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Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Mo 18. Nov 2013, 19:26
von Bernhard(Süd)
Hallo Andreas,
...ich Nix verstehn: Warum ist nun das niedriger viskose 40er Öl bei gleicher Temperatur dickflüssiger als das 20-50er-???
Grüsse: Be
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Mo 18. Nov 2013, 21:23
von anieder
Hi
Das liegt am Viskositätsindex vi, der bei einem 0 w 40 meist höher ist. Weiterhin wird die sae klasse bei 100 grad gemessen und da hat es z.b. an den Kolbenringen im Betrieb schon deutlich mehr.
Zusätzlich sind in vielen 20 w 50 billige vi die schnell an Wirkung verlieren. Dann sind das eh nur noch 20 w 30 oder 40
Andreas
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Di 19. Nov 2013, 21:51
von marc
@anieder
Natürlich hat der Öldruck mit dem Lager / den Lagern zu tun. Gleitlager werden ja manchmal auf eine bestimmte Viskosität abgestimmt, je nach Drehzahl und so. Wenn das Lagerspiel jetzt größer wird, geht mehr Öl verloren und der Öldruck sinkt weil die Drehzahl der Pumpe gleich bleibt oder was möchtest du jetzt hier erzählen ? Dasselbe passiert wohl auch wenn man statt dickem dünnes Öl verwendet.
Wenn hier alle so schlau wären wie bestimmte Leute dann könnte man dieses Forum abschalten. Zum Glück sind wir nicht alle so schlau, wir haben immer noch Probleme.
Man sollte nicht vergessen dass wir hier von Fahrzeugen reden die wenige tausend km im Jahr fahren (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ob der Motor jetzt 300 oder 400 tausend km hält ist doch völlig egal, rechnet das doch mal hoch.
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Di 19. Nov 2013, 22:43
von anieder
Hallo Marc
Du bringst da was durcheinander. Die gleitlager in unseren Motoren haben keine druckölschmirung. Man nennt sie hydrodynamisch. Der Druck im Lager baut sich duch die Rotation selbst auf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gleitlager
Die Ölpumpe ist eine reine Förderpumpe. Ihr Öldruck ergibt sich allein durch die Drosselverluste in den Leitungen. Am höchsten ist der Öldruck wenn was verstopft ist.....
Und nochmal. Es gibt kein dünnes oder dickes Öl. Und das was man so dünn Nennt ist wenn es drauf ankommt eher dicker als das was man so dick nennt.
Wenn man davon ausgeht dass viele der fahrenden DS' en die 300 bis 400 t km schon locker erreicht haben sprichst du deren Todesurteil aber sehr gelassen aus.
Andreas
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Di 19. Nov 2013, 23:51
von DS20HA
[quote=anieder]
Hallo Marc
Du bringst da was durcheinander. Die gleitlager in unseren Motoren haben keine druckölschmirung. Man nennt sie hydrodynamisch. Der Druck im Lager baut sich duch die Rotation selbst auf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gleitlager ...
Andreas[/quote]
@ Andreas,
vielleicht bringst Du auch etwas durcheinander?
In der selbst von Dir selbst zitierten Quelle aus Wikipedia heißt es:
"In Gleitlagern, bei denen es auf Langlebigkeit und niedrigen Energieverlust (zum Beispiel bei Energieumwandlung in Turbinen und Generatoren) ankommt, wird Vollschmierung angewendet, wobei Flüssigkeitsreibung erfolgt. Der Schmierfilm muss unter Druck gesetzt werden, damit er die Kontaktflächen gegen die Lagerkraft voneinander trennen kann. Bei hydrostatischen Gleitlagern wird dazu eine Ölpumpe verwendet (zum Beispiel in Verbrennungsmotoren), bei hydrodynamischen Gleitlagern wird der Öldruck im Schmierfilm durch die beiden zueinander bewegten Kontaktflächen selbst erzeugt, was aber bedeutet, dass beim Anfahren und Stillsetzen der Bewegung kein Druck vorhanden ist und Mischreibung besteht." (Quelle: Wikipedia, Link wie vor)
Die Lager sind also keinesfalls "hydrodynamisch", sondern "hydrostatisch", d.h. es ist schon entscheidend was das Öl macht, um den Prozeß anlaufen zu lassen. Bei höheren Drehzahlen mag dann die dynamische Phase auch selbst laufen, aber da muß man erstmal hinkommen ...
Hans
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Mi 20. Nov 2013, 11:03
von anieder
Hallo Hans,
ja das habe ich auch gesehen. Das ist aber eine der Stellen an der ein Wiki Autor mal etwas daneben lag.
Es gibt zwar beide Varianten im Motorenbau. Reine hydrostatische Lagerung bedingt ja aber, dass der Öldruck vollständig vor dem Anlaufen der Welle aufgebaut ist, wozu eine unabhängig angetriebene Ölpumpe nötig wäre. Außerdem sind dann geteilte Lagerschalen nicht sehr zuträglich. Hydrodynamische Lager haben sowieso Vorteile bei stoßhafter Belastung.
Du kannst also davon ausgehen, dass die DS keine rein hydrostatischen KW Lager hat. Und Pleuelfuß, Pleuelauge und Kolbenbolzen sind ja auch noch da.
Dieser Autor sieht das auch schon differenzierter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hydrodynam ... Gleitlager
Und auch hier würde sich wohl keiner Gedanken über Mischreibung machen, wenn diese hydrostatisch ausgeschlossen wäre.
http://www.federalmogul.com/en-US/Media ... 122010.pdf
Andreas
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Mi 20. Nov 2013, 14:02
von hgk
[quote=anieder]
Hallo Hans,
ja das habe ich auch gesehen. Das ist aber eine der Stellen an der ein Wiki Autor mal etwas daneben lag.
...
Andreas[/quote]
Warum zitiert Du das dann???
@anieder: "Du kannst also davon ausgehen, dass die DS keine rein hydrostatischen KW Lager hat..."
Genau das hatte ich geschrieben ...
Hans
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Mi 20. Nov 2013, 14:39
von anieder
Hallo,
hkg oder DS20HA oder Hans. Mir wurscht.
Lies noch mal alles. Denk nochmal nach. Ich bin raus.
Andreas
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Mi 20. Nov 2013, 16:36
von DS20HA
[quote=anieder]
Lies noch mal alles. Denk nochmal nach. Ich bin raus.
Andreas[/quote]
Hab ich gerade nochmal gelesen und nachgedacht.
Du hast hier einen Link gesetzt, von dem Du selber zu erkennen glaubst, das er falsch ist.
Warum schickst Du die Leute nach "Weißen Sand", wie wir Berliner so sagen? (wenn wir nicht ausfallend werden wollen.)
Vor diesem Hintergrund finde ich Dein "Ich bin raus" richtig [s]und[/s] konsequent.
Hans
Edit hat das [s]und[/s] gestrichen.
Re: Erfahrung mit Klassikeröl im Langhuber
Verfasst: Mi 20. Nov 2013, 21:52
von marc
jetzt müssen wir nur noch klären warum das Öl in Ralfs Langhuber zur "pechschwarzen und stinkenden Drecksbrühe" wurde.
@Ralf vielleicht hast du mal Zeit beim Hersteller des Öls nachzufragen warum das so passiert ist ? Sonst müsste man mal andere Firmen fragen, das wäre doch interessant.