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Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte
Verfasst: Mi 16. Aug 2017, 19:46
von Frank Plate
Klingt wie ein Unwort-des-Jahres-Sammlung
Gruß Frank
Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte
Verfasst: Mi 16. Aug 2017, 22:46
von priusb78
Mir gefällt das dob rind
Gruß Thorsten
Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte
Verfasst: Do 17. Aug 2017, 07:48
von dosdres
warum kein flüssiggas?
viele NLer fahren damit.
mein 70 break kam aus le lavandou und war auch auf flüssiggas.
was steckt hinter dem E-wahnsinn?
vor gar nicht so langer zeit sollte noch die energiesparlampe
die welt retten. absoluter schwachsinnsondermüll.
und jetzt E-autos ohne die nötige infrastruktur?
und woher soll all die energie kommen?????????????
maisfelder bis zum horizont?????für bioenergie.
wenn frau physik studiert hat, sollte frau doch bitte mal .....die realität sehen.
ja früher als frau noch umweltministerin war, war radioaktivität eine diätkost.
nach fukuschima einen doppelten salto in verbindung mit dreifachem wendehals
und jetzt haben wir den windkraft spargelwald.
die hanseln zahlen die zeche, die sog. investoren kassieren ab.
und bringen tut es auch nixxx,
erik
Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte
Verfasst: Mo 21. Aug 2017, 17:01
von dosdres
neu im SPON:
der große schwindel mit der öko bilanz bei E mobil.
erik
Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte
Verfasst: Di 22. Aug 2017, 09:33
von ssiegert
Ich verstehe Euch nicht: Die Regierung (egal welche?) macht halt "wirtschaftfreundliche Politik".
Es ist das alte Spannungsfeld zwischen Geld und Arbeit.
gelber sack: Immerhin leben wir in einem ziemlich sauberen Land. Wenn unsere Umweltauflagen auf die Entwicklungsländer angewendet würden, dann hätten ein gesünderes Leben und wir mehr Arbeitsplätze, weil es sich gar nicht lohnen würde die Jobs zu exportieren. Dann hätten "die" auch eigene Jobs.
Unsere Abfallwirtschaft lebt doch prima...vom Konsumentengeld.
energiesparlampen: Können schon was bringen, wenn sie denn was taugen. LED finde ich gut. Macht einfach Sinn 3 Watt zu verbrauchen statt 40...
windräder: Wind ist zwar nicht kostenlose Energie, aber nachhaltig. Windräder kombiniert mit lokalem Stromkonsum macht Sinn. Aber eben nicht immer nach dem Motto "groß und größer".
(Übrigens: Wer noch für Atomkraft ist, sollte sich freiwillig melden ein Fäßchen mit Müll in seinem Garten einzulagern. Da ist ein "Spargel" in der Nähe vielleicht doch besser?)
biosprit: Bitte meinen Mais zur Spritherstellung.
toll collekt: sehr wirtschaftsfreundlich, aber wenigstens nach dem Verursacherprinzip. Was die PKW Maut nicht sein wird.
dob rind: Interessante Spezies, vor der mehr gewarnt werden sollte. Hat auch eine tragikomische Komponente so eingekeilt zwischen einer Profit-orientierten und zu Beschiß neigenden Automobilindustrie und den Umweltorganisationen.
riesterrente: Tja, wer sich nicht informiert, der landet halt dort.
E-autos: Mal sehen, ob wir da in Zukunft noch mitspielen. Ist wie mit abgeschriebenen Atomkraftwerken: Warum was ändern, wenn der Profit so schön ist? Dennoch sollte die F&E Kohle nicht in rein-elektro gesteckt werden, sondern in z.B. Wasserstoff/Brennstoffzellen Konzepte. Dann könnten wir unsere Tankstelleninfrastruktur mit schnellen Tankstops und lokaler Energieherstellung verbinden. Gegen zentralisierte Konzepte und Konzerne. (Wunschtraum, weil da sind wir wieder bei "wirtschaftsfreundlicher Politik" und Lobbyismus....
Die Zeche zahlen wir...von dem was wir mit unserer Arbeit verdienen sollten. Kreislauf und so...
Viele Grüße
Sebastian
Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte
Verfasst: Di 22. Aug 2017, 19:36
von Frank Plate
Diese wirtschaftfreundliche Politik hat allerdings auch ihre Kehrseite – für die Wirtschaft.
Sie lähmt und hemmt Innovation, weil es sich unter diesen politischen Vorzeichen bequem auf dem auf dem Erreichten ausruhen läßt. Die Politik unterstützt die Wirtschaft, indem sie ihren Status Quo möglichst unangetastet läßt oder nicht mehr aufschiebbare Veränderungen mit der Wirtschaft vorab abspricht. Die Wirtschaft garantiert dafür Steueraufkommen und vor allen Dingen Arbeitsplätze. Allerdings geht diese Rechnung für die Politik nicht auf, denn Wirtschaft ist immer auf Gewinnoptimierung aus, wenn nicht sogar dazu verpflichtet. Gewinnoptimierung läßt sich aber immer auch durch sinkende Produktionskosten erreichen, leicht durch sinkende Lohnkosten, leichter durch Entlassungen.
Dass die Automobilindustrie nun plötzlich verstärkt auf den Elektroantrieb setzt ist der verzweifelte Versuch aus der Zwickmühle Flottenverbauch und Dieselaffäre zu entkommen. Beides haben sie sich selbst eingebrockt und aus eigenem Antrieb hätte die Automobilindustrie den Elektroantrieb nie propagiert. Die Showcars, Prototypen und Reichweitenzwerge dienten nur als Alibifunktion, um so zu tun als sei man dabei in die Zukunft zu schauen. An einer Massenproduktion war die Automobilindustrie nie wirklich interessiert, weil man 100 Jahre ausschließlich auf den Verbrennungsmotor gesetzt hat, der zudem eine feste Gewinnmarge abwirft. Jetzt versucht man auf den Zug der Elektromobilität aufzuspringen, der aber bereits Fahrt aufgenommen hat. Man kann von Tesla halten was man will, aber dass das erste Elektro-Großserienfahrzeug nicht aus der Automobilindustrie stammt, spricht für sich.
Hätten wir eine kritischere Wirtschaftspolitik, die nicht ausschließlich das Bestehende beschützt, gäbe es mehr Anreize für die Automobilindustrie neue Wege zu gehen und sich vielleicht sogar neu zu erfinden. So „erfinden“ eben andere das Auto neu.
Mich erinnert das Ganze an das Aufkommen des Umweltbewußtseins in den 70igern, gekoppelt daran die Anti-Atomkraftbewegung. Die Industrie und etablierte Politik wollte damals nicht wahrhaben, dass mit dem „neuen“ Umweltschutzgedanken auch neue Techniken, Industriezweige, Arbeitsplätze, Exportmöglichkeiten und Steuereinnahmen entstehen können.
Wer stehen bleibt und sich nicht bewegt wird überholt werden, unweigerlich.
Gruß Frank
Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte
Verfasst: Di 22. Aug 2017, 23:12
von dosdres
reichweitenzwerge!
taschenlampe mit vier räder.
erik
Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte
Verfasst: Mi 23. Aug 2017, 07:38
von ssiegert
Ich würde es auch "Marktführerarroganz" nennen. Mich erinnert das Ganze an den Handymarkt, in dem Siemens und vor allem Nokia mal tonangebend waren. Dann kam Apple und hat das Mobiltelefon neu erfunden. Beide Unternehmen sind mehr oder weniger verschwunden aus diesem Markt.
Wenn wir also unsere nächsten Autos bei Apple, Google o.ä. kaufen, dann hat unsere tolle Automobilindustrie unseren Wohlstand durch Arroganz und Ignoranz verspielt. Konservative Politik hat ihr übriges getan.
Wir hatten auch mal eine blühende Solarindustrie und haben sie uns wieder abnehmen lassen.
Vielleicht werden wir ja mal ein Billiglohnland und produzieren für die Chinesen?
Ich arbeite im Open Source Bereich und die Kreativität in der Community, wie auch hier im Forum zu beobachten, ist unbegrenzt. Im Softwarebereich ist das sicherlich einfacher, denn Code geben und nehmen ist nicht an eine "harte" Produktion gebunden. Dennoch könnten solche Prinzipien auch in anderen Bereichen übernommen werden. Es hängt halt am Geschäftsmodell. Wir verkaufen keine an sich kostenlose Software, sondern verfeinern, härten die Software und bieten Services drumrum. Und den Code geben wir wieder an die Community zurück, sodaß diese auf einem höheren Level wieder weitermachen kann.
Könnte z.B. die Batteriesteuerung (Laden, Rekuperation, etc) im Open Source Modell weiterentwickelt werden? Solarladetechnik? Was noch?
Viele Grüße
Sebastian
Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte
Verfasst: Mi 23. Aug 2017, 08:01
von KW
23.08.2017 KW
Guten Morgen,
ich mache mal einen neuen Versuch. Wenn verschiedene Systeme unabhängig und nicht abgestimmt laufen, dann ist es die Mobilität. Da wird der größte Gewinn, die genialste Form der Mobilität durch Ideologen angegriffen und wir lassen uns das gefallen und versuchen noch, die Reste zu retten an die wir uns klammern. Der Markt hat immer genügend Druck erzeugt, den Fortschritt weiter anzutreiben. Dem Markt entzogene Systeme fallen zurück, weil sie sich nicht entwickeln. Hochsubventionierte Systeme wie die Solar/Windräder beuten die Verbraucher aus und bereichern Anleger. Die sind, wenn es zu Kosten für Sanierungen geht, längst mit der Beute verschwunden. Die Bahn fährt zum größten Teil auf dem Gleisbett des 19. Jh. Riesige Busse fahren in langen Takten leer durch die Gegend. Taxen warten und warten, die Fahrgäste am Busbahnhof auch und die Autofahrer stehen, weil verstopfte Straße und schauen zu. SCHULD an allem Unglück ist der Diesel! Dass die Schadstoffemissionen in den vergangenen 30 Jahren um 70% gesunken sind, darf nicht bekannt werden. Erst muss der Diesel in die Knie, dann kommt der Benziner dran. Unsere Schönheiten auch. Dann ist die Wirtschaft kaputt und die Ideologen sind am Ziel. Lenin und Mao lassen grüßen.
Berta Benz würde sich die Haare raufen. Aber wie hieß es 1832 bei der ersten Eisenbahnfahrt? " Es gibt keinen Grund, dass ein Mensch sich schneller fortbewegen müsste, als ein Pferd laufen kann ".
Viele Grüße
KW
DS 23, HA, Bj. 73
Re: Berta Benz II – die nicht-technische Aspekte
Verfasst: Mi 23. Aug 2017, 11:15
von Frank Plate
An deiner Argumentation ist einiges dran, Tatsache ist aber, dass weder die Automobilindustrie noch die Politik einen Plan B in der Schublade haben: Was ist, wenn der Verbrennungsmotor nicht mehr ‚state of the art‘ ist, aus welchen Gründen auch immer?
Auch wenn der Club of Rome sich damals getäuscht hat, allen wurde spätestens mit diese Studie klar, dass fossile Brennstoffe begrenzt sind. In den zurückliegenden 35 Jahren hat sich eine Menge getan – mehr fossile Reserven als gedacht bei effizienterer Energieausnutzung – das ändert aber nichts daran, dass uns irgendwann der Sprit ausgehen wird. Der Diesel ist zwar zur Zeit als Buhmann verschrien, aber er ist nicht das Problem und auch nicht die Lösung.
Die Automobilindustrie setzt statt auf Alternativen lieber auf Optimierung ihrer bestehenden Systeme und das auch mit beträchtlichem Erfolg. Allerdings wird hier auch (bald) ein Punkt erreicht sein, wo sich das Verhältnis zwischen Aufwand und Resultat wirtschaftlich nicht mehr rechnet. Und was dann? Subventionen, wie in vielen anderen Industriebereichen bereits erfolglos durchgeführt?
Die „Pferdeindustrie“ hat am Ende auch versucht ihre „Technik“ immer weiter zu optimiert, z. B. den Pferden Eimer vor das Maul gebunden, damit sie unterwegs Heu futtern konnten und Eimer unter den Hintern gebunden, damit die Pferdeäpfel nicht mehr die Umwelt verschmutzen. Berta hat dagegen ein alternatives Fortbewegungsmittel vorgeführt, das ohne Heu auskam und keine Pferdeäpfel produzierte und das hat sich langfristig erfolgreich trotz aller Belustigungen und Ablehnung durchgesetzt.
Auch wenn der Verbrennungsmotor in vielen Teilen unserer Welt noch alternativlos erscheint, er ist es nicht.
Gruß Frank