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Re: Vergaserproblem? Aussetzer unter Last
Verfasst: Do 31. Okt 2013, 21:59
von Charles Duchemin
[quote=DS20HA]
Hallo Ingo,
passiert das bei allen Tankständen, oder eher bei fast leerem Tank?
Ich hatte das Phänomen beim ie immer in schnell gefahrenen Rechtskurven (das war immer sehr schön in langen Kurven vor der Beschleunigungsspur zur Autobahn) und auch wenn der Tank fast leer war am Berg, weil das Benzin in allen möglichen Ecken rumschwabberte aber nicht permanent am Schlauch. Dadurch hat die Pumpe dann kurzzeitig Luft angesaugt. Durch die Unterbrechung der Beschleunigung ist es dann wieder noch vorne geschwappt und schon war wieder genug da. Beim ie reicht dann der Vordruck nicht mehr aber beim Vergaser könnte durch diesen Effekt ja auch die Schwimmerkammer fast leer sein...
Bergab oder mit 1/2 - vollem Tank ist das nie aufgetreten.
Beim ie konnte ich dann nach einiger Zeit am Geräusch der Pumpe schon hören, wie voll der Tank war.
MsG
Hans[/quote]
nein, hans, die umstände sind nicht reproduzierbar, es passiert einfach so, egal welche temperatur draußen oder maschine oder welcher benzinfüllstand.
es macht "bäng", dann ist alles wieder normal.
Re: Vergaserproblem? Aussetzer unter Last
Verfasst: Fr 1. Nov 2013, 19:19
von Langhuber
Liebe Gemeinde,
jetzt erst mal ein kleiner Bericht zum Stand der Dinge:
Zuerst habe ich Madame die Türlenstraße zum Killesberg (steil und kurvig) hochgescheucht: Beschleunigen im 3 Gang von 45 auf 60, also sehr niedertourig war ohne Aussetzer möglich.
Später in der Kräherwaldstraße zwischen Botnanger Sattel und Birkenkopf beim Beschleunigen an der Steigung im 3 von 60 auf 80, gab es zwei kleine Aussetzer. Sonst alles gut.
Dann habe ich als ich oben war, das ursprüngliche Schwimmerkammerventil wieder eingebaut. Da das eine etwas andere Konstruktion ist, wie das "Ersatzventil", war sowieso eine Neujustage der Schwimmerhöhe notwendig. Ich habe den Schwimmer von vorher 7,5mm Abstand zur Deckeldichtung auf jetzt 8,2mm Abstand eingestellt. Aber vielleicht habe ich auch die Justageanweisung für den Vergaser falsch verstanden und das Problem liegt dort?
Dann: Erneut die Auffahrt vom Botnanger Sattel zum Birkenkopf, gleicher Gang gleiches Tempo: Prima keine Aussetzer. Dann nach Sindelfingen, von dort zurück.
Da habe ich die alte Dame wirklich gequält: Von Böblingen an bis kurz vor Vaihingen bergauf 130. Zwei kleine Muckser, ansonsten alles bestens.
Fazit: Problem ist etwas besser, aber immer noch bisweilen vorhanden.
[quote="Charles Duchemin"]
klar, karl!

))
das problem blieb, das geld leider nicht.

((
das gilt auch für die ganzen anderen wunderverheißungen zu diesem 123-ding, wie geringerer spritverbrauch, besseres anspringen usw usf (da gilt der ganze parapsychologische quark wie beim obenöl, mMn.)
[/quote]Danke für den Trost. Dagegen war meine nicht-Problemlösung mit 7,51€ wenigstens billig.
Viele Grüße
Klemens
Re: Vergaserproblem? Aussetzer unter Last
Verfasst: Fr 1. Nov 2013, 19:29
von Langhuber
Tom,
[quote="Thomas Held"]
was mir in dem Zusammenhang extrem komisch vorkommt, sind die Manipulationen, die am Unterbrecherkontakt noetig waren (Aufbohren der Lagerung, Abfeilen des Nocken). Bist du sicher, dass du nicht einen falschen Kontaktsatz verbaut hast? Da gibt es eine ganze Menge verschiedene...
[/quote]
Das waren wohl schon die "richtigen". Eben so, wie wenn Du eigentlich "Bosch" haben willst und der Werkstattmensch gibt Dir "Valeo".
Aus meinen sonstigen Aktivitäten mit alter Technik weiß ich, dass es sehr viele Kunststoffe gibt, die nicht langzeitstabil sind. Vielleicht ist das Isolierrohr im Inneren wegen Alters aufgequollen, oder es ist ein schlechter schlampiger Ersatz, bei dem sich der Hersteller darauf verlässt, dass der Werkstattmensch das Problem schon irgendwie lösen wird.
Ich habe hier im Forum auch schon von notwendigen Anpassarbeiten bei z. B. Auspuffanlagen gehört.
Klemens
Re: Vergaserproblem? Aussetzer unter Last
Verfasst: Fr 1. Nov 2013, 19:40
von Langhuber
Doctor-D hat geschrieben:
Und was ist damit, ich zitiere mal aus dem Blitzthread:
Bevor ich die Kontakte gewechselt hatte, habe ich mit dem Stroboskop ein Vorwandern des Zündzeitpunktes sehen können. Es war allerdings alles deutlich zu früh. Nach dem Kontaktwechsel wandert bei steigender Drehzahl der Zündzeitpunkt eher zurück. Und jetzt ist es so, dass beim Beschleunigen plötzlich ein Rückgang des Vortriebs entsteht, und nach einer halben Sekunde geht es erst weiter.
Ist das geklärt?So sollte die Frühzündung nicht funktionieren.
Ja, das hatte ich ja schon geschrieben. Entweder war das ein Messfehler oder sonstwas. Ich habe es am nächsten Tag nochmal gemessen: Leerlauf 850 U/Min, Schließwinkel 57°, dynamischer Zündzeitpunkt entsprechend dem statischen nach Bohrung im Anlasser geblitzt. Bei 2000U/Min wandert der Zündzeitpunkt 15° nach vorne.
Anspringverhalten nach 4 Tagen Stillstand perfekt, Motor läuft rund und leise, Beschleunigung am Berg ok, auch aus sehr niedrigen Drehzahlen ist Beschleunigen möglich...
Ich tippe da auf ein astreines Zündproblem.Wenn die Vergaser richtig zicken, ich meine das Bauteil, dann saufen die Motoren eher ab oder haben permanentes Magerruckeln.
Wenn ich an den Bericht von Charles Duchemin denke, glaube ich auch, dass ich mit dem derzeitgen Zustand sehr gut leben kann.
uwe.v11 hat geschrieben:
Tschuldigung
vielleicht blöde Frage.
ist es ein HA ?
Falls Du mich meintest: Nein, sie ist eine Handschalterin.
Klemens
Re: Vergaserproblem? Aussetzer unter Last
Verfasst: Fr 1. Nov 2013, 19:56
von Langhuber
Hallo Andreas,
anieder hat geschrieben:
BTW, hast du den Unterbrechernocken eigentlich mit etwas Heißlagerfett versehen und die Verteilerwelle geölt? Hat nix mit dem Problem zu tun, aber sinnvoll.
Silikonfett.
Es ist nun mal so, dass viele Vergaserprobleme am Ende Zündungsprobleme waren.
Möglich. Aber der Vergaser ist ja nun auch nicht nur als Schmuck eingebaut.
Da einfacher auszuschließen, fängt man da nun mal an. Ausschlussverfahren.
Wenn man alles doppelt und im Regal liegen hat, schon. Aber Du bestellst in Vechta einen S.E.V.-Kontakt und kriegst einen JMT-Kontakt.
Es geht auch nicht nur um Wackler, sondern ist der Zündenergiebedarf unter Last höher als sonst. D.h. es kann sein, dass genau in deinem Lastfall die Zündenergie manchmal nicht reicht. Verdächtige dafür s.o. Volkers Beitrag.
Sie hat mir fast leid getan, unter den heutigen Lastbedingungen.
Außerdem (never touch a running system) ist die Zündspule im Prinzip ein Verschleißteil. Bei unklarer Historie also eh eine gute Idee da mal 30 € zu investieren.
Was soll denn da verschleissen?
Ohne jetzt noch mal im Einzelnen auf die ganzen Austauschvorschläge, die gemacht wurden, einzugehen:
Ich habe ein 50 Jahre altes Auto und das soll es bleiben. Ich werde nicht auf Verdacht die halbe Elektrik austauschen. Nachdem ich jetzt weiß, wie die Zündung eingestellt wird, stört es mich überhaupt nicht, alle 5000km die Unterbrecher zu wechseln oder neu einzustellen. Das geht ja mit meiner Einstellschraube und dem Stroboskop wirklich spielend einfach.
Grüße
Klemens
Re: Vergaserproblem? Aussetzer unter Last
Verfasst: Fr 1. Nov 2013, 20:11
von marc
Hallo,
vielleicht denkst du nur dass dein Problem nur unter Last auftritt. Ich denke mal dass man es unter Last am deutlichsten merkt und es sonst da es ja nur kurz ist vielleicht nur nicht auffällt.
Gruß
marc
Re: Vergaserproblem? Aussetzer unter Last
Verfasst: Fr 1. Nov 2013, 20:30
von aquablader
Ist die Vergaservorwärmung intakt? Dann stell einfach mal auf "Winter". Das Phänomen der Vergaservereisung kommt heute vielen nicht mehr in den Sinn, ist aber ausgeprägter denn je. Unsere heutigen Otto-Kraftstoffe sind allesamt auf Einspritzer eingestellt, auf solche die wie die Vereisung wird heute keine Rücksicht mehr genommen.
Viele meiner Kunden, die noch mit Vergaser-Fahrzeugen daher kommen, berichten von rätselhaften Leistungsverlusten bis hin zum Stehenbleiben. Und bei allen Fahrzeugen waren die dazugehörigen Teile rottig, von abgerosteten Warmluftfangblechen bis zu kaputten Bimetallfedern im Luftfiltergehäuse.
Und den Luftfilter in die Winterposition zu bringen, kostet ja kein Geld und keine Mühe.
Bei der gesamten Diskussion vermisse ich den Versuch der Eingrenzung zwischem "hartem" und "weichem" Aussetzer. Ne kaputte Zündanlage ist doch mit dem Popometer eindeutig "herauszufahren".
Ein ausfallender Zylinder äußert sich in Vibrationen, zwei in fürchterlichem Geschüttel ohne nennenswerte Leistung, während ein humpelnder Vergaser vielfach andere Wirkung zu Tage bringt.
LG
Ingo
Re: Vergaserproblem? Aussetzer unter Last
Verfasst: Fr 1. Nov 2013, 21:33
von Fritz-J
Klemens schreibt im ersten Beitrag, daß er Zündaussetzer auschließt - weil das Aussetzen eben dafür nicht hart genug sei. Wenn die Zündung komplett ausfällt (wie zB bei meiner ID manchmal nach dem Waschen), dann merkt man das in der Tat am 'Popometer'. Patschen muß es dabei nicht unbedingt.
Ich hatte mal ähnliche Symptome an einem 02 BMW, nach elendiglich langem Suchen waren es dann doch die Zündkabel, von denen eines oder mehrere bei irgendwelchen Vibrationen irgendwann mal keinen Kontakt hatten, was zu Aussetzern und manchmal im Stand zum Absterben des Motors führte.
Wenn irgendwas falsch eingebaut oder eingestellt ist, wäre die Störung eher nicht 'sporadisch', sondern: 'immer dann, wenn . . .'.
Gruß,
Fritz-Jörg
Re: Vergaserproblem? Aussetzer unter Last
Verfasst: Fr 1. Nov 2013, 21:51
von andreas wisniewski
hatte am meiner ie letztes Jahr lange Zeit ähnliche Symptome, Ursache war im Endeffekt eine sich lockernde Verbindung zwischen Batterieklemme und dem Übergang zum Anlasserrelais ( Kupfer ), war damals

ein Repro...
Re: Vergaserproblem? Aussetzer unter Last
Verfasst: Fr 1. Nov 2013, 22:09
von sebastianklaus
Liebe Forumsgemeinde,
ich weiß ja nicht,warum Ihr dem Kollegen Klemens noch Ratschläge gebt.
Der fährt mit ner uralten Zündspule und nem uralten Vorwiderstand rum,wechselt nicht sytematisch sämtliche Kabel und meint, da würde nichts verschleißen.
Wenn er meint !? Einfach mal machen lassen !!
Kopfschüttelnde Grüße
Sebastian