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Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Di 11. Nov 2014, 22:17
von DS20_break
jedenfalls regt mich dieser Thread dazu an, demnächst REPARATURHANDBUCH NR. 583 D. 173·0 KONTROLLE DER DICHTIGKEIT (der Benzinpumpe) durchzuführen. Mein DLEA2 (als vorübergehender Ersatz für den eigentlich reingehörenden DMA3) ist frisch gereinigt, abgedichtet und die Drosselklappenwelle hat kein Spiel und er funzt prima.

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Di 11. Nov 2014, 22:33
von Claude-Michel
[quote=Form-Finder]sonst wäre sie inzwischen ca. 20 Jahre alt. [/quote]
2014-1972=42 Jahre.
Die von meiner 73er DSuper5 habe ich vor 11 Jahren wechseln müssen weil sie das Benzin raussabbern ließ. Und trotz neuer mechanischer Pumpe musste ich eine elektrische in Reihe schalten um den Motor nach langem Stand "au quart de tour" starten lassen zu können. Da Zündung, Vergaser, Kerzen, etc in Ordnung sind startet er auch sofort und kann auch gleich im Leerlauf betrieben werden. Somit müsste es mit der Schmierung gut sein. Ich denke, die Ölpumpe braucht auch ein paar U/min um was fördern zu können.
Bin auch gerade beruflich unterwegs in Erfurt und kann nicht schlafen O:-)

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Di 11. Nov 2014, 22:38
von Form-Finder
2014-1972=42 Jahre.

Stimmt! Allerdings hatte ich vor ca. 20 Jahren eine Motorrevision machenlassen. Das sollte auch der Benzinpumpe zugute gekommen sein...
Daheim ist der Ordner mit allen Aufzeichnungen. Am Wochenende weiß ich mehr.

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Di 11. Nov 2014, 22:38
von Robert
Liebe Gemeinde,

mit dem Starten ist es bei meinen 3 Deessen sehr unterschiedlich: Innerhalb einer Woche ist alles ok. Wenn es länger wird, macht die 68er ebenso wie die 59er die hier erwähnten Probleme. Bei der 59er hilft der Handpumpenhebel, bei der 68er braucht es mehrere Startversuche, bis sie läuft. Die 66er ID dagegen kann monatelang stehen und ist innerhalb von einigen Sekunden da. Ich frage mich, ob das was mit den Weber-Vergasern zu tun hat, denn die ID hat einen Solex. Wenn es am verdunstenden Sprit in der Schwimmerkammer liegt, gibt es einen Grund, warum der im einen Fall schneller und im anderen kaum verdunstet? Oder ist es die Startvorrichtung, die beim Solex eine simple Chokeklappe ist, während die Webers ja Startvergaser haben? Wenn ich nicht die ID hätte, würde sich mir die Frage gar nicht stellen, letztlich kommen die beiden anderen ja auch, aber es muss ja eine Grund geben, und eine Zusatzbenzinpumpe kommt mir eher wie ein workaround vor.

Viele Grüsse
Robert

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Mi 12. Nov 2014, 09:42
von Thomas Held
[quote="Robert Kruse"]
Ich frage mich, ob das was mit den Weber-Vergasern zu tun hat, denn die ID hat einen Solex. Wenn es am verdunstenden Sprit in der Schwimmerkammer liegt, gibt es einen Grund, warum der im einen Fall schneller und im anderen kaum verdunstet? Oder ist es die Startvorrichtung, die beim Solex eine simple Chokeklappe ist, während die Webers ja Startvergaser haben? [/quote]

Hallo Robert,

was sind denn Startvergaser? Der Weber hat neben der simplen Chokeklappe (okay, mit der Daempferkolbenmimik ist die nicht ganz so simpel...) lediglich den Verbindungsbuegel zur ersten Drosselklappe, der letztere eine wenig aufzieht.
Gruss,

Tom

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Mi 12. Nov 2014, 10:22
von Langhuber
[quote=Hardy]
vor Allem bei deiner Bosch Zündspule original Käfer. :-)
[/quote]
Das bezog sich ja auf die Technologie der verbauten Komponenten. Ich habe auch einen vermutlich originalen Bosch-Scheibenwischermotor drin, z. Zt. Bosch-Unterbrecher und eine Banner-Batterie und meine derzeitige Benzinpumpe stammt vermutlich aus Vechta. Ich bin bloss noch nicht dazu gekommen, die AC-Pumpe einzubauen, zu der mir ausserdem immer noch der Dichtring fehlt.

Ich wollte lediglich mit meinem Beispiel zum Ausdruck bringen, dass man auch mit einem Equipment, das dem Status von 1963 entspricht, gute Ergebnisse erzielen kann, wenn alles halbwegs in Ordnung ist.
Ich schliesse mich dem Statement von Robert Kruse an:
[quote="Robert Kruse"]
und eine Zusatzbenzinpumpe kommt mir eher wie ein workaround vor.
[/quote] Das gilt in meinen Augen auch für 123 u. A.

Klemens

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Mi 12. Nov 2014, 10:29
von Langhuber
[quote="ACCM Alex"]
also ich finde es gar nicht so unsympathisch, wenn das anspringen nach längerer/ langer Standzeit etas länger dauert.
Ich lasse dann auch gerne zunächst mal den Anlasser ohne Zündung (okay, geht nur beim Halbautomat, beim Schalter müsste man halt das Kabel Zündspule-Verteiler abziehen) drehen, bis die Öldrucklampe ausgeht. Dann kann ich davon ausgehen, dass sich zumindest ein Mindestmaß an Öl schon auf dem Weg durch den Motor auch an die letzten Schmierstellen befindet.
[/quote]
Ich habe ja keine Öldruckleuchte und kann daher nicht sagen, ob die alleine schon beim Kurbeln durch den Anlasser ausgehen würde. Wenn ich mir die Ölpumpe bei meiner Langhuberin anschaue, das sieht nach Handbuch etwa so aus, wie eine Schaufelpumpe, die auf Zentrifugalkraft beruht, bezweifle ich, dass die beim Leiern des Anlassers was bewegt. Oder täusche ich mich und das sind Zahnradpumpen, eventuell auch nur bei den neueren Motoren?

Grüße
Klemens

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Mi 12. Nov 2014, 11:25
von Thomas Held
Hallo Klemens,

du taeuschst dich - es sind Zahnradpumpen, auch bei den Langhubern.
Bei meinem Kurzhuber geht die Oeldruckkontrolle auch bei "Anlasserbetrieb" schon aus, wenn man laenger orgeln muss.
Gruss,

Tom

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Mi 12. Nov 2014, 12:51
von aquablader
Hallo zusammen!

@Tom: das sind keine Dämpfungskolben bei den Weber-Versagern.

Wenn man den Choke zieht, entsteht unterhalb der Starterklappe ein Vakuum,
das den Sprit aus allen verfügbaren Öffnungen ansaugt.
Ist der Motor aber angesprungen, steigt der Unterdruck extrem an und der Luftbedarf des Motors steigt ebenfalls an. Das hätte ein extremes Überfetten zur Folge.

Dieser seitlich angebrachte Kolben bekommt den Unterdruck über einen Kanal und zieht dann gegen eine Federkraft die Drosselklappe wieder offen. Wenn dieser Unterdruckkanal verstopft ist, merkt man das sofort an einem ganz schlechten Leerlauf und extremen Schwarzrauch-Bildung bis hin zum Versaufen.
Neuere Vergaser bekamen später eine Membran dafür, die sogenannte Pulldown-Membran, meistens verbunden mit einer wasserbeheizten Startautomatik.

Das beschriebene System hat aber nix mit den o.a. Startschwierigkeiten zu tun...

LG

Ingo

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Mi 12. Nov 2014, 13:25
von Thomas Held
Danke, Ingo, fuer die Erlaeuterung!
Dass bei angesprungenem Motor die Choke-Klappe 'von selbst' wieder aufgeht, wusste ich. Ich hatte mir die Wirkung des Kolbens als daempfend gegenueber auf-zu-Schwingungen der Klappe vorgestellt. Jetzt verstehe ich es richtig.
Gruss,

Tom