Federung im Hochniveau
Re: Federung im Hochniveau
Vielleicht habe ich nicht alles genau genug gelesen.
Du sagst die Kraft ist oben und unten gleich. Meinst aber, der Druck in der Kugel ist oben höher?
Du sagst die Kraft ist oben und unten gleich. Meinst aber, der Druck in der Kugel ist oben höher?
Re: Federung im Hochniveau
Deinen Einwand zum ersten Punkt verstehe ich auch nicht.
Re: Federung im Hochniveau
So, ich habe jetzt den Versuch am lebenden Objekt gemacht.
In Normalstellung hat der Anschlagpuffer ca 10 mm Abstand, in der ersten Hochstufe ca 0 mm und in der zweiten Hochstufe wird das Gummi ca 5mm zusammengedrückt. D.h. bei diesem Fahrzeug wird der Druck im Federzylinder in der zweiten Hochstellung von der Gewichtskraft des Fahrzeugs und der Presskraft des Anschlaggummis bestimmt, daraus resultiert eine härtere Federung.
In der ersten Hochstellung bleibt der Druck im Federzylinder gleich, denn nur die Gewichtskraft des Fahrzeugs bestimmt den Druck im Zylinder.
Bestätigt wurde es mir, durch simples Einfedern mit der Hand.
Gruß Uli
In Normalstellung hat der Anschlagpuffer ca 10 mm Abstand, in der ersten Hochstufe ca 0 mm und in der zweiten Hochstufe wird das Gummi ca 5mm zusammengedrückt. D.h. bei diesem Fahrzeug wird der Druck im Federzylinder in der zweiten Hochstellung von der Gewichtskraft des Fahrzeugs und der Presskraft des Anschlaggummis bestimmt, daraus resultiert eine härtere Federung.
In der ersten Hochstellung bleibt der Druck im Federzylinder gleich, denn nur die Gewichtskraft des Fahrzeugs bestimmt den Druck im Zylinder.
Bestätigt wurde es mir, durch simples Einfedern mit der Hand.
Gruß Uli
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M. Ferchaud
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Re: Federung im Hochniveau
Pit hat geschrieben: Mi 4. Sep 2024, 13:27 Vielleicht habe ich nicht alles genau genug gelesen.
Du sagst die Kraft ist oben und unten gleich. Meinst aber, der Druck in der Kugel ist oben höher?
Ich meine es genau so, wie ich es geschrieben habe.
Vielleicht bräuchten wir an dieser Stelle eine/n echte/n Physiker:in.
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M. Ferchaud
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Re: Federung im Hochniveau
Der Druck in der mechanisch geregelten Federung eines D-Modells (und aller übriger Zentralhydrauliker) entspricht in der Maximalstellung dem Systemdruck, da der Schieber im Korrektor durch das Hebelgestänge dann dauerhaft auf „Einlass“ steht und somit Federung und System dauerhaft miteinander verbunden sind. Die Gaspolster der Federkugeln stehen dann ebenfalls unter diesem Druck. Unter anderem aus diesen Gründen bleiben die Fahrzeuge in Höchstellung in der Regel länger stehen.Uli hat geschrieben: Mi 4. Sep 2024, 13:31 D.h. bei diesem Fahrzeug wird der Druck im Federzylinder in der zweiten Hochstellung von der Gewichtskraft des Fahrzeugs und der Presskraft des Anschlaggummis bestimmt, daraus resultiert eine härtere Federung.
Die Messwerte sagen etwas anderes, und die Federung ist in der „ersten Hochstellung“ ( = Zwischenstellung) bereits deutlich härter als in Normalstellung.Uli hat geschrieben: Mi 4. Sep 2024, 13:31In der ersten Hochstellung bleibt der Druck im Federzylinder gleich, denn nur die Gewichtskraft des Fahrzeugs bestimmt den Druck im Zylinder.
Bestätigt wurde es mir, durch simples Einfedern mit der Hand.
Gruß Uli
Re: Federung im Hochniveau
Ich habe 5Jahre Mathematik und Physik studiert. Tom ist doch auch Physiker oder täusche ich mich da?
Außerdem ist das Schulstoff, zumindest in Bayern
Also bitte ich um physikalische Argumentation.
Grüße,
Pit
Außerdem ist das Schulstoff, zumindest in Bayern
Also bitte ich um physikalische Argumentation.
Grüße,
Pit
Re: Federung im Hochniveau
Das sind zwei paar Schuhe.M. Ferchaud hat geschrieben: Mi 4. Sep 2024, 09:54Doch, hat er.anieder hat geschrieben: Di 3. Sep 2024, 23:08 Der Druck im Übertragungssystem hat aber doch nichts mit dem Druck in der Kugel zu tun.
Die Druckverhältnisse im Hydrauliksystem und im Gaspolster gleichen sich aus. Ansonsten würde beispielsweise ein Druckspeicher nicht funktionieren.
Deswegen kann man den Tarierdruck einer Federkugel mit hydraulischen Prüfgeräten ermitteln: Man kann solange den Druck auf die Flüssigkeit erhöhen, bis der Tarierdruck des Gaspolsters erreicht ist. Der Punkt, ab dem das Gaspolster beginnt, zu komprimieren, ist dann deutlich spürbar.
Liegt hingegen ein höherer Druck auf der hydraulischen Seite an, wirkt dieser auf das Gaspolster und komprimiert dieses auf den entsprechenden Druck - so, als würde man einen Reifen aufpumpen.
Das System ist auf die Balance zwischen dem
hydraulischen Druck, der nötig ist, um das Fahrzeug anzuheben und dem Gasdruck, der erforderlich ist, um ein gleichmäßiges Ein- und Ausfedern zu gewährleisten, ausgelegt.
Wird nun eine höhere Position als die normale Fahrstellung gewählt, erhöhen sich durch den hydraulischen Ladevorgang die Drücke auf beiden Seiten der Membrane gleichermaßen. Das Federungsverhalten entspricht dann einem beladenen Fahrzeug (bei dem sich das Gaspolster naturgemäß progressiv verhärtet), obwohl keine Erhöhung des Gewichts vorliegt. Daher die verhärtete Federung in erhöhten Positionen bis hin zur quasi vollständigen Verspannung in Maximalstellung.
Umgekehrt kann man beobachten, dass die Federung grundsätzlich weicher wird, wenn man den Verstellhebel auf eine niedrige Zwischenstellung bringt. Wer seinem Spieltrieb während der Fahrt nachgegeben hat, wird das bestätigen.
Hat nichts mit dem von Pit vorgeschlagenen einsäulenmodell zu tun.
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M. Ferchaud
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Re: Federung im Hochniveau
Habe ich auch nicht behauptet. Die Federkugeln und deren Gaspolster können wir vollständig außen vor lassen. Ich bezog mich auf das Druckgefälle zwischen Systemdruck und Federungsdruck in der Hydropneumatik.anieder hat geschrieben: Mi 4. Sep 2024, 18:40 Das sind zwei paar Schuhe.
Hat nichts mit dem von Pit vorgeschlagenen einsäulenmodell zu tun.
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M. Ferchaud
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Re: Federung im Hochniveau
Dann solltet Ihr eigentlich eher argumentieren können, als ich… und auch besser wissen, wie die physikalischen Abhängigkeiten aussehen.Pit hat geschrieben: Mi 4. Sep 2024, 16:27 Ich habe 5Jahre Mathematik und Physik studiert. Tom ist doch auch Physiker oder täusche ich mich da?
Außerdem ist das Schulstoff, zumindest in Bayern
Also bitte ich um physikalische Argumentation.
Grüße,
Pit
Ich folge gerne Eurer wissenschaflixhen Expertise. Auf der anderen Seite habe ich aber bisher von Eurer Seite noch keine fundierten Fakten gelesen, die mich überzeugen würden.
Re: Federung im Hochniveau
hallo Zusammen,
die Argumente sind ausgetauscht
- jetzt könnte man versuchen Übereinstimmungen (und Unterschiede) zu beschreiben.
Oder akzeptiere, dass man nicht überein kommt.
Ich kann zur inhaltlichen Wahrheitsfindung nichts beitragen,
aber bestätigen, dass Du Dich bereits mit zwei Pysikern austauscht, Henning - wie Du es Dir ja wünschst.
Grüsse an Euch!
karl
die Argumente sind ausgetauscht
- jetzt könnte man versuchen Übereinstimmungen (und Unterschiede) zu beschreiben.
Oder akzeptiere, dass man nicht überein kommt.
Ich kann zur inhaltlichen Wahrheitsfindung nichts beitragen,
aber bestätigen, dass Du Dich bereits mit zwei Pysikern austauscht, Henning - wie Du es Dir ja wünschst.
Grüsse an Euch!
karl