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Re: Elektro-DS

Verfasst: Di 11. Dez 2018, 20:37
von priusb78
Je häufiger das Thema auftaucht, desto reizvoller finde ich es! Vielleicht doch nicht auf die "lange Bank schieben"? ;-)

Man kann inzwischen fast alles kaufen, z.B. bei EV Europe gibt es

Tesla Akkumodule

und auch sonst fast alles, was das Herz begehrt.

Für den Umbau eine Toyota Prius 2 auf BEV haben wir im Priusfreunde-Forum eine Kostenabschätzung gemacht. Ca. 20-25.000 Euro wären mind. notwendig.

Gruß Thorsten

Re: Elektro-DS

Verfasst: Do 13. Dez 2018, 21:42
von bernd67
Warum nicht, wenn es irgendwann keinen Sprit mehr aus der Zapfsäule gibt, ich aber trotzdem fahren will. Ich denke zwar nicht, dass es die Batterie sein wird die den Strom für den E-Motor spendet, außer es erfindet einer das Ei des Kolumbus. Ich vermute eher Wasserstoff als Energiespeichermedium.

Aber wie es auch kommen mag, die Entenfahrer sind da schon einen Schritt weiter. Die E-Ente ist bereits käuflich.

Hier nur ein Beispiel. Inzwischen bieten ziemlich viele Entenwerkstätten die Umrüstung an.

http://entenfrisch.de/e-ente.html

Re: Elektro-DS

Verfasst: Do 13. Dez 2018, 21:45
von anieder
Ist nur keine Ente mehr wenn sie nicht schnattert.

Schade drum.

Re: Elektro-DS

Verfasst: Do 13. Dez 2018, 21:49
von bernd67
Stimmt schon, der Boxer klingt sehr schön und ich mag ihn auch sehr, besonders den 12PS, aber dafür hat sie mit dem E-Motor eine Beschleunigung, die so manchen Verkehrsteilnehmer die Kinnlade auf den Asphalt fallen lassen dürfte. ;-)

Re: Elektro-DS

Verfasst: Do 13. Dez 2018, 23:22
von anieder
Das mag sein.

Nennen wir das Ergebnis Frankenstein...

Andreas

Re: Elektro-DS

Verfasst: Fr 14. Dez 2018, 15:30
von maldini
Jjhallo zusammen,

zu diesem Thema gibt es im Forum ja diverse Ansätze -
historisch -

Wenn man alles zusammenfasst kann ich für mich folgendes destilieren....

Gewicht:

Das was man demontieren kann (Motor, Kühler, Auspuff, Lichtmaschine, Anlasser etc. summieren sich auf > 300kg Gewicht. Hier ist die robuste und solide Ausgangslage von Vorteil - der originale Motor ist kein Leichtbau.
Wenn man dagegen die elektrische Mototorisierung setzt, sind das deutlich 150 kg weniger (bei "konventionellen" €-Motoren) - wenn man innovative E-Motoren einsetzen würde - mehr als 250 kg weniger.. Die Ashwoodmotoren wiegen weniger als 30 kg und könnten einfach an das Getriebe geflanscht werden.

Elektronik:

Das ist zwar alles nicht einfach aber auch gar nicht mehr so exotisch - ich könnte mir z.B. vorstellen das die nötige Leistungselektronik bald konfiguriert (konfigurierbar) als Paket zur Verfügung stehen könnte.
Diese Leistungselektronik gehört natürlich unter die Motorhaube - wo ohne Motor, Kühler etc. eine Menge Platz ist.
Die Leistungselektronik nahe am Motor zu plazieren soll von Vorteil sein.

Batterie:

Der aktuelle konstruktive und finanzielle Engpass sind die Batterien - immer noch zu gross und mit zu geringer Leistungsdichte, dabei aber teuer.
Ich persönlich würde z.B. Batterien nur im Bereich des Tanks und unter den Vordersitzen (da wo der Quertopf des Autos ruht) - gerne akzeptieren. In diesem Fall wäre z.B. gar kein wirklicher Eingriff in den Wagen notwendig. Unter der Motorhaube haben sie meiner Meinung schon aus optischen Gründen überhaupt nichts zu suchen.

Es ist dabei gar nicht unrealistisch, dass es in rel. naher Zukunft Batteriemodule gibt, die bei halben Preis und halben Volumen die dreifache Energiedichte haben (bei BMW I3 hat sie sich bei gleichen Volumen bereits verdoppelt) - wenn man den Ankündigungen glauben darf. Dabei ist das "nur" die Fortschreibung der bestehenden Technologielinien - die nicht näher beschriebenen Feststoffbatterei soll diese Rahmenwerte noch mal halbieren (also halbe Kosten bei doppelter Leistungsdichte)
Akkupacks werden dabei schon heute in Form und Volumen konfiguriert - es ist also gar nicht so unrealistisch, dass es zukünftig leistungsfähige Akkupack für 250km mit (in den DS/ID) passenden Volumen gibt.

Hydraulik:

Wie die Hydraulikpumpe zu bedienen ist ist noch rel. offen - entweder durch den permanent laufenden Hauptmotor - oder durch einen separaten elektrischen Zusatzantrieb? Mir wäre eine Lösung mit nur einem Elektromotor für alles die liebste Lösung. Wir stehen ja aktuell auch mit laufendem Motor an der Ampel....


...


also mal sehn was kommt -
Das der ID eine sehr gute Basis bereitstellt ist wohl unwidersprochen
Und das da was kommt ist - vermutlich ziemlich sicher.
Ob ich dann noch jung genug bin da mitzumischen?

;-))

Grüße
karl

Re: Elektro-DS

Verfasst: Fr 14. Dez 2018, 15:59
von anieder
Hallo

Wozu Hydraulikpumpe. Das ist doch inkonsequent.
Kann man sicher alles auf elektrische Aktuatoren umbauen.

Gruß

Andreas

Re: Elektro-DS

Verfasst: Fr 14. Dez 2018, 17:26
von priusb78
Schon, aber deutlich komplexer. Die gesamte Hxdraulik für Bremsen, Kenkung und Federung unverändert zu lassen, d.h. nur die Antriebsquelle für die HD-Pumpe zu ändern, hätte sicher Vorteile bei Abnahme und Zulassung des umgebauten Fahrzeugs.

Und eine "HA" hätten dann alle! ;-)

Gruß Thorsten

Re: Elektro-DS

Verfasst: Fr 14. Dez 2018, 17:50
von Hans-Uwe Fischer
Hallo Karl.

Gut zusammen gefasst. Ich würde die System-Hydraulik unbedingt beibehalten und völlig unabhängig vom Hauptantriebssystem steuern. Für diese Anwendungen gibt es die sogenannten "Hydraulic Powerpacks"* . Das sind kleine kompakte Einheiten, die sich an jedem Ort in der DS installieren ließen. Größe und Bauform wie ein kleiner Feuerlöscher.
Der Druckspeicher wäre ja schon vorhanden. Bremse und Lenkung wären dann ebenfalls original versorgt.

huf


*) Selbstverständlich ließe sich die originale Hydraulikpumpe zu einem Powerpack entsprechend umbauen. Ich hatte vor ein paar Jahren eine Prüf- und Einstelleinrichtung für solche 12Volt-Powerpacks konstruiert. Die war allerdings für Einziehfahrwerke konzipiert.

Re: Elektro-DS

Verfasst: Fr 14. Dez 2018, 18:05
von priusb78
Hast Du vielleicht einen Link zu so einem Powerpack?
Wie schaut sowas aus?
Danke.
Gruß Thorsten