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Re: anlasser-ausbau
Verfasst: Do 15. Mai 2003, 09:39
von Pauli
Also wenn's die Batterie waere, dann duerfte ohne Nachladen spaeter auch nichts mehr gehen. Eher koennten es die Polklemmen der Batterie sein. Erkennen kann man das daran, dass waehrend des "klick" z.B. die Kontrollleuchten im Tacho oder die Innenbeleuchtung extrem dunkel werden. Wenn's sonst irgendwo im Bereich der Stromversorung zwischen Batterie/Magnetschalter/Starter liegt, muesstest du direkt am Starter bzw Magnetschalter die Spannung messen koennen, was ohne Ausbau vermutlich schwierig ist. Dann waere der Fehler vermutlich relativ rasch einzugrenzen. Versuch mal, ob du provisorische Messleitungen da anbringen kannst, es reicht ja ein ganz duennes Kabel fuer eine Spannungsmessung.
Pauli
Re: anlasser-ausbau
Verfasst: Do 15. Mai 2003, 09:44
von Roland Woite
Hallo Nicolas,
um die Batterie als Verursacher auszuschliessen kannst Du einfach per Starthilfe starten. Durch die dann zusätzliche Kapazität muss die Spannung ausreichen. Du kannst auch bei Deiner Batterie während des Anlassvorgangs mal die Spannung messen (ohne Starthilfe), sie darf nicht zu stark abfallen, an den kritischen Wert kann ich mich leider gerade nicht erinnern (8-9Volt?). Noch was ganz anderes: Wie sieht es denn mit dem dicken Stromkabel zum Anlasser aus ist das in Ordnung, sind die Anschlüsse frei von Oxidation?
Grüße
Roland
Re: anlasser-ausbau
Verfasst: Do 15. Mai 2003, 12:48
von Nicolas
.. ich kann mich erinnern, dass es neulich in der Werkstatt auch geklackert hat .. ich weiß nicht, wie die Jungs meine Madame dann zum Laufen gebracht haben. Wenn sie erfolgreich überbrückt haben, dann muss es eigentlich die Batterie sein, oder?
Zudem hatte ich mal das Problem, dass Madame nach nur 3 Wochen absolut nichts mehr von sich gab. Damals habe ich mir nichts dabei gedacht, aber das finde ich so gesehen im Nachhinein recht ungewöhnlich, zumal ja nur die Uhr im Armaturenbrett Saft zieht ..
Das alles dürfte dann wohl wirklich auf die Batterie tippen. Was meint Ihr?
Wenn ja, noch eine Nachfrage: Ich schaue in den Unterlagen nach, meist empfiehlt sich jedoch eine Batterie mit besserer Startleistung. Was empfehlt Ihr da aus eigener Erfahrung?
Danke / Gruß Nicolas
Re: anlasser-ausbau
Verfasst: Do 15. Mai 2003, 23:01
von MenrathU
Moin Roland und Nicolas,
wenn der Anlasser mit Fremdstrom dreht, könnte das ein Hinweis auf eine schlappe Batterie sein - schlüssig ist es jedoch nicht, wie folgende eigene Erfahrung zeigt: Bei meinem Winter-BX hatte ich im Februar/März das Problem, dass immer öfter der Anlasser den Motor nicht mehr drehen konnte, wenn er ausschließlich aus der bordeigenen Batterie gespeist wurde, es jedoch mit Fremdstrom schaffte. Die Batterie war erst knapp zwei Jahre alt und sollte daher die Ursache nicht sein. Ich baute den Anlasser aus, was beim BX nahezu ein Kinderspiel ist, und siehe da, das ritzelseitige Stützlager war dermaßen ausgeschlagen, dass die Welle mehr als 1 mm Radialspiel hatte. Die Folge war, dass beim Starten der Anker an den Feldspulen hart schleifte und nicht mehr genug Kraft zum Starten des Motors übrig blieb. Die erhöhte Spannung beim Fremdstart half darüber hinweg.
Nicolas, suche doch mal den nächsten Bosch-Dienst auf, dort kann man deine Batterie unter Last prüfen und ihre Leistungsfähigkeit beurteilen. Bei deinem Anlasser ist dir nichts Ungewöhnliches aufgefallen, als du ihn in Händen hieltst?
Wegen einer Batterie-Alternative fragte ich schon mal hier im Forum. Die Serien-Batterie hat die Normbezeichnung 56049. Ich habe derzeit eine andere drin,die kürzer ist (den Platz musste ich mit Holzbrettern ausgleichen), aber ebenfalls 60 Ah "Kapazität" (der bessere, weil zutreffende Begriff wäre Ladung - als Produkt aus Strom und Zeit) hat. Der Typ ist, so meine ich, 56017. Da einige aktuelle Japan-Diesel solche Batterien verwenden, ist sie derzeit sogar wieder Stangenware.
Beste Grüße und viel Glück
Uwe
Re: anlasser-ausbau
Verfasst: Fr 16. Mai 2003, 08:03
von Nicolas
Hallo Uwe,
nein, am Anlasser ist mir nichts besonderes aufgefallen .. Eur Hinweise und meine oben geschilderten Beobachtungen in Sachen schwacher (obwohl neuer) Batterie haben mich nicht lange fackeln lassen: Ab zu ATU und neue Batterie (Arktis, 60AH, ~55 Euro bei Rückgabe der alten Batterie) besorgt. Die alte hatte übrigens nur 45AH, hätte aber laut Literatur auch reichen sollen.. Wie auch immer. Und siehe da: Heute morgen hatte ich dann kein Problem mehr! Ich freue mich aber mal nicht zu früh, beobachte die Lage ein paar Tage und melde mich wieder.
Gruß Nicolas
PS: Nach jetzigem Stand werde ich das Gefühl nicht los, dass ich mir die Arbeit mit dem Anlasser umsonst gemacht und die Euro hätte sparen können.. ein frischer Akkumulator hätte gereicht. Aber wollen wir mal den Tag nicht vor dem Abend loben

Re: anlasser-ausbau
Verfasst: Fr 16. Mai 2003, 17:54
von MenrathU
Moin Nicolas,
ich hoffe, du hast die Pole vor und nach dem Anklemmen der Kabel hübsch mit Polfett (weiße Vaseline tut's auch) eingefettet und die Klemmen gut angezogen? Dann sollte das Prob dank neuer Batterie eigentlich gelöst sein (sofern die Lima die benötigte Ladespannung von etwa 14 Volt sicher stellt). Nach deiner Klack-klack-Schilderung bin ich mir sogar ziemlich sicher!
Beste Grüße
Uwe
Re: anlasser-ausbau
Verfasst: Sa 17. Mai 2003, 15:23
von Nicolas
Hallo Uwe,
natürlich es alles geschmeidig eingecremt .. Letzte Rückmeldung an dieser Stelle: Madame startet einwandfrei! Sollte also jemand bei seiner Lady mal ein KLACK vernehmen, dann nicht sofort die Schuld auf Anlasser oder Relais schieben
Danke für die Hilfe
Nicolas