Bernhard(Süd) hat geschrieben:
Hallo,
nur mal eine technische Ergänzung:
Es gibt ja auch bargeldlose Zahlungssysteme, die keine personenbezogenen Daten erfassen.
Beispielsweise kaufe ich (bei einzelnen fortschrittlichen Nahverkehrsbetrieben) ein Guthabenticket im Scheckkartenformat, das ich am Ein- und Ausgang der U-Bahnstation oder des Stadtbusses in den Schlitz des Erfassungsgeräts schiebe, dann wird der tarif für meine zurückgelgte Entfernung abgebucht. Aber nicht von meinem konto, sondern nur von der Karte (die ich meinetwegen auch bar bezahlen kann; falls ich sie NUR per Scheckkarte zahlen kann, sind wir allerdings wieder am Anfang der Diskussion...).
So erlebt in einem fortschrittlichen Land Asiens, allerdings... ... ...
Grüße: bernhard
Hallo,
es gibt unzählige Prepaidkarten auf dieser Welt. Und das Aufladen dieser Karten kann bargeldlos, oder bar, oder beides, geschehen.
Der Nachteil dieser Systeme besteht hauptsächlich in der propritaeren Nutzung. Über die Zeit entsteht ein riesiger Restesumpf auf diesen Karten. Das wird z.Zt. auch von Verbraucherschützern an verschiedenen Stadien kritisiert.
In Bremen z.B. hat man deswegen auf die Geldkarte gesetzt. Von aussen ist diese aber nicht als solche zu erkennen. Durch den zusätzlichen kontaktlosen Chip ist die Karte superschnell zu nutzen, es steht eine ausgebaute Infrastruktur zur verfügung und die Reste der Karte verfallen nicht und können z.B. an jedem Geldaustomaten zurück geholt werden.
Diese Karte befindet sich aber auf dem Rückzug. Die schwache Lobby, das fehlende Wissen um diese Karte und die Kosten für den Betreiber verhinderten den nötigen Erfolg. Bei der jetzigen Nullzinspolitik fehlen ausserdem den Banken das Geld, Millionen EC-Karten (und auch andere) mit den GK-Chips auszustatten.
Zukünftige System, wie sie z.Zt. aus dem Boden schiessen, sind meistens personengebunden. Der Internet-Handel, die gewaltigen Bargeldhandlingskosten und die gegen Null wachsende Betrugshemmschwelle werden die Bargeldzahlungen weit zurück drängen.
Ich hatte mal einen Kunden (Automatenaufsteller), der hatte mehrere Tonnen "Falschgeld" im Nebenraum liegen. Das waren nicht unterlegscheiben, sondern fremde Währungen, die physikalisch irgendwelchen Deutschen Münzen entsprachen. Immer wenn er mal wieder irgendwo ein Fundament ausbetonierte, schmiss er das Geld in den Beton.
HUF
BTW: Seine Servicefahrzeuge hatten verstärkte Federn, um die Geldtransporte gewichtsmässig zu stemmen. Über die Probleme und Nachteile des Hartgeldes liessen sich Aktenregale füllen. Denkt nur einmal an das Wechselgeld, welches in jedem Automaten zinslos 'rumschlummerd. Da müssen Millionenbeträge zinslos ind der Infrastruktur gebunkert werden.
Politisch habe ich auch Bedenken. Und Lösungen müssen her. Aber nicht mit abgeleiteten Che Guevara Sprüchen.