Re: 60 Jahre DS-Treffen in Paris?
Verfasst: Mi 27. Mai 2015, 12:36
Das DS-Wochenende kann man mit viel Plus, aber auch mit einigen Minus bilanzieren.
Der Samstag war auf jeden Fall ein sehr schöner, erlebnisreicher und aufregender Tag. Das Autodrome von Montlhery war ein angemessener Rahmen, es gab viele Teilestände, viele hundert DS in allen Varianten, sehr alte, sehr "junge", top restaurierte direkt aus dem Museum, solche mit der ursprünglichen Patina, aber genauso die Alltags-DS, die Urlaubsautos und beonders viele Cabrios (mein Eindruck ).
Toll war das 3-Radbalett, das abendliche Cocktail mit reichlich Spezialitäten (weil schon viele das Gelände verlassen hatten ). Und natürlich waren die Rennrunden durch die Steilwandkurve einzigartig. Insgesamt war der Samstag ordentlich organisiert, auch wenn z.b. der Anfahrtsweg hätte ausgeschildert werden können.
Toll sind das Buch "DS Toujours" sowie andere Dinge, die in der Tüte waren (der absolute Geck das Tropfenauffangplakat für den Place de la Concorde).
Man kann drüber streiten, ob man nicht schon samstags den Teilnehmern ein Lunchpaket hätte reichen können, bei dem Preis wäre das angemessen gewesen. Das ist mein Eindruck, die Veranstalter müssen bzw können das besser beurteilen.
Am abendlichen Galadiner haben wir aus Kostengründen nicht teilgenommen. Es gab viele, denen es der Preis wert war, die können dessen Qualität beurteilen.
Der Sonntag war m.E. nicht so gelungen wie der Samstag, ohne die Hintergründe im einzelnen zu kennen.
Die Fahrt durchs morgendliche Paris war eine Farce, außer der beeindruckenden Aufstellung im Parc St.Cloud war es eine vollständig zerrissene Aktion, selbst die Kleingruppen wurden immer wieder durch die Ampeln zerrissen. Die Fahrt führte nur wenige hundert Meter über die Champs Elysee. Dafür war die Reservierung des Place de la Concorde beeindruckend und für DS-Besitzer, Touristen und Einheimische eine einzigartige Show. Man hat gespürt, welch großen Eindruck diese Autos auf die Betrachter machen.
Nicht so positiv war der Brunch im DS-Zelt. Es war ein einziger Kampf ums teuer bezahlte Essen, das sehr knapp war und zeitlich auch noch begrenzt wurde. Ab 1/2 2 gab es definitiv nichts mehr. Und die Teilnehmer des "Torsos" hatten mächtig Hunger! Man wurde im Marketingkonzept als Zugvogel benutzt, der Eindruck entstand.
Trotzdem war das Geschehen auf dem Place de la Concorde noch einmal ein würdiger Schlußpunkt, vielleicht hätte man mehr draus machen können in Form eines Verkaufsstandes für DS-Klimmbimm.
Beeindruckend war auch der hohe Stellenwert der DS unter der Bevölkerung. Immer wieder ließen sich wildfremde Menschen mit unserer DS fotografieren, wollten hineinsitzen, am liebsten hätten einige eine Stadtrundfahrt gemacht.
Noch drei Schlussbemerkungen:
1.) Es ist ärgerlich, welch geringe Wertschätzung das offizielle Paris der historischen DS entgegenbringt. Ich kenne keinen Reiseführer, in dem die DS, die damalige Fertigungsstätten und ihre historische Bedeutung erwähnt, geschweige denn gewürdigt werden. Es gibt zwar den Parc Andre Citroën, ein in der Konzeption sehr schöner Park. Allerdings beginnt er an einigen Stellen schon zu verfallen. Schade.
2.) Es ist für mich enttäuschend, wie wenig von offizieller Seite des DS-Clubs aus dieses Event unterstützt oder sogar mitgetragen wurde. Besonders im Nachhinein ist mir das aufgefallen, als Mitglied halte ich mir vor, nicht mehr in dieser Richtung unternommen zu haben.
3.) Die Vereinnahmung der historischen DS für die neue Marke DS stört mich massiv. Sind doch wesentliche Elemente des alten DS-Charakters nicht mit übernommen worden, wie vor allem die Hydropneumatik. Nicht einmal der Komfort wurde in den neuen DS 5 verpflanzt. Und dann dafür das Mauerblümchen zu spielen, hat nicht nur mich verärgert.
So bleibt eine gemischte Bilanz mit trotzdem positivem Gesamteindruck, der vor allem auch der DS und den vielen neuen Bekannten geschuldet ist, die vom gleichen Virus befallen sind.
Viele Grüße immer noch aus der Stadt Paris
Der Samstag war auf jeden Fall ein sehr schöner, erlebnisreicher und aufregender Tag. Das Autodrome von Montlhery war ein angemessener Rahmen, es gab viele Teilestände, viele hundert DS in allen Varianten, sehr alte, sehr "junge", top restaurierte direkt aus dem Museum, solche mit der ursprünglichen Patina, aber genauso die Alltags-DS, die Urlaubsautos und beonders viele Cabrios (mein Eindruck ).
Toll war das 3-Radbalett, das abendliche Cocktail mit reichlich Spezialitäten (weil schon viele das Gelände verlassen hatten ). Und natürlich waren die Rennrunden durch die Steilwandkurve einzigartig. Insgesamt war der Samstag ordentlich organisiert, auch wenn z.b. der Anfahrtsweg hätte ausgeschildert werden können.
Toll sind das Buch "DS Toujours" sowie andere Dinge, die in der Tüte waren (der absolute Geck das Tropfenauffangplakat für den Place de la Concorde).
Man kann drüber streiten, ob man nicht schon samstags den Teilnehmern ein Lunchpaket hätte reichen können, bei dem Preis wäre das angemessen gewesen. Das ist mein Eindruck, die Veranstalter müssen bzw können das besser beurteilen.
Am abendlichen Galadiner haben wir aus Kostengründen nicht teilgenommen. Es gab viele, denen es der Preis wert war, die können dessen Qualität beurteilen.
Der Sonntag war m.E. nicht so gelungen wie der Samstag, ohne die Hintergründe im einzelnen zu kennen.
Die Fahrt durchs morgendliche Paris war eine Farce, außer der beeindruckenden Aufstellung im Parc St.Cloud war es eine vollständig zerrissene Aktion, selbst die Kleingruppen wurden immer wieder durch die Ampeln zerrissen. Die Fahrt führte nur wenige hundert Meter über die Champs Elysee. Dafür war die Reservierung des Place de la Concorde beeindruckend und für DS-Besitzer, Touristen und Einheimische eine einzigartige Show. Man hat gespürt, welch großen Eindruck diese Autos auf die Betrachter machen.
Nicht so positiv war der Brunch im DS-Zelt. Es war ein einziger Kampf ums teuer bezahlte Essen, das sehr knapp war und zeitlich auch noch begrenzt wurde. Ab 1/2 2 gab es definitiv nichts mehr. Und die Teilnehmer des "Torsos" hatten mächtig Hunger! Man wurde im Marketingkonzept als Zugvogel benutzt, der Eindruck entstand.
Trotzdem war das Geschehen auf dem Place de la Concorde noch einmal ein würdiger Schlußpunkt, vielleicht hätte man mehr draus machen können in Form eines Verkaufsstandes für DS-Klimmbimm.
Beeindruckend war auch der hohe Stellenwert der DS unter der Bevölkerung. Immer wieder ließen sich wildfremde Menschen mit unserer DS fotografieren, wollten hineinsitzen, am liebsten hätten einige eine Stadtrundfahrt gemacht.
Noch drei Schlussbemerkungen:
1.) Es ist ärgerlich, welch geringe Wertschätzung das offizielle Paris der historischen DS entgegenbringt. Ich kenne keinen Reiseführer, in dem die DS, die damalige Fertigungsstätten und ihre historische Bedeutung erwähnt, geschweige denn gewürdigt werden. Es gibt zwar den Parc Andre Citroën, ein in der Konzeption sehr schöner Park. Allerdings beginnt er an einigen Stellen schon zu verfallen. Schade.
2.) Es ist für mich enttäuschend, wie wenig von offizieller Seite des DS-Clubs aus dieses Event unterstützt oder sogar mitgetragen wurde. Besonders im Nachhinein ist mir das aufgefallen, als Mitglied halte ich mir vor, nicht mehr in dieser Richtung unternommen zu haben.
3.) Die Vereinnahmung der historischen DS für die neue Marke DS stört mich massiv. Sind doch wesentliche Elemente des alten DS-Charakters nicht mit übernommen worden, wie vor allem die Hydropneumatik. Nicht einmal der Komfort wurde in den neuen DS 5 verpflanzt. Und dann dafür das Mauerblümchen zu spielen, hat nicht nur mich verärgert.
So bleibt eine gemischte Bilanz mit trotzdem positivem Gesamteindruck, der vor allem auch der DS und den vielen neuen Bekannten geschuldet ist, die vom gleichen Virus befallen sind.
Viele Grüße immer noch aus der Stadt Paris