacht, dass die Kupplungsgabel so nah am Lenkgetriebe liegt. Ich bin eigentlich zufrieden, wenn nur dieses komische Ruckeln nicht wäre: immer beim Herunterbremsen insbesondere bei langsamer Fahrt im zweiten Gang kurz vorm Stillstand, wo ich dann denke "Warum kuppelt er jetzt nicht aus, denn die Drehzahl ist doch schon in dem Bereich, wo er das tun sollte?". Dieses Phänomen kann man nur unterdrücken, indem man vor dem Stillstand schon den Gang einfach aktiv herausnimmt oder man bremst die letzten Meter vorm Stillstand sehr stark auf Null herunter. Dann steht das Auto und kuppelt aus. Wie gesagt, seit dem ich den Vergaser durchgeblasen und neu eingestellt habe, stirbt der Motor zumindest dabei nicht ab. Ist doch alles ein wenig merkwürdig, oder?

Gruß

Martin

Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3

Verfasst: Sa 15. Mai 2021, 00:29
von MartinED
... ach ja, das Kupplungsspiel hat Frank natürlich damals auch gemacht, nachdem er alles wieder zusammengebaut hat. Wie gesagt, da hat ja auch alles funktioniert und dieses Ruckeln ist mir zu der Zeit jedenfalls nicht aufgefallen.

Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3

Verfasst: Sa 15. Mai 2021, 09:53
von anieder
Hallo

Das beantwortet nun auch, ob man das Stottern eindeutig einem Abwürgen durch zu spätes Auskuppeln zuordnende kann. Also ja.
Hast du denn schon mal Entlüftet?
Ansonsten kannst du ja nur die Auskuppeldrehzahl sukzessive erhöhen um zu schauen ob das das Verhalten ändert.

Kennst du eigentlich die Zwischenstellungen am Gangwahlhebel? Da verharrt das System im Zustand Ausgekuppelt Gang draußen.
Ggf. Als Workaround. Oder Test.

Gruß

Andreas

Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3

Verfasst: Sa 15. Mai 2021, 10:38
von Thomas Held
MartinED hat geschrieben: Die Kupplungsscheibe unterliegt natürlich einem gewissen Verschleiß. Ob der Einfluss bei ca. 13000 km nennenswert ist, weiß ich aber nicht.
Das kann aber kaum die extreme Stellung der Schraube erklären. Meine Kupplungsscheibe wurde vor ~90000 km erneuert und die Schraube steht nach wie vor viele Gewindegänge nach vorne aus der Gabel raus.
MartinED hat geschrieben: Ich bin eigentlich zufrieden, wenn nur dieses komische Ruckeln nicht wäre: immer beim Herunterbremsen insbesondere bei langsamer Fahrt im zweiten Gang kurz vorm Stillstand, wo ich dann denke "Warum kuppelt er jetzt nicht aus, denn die Drehzahl ist doch schon in dem Bereich, wo er das tun sollte?". Dieses Phänomen kann man nur unterdrücken, indem man vor dem Stillstand schon den Gang einfach aktiv herausnimmt oder man bremst die letzten Meter vorm Stillstand sehr stark auf Null herunter. Dann steht das Auto und kuppelt aus. Wie gesagt, seit dem ich den Vergaser durchgeblasen und neu eingestellt habe, stirbt der Motor zumindest dabei nicht ab. Ist doch alles ein wenig merkwürdig, oder?
Meine Halbautomatik verhält sich eigentlich schon immer etwa so. Der Motor geht zwar nicht aus, aber Ruckeln beim automatischen Auskuppeln habe ich noch nie weg bekommen und nehme den Gang eigentlich immer manuell raus. Ich denke, das ist einfach Verschleiß in Getriebe, Differential und Antriebswellen (das alles ist bei meinem Wagen jedenfalls noch nie erneuert worden). Ich wollte schon immer mal eine Kamera installieren um zu prüfen, ob beim Ruckeln wirklich der Kupplungszylinder hin und her geht - ich vermute eher nicht.
Wie ist das Kriechen bei deinem Wagen im ersten Gang (Stau, Stop and Go) - das ist bei mir leider auch nicht allein mit dem Bremsknopf machbar ohne manuell auszukuppeln, wenn es ruckelfrei sein soll.
Gruß

Tom