Petition gegen die DUH

Hier kann nach Herzenslust abgeschweift werden.
Boßhammer Verified
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Re: Petition gegen die DUH

Beitrag von Boßhammer Verified »

Hallo KW,

ich hatte mein Argument nicht auf die Abgaswerte bezogen, sondern auf den Unwillen "der" Industrie sich geänderten Bedingungen anzupassen. Das ist der Kern des Problems. Im übrigen kann dieser Mechanismus bei jedem einzelnen Menschen beobachtet werden - wir neigen alle dazu an alten Mustern zu kleben, auch wenn sie falsch sind und von uns selbst als solches gesehen werden. Neues ist immer etwas unheimlich. Das zu Wissen schafft allerdings die Möglichkeit Dinge zu verändern und damit Probleme klein zu halten. Wenn man will.
Das nicht auf die Realität eingehen der (deutschen) Autoindustrie ist der Grund ihres Scheiterns - das ein Teil der Politik das unterstützt, verschärft das Problem und somit ist sie mitverantwortlich für die Folgen diesen Handels.
Von Sozialismus zu sprechen halte ich für falsch - noch nie wurde mehr Gewinn privatisiert und die Kosten so konsequent kollektiviert wie heute. Grinsend gebe ich Dir dann doch recht: auf sehr viel kleinerer Flamme hat der Sozialismus auch nichts anderes geschafft.
Gerhard, dein Argument verstehe ich nicht oder es ist absurd: ich muss keine Messstation an einem Waldweg aufbauen - die Emissionen dort hauen noch nicht mal den kränkelnsten Hamster weg. Wenn die Messstation an einer Kreuzung steht, greift sie den größtmöglichen Ausstoß auf. Das ist relevant. Oder würdest du sagen, die Messstation und das Miethaus dahinter müssen weg, weil dort zuviel Ausstoß ist? Wohl kaum. Oder um es anders zu sagen: Du würdest dort nicht wohnen wollen, also verlange es auch nicht von anderen.
Viele Grüße Ralph
anieder Verified
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Re: Petition gegen die DUH

Beitrag von anieder Verified »

Frank Plate hat geschrieben: Dann ist auch die Emissionsmessung direkt am oder im Auspuffrohr falsch. Selbst Kleinkinder atmen nicht auf dieser Höhe und hinter einem Fahrzeug bei einer mittleren Geschwindigkeit von 46,6 km/h 30 Minuten lang ein. Durch Wind und Verwirbelungen findet zudem eine Vermischung mit anderen Stoffen statt.

Aber vielleicht heben sich am Ende all die Messungenauigkeiten und -Fehler gegenseitig auf? Was bleibt – und das ist das eigentliche Thema – ist die zunehmende Verunreinigung unsere Umwelt und wie wir damit umgehen.

Gruß Frank
Hi.

Und schon bist du auch drauf reingefallenen.
Faktisch messbar belegt und dokumentiert leben wir in drastisch sinkender verunreinigung.

Gruß

Andreas
anieder Verified
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Re: Petition gegen die DUH

Beitrag von anieder Verified »

Boßhammer hat geschrieben: Hallo KW,

ich hatte mein Argument nicht auf die Abgaswerte bezogen, sondern auf den Unwillen "der" Industrie sich geänderten Bedingungen anzupassen. Das ist der Kern des Problems. Im übrigen kann dieser Mechanismus bei jedem einzelnen Menschen beobachtet werden - wir neigen alle dazu an alten Mustern zu kleben, auch wenn sie falsch sind und von uns selbst als solches gesehen werden. Neues ist immer etwas unheimlich. Das zu Wissen schafft allerdings die Möglichkeit Dinge zu verändern und damit Probleme klein zu halten. Wenn man will.
Das nicht auf die Realität eingehen der (deutschen) Autoindustrie ist der Grund ihres Scheiterns - das ein Teil der Politik das unterstützt, verschärft das Problem und somit ist sie mitverantwortlich für die Folgen diesen Handels.
Von Sozialismus zu sprechen halte ich für falsch - noch nie wurde mehr Gewinn privatisiert und die Kosten so konsequent kollektiviert wie heute. Grinsend gebe ich Dir dann doch recht: auf sehr viel kleinerer Flamme hat der Sozialismus auch nichts anderes geschafft.
Gerhard, dein Argument verstehe ich nicht oder es ist absurd: ich muss keine Messstation an einem Waldweg aufbauen - die Emissionen dort hauen noch nicht mal den kränkelnsten Hamster weg. Wenn die Messstation an einer Kreuzung steht, greift sie den größtmöglichen Ausstoß auf. Das ist relevant. Oder würdest du sagen, die Messstation und das Miethaus dahinter müssen weg, weil dort zuviel Ausstoß ist? Wohl kaum. Oder um es anders zu sagen: Du würdest dort nicht wohnen wollen, also verlange es auch nicht von anderen.
Viele Grüße Ralph
Hallo Ralph
Das mit dem Wald ist wohl nicht ganz so schwarz weiß.
Man kann wohl messen dass Ozon Belastungen in ausserstädtischen Bereichen höher sind als in städtischen. Warum? Es fehlt das NO zum Reagieren mit O3...
Und die Messtellen sind doch offensichtlich relevant. Wenn ich einen durchschnittlichen Messwert möchte muss ich entsprechend messen
In der EU ist der Grenzwert ja nicht desshslb so außergewöhnlich niedrig weil wir leichter sterben als US Bürger zb.
Boßhammer Verified
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Re: Petition gegen die DUH

Beitrag von Boßhammer Verified »

Hallo Andreas,
wohl war - der Hamster ist noch nicht ganz rund :-)
Frank Plate Verified
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Re: Petition gegen die DUH

Beitrag von Frank Plate Verified »

Faktisch messbar belegt und dokumentiert leben wir in drastisch sinkender verunreinigung.
So ist es.
Wenn ich z. B. in meiner Regentonne nachschaue, schwimmt da auch keinen Plastikmüll. Also gibt es gar keinen. Und die das behaupten, schauen einfach nur an der falschen Stelle nach. (Und wenn es doch welchen geben sollte, dann wird er von den Fischen aufgefressen und stellt somit gar kein Problem dar.)

Natürlich ist die Belastung der Luft in den letzten Jahrzehnten gesunken und sinkt - hoffentlich - noch weiter. Gesunken ist sie aber bestimmt nicht durch die Eigeninitiative der Industrie oder dem umsichtigen Verhalten der Verbraucher, sondern durch Reglementierung und Vorschriften und mitunter auch Zwang. Wo sich erst einmal Müll - und nichts anderes sind die durch Verbrennung entstehenden Luftschadstoffe - ansammelt, kommt sofort immer noch mehr Müll zusammen.

Gruß Frank
anieder Verified
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Re: Petition gegen die DUH

Beitrag von anieder Verified »

Hallo Frank

Ja klar. Ohne Regeln geht es leider nicht.
Es geht ja hier um das Maßhalten.

Ein Verein sammelt Geld durch Denunzierungen und Spenden (zb Toyota die ja ihre hybris Technologie verkaufen wollen)
Mit dem Geld nehmen sie politischen Einfluss unter dem Segel der Umwelt und Gesundheit fahrend.
In Brüssel sitzen sicher nicht nur neutrale Fachkräfte die irgendwelche Grenzwerte brauchen um ohne inhaltliche Ahnung Urteile fällen zu können.
Aufgrund derer werden dann richterlich Maßnahmen erlassen, die dazu führen, dass der Bürger am Ende die Zeche zahlt.
Diesen unverhältnismäßigen Wirkkreis wollte ich adressieren.

Gruß

Andreas
KW
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Re: Petition gegen die DUH

Beitrag von KW »

14.11.2018 KW
Hallo Frank,
nichts ist erfunden oder konstruiert worden, weil ein Politiker oder der Staat ein Gesetz erlassen hat.
Die Industrie hat im Wettbewerb sich ständig gewandelt. Da gab es die Einflüssen aus Japan, das Kaizen, Heute wird nicht mehr kreuz und quer, sondern nach sinnvollen Abläufen gefertigt. Dann die Verteuerung von Rohstoffen. Man lernte, die Rohstoffe rationell zu nutzen. Recycling war eines der Zauberworte später. Billiger Rohstoff aus Recycling. Das war ein Weg.
Es könnte noch lange weitergehen. Aber seien Sie sicher: Ein Filter kommt weder aus Berlin noch aus Brüssel. Auch in Zukunft nicht! Es darf nicht Evolution sein, es muss Sozialismus werden. Das ist das Ziel!
Viele Grüße
KW

DS 23, HA, Bj.73
Frank Plate Verified
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Re: Petition gegen die DUH

Beitrag von Frank Plate Verified »

Wasser auf die Mühlen :-)
Warum wir die unfassbar nervige DUH doch brauchen
[size=small]Quelle: heise.de[/size]

Gruß Frank
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Robert Verified
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Re: Petition gegen die DUH

Beitrag von Robert Verified »

KW hat geschrieben: nichts ist erfunden oder konstruiert worden, weil ein Politiker oder der Staat ein Gesetz erlassen hat…
Hallo KW,

im Gegenteil, Technik wird zunehmend zur Umsetzung gesetzlicher Normen. Gerade bei der Diesel-Affaire ist es ja so, dass die Entwickler sich mit äusserster Geschmeidigkeit an den Vorschriften orientiert und die Autos eben so konstruiert haben, dass sie die Abgasbestimmungen nur unter den gesetzlich vorgesehenen Prüfnormen eingehalten haben. Wie im Rennsport sucht man das Reglement zu erfüllen und gleichzeitig dessen Lücken auszunutzen. Piëch sah es wohl als Husarenstück, der FIA 25 Porsche 917 vorzuführen, von denen aber nur eine Handvoll fahrbereit waren. http://www.spiegel.de/einestages/40-jah ... 48262.html Das ist exakt die Denkweise, die auch dem Dieselbetrug zugrunde liegt.
KW hat geschrieben: Es darf nicht Evolution sein, es muss Sozialismus werden. Das ist das Ziel!
D'accord.
Rotfront!
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Gerhard Trosien
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Re: Petition gegen die DUH

Beitrag von Gerhard Trosien »

Frank Plate hat geschrieben: ...Was bleibt – und das ist das eigentliche Thema – ist die zunehmende Verunreinigung unsere Umwelt und wie wir damit umgehen.

Gruß Frank
Die Propaganda wirkt. Auch ohne direkt zu lügen wird das Thema in einer Art bearbeitet, dass so mancher entgegen allen Tatsachen glaubt, die Luftverschmutzung sei noch nie so schlimm gewesen, als heute. Dabei ist sie heute so sauber, wie seit Jahrhunderten nicht mehr. Technisch lässt sich die Luftqualität kaum mehr verbessern.
Nur beim Gewässer- und Bodenschutz gibt es Rückschläge: durch den verstärkten Anbau von "Energiepflanzen", die, weil keine Lebensmittel, nicht auf Düngemittel und Pestizide überprüft werden und für die mühsam in Verhandlungen eroberte Schutzstreifen an Gewässerrändern wieder bepflanzt werden. Aber wer ist das noch gleich, der die "Energiepflanzen" will?
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