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Re: Bargeldzahlungen in Frankreich, nein danke!

Verfasst: Fr 18. Nov 2016, 09:03
von Hans-Uwe Fischer
buntspecht hat geschrieben: Servus,

denkt mal eins weiter was die Regierung uns zum Beispiel mit "Industrie 4.0" einschleusen will. Ideal verpackt als "Wir müssen moderner und schneller..." aber was dahinter steckt bedenken die wenigsten. Genau wie beim bargeldlosen Zahlen oder wenn die Glotze vernetzt ist oder unsere Smartphones Infos senden usw....
Wir sind doch alle zugegebenerweise ausgelieferte Konsumopfer- und die meisten doch ja-Sager zu allem.

Manchmal wünschte ich mir das wir so wie unsere Autos wären - nämlich nonkonform !!!

Schöne Grüße aus der digitalen Welt

Goran
Moin,

ich meine es ganz höflich und freundlich: Deine Aussage beinhaltet ausser Getöse nichts. Nicht ein einziges Argument. Genau dieses Verhalten ist leider symptomatisch für unsere heutige Zeit.

HUF

Re: Bargeldzahlungen in Frankreich, nein danke!

Verfasst: Fr 18. Nov 2016, 09:05
von Gerhard Trosien
Hans-Uwe Fischer hat geschrieben: ...also Leute,

der Wust an Falschaussagen ist so riesig, dass ich das hier nicht mehr kommentieren mag. ...
Schade

Re: Bargeldzahlungen in Frankreich, nein danke!

Verfasst: Fr 18. Nov 2016, 09:48
von Kuhno
bernd67 hat geschrieben: :-)) Das ist so. Die Geldkartenfunktion wird jedoch, nach meiner Erfahrung kaum genutzt. Ist in der Tat kaum bekannt.
Was ich immer sehr viel erstaunlicher finde, alle haben Angst vor dem gläsernen Menschen, zu recht, sammeln aber eifrig pay back Punkte. Glaubt wirklich jemand, die machen das aus Nächstenliebe? Die erhobenen Daten werden verkauft. Das wird auch gar nicht verheimlicht, es liest nur keiner.
Elektronische Bezahlsysteme, wie Kreditkarten, haben durchaus ihren praktischen Nutzen. Es vereinfacht vieles und gibt Flexibilität. Aber nicht jeder Mensch ist dafür geeignet. Nicht wenige verlieren den Überblick und überschulden sich.
Ich nutze beides. Viele kleinere Einkäufe tätige ich gerne bar. Tanken oder im Urlaub Hotel etc. gerne mit der Karte.
Mehr Sorge bereiten mir die zunehmende Anzahl von unbar Bezahlsystemen. Immer mehr drängen auf den lukrative Markt.
Auch Amazon hat ein Lizenz dazu und will sie auch nutzen.
Das halte ich für gefährlich. Wer will diese Geldströme denn noch überwachen? Sehr kritisch.

Grüße Bernd
Die Geldkarte kenne ich auch nicht, aber warum soll ich 200,- Euro aufladen, wenn ich sie auch bar holen kann? Der Vorteil für den Nutzer ist sehr gering, auch wenn jetzt nicht personalisierte Daten erhoben werden, wer garantiert, dass das so bleibt? Ist ja einfach, die Daten müssen ja auf der Karte zumindest in Form der IBAN hinterlegt sein, sind also auslesbar.
Mein Misstrauen ist da einfach zu groß, was geht, wird irgendwann gemacht.
Ich habe auch keinerlei Payback Karten u.ä. nutze kein Paypal etc. etc.

Seit ehemalige Goldmann Sachs Leute (die bekanntermaßen nicht wirklich bürgernah sind) wie Baroso, Draghi und Co. am Rad drehen habe ich keinerlei Vertrauen mehr in Finanzinstitutionen. Die nationalen Regierungen haben ja die (auch in anderen Fällen) die beliebte und bequeme Ausrede "Ist EU Recht - da können wir nichts machen"

Und - darauf verwette ich meinen Kopf - ist Bargeld erst mal abfgeschafft werden alle Möglichkeiten von Datennutzung und Steuerung der Geldmenge genutzt.

Einfach deshalb schon, weil es geht! Wie heisst es: "Warum leckt sich der Hund an den Eiern? - Weil er es kann!" Oder "Was macht ein Gorilla im rosa Pettycoat? - Das was er will"

Man weiss natürlich sehr genau, dass eine kurzfristige Abschaffung des Bargelds die zustimmenden Parteien bei den Wahlen hinwegfegen würden, so macht man es halt schleichend, incl. Psychospielchen (wer bar zahlt, hat was zu verbergen)

Wie sagte z.B. der EU Junckers:

Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter.

''Wenn es ernst wird, muss man lügen''

Re: Bargeldzahlungen in Frankreich, nein danke!

Verfasst: Fr 18. Nov 2016, 09:53
von Hans-Uwe Fischer
Gerhard Trosien hat geschrieben:
Hans-Uwe Fischer hat geschrieben: ...also Leute,

der Wust an Falschaussagen ist so riesig, dass ich das hier nicht mehr kommentieren mag. ...
Schade

Was soll ich denn machen...? ;-))

Bei diesem Thema "Bargeld" befinden wir uns doch erst noch beim Hartgeld. Bis zum Thema "Politik" müssen wir doch noch 'ne Menge Zwischenthemen absolvieren. Amazon & Co. sind thematisch noch sehr weit weg und schon wird da Industrie 4.0 ins Spiel gebracht (Letzteres muss kommen, sonst gehen in D die Lichter aus).

Bis auf meinen Rätselbeitrag mit dem Holzstückfoto, wurden alle meine Beiträge hier im Forum zerstört. All die gebashten Themen hätten m.E. fruchtbar zu Ende geführt werden können. Vom Thema "Zündverteiler" bis hin zum Thema "Wasser im Hydrauliköl".

HUF

Re: Bargeldzahlungen in Frankreich, nein danke!

Verfasst: Fr 18. Nov 2016, 10:09
von hgk
Bild

Re: Bargeldzahlungen in Frankreich, nein danke!

Verfasst: Fr 18. Nov 2016, 10:42
von Hans-Uwe Fischer
hgk hat geschrieben: Bild


... na gut. Bei Dir lass' ich das mal durchgehen.

HUF

Re: Bargeldzahlungen in Frankreich, nein danke!

Verfasst: So 20. Nov 2016, 23:50
von Bernhard(Süd)
Hallo,

nur mal eine technische Ergänzung:

Es gibt ja auch bargeldlose Zahlungssysteme, die keine personenbezogenen Daten erfassen.
Beispielsweise kaufe ich (bei einzelnen fortschrittlichen Nahverkehrsbetrieben) ein Guthabenticket im Scheckkartenformat, das ich am Ein- und Ausgang der U-Bahnstation oder des Stadtbusses in den Schlitz des Erfassungsgeräts schiebe, dann wird der tarif für meine zurückgelgte Entfernung abgebucht. Aber nicht von meinem konto, sondern nur von der Karte (die ich meinetwegen auch bar bezahlen kann; falls ich sie NUR per Scheckkarte zahlen kann, sind wir allerdings wieder am Anfang der Diskussion...).
So erlebt in einem fortschrittlichen Land Asiens, allerdings... ... ...

Grüße: bernhard

Re: Bargeldzahlungen in Frankreich, nein danke!

Verfasst: Mo 21. Nov 2016, 01:36
von Hans-Uwe Fischer
Bernhard(Süd) hat geschrieben: Hallo,

nur mal eine technische Ergänzung:

Es gibt ja auch bargeldlose Zahlungssysteme, die keine personenbezogenen Daten erfassen.
Beispielsweise kaufe ich (bei einzelnen fortschrittlichen Nahverkehrsbetrieben) ein Guthabenticket im Scheckkartenformat, das ich am Ein- und Ausgang der U-Bahnstation oder des Stadtbusses in den Schlitz des Erfassungsgeräts schiebe, dann wird der tarif für meine zurückgelgte Entfernung abgebucht. Aber nicht von meinem konto, sondern nur von der Karte (die ich meinetwegen auch bar bezahlen kann; falls ich sie NUR per Scheckkarte zahlen kann, sind wir allerdings wieder am Anfang der Diskussion...).
So erlebt in einem fortschrittlichen Land Asiens, allerdings... ... ...

Grüße: bernhard
Hallo,

es gibt unzählige Prepaidkarten auf dieser Welt. Und das Aufladen dieser Karten kann bargeldlos, oder bar, oder beides, geschehen.

Der Nachteil dieser Systeme besteht hauptsächlich in der propritaeren Nutzung. Über die Zeit entsteht ein riesiger Restesumpf auf diesen Karten. Das wird z.Zt. auch von Verbraucherschützern an verschiedenen Stadien kritisiert.

In Bremen z.B. hat man deswegen auf die Geldkarte gesetzt. Von aussen ist diese aber nicht als solche zu erkennen. Durch den zusätzlichen kontaktlosen Chip ist die Karte superschnell zu nutzen, es steht eine ausgebaute Infrastruktur zur verfügung und die Reste der Karte verfallen nicht und können z.B. an jedem Geldaustomaten zurück geholt werden.

Diese Karte befindet sich aber auf dem Rückzug. Die schwache Lobby, das fehlende Wissen um diese Karte und die Kosten für den Betreiber verhinderten den nötigen Erfolg. Bei der jetzigen Nullzinspolitik fehlen ausserdem den Banken das Geld, Millionen EC-Karten (und auch andere) mit den GK-Chips auszustatten.

Zukünftige System, wie sie z.Zt. aus dem Boden schiessen, sind meistens personengebunden. Der Internet-Handel, die gewaltigen Bargeldhandlingskosten und die gegen Null wachsende Betrugshemmschwelle werden die Bargeldzahlungen weit zurück drängen.

Ich hatte mal einen Kunden (Automatenaufsteller), der hatte mehrere Tonnen "Falschgeld" im Nebenraum liegen. Das waren nicht unterlegscheiben, sondern fremde Währungen, die physikalisch irgendwelchen Deutschen Münzen entsprachen. Immer wenn er mal wieder irgendwo ein Fundament ausbetonierte, schmiss er das Geld in den Beton.

HUF

BTW: Seine Servicefahrzeuge hatten verstärkte Federn, um die Geldtransporte gewichtsmässig zu stemmen. Über die Probleme und Nachteile des Hartgeldes liessen sich Aktenregale füllen. Denkt nur einmal an das Wechselgeld, welches in jedem Automaten zinslos 'rumschlummerd. Da müssen Millionenbeträge zinslos ind der Infrastruktur gebunkert werden.
Politisch habe ich auch Bedenken. Und Lösungen müssen her. Aber nicht mit abgeleiteten Che Guevara Sprüchen.

Re: Bargeldzahlungen in Frankreich, nein danke!

Verfasst: Mo 21. Nov 2016, 06:59
von Carsten_SM
Badewannen voll Fremdwährung aus Automaten kenne ich auch (Bankwesen). Die haben 2 Wannen - richtige Fremdwährung und Falschgeld. Man meinte dort, im Ostblock und Anatolien würden recht professionell die 2er hergestellt.

Die Fremdwährung hat man früher den Behinderten-Werkstätten geschenkt, Beschäftigung und ein bisschen Wert kam auch immer zusammen.

Carsten

Re: Bargeldzahlungen in Frankreich, nein danke!

Verfasst: Mo 21. Nov 2016, 07:49
von Gerhard Trosien
Bei der einen oder anderen Großveranstaltung kann man Bier und Bratwurst fast nur noch mit Chipkarten kaufen, die man vorher kaufen muss. Nach der Veranstaltung nimmt man die Karte mit Restguthaben mit nach Hause und kann sie kaum anderswo gebrauchen... das Restguthaben schlummert dann jahrelang ungenutzt in der Schublade zu Hause, und der Kartenverkäufer reibt sich die Hände...

bzw.: ob es für das Kapital auf dem Konto keine Zinsen gibt, oder (als Wechselgeld) im Automaten...