Unterschied zwischen DY2 und DY3
Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3
Hallo,
mir fehlt bei den Beschreibungen bisher die Einstellung des Kupplungshebels an der Schraube hinter dem Kühler. Das ist eigentlich die erste Einstellung bei der Kupplung. So einstellen, dass der Rückwärtsgang ohne Geräusch reingeht.
Grüße,
Pit
mir fehlt bei den Beschreibungen bisher die Einstellung des Kupplungshebels an der Schraube hinter dem Kühler. Das ist eigentlich die erste Einstellung bei der Kupplung. So einstellen, dass der Rückwärtsgang ohne Geräusch reingeht.
Grüße,
Pit
Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3
Hallo Pit,
ich dachte, die Schraube muss man soweit herausdrehen, bis die Handkurbel bei im Leerlauf laufenden Motor so gerade mitgenommen wird, aber noch mit der Hand festgehalten werden kann. Danach muss die Schraube wieder 2 Umdrehungen hineingeschraubt werden. Ist das nicht richtig?
Gruß
Martin
ich dachte, die Schraube muss man soweit herausdrehen, bis die Handkurbel bei im Leerlauf laufenden Motor so gerade mitgenommen wird, aber noch mit der Hand festgehalten werden kann. Danach muss die Schraube wieder 2 Umdrehungen hineingeschraubt werden. Ist das nicht richtig?
Gruß
Martin
DS 20 Pallas, 03/1969
- Thomas Held Verified
- Beiträge: 5066
- Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11
Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3
Ja ist natürlich richtig nach WHB. Das mit dem Rückwärtsgang geht auch ganz gut.
Grüße,
Pit
Grüße,
Pit
Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3
Hallo zusammen,
jetzt komme ich gerade frustriert aus meiner Werkstatt, da ich mit dem Kupplungsspiel nicht weiterkomme. Zum einen, weil ich es nicht wirklich verstehe und zum anderen, weil es meiner Meinung nach bei mir nicht geht. Ich fange mal an, zu erklären.
Wenn ich den Motor im Leerlauf laufen lasse und die Kupplung unter Druck steht, dann ist doch ausgekuppelt, oder? Das heißt, ich kann die Kurbelverlängerung ins Getriebe stecken, ohne das sie mitläuft. Das funktioniert soweit ja auch. Jetzt ist es aber so, dass die Schraube, die ich zum Spiel einstellen soweit herausdrehen soll, dass die Kupplung schleift, bereits am Lenkgetriebe anliegt, ja sogar leicht dagegen drückt (siehe Foto 01). Fazit, ich komme so nicht an die Schraube heran und das kann ja so kaum richtig sein.
Wenn ich den Motor ausstelle, ist ja immer noch Druck auf der Kupplung. Beim Betätigen des kleinen Hebels unter dem Lenkrad wird die Kupplung drucklos und sie bewegt sich vom Lenkgetriebe weg (Endstellung siehe Foto 02). Wenn ich das Hebelchen loslasse, ist wieder Druck auf der Kupplung. Muss das so? Ist das normal? Dauerhaft drucklos ist die Kupplung bei mir nur, wenn ich das Ventil am Druckregler öffne.
"Drucklos" heißt doch eingekuppelt, oder nicht? Wenn das so ist, verstehe ich nicht, warum ich überhaupt die Schraube weiter herausdrehen muss, um die Kupplung zum Schleifen zu bringen. Das ist doch die falsche Richtung. Wenn ich weiter herausdrehe, dann ist doch erst recht ausgekuppelt. In dieser Meinung wurde ich noch bestätigt, als ich folgendes gemacht habe:
- Druckreglerventil geschlossen
- Motor läuft im Leerlauf
- Feststellbremse angezogen
- Bremse betätigen und 1. Gang einlegen
- Bremse lösen (Fliehkraftregler so eingestellt, dass die Kupplung dabei noch nicht schleift)
- vorne am Vergaser leicht Gas gegeben und beobachtet, was an der Kupplung passiert
- sie bewegt sich vom Lenkgetriebe weg und die Kupplung fängt an zu schleifen
Das heißt doch:
- ausgekuppelt => Kupplungshebel hängt am Lenkgetriebe (wenn ich die Schraube noch weiter herausdrehen könnte, würde ja noch weiter ausgekuppelt und da kann dann doch nichts schleifen!)
- eingekuppelt => Kupplungshebel ist vom Lenkgetriebe entfernt
Leute, helft mir !! Wo sind meine Gedankenfehler und warum hängt bei mir die Schraube schon am Lenkgetriebe ??
Viele Grüße
Martin
jetzt komme ich gerade frustriert aus meiner Werkstatt, da ich mit dem Kupplungsspiel nicht weiterkomme. Zum einen, weil ich es nicht wirklich verstehe und zum anderen, weil es meiner Meinung nach bei mir nicht geht. Ich fange mal an, zu erklären.
Wenn ich den Motor im Leerlauf laufen lasse und die Kupplung unter Druck steht, dann ist doch ausgekuppelt, oder? Das heißt, ich kann die Kurbelverlängerung ins Getriebe stecken, ohne das sie mitläuft. Das funktioniert soweit ja auch. Jetzt ist es aber so, dass die Schraube, die ich zum Spiel einstellen soweit herausdrehen soll, dass die Kupplung schleift, bereits am Lenkgetriebe anliegt, ja sogar leicht dagegen drückt (siehe Foto 01). Fazit, ich komme so nicht an die Schraube heran und das kann ja so kaum richtig sein.
Wenn ich den Motor ausstelle, ist ja immer noch Druck auf der Kupplung. Beim Betätigen des kleinen Hebels unter dem Lenkrad wird die Kupplung drucklos und sie bewegt sich vom Lenkgetriebe weg (Endstellung siehe Foto 02). Wenn ich das Hebelchen loslasse, ist wieder Druck auf der Kupplung. Muss das so? Ist das normal? Dauerhaft drucklos ist die Kupplung bei mir nur, wenn ich das Ventil am Druckregler öffne.
"Drucklos" heißt doch eingekuppelt, oder nicht? Wenn das so ist, verstehe ich nicht, warum ich überhaupt die Schraube weiter herausdrehen muss, um die Kupplung zum Schleifen zu bringen. Das ist doch die falsche Richtung. Wenn ich weiter herausdrehe, dann ist doch erst recht ausgekuppelt. In dieser Meinung wurde ich noch bestätigt, als ich folgendes gemacht habe:
- Druckreglerventil geschlossen
- Motor läuft im Leerlauf
- Feststellbremse angezogen
- Bremse betätigen und 1. Gang einlegen
- Bremse lösen (Fliehkraftregler so eingestellt, dass die Kupplung dabei noch nicht schleift)
- vorne am Vergaser leicht Gas gegeben und beobachtet, was an der Kupplung passiert
- sie bewegt sich vom Lenkgetriebe weg und die Kupplung fängt an zu schleifen
Das heißt doch:
- ausgekuppelt => Kupplungshebel hängt am Lenkgetriebe (wenn ich die Schraube noch weiter herausdrehen könnte, würde ja noch weiter ausgekuppelt und da kann dann doch nichts schleifen!)
- eingekuppelt => Kupplungshebel ist vom Lenkgetriebe entfernt
Leute, helft mir !! Wo sind meine Gedankenfehler und warum hängt bei mir die Schraube schon am Lenkgetriebe ??
Viele Grüße
Martin
DS 20 Pallas, 03/1969
- Thomas Held Verified
- Beiträge: 5066
- Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11
Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3
Hallo Martin,
grundsätzlich hast du mit den meisten Punkten Recht, aber...
-Die Einstellung erfolgt bei laufendem Motor im Stand, also ausgekuppelt. Der Handkupplungshebel unter dem Lenkrad wird dabei nicht betätigt. (Man kann diesen übrigens - mehr oder weniger gut - durch Hochschieben im gezogenen Zustand arretieren!)
- Die Einstellschraube hat bei dir eine seltsame Stellung. Normalerweise steht diese viel weiter nach vorne Richtung Lenkung aus der Kupplungsgabel heraus. Wenn du die Schraube herausdrehst geht sie nicht weiter Richtung Lenkung, sondern die Kupplungsgabel bewegt sich oben an der Schraube weiter Richtung Motor, unten an der Kupplungsscheibe also von dieser Weg, so dass ich trotz Druck im Kupplungszylinder die Kupplungsfeder über das Ausrücklager soweit entlaste, dass schleifend eingekuppelt wird und sich die Anwerfklaue mitdreht.
- Die Nähe der Schraube zur Doppelleitung der Lenkung ist wahrscheinlich Folge der Form der Leitung. Man kann diese vorsichtig nach vorne, von der Einstellschraube weg biegen. Viel Luft brauchst du da ja nicht. Wie gesagt, die Schraube hat zwar zwei Stellungen (Aus- und Eingekuppelt), aber was sich bei Drehen der Schraube in einer der Stellungen verändert ist die Kupplungsgabel-Position.
Gruß
Tom
grundsätzlich hast du mit den meisten Punkten Recht, aber...
-Die Einstellung erfolgt bei laufendem Motor im Stand, also ausgekuppelt. Der Handkupplungshebel unter dem Lenkrad wird dabei nicht betätigt. (Man kann diesen übrigens - mehr oder weniger gut - durch Hochschieben im gezogenen Zustand arretieren!)
- Die Einstellschraube hat bei dir eine seltsame Stellung. Normalerweise steht diese viel weiter nach vorne Richtung Lenkung aus der Kupplungsgabel heraus. Wenn du die Schraube herausdrehst geht sie nicht weiter Richtung Lenkung, sondern die Kupplungsgabel bewegt sich oben an der Schraube weiter Richtung Motor, unten an der Kupplungsscheibe also von dieser Weg, so dass ich trotz Druck im Kupplungszylinder die Kupplungsfeder über das Ausrücklager soweit entlaste, dass schleifend eingekuppelt wird und sich die Anwerfklaue mitdreht.
- Die Nähe der Schraube zur Doppelleitung der Lenkung ist wahrscheinlich Folge der Form der Leitung. Man kann diese vorsichtig nach vorne, von der Einstellschraube weg biegen. Viel Luft brauchst du da ja nicht. Wie gesagt, die Schraube hat zwar zwei Stellungen (Aus- und Eingekuppelt), aber was sich bei Drehen der Schraube in einer der Stellungen verändert ist die Kupplungsgabel-Position.
Gruß
Tom
Gruß
Tom
Tom
Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3
Hallo Tom,Thomas Held hat geschrieben:
-Die Einstellung erfolgt bei laufendem Motor im Stand, also ausgekuppelt. Der Handkupplungshebel unter dem Lenkrad wird dabei nicht betätigt. (Man kann diesen übrigens - mehr oder weniger gut - durch Hochschieben im gezogenen Zustand arretieren!)
Deine Erläuterungen beruhigen mich ja schon wieder etwas. Bei funktioniert das nicht so richtig mit dem Hochschieben, aber das brauche ich jetzt für die Geschichte ja auch nicht. Aber ist das normal, dass die Kupplung gleich wieder Druck hat, wenn ich den Hebel unter dem Lenkrad loslasse?
"Normalerweise steht diese viel weiter nach vorne Richtung Lenkung aus der Kupplungsgabel heraus."
=> Komisch, das kann ich mir nicht erklären. Hast Du ein Foto, wie es normalerweise aussehen sollte?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Doppelleitung wirklich so weit biegen kann, dass ich da mit dem Schraubenschlüssel hinkomme. Und dann noch bei laufendem Motor mit den Keilriemen und dem Kühlventilator, ich glaube, da habe ich ein wenig Muffensausen.
Wenn ich noch zwei "Gehilfen" dazu nehme, könnte ich mir folgende Vorgehensweise vorstellen:
- Motor hat lange genug gelaufen, dass im System Druck vorhanden ist
- Motor aus
- Kurbel eingesteckt, einer dreht permanent die Kurbel
- ein anderer betätigt den Hebel unter dem Lenkrad und hält ihn fest
- der dritte löst die Schraube um eine viertel Umdrehung
- Hebel loslassen
- das wird solange wiederholt, bis der Kurbeldreher einen leichten Wiederstand verspürt
- danach 2 Umdrehungen wieder eindrehen und fertig
Was hältst Du davon?
Gruß
Martin
DS 20 Pallas, 03/1969
Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3
... funktioniert nicht, da bei gezogenem Hebel eingekuppelt ist und somit der Motor mitgedreht werden muss. Mist!
DS 20 Pallas, 03/1969
Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3
Hallo Martin,
Ziel der Einstellung ist, dass die betätigte (offene) Kupplung möglichst wenig geöffnet ist, so dass sie gerade zuverlässig trennt.
Diese Einstellung kann man sicherer bei Kupplung unter Druck (Hebel vorne zur Lenkung) und stehendem Motor finden. Ein Helfer dreht an der Kurbel, sie sollte sich leicht drehen lassen, und du schraubst die Einstellschraube heraus (dabei wandert der Kupplungshebel nach hinten, die Schraube bleibt an ihrer Stelle), bis die Kupplung anfängt zu schleifen. Das ist deutlich zu hören und an Widerstand zu spüren, dann wieder 2 Umdrehungen (bei Tellerfederkupplung nur 1,5 Umdrehungen!) rein.
Nach meinem Empfinden ist das Ergebnis genauer (besser), die kappeste Einstellung zu suchen, bei der der Rückwärtgang gerade so noch ohne Krachen eingelegt wird.
Ziel der Einstellung ist, dass die betätigte (offene) Kupplung möglichst wenig geöffnet ist, so dass sie gerade zuverlässig trennt.
Diese Einstellung kann man sicherer bei Kupplung unter Druck (Hebel vorne zur Lenkung) und stehendem Motor finden. Ein Helfer dreht an der Kurbel, sie sollte sich leicht drehen lassen, und du schraubst die Einstellschraube heraus (dabei wandert der Kupplungshebel nach hinten, die Schraube bleibt an ihrer Stelle), bis die Kupplung anfängt zu schleifen. Das ist deutlich zu hören und an Widerstand zu spüren, dann wieder 2 Umdrehungen (bei Tellerfederkupplung nur 1,5 Umdrehungen!) rein.
Nach meinem Empfinden ist das Ergebnis genauer (besser), die kappeste Einstellung zu suchen, bei der der Rückwärtgang gerade so noch ohne Krachen eingelegt wird.
Gruß Jürgen
Re: Unterschied zwischen DY2 und DY3
Hallo Martin,
ich bin auch eher der, der nicht bei laufendem Motor da vorne rumschraubt (es gibt ja Leute, die bei laufendem Motor den Keilriemen mit Hilfe eines Schraubenziehers auflegen, trau ich mich auch nicht).
Deshalb die Rückwärtsgangmethode, wie Jürgen auch schon schrieb. Motor laufen lassen RG einlegen und hören, ob es Geräusche macht.
Motor aus. Wenn Geräusche, Schraube in den Kupplungshebel reindrehen, damit der Hebel weiter nach vorne Richtung Lenkung, Richtung Auskuppeln geht. Sonst andersrum. Motor an, wieder probieren...
Bei mir hat die Einstellung danach mal bei richtig heißen Motor nicht mehr ganz gepasst. Da reagiert die ganze Hydraulik bei dünnerem LHM etwas anders und es hat sich vielleicht auch manches ausgedehnt.
Ich kann gerade nur ein Bild vom drucklosen Zustand machen.
Wie Tom schon schrieb ist deine Schraube sehr weit eingedreht, d.h. es wird weit ausgekuppelt. Musst du soweit auskuppeln, damit die Kupplung tennt?
ich bin auch eher der, der nicht bei laufendem Motor da vorne rumschraubt (es gibt ja Leute, die bei laufendem Motor den Keilriemen mit Hilfe eines Schraubenziehers auflegen, trau ich mich auch nicht).
Deshalb die Rückwärtsgangmethode, wie Jürgen auch schon schrieb. Motor laufen lassen RG einlegen und hören, ob es Geräusche macht.
Motor aus. Wenn Geräusche, Schraube in den Kupplungshebel reindrehen, damit der Hebel weiter nach vorne Richtung Lenkung, Richtung Auskuppeln geht. Sonst andersrum. Motor an, wieder probieren...
Bei mir hat die Einstellung danach mal bei richtig heißen Motor nicht mehr ganz gepasst. Da reagiert die ganze Hydraulik bei dünnerem LHM etwas anders und es hat sich vielleicht auch manches ausgedehnt.
Ich kann gerade nur ein Bild vom drucklosen Zustand machen.
Wie Tom schon schrieb ist deine Schraube sehr weit eingedreht, d.h. es wird weit ausgekuppelt. Musst du soweit auskuppeln, damit die Kupplung tennt?